Xueci Cheng

Food Redakteurin bei Kitchen Stories

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Dieser Artikel ist ein Teil unserer Februarausgabe, in der sich alles rund um das Thema „Frühstück“ dreht. Eine Hommage an unsere liebsten Frühstücksrezepte und All-you-can-eat Brunchideen. Also „Rise and Shine“ – denn dein Morgen wird um einiges leckerer werden! Den ganzen Monat lang teilen wir neue Rezepte, tolle Ideen gegen Langeweile daheim, Tipps für eine bessere Vorbereitung und leckere Gerichte für einen gelungenen Start in den Tag. Unter diesem Link findest du eine Übersicht über alle unsere wöchentlichen Themen, Artikel und Rezepte und vergiss nicht, uns auf Instagram zu folgen! Für einen Blick hinter die Kulissen, tolle weitere Extras und noch mehr kulinarische Unterhaltung.

Meinen morgendlichen Hunger stille ich meistens mit einer lecker belegten Scheibe Brot. Für gewöhnlich mit dem, was mir als Erstes ins Auge fällt, wenn ich die Küche betrete: Marmelade, Erdnussbutter (mir wurde gesagt, Erdnussbutter sollte man immer auf Vorrat haben), oder meine neueste Entdeckung, Kaya (Kokosmarmelade). Natürlich gibt es auch viele Morgen, in denen ich einfach nach einer Avocado greife und feststelle, dass Avocado alles andere als ein vorübergehender Trend ist. Oder um es mit den Worten von Nigel Slater in seinem Buch Greenfeast zu sagen: "Avocado auf Toast mag inzwischen allgegenwärtig sein, aber es ist immer noch ein schöner, sanfter Start in den Tag. Ein perfekter Ausgangspunkt, von dem man in das weite Meer der belegten Brote eintauchen kann.” Egal, ob du dein Brot lieber minimalistisch hälst oder mit einer Fülle an leckeren Zutaten schmückst, genau wie bei seinem engen Verwandten, dem Sandwich, sind beim Belegen deines Brotes die Möglichkeiten quasi unerschöpflich.

Das Brot

Beginnen wir die Reise jedoch ganz am Anfang: beim getoasteten Brot. Ich persönlich bin ein schamloser Liebhaber von einem saftigen Laib Weißbrot oder einem guten Stück Sauerteig. In Berlin kaufe ich meine Brote am liebsten bei Albatross oder Zeit für Brot und friere sie dann für die kommenden Tag ein. Zwar würde ich auch gerne mehr Bagels in meine morgendliche Routine einbauen, aber im Moment sind die Angebote hier in Berlin doch recht spärlich.
Die Wahl des Brotes ist essentiell: Sauerteigbrot eignet sich zum Beispiel besser für kräftige, herzhafte Beläge, während weicheres Brot, wie Brioche oder japanisches Milchbrot, eher zu süßeren Aromen passt. Sandwichbrot ist ein Allrounder, kann aber schnell matschig werden. Beim klassischen Toast mit Baked Beans solltest du dir also nicht zu lange Zeit lassen. Knuspriges Baguette eignet sich hingegen hervorragend für Bruschetta oder Crostini und lässt sich auch gut mit eher saftigen Belegen genießen.

Und egal, um welche Art von Brot es sich handelt, eine Sache ist unverhandelbar: das Toasten! Auch wenn du zu Hause vielleicht nicht im Genuss eines eigenen Toasters bist (ich fühle übrigens mit dir #kleineKüche), sollte dich das nicht von einer leckeren getoasteten Scheibe Brot abhalten. Toaste dein Brot in einer Pfanne für ca. 1-2 Minuten pro Seite, oder röste es direkt im Ofen bei 170ºC für ca. 5 Minuten. Das Toasten von Brot ist eine Art von Magie, die das leckerste Brot noch schmackhafter und knuspriger macht und jedes alte Brot wieder zu neuem Leben erweckt.

Die erste Schicht: streichbare Zutaten

In den meisten Fällen ist Butter die bevorzugte Wahl für jede leckere Scheibe Brot. Hierbei kannst du das Brot sowohl vor oder nach dem Toasten, mit kalter oder Butter auf Zimmertemperatur bestreichen. Auch bei der Wahl der Butter sind dir keine Grenzen gesetzt. Verwende zum Beispiel gewürzte, wie hausgemachte Misobutter oder Kräuterbutter, oder für einen süßen Touch ein leckeres Mandelmus. Unsere Köchin Hanna hat uns gezeigt, wie man eine einfache Zimtbutter herstellt, wenn man mal Lust auf etwas kaffeeähnliches und verträumteres als den üblichen Brotaufstrich hat. Hierfür einfach Butter und Zucker mit einem Handrührgerät leicht und cremig schlagen und dann eine Prise Zimt und Vanilleextrakt hinzugeben.

Dann gibt es natürlich noch die klassischen streichzarten Käsesorten. Ricotta und Blauschimmelkäse erobern oft die Herzen, da sie jeweils komplementäre Aromen mit sich bringen, mild und kräftig. Marmeladen bieten die perfekte Möglichkeit, etwas Saisonalität auf dein Brot zu oder etwas Farbe in die düsteren Monate zu bringen. Das macht sie zu einer exzellenten Wahl und das das ganze Jahr über.
Auch Pesto oder pürierte Bohnen, am bekanntesten ist vermutlich Hummus, eignen sich als toller Brotaufstrich. Für einen leckeren und einfach Aufstrich kannst du aber auch weiße Bohnen mit Gewürzen pürieren. Gebratenes Gemüse ist ein ebenso toller Brotaufstrich, genauso wie Wurzelgemüse, z. B. Kürbis und oder Karotten. Und hier noch ein kleiner Tipp: Frisch pürierte grüne Erbsen sind unser neuer Lieblings-Gemüseaufstrich.

Getoastetes Brot mit Erbsen und Feta

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Toppings und Gewürze

Wenn die erste Schicht auf dem Brot verteilt ist, brauchst du natürlich noch etwas für den Kontrast und die Aufregung. Manchmal ist das schon die richtige Menge an Salz (vor allem auf süßen Aufstrichen) oder Pfeffer (oder eben beides).
Um deinem Brot etwas mehr Pepp zu verleihen, probiere Dinge wie Sprossen oder Radieschen oder geröstetes Gemüse wie Zucchini, Pilze oder Auberginen. Ein Spritzer gutes Olivenöl und grobes Meersalz sind auch immer eine tolle Möglichkeit deinem belegten Brot das gewisse Etwas zu verleihen. Und nicht zu vergessen: eingelegte Leckereien! Für süße Toppings sind geschnittene Steinfrüchte perfekt, wenn sie Saison haben, aber für den Rest des Jahres reicht auch ein bisschen Banane aus oder gefrorene Beeren wie in diesem Rezept hier.

Belegte Brote sind auch ein großartige Möglichkeit, neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Tatsächlich gibt es auf der ganzen Welt so viele verschiedene Arten Brot zu essen, jede davon mit ihren eigenen kulturellen Prägungen. Wie zum Beispiel Priya Krishnas indisch angehauchter Toast mit Mandelbutter und Chaat Masala. Oder, was ich als Kind immer gegessen habe, eine Scheibe Toast mit japanischer Mayonnaise und Schweinefleischwatte. Quasi eine chinesische Variante von Tamago sando (einem japanischen Eiersalat-Sandwich). Ein pikanter Sardellen-Toast oder Ricotta-Toast mit Kumquat-Chutney haben für mich ebenfalls den gleichen Reiz, ganz zu schweigen vom klassischen Tomaten-Knoblauch-Brot.

Probiere diese 6 Brotbeläge zwischen herzhaft & süß

Unsere Köchin Johanna ist eine wahre Künstlerin, wenn es darum geht, die schönsten belegten Brote zu kreieren! Dürfen wir also präsentieren: Unsere liebsten 6 Ideen für Brotbeläge von herzhaft bis süß:

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