Xueci Cheng

Food Redakteurin bei Kitchen Stories

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Dieser Artikel ist Teil unserer Kampagne "Eine kulinarische Weihnachtsstory", in der wir uns mit traditionellen und modernen Gerichten aus aller Welt beschäftigen. Gemeinsam besuchen wir das Weihnachten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Wir teilen lustige Rezepte, Last-Minute-Geschenkideen, Tipps für die Zubereitung eines kleineren Festmahls (für den Fall, dass du Social Distancing betreibst) und jede Menge unbeschwerte Inhalte zum Entspannen für die Zeit zwischen den Jahren. Unter diesem Link findest du einen Überblick über all unsere wöchentlichen Themen, Geschichten, Rezepte und mehr.

Seltsamerweise habe ich meine letzten Weihnachten immer beim Feuertopf-Essen (Hot Pot) mit meiner Familie und Freunden in China verbracht. Obwohl die Pandemie es mir unmöglich macht, physisch dort zu sein und bis 3 Uhr in der Früh in einem traditionellen Hot-Pot-Restaurant zu sitzen, habe ich die Hoffnung auf ein heißes Essen noch nicht aufgegeben. Dieses Jahr wird es dann eben ein Sukiyaki oder ein anderer asiatischer Eintopf, gepaart mit einem leckeren Glühwein beim Videoanruf. So werden die diesjährigen Weihnachtstage für jeden von uns anderes sein – egal, ob ihr die Festtage zelebriert oder, wie ich, eben nicht. 

Wahrscheinlich geht es dir wie mir und du hast es langsam satt, Ausdrücke wie "das neue Normal" zu hören. Aber für mich persönlich ist Kochen tatsächlich der einfachste Ort, um mich aus meiner Komfortzone herauswagen. Ein Weg, mich aus der Bequemlichkeit meines Zuhauses zu begeben, etwas Neues zu versuchen – und dabei wahrscheinlich zu scheitern, aber das ist in Ordnung. Hast du dir jemals eine Ladung misslungener Kekse angesehen und einfach nur gelacht? Ich schon! Ein wenig zu experimentieren und neue Kochprojekte in Angriff zu nehmen, bereitet mir immer Freude – besonders in dieser Zeit, in der der Winterblues nur allzu real ist.

1. Weihnachtlicher Backspaß mit neuen Zutaten

Auch falls dir dieses Jahr, wie mir, das Weihnachtsessen entgeht, so wird mir sicher nicht der Spaß am Backen und Plätzchenessen (am liebsten im Bett) vergehen. Möchtest du etwas Neues ausprobieren, dann verwende einfach mal eher ungewöhnliche Backzutaten. Und keine Sorge, wahrscheinlich hast du sogar viele davon bereits in deiner Speisekammer: Ich liebe Matcha, Miso, Tahini, schwarzen Sesam und chinesisches Fünf-Gewürze-Pulver. Vielleicht sind diese Zutaten nicht völlig neu, aber dafür werden sie definitiv unterschätzt in der alljährlichen Weihnachtsbäckerei. 

Tahini-Miso-Cookies

Tahini-Miso-Cookies

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Fünf-Gewürze-Schokoladenkuchen ohne Mehl

Fünf-Gewürze-Schokoladenkuchen ohne Mehl

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Wir haben uns an diese Instagram-berühmten neapolitanischen Kekse herangewagt, die es sogar auf die Liste der besten Kekse des Jahres 2020 und den Keksen der Saison geschafft haben. Und ich musste sogar mit gemahlenen Goji-Beeren für einen orangefarbenen Farbton herumhantieren. Sie sind absolut fabelhaft geworden und eigenen sich besonders gut zum Verschenken.

Die Herstellung ist dabei recht einfach: Nehme einfach ein Grundrezept für Zucker- oder Butterkekse (wie das dieser Sablés), teile den Teig in verschiedene Portionen und mische etwas natürliche Lebensmittelfarbe oder Aromen unter. Jetzt die Teigportionen zu einer Kugel formen, ausrollen und zu Kreisen ausstechen.

2. Aufstriche, Soßen & Co., aber eben anders

Neue Inspirationen für deine Festtagsessen bedeutet nicht automatisch auch endlose Zutatenlisten oder Zubereitungszeiten. Man denke zum Beispiel an eine leckere Glasur für den Weihnachtsbraten, Kräuterbutter zum Brot oder an die verschiedensten Dips und Soßen. Hier sind ein paar einfache, aber tolle Möglichkeiten: 

Mandarin-Pfannkuchen mit Ente, Gurke und Hoisin-Sauce

Mandarin-Pfannkuchen mit Ente, Gurke und Hoisin-Sauce

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Lammkarree mit Minzsoße

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Steak mit Knollensellerie-Rösti in Kimchi-Butter

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Honig-Miso-Rippchen mit 5 Zutaten

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3. Wage dich an die diesjährigen Food-Trends

Die Quarantänezeit hat in den sozialen Medien wirklich ein paar tolle Kreationen zum Vorschein gebracht: Dalgona Kaffee, Sauerteig, heiße Schokobomben. Langeweile ist also die perfekte Ausrede, um diese Food-Trends von der Liste abzuhaken. Und sei es nur, um später stolz sagen zu können, dass auch du diesen Trend schon kennst.

Du kannst die Food-Trends sogar etwas festlicher gestalten: Gieße zum Beispiel ein Glas Dalgona Kaffee mit etwas Chai auf (schlage das Chai-Gewürz dafür zusammen mit dem Zucker auf). Oder mache Sauerteigkekse mit buntem Zuckerguss! Wie wäre es mit einer leckeren Garten-Focaccia, aber mit einer festlichen Dekoration? Und, heiße Schokoladenbomben können auch in andere Heißgetränke getaucht werden: Irish Coffee anyone?

Sauerteig-Bananenbrot

Sauerteig-Bananenbrot

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Der TikTok-Trend: Heiße Schokobomben

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4. Alkoholfreie Getränke sind das neue Cool

Für viele gehen die Feiertage Hand in Hand mit alkoholischen Getränken – gefolgt vom „trockenen Januar“. Anstatt für einen „trockenen“ Dezember zu werben, würde ich eher behaupten, dass alkoholfreie Getränke gerade in diesem Jahr spannend sind, wenn keine großen feierliche Ereignisse anstehen. Und glaube mir, diese Rezepte sind eher Genuss als wirkliche Abstinenz. Blätter doch einfach mal durch Julia Bainbridges Kochbuch Good Drinks als tolle Inspirationsquelle. Die ein oder andere Tasse Glühwein ist uns natürlich auch immer verziehen. Oder du machst dir einfach einen heißen Apfel.

Salziger Holunderblüten Mocktail

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Virgin Margarita

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Himbeer-Eistee-Sour mit Rosmarin

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Weitere Rezepte zum Ausprobieren!

Natürlich gibt es bei uns in nächster Zeit noch viele tolle Ideen für deine (weihnachtlichen) Festtage. Bleib also gespannt auf viele tolle und festliche Leckerbissen!

Bunte Teigtaschen

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Hanna versucht, Wackelpudding mit Blüten zu machen

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