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Celeste

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Salat und Dressing gehören einfach zusammen. Egal welche unterschiedlichen Salatsorten und wie viel (Ofen-)Gemüse, Nüsse, Käse oder Fleisch man verwendet — das Salatdressing vereint schlussendlich alle Zutaten zu einem stimmigen Gericht und unterstreicht die Aromen der einzelnen Zutaten. Es isst ja schließlich auch keiner von uns gerne trockene Spaghetti, oder? Denn genau wie eine Pastasauce, verleiht auch eine Salatsoße Geschmack, Textur und Cremigkeit.

Falls du ganz am Anfang beginnen möchtest, schaue dir zunächst unseren Artikel zu den 5 häufigsten Fehlern bei der Zubereitung von Salaten an.

Salatdressings: Kaufen oder selber machen?

Salatdressings aus dem Supermarkt sind häufig randvoll mit Salz, Zucker und Geschmacksverstärkern, die in deinem hausgemachten Dressing nicht enthalten sind (und auch nicht benötigt werden). Beim Herstellen deines eigenen Dressings bist du Herr (oder Frau) der Dinge und kannst ihm deine persönliche Note verpassen. Wenn man sich an ein paar Regeln hält, sind dir kaum Grenzen gesetzt – von vegan und laktosefrei über low carb und zuckerfrei bis hin zu Soßen ohne Öl. Und du wirst sehen: Es macht viel Spaß mit verschiedenen Zutaten zu experimentieren und neue Geschmacksrichtungen zu entdecken.

Wo sind die Unterschiede?

Cremige Salatdressings

Die Basiszutat für cremige Dressings wird den Geschmack ausschlaggebend beeinflussen. Das können zum Beispiel all die leckeren Weichkäsesorten, wie zum Beispiel Blauschimmelkäse, Gorgonzola oder Ziegenkäse, sein. Besonders gut geeignet sind auch Buttermilch, Crème fraîche, Joghurt oder Mayonnaise. Für die perfekte Mischung solltest du dich an das Verhältnis 3 Teile eines der gerade genannten Basiszutaten (bei Weichkäse sollten es eher 2 Teile sein) und 1 Teil Flüssigkeit (und zusätzliche Gewürze) halten. Beispielsweise benötigt man für ein Kräuter-Joghurtdressing 150 g Joghurt, den Saft von 1 Zitrone (ca. 50 ml), etwa 1 TL Knoblauchpulver, gehackte Petersilie, Salz und Pfeffer. So einfach geht's!

Achte darauf, dass du die Vorzüge der jeweiligen Basiszutat in den Vordergrund stellst. Ein Blauschimmelkäse hat schon von viel Eigengeschmack und benötigt kaum weitere Aromen:

Sommerlicher Salat mit Blauschimmelkäse-Dressing

Sommerlicher Salat mit Blauschimmelkäse-Dressing

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Im Gegensatz dazu, wird der eher neutrale Geschmack von Crème fraîche und Joghurt super durch frische Kräuter und eine Zitrusnote verfeinert. Mayonnaise wird dagegen häufig als cremige Grundlage für viele bekannte Dressings verwendet, für ein Caesar-Dressing, hausgemachtes Green Goddess Dressing oder Thousand-Island- und Ranch-Dressing beispielsweise.

Spargelsalat mit cremigem Basilikum-Dressing

Spargelsalat mit cremigem Basilikum-Dressing

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Dressings ohne Milchprodukte

Schön cremige Salatdressings gelingen auch ganz ohne Milchprodukte und eignen sich deshalb auch hervorragend für die vegane Ernährung oder Menschen mit einer Laktoseintoleranz. Meine persönliche Lieblingsbasis ist Erdnussbutter. Selbstgemacht schmeckt sie natürlich noch um Längen besser! Dafür benötigst du einzig und allein Erdnüsse und eine Küchenmaschine oder einen leistungsstarken Mixer (sogar eine Kaffeemühle kann funktionieren). Für den ultimativen Erdnussbuttertraum röstest du die Nüsse und zermahlst sie anschließend so lange, bis eine homogene Masse entstanden ist. Entweder pur oder mit einer Prise Salz verfeinert ist die Erdnussbutter fertig und dient dann als leckere Basis.

Nüsse anrösten

Nüsse anrösten

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Mit diesem Rezept wird jede Nuss, egal ob Erd-, Cashew- oder Macadamianuss, zu Mus und damit zur cremigen Basis für vegane Salatsoßen:

Hausgemachtes Mandelmus

Hausgemachtes Mandelmus

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Aus 2 TL selbstgemachter Erdnussbutter, 1 EL Wasser, 2 TL Olivenöl, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Honig, 1 Zehe Knoblauch (oder 1 TL Knoblauchpulver), Chili (frisch und in Scheiben geschnitten oder in Flocken), Salz und Pfeffer zauberst du im Handumdrehen ein leckeres Dressing. Je nachdem wie flüssig das Dressing sein soll, kann etwas mehr Wasser hinzugegeben werden — es sollte alle Zutaten gut miteinander vermengen. Das Erdnussbutter-Dressing passt hervorragend zu Eisberg- und Romanasalat (oder anderen festen Salatsorten mit verhältnismäßig wenig Eigengeschmack), rohem Gemüse (z.B. Karotten Gurke, Paprika und Sojasprossen), Reisnudeln, Tofu, Grillgemüse (Zucchini, Kürbis, Brokkoli) Quinoa und frischen Kräutern, wie zum Beispiel Koriander und Minze.

Eine weitere Super-Zutat für Salatdressings ist Tahin. Sehr bekannt in der nahöstlichen und mediterranen Küche, zählt es zu den Hauptzutaten einiger bekannter Rezepte, wie zum Beispiel Hummus, Baba Ganoush und Halva. Für ein einfaches Tahin-Dressing werden 80 ml Tahin, 2 EL Olivenöl, 2 EL Zitronensaft, 1 Knoblauchzehe und 120 ml Wasser vermengt. Und wer mag, kann Tahin auch selbst herstellen.

Hausgemachtes Tahini

Hausgemachtes Tahini

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Vinaigrettes

Einige der bekanntesten Salatdressings sind Vinaigrettes. Wer noch mehr über den Klassiker erfahren möchte, kommt hier zu unserem Artikel mit Tipps & Tricks für die Besten. Ähnlich wie das Mischverhältnis von cremigen Dressings, bestehen Vinaigrettes aus 3 Teilen Öl, 1 Teil Säure und weiteren Gewürzen. Bei Vinaigrettes kommt es auf die Emulsion an, womit das vollständige Vermischen von zwei normalerweise nicht mischbaren Substanzen gemeint ist. Du benötigst also eine dritte Komponente, die für die Bindung zuständig ist. Dazu gehören zum Beispiel Senf, Honig, Eigelb, Mayonnaise, Tahin oder Miso, die nicht nur ein tolles Bindemittel sind, sondern auch für den guten, runden Geschmack sorgen.

Einfache Vinaigrette

Einfache Vinaigrette

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Obwohl es viele verschiedene Ölsorten gibt, die einem Dressing einen besonderen Geschmack verleihen, gehört das Olivenöl zu den unangefochtenen Klassikern. Allerdings kann man mit verschiedenen Ölsorten, wie beispielsweise Sesam-, Kürbiskern-, Avocado-, Leinsamen- oder Walnussöl interessante und neue Variationen kreieren. Verwendest du Sesam- und Kürbiskernöl, benötigst du oftmals nicht mehr als ein paar Tropfen, weil sie sehr intensiv schmecken. Deswegen kommen sie häufig eher zum Backen zum Einsatz. Nichtsdestotrotz passen nussige Öle zum Beispiel toll zu einem Salat mit gerösteter Rote Bete und anderen erdigen Gemüsesorten.

Welches Dressing passt zu welchem Salat?

Für einen leckeren Salat ist allerdings nicht nur das Dressing ausschlaggebend. Mindestens genauso wichtig ist die richtige Kombination von Salat und Dressing. Eine der bekanntesten Blattsalatsorten (und mein heimlicher Favorit) ist Feldsalat. Da die feinen Blätter jedoch in sich zusammenfallen, kommen sie mit einem schweren, cremigen Dressing in Berührung, bevorzuge ich hier eine simple Vinaigrette mit einem Klecks Senf.

Feldsalat richtig vorbereiten

Feldsalat richtig vorbereiten

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Eisbergsalat überzeugt nicht unbedingt mit einem intensiven Geschmack, ist aber sehr robust und vielseitig einsetzbar, sodass er besonders gut für schwere Dressings mit Mayonnaise oder Erdnussbutter geeignet ist. Rucola hingegen ist bekannt für seinen leicht scharfen Geschmack und lässt sich super mit einer süßlichen Honig-Vinaigrette oder jedem anderen Dressing, das leicht säuerlich-süß ist, kombinieren. Für mehr Tipps rund um das Zusammensetzen von verschiedenen Salaten mit Früchten, Gemüse & Dressings gibt es unseren ultimativen Salatsorten-Guide.

Grüner Salat mit Erdbeer-Senf-Dressing

Grüner Salat mit Erdbeer-Senf-Dressing

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Salat anmachen – so gelingt's!

Salat muss gewaschen und anschließend sorgfältig trockengetupft oder -geschleudert werden. Denn ist auch nur ein Tropfen Wasser auf dem Salatblatt, können ölhaltige Dressings nicht daran haften. Dann passiert es, dass sich das Dressing am Boden der Schüssel sammelt und die Salatblätter wässrig und langweilig schmecken. Also gilt: Immer schön abtrocknen!

Salat waschen

Salat waschen

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Salat und Dressing werden idealerweise erst kurz vor dem Servieren vermengt: Je länger beides miteinander vermischt ist, desto unappetitlicher sieht er aus. Die Blätter saugen sich regelrecht mit der Soße voll und werden weich und matschig. Am besten gibst du den gewaschenen und abgetrockneten Salat in eine große Schüssel, gießt das Dressing langsam an den Seiten der Schüssel hinuntern und vermengst beides vorsichtig mit deinen gewaschenen Händen. Bitte verwende keine Zange — damit zerstörst du sehr leicht die Blattstruktur.

Last but not least: Hast du schonmal vom "doppelten Anmachen" gehört? Zuerst wird der Salat gewaschen und in eine große Schüssel gegeben. Anschließend wir etwas Säure in Form von frisch gepresstem Zitronensaft oder Essig und eine ordentliche Prise Salz und Pfeffer darüber gegeben. Dann sorgfältig mit den Händen vermengen, sodass jedes Salatblatt eine kleine Säure-Massage abbekommt. Nun ist das Olivenöl an der Reihe (ca. 2 EL), das ebenfalls untergemischt wird. Jetzt kommen wir zum wichtigsten Part: Das eigentliche Dressing wird zum Salat gegeben und eingearbeitet. Mithilfe dieser Methode erreichst du jedes noch so kleine Salatblatt. Jedes Salatblatt wird mit tollen Aromen ummantelt sein und zwar auch bei sehr cremigen, etwas dickflüssigen Soßen.

Und falls du dich jetzt fragst, wie du deine neu erworbenen Erkenntnisse in die Tat umsetzen kannst: Hier sind unsere Vorschläge!

Grünkohlsalat mit scharfen Kichererbsen

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Zoodle-Salat mit Sesamdressing

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Linsensalat mit geröstetem Knoblauch und Joghurtdressing

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Leichter Erdbeer-Spargel-Salat

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Grüner Salat mit Avocadodressing

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Gebratener Brokkoli mit Ranch-Dressing

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Mango-Avocado Salat mit Limetten-Dressing

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Was ist dein liebsten Rezept für Salatdressing? Verrate es uns in den Kommentaren!

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