Xueci Cheng

Food Redakteurin bei Kitchen Stories

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Zu heiß zum Kochen? We feel you! Das Letzte, worauf wir im August (Hochsommer!) Lust haben: in der Küche zu schwitzen. Damit du deine Zeit in der Sonne (oder im Schatten) optimal nutzen kannst, konzentrieren wir uns in diesem Monat auf Rezepte, die schnell zuzubereiten sind und fast ganz ohne Kochen und Backen auskommen. Das Monatsthema: Too Hot to Cook. Um auf dem Laufenden zu bleiben, klicke hier rein für eine vollständige Liste unserer neuesten Rezepte und Artikel und vergiss nicht, uns auf Instagram zu folgen!

Ich erinnere mich noch gut daran, dass es bei uns im Hochsommer in Sichuan, wenn die Temperaturen über 35 °C stiegen, nur zwei Gerichte zum Abendessen gab: kalte chinesische Nudeln (liang mian) oder Mungobohnen-Congee. Meine Großmutter zauberte eine Schüssel mit frisch zubereiteten Nudeln von einem Straßenhändler, knackigen Bohnensprossen, gelegentlich etwas geschnetzeltem Hühnchenfleisch aus dem Kühlschrank und einem Löffel scharfer Chilisauce auf den Tisch. Es war das Gegenteil eines langweiligen Sommeressens, das den Appetit anregte und sofort stillte.

Meine Version der kalten Nudeln meiner Oma mache ich mir auch häufig selbst in meiner Küche in Berlin, denn auch hier scheint der Sommer von Jahr zu Jahr wärmer zu werden. Es gibt aber eine wahre Fülle an klassischen kalten Nudeln aus verschiedenen Ländern, wie zum Beispiel koreanische Naengmyeon oder japanische Soba-Nudeln. Diese Nudeln sind das perfekte Gegenmittel für Sommertage, an denen man mit den Gedanken kämpft, ein Mittagessen zu kochen oder einfach keinen Appetit hat, weil man von dem Druck der Hitze oder der Feuchtigkeit geplagt wird.

Wie man die besten kalten Nudeln zubereitet

Die Zubereitung von kalten Nudeln ist meist in weniger als 30 Minuten erledigt und besteht im Wesentlichen aus drei Schritten: Nudeln kochen, Soße zubereiten, Toppings darauf geben. Jede asiatische Nudelsorte kann für kalte Nudeln verwendet werden, von asiatischen Weizennudeln bis hin zu unkonventionellen Varianten wie Engelshaar-Nudeln, Konjak-Nudeln oder sogar Zoodles (Zucchini-Nudeln). Meine Lieblingsnudeln sind Soba-Nudeln, weil sie bissfest und kohlenhydratarm sind und oft nicht so stark zusammenkleben wie Weizennudeln.

5 Tipps für die Zubereitung kalter Nudeln

1. Anders als beim Kochen von Pasta muss das Wasser nicht gesalzen werden!
2. Die gekochten Nudeln unter kaltem Wasser abspülen und gegebenenfalls mit Sesamöl beträufeln, damit sie nicht verkleben.
3. Die Soße kann im Voraus zubereitet und einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Nudeln jedoch sollten am selben Tag frisch gekocht werden, an dem sie auch gegessen werden. 
4. Eine gute Nudelsoße sollte salzige (Sojasoße, Fischsoße), saure (Reisessig, Zitrusfrüchte) und süße (Zucker, Mirin) Geschmacksnoten, sowie optional Schärfe (Chili Crisp, Gochujang) und eine cremige Zutat (Erdnussbutter, Sesampaste) kombinieren. Stelle dir deine Lieblingssoße durch Experimentieren selbst zusammen, indem du zum Beispiel mit nur einem Teelöffel Chili Crisp beginnst.  
5. Durchforste für die Toppings immer deine Speisekammer nach Zutaten und den Kühlschrank nach Resten. Meine Klassiker sind knackiges rohes Gemüse (oder Obst), Eier, Hühnerbrust und Eingelegtes (wie Kimchi). Wenn du Lust auf etwas Ausgefallenes hast, kannst du auch gehackte Nüsse, Kräuter und/oder getrockneten Seetang hinzufügen.

Unsere besten Rezepte für kalte Nudeln

Hier sind unsere liebsten kalten Nudeln, die du diesen Sommer unbedingt probieren solltest!

Scharfe koreanische kalte Nudeln mit Gemüse
Chinesische kalte Sesamnudeln
Kalte Sobanudeln mit Shiitake-Dip
Bunter Glasnudelsalat
Chinesischer Glasnudelsalat
Bunter Chiffonade-Salat
Scharfe Erdnuss-Sobanudeln mit 5 Zutaten

Du willst noch mehr? Diese Nudelrezepte kannst du auch kalt servieren!

Japchae (Koreanischer Glasnudelsalat)
Konjaknudeln
Vegetarisches Chow Mein
Udon-Nudeln mit Thai-Basilikum-Pesto

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