Devan

Devan

Redakteurin bei Kitchen Stories

Was ist dein Lieblingsdessert aus dem Ofen? Ein einfacher Schokokuchen aus der Kastenform? Kleine Zitronen-Baiser-Cheesecakes? Oder etwas ganz Ausgefallenes wie ein Irish-Coffee-Gugelhupf oder eine Kuchen mit Kokosnuss-Frosting?

Wofür auch immer du schwärmst, eines haben die Leckereien wahrscheinlich gemeinsam: Sie sind mit einer süßen, zuckrigen Schicht überzogen. Die meisten Desserts haben eine fluffige Creme, eine samtige Glasur oder eine reichhaltige Ganache. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen diesen Toppings, die aus einem einfachen Kuchen die süße Verführung machen oder deinen Weihnachtsplätzchen den letzten Schliff geben?

Wir wollen euch die süßen Helden genauer vorstellen und ihnen die Bühne geben, die sie verdienen. Vorhang auf für Buttercreme, Royal Icing, Schokoladen-Ganache, Frischkäse-Frosting und Co.!

Was ist der Unterschied zwischen Frostings und Icings?

Es gibt bekanntlich keine dummen Fragen, doch wenn es um den Unterschied zwischen Frostings und Icings geht, rollt manch einer mit den Augen. Sind es einfach verschiedene Namen für die gleiche Sache oder ist ein Frosting tatsächlich etwas Anderes als ein Icing? Ich habe akribisch recherchiert und mich eine Woche lang durch den Kuchen- und Torten-Dschungel geschlagen. Das Ergebnis: Frostings und Icings gehören zur gleichen Familie, unterscheiden sich jedoch in ihrer Textur und Anwendung.

Frostings basieren in der Regel auf Milchfetten wie Butter oder Schlagsahne, denen sie ihre cremig-fluffige Textur und den besonders reichhaltigen Geschmack verdanken. Sie sitzen majestätisch wie eine Krone auf deinen Cupcakes und eignen sich perfekt als erste Cremeschicht auf einer Torte, um eine glatte Oberfläche für die weitere Verarbeitung zu schaffen. Du kannst sie zum Verzieren in den Spritzbeutel füllen, Torten damit bestreichen oder Backwaren befüllen.

Ein Icing ist in der Regel eine Zuckerglasur, die zwar süßer als Frostings schmeckt, aber weniger reichhaltig ist. Ein Zuckerguss kann manchmal leicht schaumig sein, häufig ist die Textur jedoch eher glatt und dünn. Ideal also, um Teilchen, Plätzchen, Kuchen und Muffins mit einer leichten Zuckerschicht zu überziehen und ihnen ein mattes oder glänzendes Finish zu verpassen.

Soviel zum Hintergrundwissen. Als nächstes stellen wir dir verschiedene Frostings und Icings vor, die du an deinem nächsten großen Backtag unbedingt ausprobieren solltest.

Kitchen Stories

4 Frosting-Rezepte auf Milchbasis und wie du sie verwendest

1. Buttercreme

Buttercreme gehört zu den einfachsten und vielseitigsten Frostings – und unserer Meinung nach ist sie eine der leckersten Tortencremes. Das Geheimnis einer perfekten Buttercreme? Du schlägst Zucker und Butter so lange, bis die Masse eine richtig schaumige, leichte Konsistenz bekommt. Danach kannst du die Creme verfeinern und eine Prise Salz hinzufügen (denn mit Salz schmeckt alles noch ein bisschen besser). Egal ob du sie für diese Pistazien-Macarons verwendest oder einen Kuchen damit überziehst – das Buttercreme-Frosting passt einfach immer. Wenn du dir einmal unsicher bist, welches Frosting du für dein Gebäck nehmen sollst, liegst du mit Buttercreme nie falsch.

Einfache Vanille-Buttercreme

Einfache Vanille-Buttercreme

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Extratipp: Die Buttercreme schmeckt noch besser, wenn du sie vor dem Servieren auf Zimmertemperatur bringst.

2. Frischkäse-Frosting

Der perfekte Begleiter zu jedem Karottenkuchen ist ein kräftiges Frosting mit Frischkäse und Puderzucker. Verfeinert wird das Topping häufig mit Butter, Vanilleextrakt und/oder Zitronensaft.

Saftiger Karottenkuchen mit Frischkäse-Creme

Saftiger Karottenkuchen mit Frischkäse-Creme

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Der Frischkäse bildet nicht nur den idealen Gegenspieler zu intensiv-würzigen oder reichhaltigen Schokoladenkuchen – auch Hefeschnecken lieben ihn, egal ob du sie als Frühstück oder Dessert genießt.

Kürbis-Zimtschnecken

Kürbis-Zimtschnecken

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Lebkuchengewürz-Kuchen

Lebkuchengewürz-Kuchen

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Guinness-Schokoladenkuchen

Guinness-Schokoladenkuchen

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3. Schlagsahne

Aufgeschlagene Sahne ist das einfachste Frosting auf Milchbasis. Die luftige Mischung besteht meistens aus Schlagrahm und Zucker oder Puderzucker und ist optisch und geschmacklich „erste Sahne“.

Dem Grundrezept von oben kannst du verschiedene Essenzen, Kräuter oder außergewöhnliche Aromen hinzufügen, um deine Lieblingsdesserts damit zu verfeinern.

Schlagsahne aromatisieren

Schlagsahne aromatisieren

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Gegrillte Pfirsiche mit 3 Zutaten

Gegrillte Pfirsiche mit 3 Zutaten

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Glasierte Kastanien mit geschlagener Sherry-Sahne

Glasierte Kastanien mit geschlagener Sherry-Sahne

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4. Fudge-Frosting

Darauf haben die Schokosüchtigen unter euch sicher schon gewartet: Für das klassische Fudge-Frosting werden Butter, Milch oder Schlagsahne, Puderzucker und geschmolzene Schokolade zu einer cremigen und streichfähigen Masse aufgeschlagen. Und eines ist sicher: Mit diesem Kuchenüberzug liegen dir nicht nur Schokoladenfans zu Füßen.

Schokoladen-Cupcakes mit Erdbeerfüllung und schokolierten Erdbeeren

Schokoladen-Cupcakes mit Erdbeerfüllung und schokolierten Erdbeeren

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Smarties-Kuchen

Smarties-Kuchen

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4 Kuchen-Toppings auf Zuckerbasis und wofür du sie verwendest

1. Royal Icing (Eiweißspritzglasur)

Mit der Eiweißspritzglasur (auch Royal Icing genannt) bringst du aufwendige Verzierungen auf Kuchen und Plätzchen. Diese sehr süße Glasur gehört zu den wenigen, die nach dem Auftragen schnell komplett aushärten. Sie lässt sich hervorragend als essbarer Klebstoff beispielsweise für Lebkuchenhäuser verwenden und ist durch ihre reinweiße Farbe auch wunderbar zum Einfärben geeignet. Wenn du deine Kuchen mit raffinierten Verzierungen und formschönen Buchstaben dekorieren willst, haben wir das richtige Rezept. Mit nur wenigen Zutaten bereitest du ruckzuck eine Eiweißspritzglasur zu.

Royal Icing – so geht's: Ein Eiweiß (oder die entsprechende Menge Eiweiß- oder Baiserpulver) mit 250 g Puderzucker und 1 Teelöffel Wasser ca. 2 Minuten verrühren bis eine dicke, sämige Glasur entsteht. Die Textur sollte in etwa so dickflüssig sein wie ein Pfannkuchenteig. Für besonders aufwendige Verzierungen oder zum Schreiben von Buchstaben einfach mit etwas mehr Zucker andicken. Für eine großflächige Anwendung die Glasur entsprechend mit Wasser verdünnen. In den Spritzbeutel füllen und nach deinen Vorstellungen dekorieren.

2. Einfacher Zuckerguss

Für einen einfachen Zuckerguss verrührst du Puderzucker mit einer Flüssigkeit deiner Wahl, in der Regel Milch, Zitronensaft oder Wasser. Damit umhüllst du zum Beispiel einen Donut mit einer dünnen Zuckerschicht. Du kannst den Zuckerguss aber auch etwas dicker anrühren und deinen Kuchen mit kleinen Kunstwerken verzieren. Dem Grundrezept unten kannst du mit unseren Extratipps noch eine besondere Note verleihen.

Amerikanische Donuts

Amerikanische Donuts

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Einfache Zuckerglasur

Einfache Zuckerglasur

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Kokosglasur – so geht's: Für eine einfache Kokosglasur ein 60 ml Kokosmilch mit 200 g Puderzucker verrühren. Kokosraspeln für die Textur unterrühren.

Marmeladenglasur – so geht's: Marmeladensorte nach Wahl erhitzen oder mit der gleichen Menge Wasser bei mittlerer Hitze einkochen. Köcheln lassen, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht. Den noch warmen Kuchen damit einstreichen und kaltstellen, oder frisch frittiertes Schmalzgebäck darin eintauchen.

Schokoladenglasur – so geht's: Entweder ganz einfach geschmolzene Schokolade als Glasur verwenden oder Butter, Schokolade und Maissirup schmelzen und mit etwas Milch oder Wasser verrühren – so erhältst du eine samtige und reichhaltige Schokoladenglasur mit schönem Glanz.

3. Baiser

Baiser oder Meringue ist entweder ein Dessert für sich oder kann als weiches Topping für süße Kuchen, Tartes oder Törtchen dienen. Das Rezept ist einfach: Aus Eiweiß und Zucker – dazu kommen häufig Salz, Zitronensaft und Weinstein – entsteht eine steife, glänzende Masse, die sich am Gaumen fast wie Luft anfühlt. Mit seiner leichten Süße und der luftigen Textur passt das Baiser besonders gut zu festen und saftigen Kuchen. Mit diesen Rezepten bekommst du ein Gefühl für die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten:

Kleine Zitronen-Baiser-Cheesecakes

Kleine Zitronen-Baiser-Cheesecakes

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Rhabarber-Baiser-Kuchen

Rhabarber-Baiser-Kuchen

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Birnen-Meringue-Tarte

Birnen-Meringue-Tarte

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4. Marshmallow-Frosting in 7 Minuten

Was kommt wohl heraus, wenn man das Beste eines Marshmallows mit Baiser kombiniert? Klar, ein Marshmallow-Frosting, oder das, was man in Amerika als klassisches "Seven-Minute-Frosting" kennt. Es schmeckt, als würdest du in die schaumigste Marshmallow-Wolke aller Zeiten beißen, wie ein süßer Hauch, dem du nie mehr widerstehen kannst. Es ist zäh, glänzend und ziemlich steif und damit genau richtig als Frosting und Füllung für alle möglichen Schichttorten.

Marshmallow-Frosting – so geht's: In einer hitzebeständigen Schüssel über einem Wasserbad 400 g Zucker, 2 Esslöffel Maissirup (optional) und 6 Eiweiß aufschlagen. Immer wieder rühren, bis die Masse etwa 70°C erreicht. Von der Herdplatte nehmen und mit einem Handrührgerät oder in einer Küchenmaschine mit Rührbesen bei hoher Geschwindigkeit schlagen bis das Frosting glänzend und zäh wird und sich im Volumen verdoppelt hat. Vanilleextrakt oder andere Aromen hinzufügen (Rosenwasser oder Orangenblütenwasser schmecken fantastisch!) und das Frosting direkt verarbeiten. Die Masse wird schnell steif – für ein optimales Ergebnis also nicht im Voraus zubereiten. Experimentiere auch mit einem Flambierbrenner – so bekommst du eine andere Farbe und Textur und einen Geschmack, der direkt an Lagerfeuer erinnert!

Eierlikör-Cupcakes mit Marshmallow-Frosting

Eierlikör-Cupcakes mit Marshmallow-Frosting

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Was ist eine Ganache?

Eine Ganache kann eine Glasur, ein Frosting, eine Soße oder eine Füllung sein. Auf jeden Fall ist sie eine dekadente Mischung aus Zartbitter- oder dunkler Schokolade und Sahne. Schön glatt, seidig und mit ihrem mehr als fotogenen Glanz ist die Ganache eine einfache Wahl für alle möglichen Backwaren: als extra reichhaltiges Topping für Kuchen und Tartes bis hin zur mächtigen Füllung für klassische Doppelkekse.

Schokoladenglasur für Zuhause

Schokoladenglasur für Zuhause

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Ganache mit Wasser

Das Kochbuch "Sweet" von Helen Goh und Yotam Ottolenghi hat so manchem Hobbybäcker die Augen geöffnet – zumindest in Sachen veganer Ganache. Die Alternative zur klassischen Ganache (achte darauf, vegane Schokolade zu verwenden) ersetzt einfach Sahne mit Wasser. Das Ergebnis: Die Konsistenz ist einen Hauch dünner und die Textur leichter, doch geschmacklich kann die vegane Ganache locker mit der klassischen Variante mithalten.

Was ist Fondant?

Die Textur erinnert an Knete, der Geschmack ist wahnsinnig süß: Fondant verwendet man, um Kuchen und Backwaren zu verzieren oder Dekorationen für Gebäck zu formen. Durch die stabilisierende Gelatine und das Glycerin behält Fondant seine geschmeidige Konsistenz und ist daher ideal, um Kuchen zu überziehen, Deko-Elemente zu modellieren oder Formen zum Verzieren von Gebäck und Torten auszuschneiden.

Kuchen mit Fondant überziehen

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