Devan Grimsrud

Redaktionsmanagerin bei Kitchen Stories

instagram.com/devan.grimsrud/

Dieser Artikel ist Teil unserer Kampagne "Eine kulinarische Weihnachtsstory", in der wir uns mit traditionellen und modernen Gerichten aus aller Welt beschäftigen. Gemeinsam besuchen wir das Weihnachten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Wir teilen lustige Rezepte, Last-Minute-Geschenkideen, Tipps für die Zubereitung eines kleineren Festmahls (für den Fall, dass du Social Distancing betreibst) und jede Menge unbeschwerte Inhalte zum Entspannen für die Zeit zwischen den Jahren. Unter diesem Link findest du einen Überblick über all unsere wöchentlichen Themen, Geschichten, Rezepte und mehr.

Meine schönsten Erinnerungen an die Feiertage drehen sich fast ausschließlich um den Esstisch, die Teller (und die Mägen), die immer ein kleines bisschen zu klein waren. Reichliche Mengen cremigen Kartoffelpürees, Platten mit Truthahn oder Schinkenbraten, die zu schwer waren um sie zu tragen und Berge von weichen Milchbrötchen, die ich in hausgemachter Bratensoße ertränkt habe – ich habe diese Soße wie Suppe gegessen. Nach den herzhaften Hauptgerichten, abgerundet mit süß-säuerlicher Cranberrysoße, kam der große Auftritt der Kuchen und Pies: Traditioneller amerikanischer Apfelkuchen, cremiger Pumpkin Pie, mehr oder weniger klassische Pecannuss-Tartes, vielleicht sogar ein Beeren-, Kirschen- oder Sahnekuchen.

Dieses Jahr wird das jedoch anders sein. Egal ob du nah bei deinen Liebsten wohnst oder am anderen Ende der Welt, die Feiern werden vermutlich kleiner sein, viel kleiner, aber das bedeutet nicht, dass man sie nicht trotzdem begehen sollte. Vielleicht brauchen wir sie in diesem Jahr sogar mehr als je zuvor. Ich werde dir keine Tipps geben, wie du die besten virtuellen Feiertage verbringst, denn ich denke wir alle haben gerade genug von Bildschirmen und den technischen Eigenheiten von Gesprächen über Video, und außerdem gibt es dafür viele andere Quellen, die dir bei dieser Art von Feier behilflich sein können. Stattdessen möchte ich dich überzeugen, dass egal ob der Tisch dieses Jahr für Vier, Drei, Zwei oder nur Eine*n gedeckt wird, wir sind es uns schuldig, das Beste aus unseren Weihnachtsfeiertagen zu machen.

Sag Weihnachten nicht ab

Während die Abendessen für viele von uns während der Feiertage die Hauptrolle spielen, sind es doch unsere Familie und Freunde, die ihnen erst das Leben einhauchen. Wenn wir also die meisten von ihnen während dieser globalen Pandemie zu den Feiertagen nicht sehen werden, ist es einfach, gleich zu denken, dass damit die gesamte Feier sinnlos wird und verschoben oder abgesagt werden sollte – Danke COVID-19! Es ist unbestritten, dass die Größenordnung und die Zahl der zusammen kommenden Haushalte kleiner ausfällt, aber es gibt mindestens ein valides Argument die Feiertage stattfinden zu lassen: Tu es für dich selbst.

Ich habe von Natur aus (manch einer würde sagen, aufgrund meiner Erziehung) einen Hang zum Pessimismus und zur Melancholie und dieses Jahr war besonders hart. Ich hab viele Dinge probiert, um das Glas als halb voll zu betrachten und meine Sicht dem sonnigen Optimismus zuzuwenden, aber die bei weitem beste Medizin habe ich in meiner Küche und am Esstisch gefunden. Ein paar Stunden am Herd oder über ein Schneidebrett gebeugt zu verbringen und Backvorgänge im Ofen zu beobachten ist eine einfache Freude. Das gilt nicht für alle von uns, da bin ich mir sicher, aber spätestens am Tisch finden wir einen gemeinsamen Nenner, wenn wir einen dampfenden Teller vor uns haben und die Früchte unserer Arbeit genießen können. Es war die einfache Genugtuung, die mich dazu gebracht hat ein sehr kleines, wenig traditionelles Festessen für Zwei zum Erntedankfest zu machen und es ist wieder diese Freude, die mich jetzt dazu bringt, es dir als Projekt für deine Festtage ans Herz zu legen. Leg dir etwas Zeit und Geld beiseite und tu etwas Schönes für dich. Du hast es dir verdient!

3 Lehren für Rezepte in kleineren Dimensionen

Es gibt drei Dinge, an die du denken solltest, damit dein Miniatur-Festessen nicht anbrennt, alles perfekt gegart ist und wer auch immer am Tisch sitzt glücklich gemacht wird – auch wenn es nur du bist.

Erstens, lies die Rezepte von Anfang bis Ende durch. Das ist eigentlich für jedes Rezept ein wertvoller Tipp, aber besonders, wenn du es in einer kleineren (oder größeren) Menge zubereitest. Beim Lesen der Zutatenliste werden dir manche Dinge auffallen, die sich gut skalieren lassen (z.B. Kartoffeln oder Knoblauchzehen) und Zutaten, bei denen das in bestimmten Größenordnungen schwerer fällt (z.B. Eier). Die Schritte im Voraus zu lesen wird dich auch auf bestimmte Utensilien aufmerksam machen, die von der üblichen Größe abweichen (z.B. Backformen) und angepasst werden müssen. Das wird dich auch schon auf einige Ideen bringen, an welchen Stellen des Rezepts du vielleicht die Gar- oder Backzeiten anpassen musst.

Zweitens, suche nach Rezepten, die für kleinere Mengen entwickelt wurden. Wenn du die Rezepte durchliest und dir absolut nicht vorstellen kannst, wie man sie in kleinerer Menge zubereiten sollte, schau im guten, alten Internet nach, ob es Rezepte gibt, die speziell im Hinblick auf eine kleinere Menge konzipiert wurden. Es gibt ganze Blogs, die sich nur diesem Thema widmen und viele hilfreiche Listen deiner Lieblingswebseiten. Mit etwas Recherche kannst du ganz sicher ein kleines Menü zusammenstellen, bei dem es keinerlei zusätzlichen Aufwand bedeutet, es in kleinerer Menge zuzubereiten.

Last but not least, lerne die Überbleibsel zu schätzen. Bei einigen Gerichten lohnt es sich gar nicht erst kleinere Mengen zu kochen, einfach weil sie als Überbleibsel so gut schmecken, man sie einfach einfrieren oder sogar als Basis für ein anderes Gericht verwenden kann. Hab keine Angst davor, einen ganzen Kuchen zu backen, wenn dir danach ist!

15 Skalierbare Rezepte für deinen Festtagstisch

Jetzt wo du einige hilfreiche Tipps zur Hand hast, kannst du dich mit neuem Elan einem verkleinerten, aber nicht weniger festlichen Feiertagsessen widmen. Hier sind 15 Rezepte, die sich einfach für Zwei oder Eine*n kochen lassen. Mit dem Portionen-Button kannst du sie einfach deiner benötigten Menge anpassen. Lass dich nicht von ungeraden Zahlen und Brüchen verunsichern, sondern runde sie einfach zur nächstgrößeren vollen Zahl auf.

Marinierte grüne Bohnen mit Bohnenkraut und Zwiebeln

Marinierte grüne Bohnen mit Bohnenkraut und Zwiebeln

→ zum Rezept

Ricotta-Birnen-Toast

Ricotta-Birnen-Toast

→ zum Rezept

Cranberry-Cider

Cranberry-Cider

→ zum Rezept

Cremiges Knoblauch-Kartoffelpüree

Cremiges Knoblauch-Kartoffelpüree

→ zum Rezept

Geröstete grüne Bohnen und Champignons mit Kräuterparmesan-Bröseln

Geröstete grüne Bohnen und Champignons mit Kräuterparmesan-Bröseln

→ zum Rezept

Großmutters Süßkartoffeln mit Erdnussbutter und Marshmallows

Großmutters Süßkartoffeln mit Erdnussbutter und Marshmallows

→ zum Rezept

Truthahnbraten mit Anis und Kräutern

Truthahnbraten mit Anis und Kräutern

→ zum Rezept

Vanille-Brotpudding mit 3 Zutaten

Vanille-Brotpudding mit 3 Zutaten

→ zum Rezept

Wirsingsalat mit Birnen, Walnüssen und Schinken

Wirsingsalat mit Birnen, Walnüssen und Schinken

→ zum Rezept

Rumkugeln mit 3 Zutaten

Rumkugeln mit 3 Zutaten

→ zum Rezept

Crunchy Selleriesalat mit Mandeln und Cranberrys

Crunchy Selleriesalat mit Mandeln und Cranberrys

→ zum Rezept

Hähnchen Marbella

Hähnchen Marbella

→ zum Rezept

Zero Waste Brathähnchen aus dem Ofen

Zero Waste Brathähnchen aus dem Ofen

→ zum Rezept

Leichter Waldorfsalat mit karamellisierten Trauben

Leichter Waldorfsalat mit karamellisierten Trauben

→ zum Rezept

Einfacher Apfel-Crumble

Einfacher Apfel-Crumble

→ zum Rezept

Mehr Köstlichkeiten für dich