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Mary-Linh Tran

Junior Food Redakteurin bei Kitchen Stories

Dieser Artikel ist Teil unserer Monatsausgabe “#ThrowbackNovember”, in der wir verschiedene Aspekte unserer Kindheitserinnerungen durch die Brille des Essens betrachten. Auf Basis dieser Erinnerungen haben wir neue, spannende Gerichte für euch vorbereitet und mit unserem Team einen Haufen unterhaltsamer Videos produziert, die ihr schauen, teilen und mit euren eigenen nostalgischen Anekdoten kommentieren könnt. Für eine Übersicht über alle unsere wöchentlichen Themen, Artikel, Rezepte und mehr, schaut hier nach.

Eine leckere “Pizza” kommt in vielen verschiedenen Formen: vom hauchdünnen Flammkuchen über mit Za’atar gesprenkeltem Manakish bis hin zur Quiche-ähnlichen Deep-Dish-Pizza, oder eben ganz klassisch, der namensgebenden Pizza aus Neapel, die mit fruchtiger Tomatensoße und cremigem Mozzarella belegt wird. Fakt ist, die ganze Welt liebt es, Hefeteig mit Käse, Öl, Gemüse, Fleisch und Kräutern zu belegen.

Als Kind gab es für mich nichts Aufregenderes als den Gedanken an Pizza. Wenn ich an die ganzen Pizzen denke, die ich über meine Kindheit verteilt gegessen habe – bei Geburtstagen, Schulessen, nach dem Ballettunterricht oder beim Einkaufen, wenn meine Mutter mir eine Minipizza von Pizza Hut spendierte, wenn ich brav war – dann waren das objektiv gesehen sicher nicht die Besten, die ich je hatte, aber die Erinnerung an die Pizzen meiner Kindheit ruft ganz sicher ein wohlig warmes Gefühl hervor.

Daher ist es auch gar nicht überraschend, dass Pizza die unangefochtene Nummer Eins war, als wir unser Kitchen Stories-Team zu den heißgeliebten Gerichten ihrer Kindheit befragt haben. Egal von welchem Fleck der Erde man kommt, ob die Pizza in der Schulkantine als perfektes Quadrat auf dem Plastiktablett landete oder man sie sich, wie bei Lunchables, selbst belegt hat, wir alle verbinden positive Erinnerungen mit ihr.

Ruby, Senior Food Redakteurin

Die Pizza, die ich als kleines Kind in Australien kannte, kam ausschließlich vom örtlichen Lieferservice um die Ecke – genau wie Cola oder weißes Toastbrot war Pizza Hut bei mir zuhause nicht erlaubt. Der Boden war dick und luftig und der Belag sehr reichhaltig: Der Schinken war weich, wie Frühstücksfleisch oder Jagdwurst, und darauf gab es haufenweise Beläge wie Zwiebeln oder grüne Paprika. Ganz zu schweigen vom Käse der, heiß und flüssig wie Lava, auf dem Weg nach Hause ständig drohte eine Sauerei zu verursachen. Neben klassischer “Margarita” (die auf der Karte wie der mexikanische Drink geschrieben war) und Capricciosa gab es auch Kreationen wie die “Aussie” Pizza, mit Ei und Speck oben drauf, und eine überwältigende “Fleischfresser” Pizza, mit der ich kurze Zeit später ganz ohne viel Trara die sehr kurze vegetarische Phase meiner Jugend beendet habe. Sicher, es gab auch richtige neapolitanische Pizza im Nachbarort – ein kulinarischer Wendepunkt für mein 16-jähriges ich – aber zu einem Stück guter alter australischer Pizza würde ich trotzdem nie nein sagen, auch wenn sie nicht die knusprige, mit Rosmarin und Kartoffeln belegte Pizza ist, dank der ich in Italien ein paar Pfunde zugelegt habe. Proust hatte seine Madeleines, vollgesaugt mit Erinnerungen, ich habe das hier.

Xueci, Food Redakteurin

Ich habe mit 12 oder 13 Pizza Hut für mich entdeckt, als eine Filiale der Kette in der Stadt, in der ich zur Schule ging, eröffnet hat. Damals war es sehr beliebt: Die Einrichtung war ein bisschen schicker als ein normales Fast Food-Restaurant und man musste manchmal fast eine Stunde warten, um einen Platz zu bekommen. Zwei Sachen waren für mich damals besonders spannend: Die dicke Hawaii-Pizza und das Salatbuffet mit Selbstbedienung – man konnte seine Schüssel nach Herzenslust füllen, aber nur ein einziges Mal. Man hat wirklich alles gegeben, um so viel wie möglich reinzupacken und kam mit einem Berg Salad zurück an den Tisch. Ich glaube ich muss nicht viel mehr sagen, jedenfalls hat Pizza Hut dieses wunderbare Salatbuffet nach wenigen Jahren abgeschafft.

Prerana, Redaktionsassistentin

Meine liebste Kindheitserinnerung an Pizza ist die an “Roti Pizza”. Fast Food-Ketten und industriell verarbeiteter Käse kamen in Indien erst langsam Ende der 90er auf, daher war ich absolut verliebt, als ich das erste mal Pizza Hut probiert habe. Wie die meisten Kinder war ich kein Fan von Grünzeug und allem was Sprossen hatte. Danach hab ich meine Mutter jeden Tag um Pizza angebettelt, bis eine ihrer Freundinnen “Roti Pizza” vorschlug. Sie hat ein Vollkorn-Roti-Fladenbrot knusprig aufgebacken, mit gekaufter Pizzasauce, dem Sabzi (gekochtem Gemüse mit Zwiebeln, Tomaten und Gewürzen) des jeweiligen Tages und ganz viel Käse belegt. Diese “Pizza” war in 5 Minuten fertig und noch schneller aufgegessen. In Europa kann ich so viel leckere und authentische Pizza essen, wie ich nur will, aber ob ich mir manchmal eine wünsche, die mit Palak Paneer belegt ist? Jedes Mal.

Johanna, Test Kitchen Managerin und Köchin

Wir haben immer riesige Backblech-Pizzen für Geburtstagsparties gemacht. Jedes Kind bekam sein eigenes Quadrat zugewiesen, das wir dann belegen konnten, wie wir wollten. Wir haben dann unsere Namen auf Backpapier geschrieben und mit einem Zahnstocher in unser Stück gesteckt, sodass wir sie nach dem Backen noch auseinander halten konnten. Ich mochte damals immer nur das Mittelstück der Pizza – und ehrlich gesagt ist das heute noch genauso.

Dir ist jetzt nach Pizza? Hier sind einige Rezeptideen

Parmaschinken-Radicchio-Flatbread

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→ zum Rezept

Frühstückspizza mit Spinat, Pilzen und Ei

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→ zum Rezept

Kartoffel-Rosmarin-Focaccia mit Salciccia

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→ zum Rezept

Schiacciata di Zucchine (Italienische Zucchini-Fladenbrote mit Rosmarin)

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→ zum Rezept

Pfannen-Pizza mit Zwiebeln und Fenchel

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Gestürzte Blätterteig-Pizza mit Gemüse

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Ruby macht Grandma-Style Pizza

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Salami-Pizza aus der Pfanne

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→ zum Rezept

Was sind deine Erinnerungen an die Pizza deiner Kindheit? Erzähl uns davon in den Kommentaren oder lade dein eigenes Rezept über unsere App hoch, um es mit der ganzen Community zu teilen!

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