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Xueci Cheng

Food Redakteurin bei Kitchen Stories

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Ich bin zwar eine Omnivore, aber Tofu war schon immer wesentlicher Bestandteil meiner Kochroutine. So auch erwähnt in einem Artikel, den ich vor Kurzem gelesen habe: Wo es Chinesen gibt, da gibt es auch Tofu. Vor allem jetzt könnte ich ihn nicht noch mehr schätzen: Er hat eine lange Haltbarkeit im Kühlschrank, ist eine beträchtliche Proteinquelle und zudem preiswert. Außerdem kombiniert er sich überraschend einfach mit fast jeder anderen Zutat und schafft es dennoch, hervorzustechen.

Tofu zuzubereiten, ist einfacher als viele denken. Die meisten Fehler entstehen durch falsche Kochmethoden für die jeweiligen Tofusorten – diese existieren in verschiedensten Formen, sei es Seidentofu oder extra fester Naturtofu. Lies unseren Guide über alles, was du über Tofu wissen musst. Falls du aber die am flexibelsten einsetzbare Tofusorte einkaufen möchtest, wähle hier lieber einen festen Naturtofu – das wird auch die Sorte sein, auf welche ich mich in diesem Artikel am meisten beziehen werde. Hier ist dennoch eine kurze Liste anderer Tofu-Varianten:
Seidentofu: Zum Schmoren, für Suppen, Desserts und herzhafte Appetizer.
Fester Tofu: Grundsätzlich alles! Dies ist die flexibelste und vielseitigste Sorte.
Extra fester Tofu (z. B. Räuchertofu): Zum Grillen, für Salate oder Füllungen.

1. So bereitest du Tofu zu

Die berühmt-berüchtigte, fad schmeckende und schwer zu infiltrierende Textur von Tofu braucht im Grunde genommen zwei Voraussetzungen: eine vollmundige und schmackhafte Sauce und etwas Zeit. In den westlichen Ländern wird oft vorgeschlagen, den Tofu vor dem Kochen zu “präparieren”, sei es durch Auspressen der Flüssigkeit, durch Einlegen oder Marinieren (hier erfährst du, wie das geht).

Diese Vorbereitungsmethoden sind allerdings eigentlich eher ungewöhnlich in der chinesischen Küche, weshalb ich persönlich nicht sehr begeistert bin, wenn es darum geht, Tofu auszupressen oder zu marinieren. Dennoch lege ich gelegentlich Tofu ein: Bringe dafür Wasser und Salz in einem Topf zum Kochen, drehe die Hitze herunter und gib den Tofu für 10 Minuten hinzu. Wichtig: Den Tofu-Block danach abtropfen lassen und gründlich abtupfen, bevor er weiter verwendet wird.

2. Gebratener Tofu

Wähle zwischen festem und extra festem Tofu

Braten oder Sautieren ist die am häufigsten verwendete Zubereitungsart für Tofu. Das Ziel ist ein knuspriges und geschmackvolles Ergebnis, weshalb das vorherige, so-gut-wie-mögliche Auspressen immer von Vorteil Ist.

Hier ist meine Methode für ein knuspriges Resultat, ohne die innere, zarte Konsistenz zu beeinträchtigen:
- Wälze die Tofustücke in Maisstärke
- Verwende eine beschichtete Pfanne oder einen Wok, erhitze zuerst das Öl und brate bei mittlerer bis niedriger Hitze
- Wende erst, wenn eine Seite goldbraun ist, dies wird ein paar Minuten dauern
- Soße im Voraus vorbereiten, mischen und gleichmäßig hinzugeben, sobald alle Seiten knusprig sind

Wenn es um das Würzen oder die Soße geht, kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen – Tofu passt hervorragend zu scharf-süßen Geschmacksnoten, weshalb ich von den Basics der asiatischen Vorratskammer wie Sriracha, Gochujang oder süßer Sojasauce überzeugt bin. Als Süßungsmittel kannst du auch Honig oder Ahornsirup verwenden. Meine Lieblingssoße für einen Block Tofu: 2 EL Sojasauce, 1 EL Austernsauce, ½ EL Zucker und etwas Wasser zum Verdünnen.

Verwende dies als Basisrezept und tausche das Gemüse je nach Wunsch aus:

Hanna macht gebratenen Pak Choi mit knusprigem Tofu und Reis

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3. Backen oder Grillen

Wähle zwischen festem und extra festem Tofu

Das Gleiche gilt für Backen und Grillen: Verwende festen oder extra festen Tofu. Wenn ich eine Halloumi-ähnliche Konsistenz erzielen möchte, wähle ich extra fest. Die gleichen Soßen, welche du zum Tofu braten verwenden würdest, können auch hier verwendet werden. Allerdings kann hierbei vorzeitiges Marinieren hilfreich sein, damit der Geschmack in den Tofu dringen kann. Für das Backen gilt durchschnittlich 180 bis 200 Grad Celsius für 20 Minuten.

Probiere es aus:

Tofu Saté mit Gurken-Radieschen-Salat und Reis

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4. Tofu in Eintöpfen und Suppen

Wähle die Tofusorte deiner Wahl außer extra festem Tofu

Diese Kochmethode könnte einigen von euch neu sein, aber ich erwähne an dieser Stelle Mapo Tofu, Koreanisches Jjigae und Saag Tofu. Diese beliebten und populären asiatischen Gerichte erklären, warum Schmoren und Garen zu den besten Arten gehören, um Tofu zuzubereiten. Hier trägt Tofu mit seiner speziellen Textur als Geschmacksträger für andere dominierende Aromen bei. Mein Vorschlag lautet daher: An das Rezept halten und die wichtigen Gewürze auf keinen Fall auslassen.

Mapo Tofu

Mapo Tofu

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Koreanisch-inspirierte Suppe mit weißen Bohnen und Tofu

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Tofu eignet sich auch fabelhaft für Curry. Tausche es gegen Fleisch für Chicken Curry ein oder gib es einer gewürzten Suppe zu. Falls du nichts gegen den milden Geschmack und der weichen, cremigen Konsistenz hast, verwende ihn ruhig in Suppen, für einen tröstenden Effekt in Zeiten, in denen du krank bist und nicht viel Appetit hast.

Sukiyaki (Japanisches Eintopfgericht)

Sukiyaki (Japanisches Eintopfgericht)

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5. Tofu in kalten Gerichten

Wähle eine Tofusorte deiner Wahl

Seidentofu wird traditionell roh zubereitet in asiatischen Appetizern gefunden. Kannst du dich noch an den kalten Tofu-Salat (hiyayakko) erinnern, welchen du im japanischen Restaurant bestellt hattest? Er wird sehr einfach zubereitet:
Toppe deinen Seidentofu mit getrockneten Bonito-Flocken, Frühlingszwiebeln und frisch geriebenem Ingwer. Anschließend etwas Sojasauce als Finish darüber träufeln. Andere mögliche Toppings wären Cherry-Tomaten, Nüsse, Chiliöl und sogar Wasabi.

Andere Arten von Tofu ergänzen Salate ebenfalls hervorragend. Ein Klassiker unter chinesischen Appetizern ist der Fünf-Gewürze-Tofu mit Sellerie, dunklem Reisessig, Chiliöl, Sojasoße und geröstetem Sesamöl. Denke auch an Sommerrollen oder Reisnudelsalaten und ich bin mir sicher, du wirst auch hier fündig.

Pad Thai Salat mit Tofu

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6. Andere Arten, Tofu zu verwenden

Als Verdickungsmittel
Weicher Tofu oder Seidentofu – beide sind gute Alternativen für Eigelb und Joghurt, weshalb du sie auch als Verdickungsmittel oder als Proteinquelle in Smoothies und Soßen finden kannst. Zum Beispiel in der veganen Mayonnaise oder Bon Appetits Erdnussbutter Dressing.

Für Desserts
Eher unkonventionell wird Tofu auch in veganen Dessert-Rezepten gefunden, wie Eiscreme oder Käsekuchen. Eines der Desserts, welches ich persönlich schon immer aufgrund des Nostalgiefaktors ausprobieren wollte ist Doufuhua.

Als würdiger Fleischersatz
Fester und extra fester Tofu sind außerdem auch guter veganer Ersatz in Fleischgerichten, oftmals auch verwendet in Tofu-Bolognese oder Tofu-Schnitzel. Beginne mit den veganen Tofu-Rührei meiner Redaktionskollegin Julia, die innerhalb unseres Teams auch den Titel “Chief Vegan Officer” trägt.

Veganes Moussaka

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Tofu-Rührei

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