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Prerana Sastri

Redaktionsassistentin bei Kitchen Stories

instagram.com/perryonthecake/

Dieser Artikel ist Teil unserer Monatsausgabe “#ThrowbackNovember”, in der wir verschiedene Aspekte unserer Kindheitserinnerungen durch die Brille des Essens betrachten. Auf Basis dieser Erinnerungen haben wir neue, spannende Gerichte für euch vorbereitet und mit unserem Team einen Haufen unterhaltsamer Videos produziert, die ihr schauen, teilen und mit euren eigenen nostalgischen Anekdoten kommentieren könnt. Für eine Übersicht über alle unsere wöchentlichen Themen, Artikel, Rezepte und mehr, schaut hier nach.

Wie die meisten Kinder liebte ich einfaches Essen und lehnte tendenziell alles Grüne und Bittere ab. Am liebsten mochte ich frisch gekochten Reis, gemischt mit Ghee, Salz und Pfeffer, den meine Avva (Oma) zu mundgerechten Bällchen formte. Jetzt, als Erwachsene, ist mein Kühlschrank immer mit grünem Blattgemüse (wie Spinat) gefüllt, ich genieße komplexe Aromen und bin ohne Kaffee im Grunde nicht lebensfähig. Außerdem verwende ich viel Zeit, Mühe und Geld darauf, meinen Vorrat an Karela, einer bitteren Melone, die in ganz Asien, Afrika und der Karibik zu finden ist, gut gefüllt zu halten. Sie wird von Kindern in diesen Regionen (mein jüngeres Ich eingeschlossen) nicht gerne gegessen, aber in der Zwischenzeit habe ich gelernt, sie zu lieben und ihre Superfood-Eigenschaften zu schätzen.

Es ist ziemlich amüsant, wie sich unser Geschmack im Laufe der Zeit entwickelt und wir die gleichen Lebensmittel lieben lernen, die früher Gegenstand trotziger Wutausbrüche waren. Ich habe einige Redakteure von Kitchen Stories gebeten, über ihre meistgehassten Gerichte oder Zutaten aus ihrer Kindheit zu berichten. Warum mochten sie sie nicht und auf welche Rezepte mit dieser Zutat schwören sie jetzt als Erwachsene? Hier ist, was dabei herauskam!

Essen, die wir als Kinder nicht ausstehen konnten, aber heute lieben

Devan, Redaktionsmanagerin

Dank meiner besonders wählerischen Essgewohnheiten fiel es mir ganz schön schwer, mich daran zu erinnern, welche Gerichte und Zutaten ich als Kind gehasst habe. Die Liste mit Essen, das ich tatsächlich mochte, war im Gegensatz dazu nämlich deutlich kürzer.
Wie dem auch sei, das, was ich von Allem am meisten hasste (noch mehr als Zwiebeln) und was den ersten Platz meiner persönlichen Hitliste verachtenswerter Lebensmittel belegte, war Salat.
Jede blattförmige Zutat kategorisierte ich als knuspriges Wasser – widerlich. Ich konnte mir nichts Schlimmeres vorstellen als Salat. Eine Schande wenn man bedenkt, dass in meiner Familie fast jeden Abend eine große Schüssel Salat (heute würde ich sagen: lecker!) beim Essen umher gereicht wurde. Mein Opa kannte meinen tiefsitzenden Hass auf Salat und fragte mich trotzdem immer, ob ich nicht heute doch welchen essen wollte. Das habe ich meistens mit einem empörten Knurren beantwortet. Salate sind immer noch nicht mein Lieblingsessen (mal ehrlich, sind sie das Lieblingsessen von irgendjemanden?), aber ich esse sie jetzt mit Freude. Meilenweit entfernt von vergangenen Jahren habe ich heute manchmal richtig Lust auf wirklich gute Salate wie Salade Lyonnaise, Cobb Salad oder – ganz gewagt – Salat mit Blumenkohl...

Salade Lyonnaise (Französischer Salat mit Speck und pochiertem Ei)

Salade Lyonnaise (Französischer Salat mit Speck und pochiertem Ei)

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Cobb Salad (Amerikanischer gemischter Salat)

Cobb Salad (Amerikanischer gemischter Salat)

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Blumenkohl-Apfel-Salat mit gerösteten Kichererbsen

Blumenkohl-Apfel-Salat mit gerösteten Kichererbsen

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Xueci, Food Redakteurin

Für den Großteil meiner Kindheit mochte ich Reis lieber als Nudeln. Ganz besonders missfielen mir die pampigen, weichen Nudeln, die in einer dickflüssigen Suppe ohne anständige Toppings in meiner Schulkantine serviert wurden – eigentlich hatte das ganze Gericht keine spannende Konsistenz und keinerlei Biss. Immer wenn es zum Abendessen Nudeln gab, war ich enttäuscht. Als ich älter wurde, lernte ich aber immer mehr richtige Nudelgerichte kennen und habe gelernt, sie viel mehr wertzuschätzen. Jetzt könnte ich Nudeln zum Frühstück, Mittagessen, Abendessen und als Mitternachtssnack essen. Ich fing sogar an, Nudelrezepte für die Arbeit zu entwickeln. Mein fünfjähriges Ich hätte das nicht für möglich gehalten.

Dan Dan Mian (scharfe Szechuan-Nudeln)

Dan Dan Mian (scharfe Szechuan-Nudeln)

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Einfache Ramen (japanische Nudelsuppe mit Hähnchen)

Einfache Ramen (japanische Nudelsuppe mit Hähnchen)

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Scharfe Shanghai-Nudeln (La jiang mian)

Scharfe Shanghai-Nudeln (La jiang mian)

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Ruby, Senior Food Redakteurin

Ich gehörte zu den Kindern, die Fisch nur dann aßen, wenn er zu einem Rechteck gequetscht und knusprig paniert wurde – das Weißbrot unter den Fischgerichten: Fischstäbchen. Sardellen waren mir ein Gräuel: ihr zappeliges Erscheinungsbild, ihr fischiger Geschmack und so salzig, dass sich der Mund beim Essen zusammenzieht. Man muss dazu sagen: meine einzige Begegnung mit ihnen war, wenn ich sie von einer Pizza picken musste, eine übersehen habe und versehentlich in ihr kräftig schmeckendes Fleisch gebissen habe (ich erspare dir die Geschichte meines darauffolgenden Wutanfalls). Mittlerweile ist es schwer, mich dazu zu bringen, die geöffneten Sardellen zurück in den Kühlschrank zu stellen. Man kennt mich dafür, eine ganze Dose Ortiz-Sardellen auf einmal mit den Fingern aufzuessen. Gute Sardellen treffen die perfekte Balance aus Umami, Süße und diesem salzigen Geschmack nach Meer. In Soßen, Öl und Dressings geben sie allen Gerichten dieses runde Aroma. Mit der Vergangenheit habe ich abgeschlossen, für mich gibt es kein Zurück mehr.

Pasta mit weißen Bohnen und Sardellen-Croûtons

Pasta mit weißen Bohnen und Sardellen-Croûtons

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Brunch Caesar Salad

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Ruby macht Grandma-Style Pizza

Ruby macht Grandma-Style Pizza

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Andreas, Food Redakteur

Obwohl ich ihn heute gerne esse, erschaudere ich immer noch beim Gedanken an das meistgehasste Gemüse meiner Kindheit: Kohlrabi. Damals rief seine fast transparente, milchig-weiße Farbe und weiche Konsistenz starke Gefühle in mir hervor: Für gewöhnlich fing ich an zu schmollen. Ich hätte lieber trockenes Brot zu Abend gegessen als den cremigen Kohlrabiauflauf meiner Mutter. Mittlerweile mag ich ihn in all seiner Vielfalt: fein geschnitten als Salat, in asiatisch inspirierten Gerichten oder aus dem Ofen, genauso wie meine Mutter ihn damals zubereitete.

Winterlicher Salat mit Kohlrabi, Orange und Radicchio

Winterlicher Salat mit Kohlrabi, Orange und Radicchio

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Asiatischer Kohlrabisalat

Asiatischer Kohlrabisalat

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Kartoffel-Kohlrabi-Auflauf

Kartoffel-Kohlrabi-Auflauf

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Prerana, Redaktionsassistentin

In meiner Kindheit fand ich jedes Gericht mit rohen Tomaten absurd. Es machte mir nichts aus, wenn sie in einem Curry oder in einer Sauce mitgekocht wurden – vielleicht hauptsächlich, weil ich sie nicht herausfischen konnte. Ich war kein Fan ihres intensiven Geschmacks, ihres eigenartigen Geruchs und ihrer Konsistenz, gleichzeitig schleimig und bissfest. Ich hasste sie bis in meine späten Teenagerjahre. Wenn ein Sandwich oder ein Burger Tomaten enthielt war er für mich praktisch ruiniert. Der Wendepunkt war eine wirklich gute Pasta, die ich vor fast zehn Jahren bei Pizza Hut probiert habe (ich war genauso verwirrt wie du jetzt). Jetzt esse ich frische Tomaten zu allem. Sei es ein klassisches Bacon-Salat-Tomaten Sandwich, ein vollwertiger Salat oder ein Teller Burrata, ich kann und will nie wieder damit aufhören, Tomaten zu essen.

Klassisches Bacon-Salat-Tomaten Sandwich mit 5 Zutaten

Klassisches Bacon-Salat-Tomaten Sandwich mit 5 Zutaten

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Gegrillter Mais-Tomaten-Salat

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Tomaten Dattel Marmelade mit Burrata

Tomaten Dattel Marmelade mit Burrata

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Da sind wir nun, “richtige” Erwachsene, und schließen Frieden mit den Dingen, die wir als Kinder hassten. Egal ob es darum geht, Grünzeug zu essen, Meeresfrüchte, Nudeln, Kohlrabi oder Tomaten, wir haben es geschafft – unsere Eltern sollten stolz sein!

Wir würden gerne mehr darüber erfahren, welches Essen du als Kind gehasst hast, das du jetzt liebst und welches Rezept deine Meinung geändert hat! Erzähl es uns in den Kommentaren!

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