Lara Vetter

Food Editor bei Kitchen Stories

Im November geht es um Wohlfühlessen!  Man braucht nicht viel dazu zu sagen, und doch bedeutet es für jede*n etwas anderes. Wir erforschen die Rezepte, die uns immer begleiten, und laden dich ein, dasselbe zu tun. Schau hier nach unseren neuesten Rezepten und Artikeln, und vergiss nicht, uns auf Instagram zu folgen, für noch mehr exklusive Inhalte.

Wenn es bei uns früher Pfannkuchen gab, war das für meine Geschwister und mich immer ein richtiges Fest. Meistens gab es zuerst eine Runde herzhafte Pfannkuchen. Nachdem wir (als Alibi) einen oder zwei kleine Pfannkuchen mit herzhafter Füllung gegessen haben, gab es aber nur noch süße Pfannkuchen, so lange, bis wir nicht mehr wollten (und konnten).

Meistens gab es dazu das, was man auch zu einem gewöhnlichen Frühstück hier in Deutschland essen würde: Marmelade und Nutella. Außerdem auch Apfelmus und meine große Liebe: Zimt und Zucker. Nichts verschafft mir so ein Gefühl von Zufriedenheit und Glück wie die Kombination aus einem ungesüßtem, goldbraun gebackenen Pfannkuchen mit würzigem Zimt und glitzerndem Kristallzucker, der beim Draufbeißen fast ein bisschen “knuspert” – weißt du was ich meine? Ich liebe diese Konsistenz! In Anbetracht der ganzen wunderbaren Toppings, die sich für Pfannkuchen zaubern lassen, klingt das vielleicht ein bisschen langweilig, aber bis heute reserviere ich mir immer einen kleinen Pfannkuchen, um ihn nur mit Zimt und Zucker zu essen.

Das Fundament eines jeden guten Pfannkuchens: Der Teig

Pfannkuchen lassen sich scheinbar endlos variieren, aber das ist natürlich nicht nur eine Frage der Toppings, sondern genauso eine des Teiges. Zu Hause gab es bei uns dünne Pfannkuchen, die eine mittelgroße Pfanne ausfüllen, aber nicht ganz so dünn ausgebacken werden wie französische Crèpes. Ein solches Rezept für klassische Pfannkuchen – dünn, aber nicht ganz so dünn und mit einer schönen Fluffigkeit – hat Lisa nun für Kitchen Stories entwickelt. Lisas Trick für fluffige Pfannkuchen liegt darin, dass sie dem Teig einen Schuss Sprudel beimischt. In Kombination mit den Eiern sorgt der dafür, dass die Pfannkuchen luftig und elastisch werden, sodass du sie perfekt aufrollen kannst. Außerdem zeichnet sich Lisas Version der klassischen Pfannkuchen dadurch aus, dass sie nicht stark gesüßt werden. Dadurch eignen sie sich für süße und für herzhafte Kombinationen.

Pfannkuchen

Pfannkuchen

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Der beste Teil: Pfannkuchen-Toppings

Wenn es daran geht, den Teller zusammenzustellen ist es Zeit für den besten Teil: Toppings! Egal, ob du es lieber süß oder herzhaft magst, hier sind ein paar Tipps, Tricks und Ideen für deine nächste Pfannkuchen-Party.

Spannende Ideen für herzhafte Pfannkuchen

Natürlich sind herzhafte Pfannkuchen nicht nur ein Alibi, um hauptsächlich süße Pfannkuchen essen zu können, sondern können auch selbst eine unglaublich leckere und befriedigende Mahlzeit sein. Wie wäre es zum Beispiel mit Pfannkuchen, Eggs Benedict Style, mit knusprigem Schinken, pochierten Eiern und Sauce Hollandaise? Zusammen mit einem gemischten Salat mit einem frischen Dressing mit Dill steigst du in den Brunch-Himmel auf. Oder wie wäre es mit der Kombination von Meerrettich-Frischkäse und Räucherlachs, wie sie zum Beispiel gern zu russischen Blini serviert wird? Oder du lässt dich von TikTok inspirieren und legst ein in rotem Pesto knusprig gebackenes Spiegelei auf deine Pfannkuchen. Vergessen wir außerdem bloß nicht die klassische Kombination aus Pfannkuchen und Pilzen! Wenn du ein bisschen Vorbereitungszeit hast, würde ich dir da Devans langsam geschmorte Pilze empfehlen. Durch das lange Backen konzentriert sich der Pilzgeschmack und aromatisiert nebenbei das Olivenöl. Mit etwas Ricotta, frisch geriebener Zitronenschale und Thymian hast du das perfekte Gericht für ein graues Herbstwochenende.

Eine besondere Erwähnung muss ich außerdem einem weiteren Klassiker widmen, der unter anderem in Süddeutschland verbreitet ist: Flädlesuppe! Alles, was du dafür brauchst ist eine kräftige Suppengrundlage (ganz egal, ob du am liebsten Rinder-, Hühner- oder Gemüsebrühe nimmst), ein bisschen Schnittlauch oder Petersilie und übrig gebliebene Pfannkuchen. Die werden einfach aufgerollt und mit einem Messer in Ringe geschnitten. Gib die Pfannkuchenstreifen dann entweder in die heiße Suppe und lasse sie nur kurz ziehen, bis sie gut durchgewärmt sind oder lege die Pfannkuchen in die Servierteller und gib die heiße Suppe darauf. Wenn sie lange mitgekocht werden, werden sie nämlich matschig.

Süße Pfannkuchen-Toppings sind gut für die Seele

Na klar, wir lieben die Basics wie Apfelkompott, Marmelade, Schokoaufstrich und Banane und natürlich Zimt und Zucker. Bei meiner Oma gab es außerdem eine Pfannkuchenvariante, die gar nicht unbedingt ein Topping braucht. Sie backt in ihren Teig nämlich im Sommer Kirschen und im Herbst Äpfel ein, die in der Pfanne heiß und weich werden. Eingebautes Topping, sozusagen (und wer den Kirschkern findet, darf sich etwas wünschen).

Aber wenn du Lust auf etwas Neues hast, habe ich auch hier ein paar Ideen aus der Kitchen Stories-Trickkiste für dich. Christians Schokoladen-Waffeln mit Tahini-Creme lassen sich hervorragend als Pfannkuchen-Topping umfunktionieren. Das Tahini-Topping besteht ganz einfach aus Tahini, Crème Fraîche und Ahornsirup. Durch diese Kombination schmeckt das Topping frisch und leicht, ohne dass der nussige Geschmack des Tahinis verloren geht. Das Ganze garnierst du dann mit gehackter Zartbitterschokolade und, wenn du magst, ein bisschen frischer Orangenschale. Ziemlich selbsterklärend ist außerdem die Adaption von Hannas köstlichem Brioche Toast. Pfannkuchen, serviert mit zitronigem Ricotta und süß-sauren, warmen Beeren sorgen für Sommergefühle, das ganze Jahr lang. Nimm einfach eine tiefgekühlte Beerenmischung, wenn frische Beeren mal nicht Saison haben.

Besonders herbstlich hingegen ist die Kombination aus Cashew-Creme, gekochten, gewürzten Pflaumen (die kannst du dir bei diesem Rezept abschauen) und Walnüssen. Um deine eigene Cashew-Creme zu machen, lasse eine Hand voll Cashews einfach für ca. 30 Min. in heißem Wasser einweichen, während du die Pfannkuchen vorbereitest. Gieße sie dann ab und püriere sie mit ein wenig Wasser, bis sie eine cremige Konsistenz erreichen. Für ein bisschen Süße kannst du auch noch einen Löffel Ahornsirup ergänzen.

Das sind nur ein paar Vorschläge für dich, aber die Ideen sind natürlich endlos: Vanilleeis? Birne? Schlagsahne? Geröstete Haselnüsse? Erzähl uns in den Kommentaren, wie die Pfannkuchen deiner Träume aussehen!

Über den Tellerrand: Pfannkuchen aus anderen Länderküchen

Zu guter Letzt muss ich zumindest noch einen kleinen Blick über den Tellerrand werfen. Pfannkuchen sind einfach zu vielfältig, um nicht noch ein paar Varianten zu erwähnen, die du unbedingt probieren solltest. Dabei ist das natürlich ist auch nur ein kleiner Ausschnitt – zu versuchen, die gesamte Bandbreite in diesem Abschnitt unterzubringen, wäre ein hoffnungsloses Unterfangen! Aber hier zumindest ein kleiner Einblick in das, was die wunderbare Welt der Pfannkuchen für dich noch zu bieten hat:

– chinesische geschichtete Pfannkuchen mit Bärlauch
– US-amerikanische Buttermilch-Pancakes
– französische Crèpes und einen Artikel mit allem, was du über sie wissen musst
– herzhafte japanische Okonomiyaki
– trendige Soufflée Pancakes, ebenfalls aus Japan
– gebackene Pfannkuchen: Dutch Baby herzhaft oder süß
– italienische Farinata mit Kichererbsenmehl oder schnelle Kichererbsenpfannkuchen
– russische Blini mit Buchweizenmehl
– österreichischer Kaiserschmarrn

Was ist deine liebste Version von Pfannkuchen? Welches Topping müssen wir unbedingt ausprobieren? Und welches Rezept sollten wir auf keinen Fall vergessen? Erzähl es uns in den Kommentaren!

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