Sandra

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Kontributor

Sie sind kleine Kuchen in bunten Papierförmchen, beliebt bei Jung und Alt und tragen manchmal eine mächtige Buttercreme-Haube – die Rede ist natürlich von Cupcakes und Muffins. Aber worin genau liegt der Unterschied zwischen den beiden? Wir gehen der Sache auf den Grund und verraten dir außerdem, welche Fehler du beim Backen vermeiden solltest, damit deine Muffins nicht zusammenfallen, wie du ein Kuchenrezept in Cupcakes umwandelst und welche Toppings (abseits von Buttercreme) deinen Küchlein die Krone aufsetzen.

Was ist der Unterschied zwischen Muffin und Cupcake?

Was macht einen Muffin aus?

Muffins sind kleine Törtchen, die leicht und schnell zubereitet sind: flüssige und trocknete Zutaten getrennt vermengen, anschließend zusammen geben und nur soweit verrühren, bis alle Zutaten zusammenkommen. Beim Backen wölben sich die Küchlein dann oft nach oben, als würde eine kleine Kuppel auf ihnen thronen.

Anders als beim Cupcake gibt es im Grunde kein Standardrezept für Muffins, allerdings, und das ist einer der entscheidenden Unterschiede zu Cupcakes, kann ein Muffin auch herzhaft sein. Wie wäre es mit Eier-Speck-Muffins zu deinem nächsten Sonntagsfrühstück oder Pizza-Muffins zum Abendbrot? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – selbst Spaghetti Carbonara lassen sich in Muffins verwandeln. Und diese mediterranen Muffins sind eine hervorragende Alternative zu Brot als Suppenbeilage.

Kürbissuppe mit mediterranen Muffins

Kürbissuppe mit mediterranen Muffins

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Obwohl Muffins in der Regel nicht mit einem aufwendigen Topping verziert werden, kannst du sie mit Streuseln bedecken oder mit etwas Puderzucker bestäuben. Muffins können außerdem genau wie Cupcakes gefüllt werden, zum Beispiel mit Schokoladencreme, Pudding oder Marmelade. Die Creme kann entweder mitgebacken werden oder im Anschluss an das Backen hinzugefügt werden. Soll die Füllung mitgebacken werden, füllst du die Backformen bis zur Hälfte mit deinem Teig, gibst dann einen Klecks der Füllung darauf und bedeckst das Ganze mit dem restlichen Teig. Bereits gebackene Muffins oder Cupcakes kannst du mit einem Teelöffel etwas aushöhlen und anschließend mit Pudding und Co. befüllen.

Wer es jedoch ganz schlicht mag, dem legen wir Muffin-Klassiker wie Blaubeer-Muffins oder Zitrone-Mohn-Muffins wärmstens ans Herz.

Einfache Zitronen-Mohn-Muffins

Einfache Zitronen-Mohn-Muffins

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Was ist ein Cupcake?

Cupcakes werden manchmal „die kleinen Schwestern von Muffins“ genannt. Lässt man das pompöse Topping beiseite, sind Cupcakes tatsächlich kleiner als Muffins und sollten bestenfalls nicht über den Rand der Förmchen backen und eine glatte Oberfläche aufweisen. Grund-Geschmacksrichtungen reichen von Vanille und Schokolade bis zu den weihnachtlichen Red-Velvet Cupcakes.

Red Velvet Cupcakes

Red Velvet Cupcakes

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Ähnlich wie viele Kuchenteige ist auch die Cupcake-Basis reich an Eiern und Butter, beinhaltet Backpulver und eine Portion Milch. Deshalb ist der Teig oft flüssiger und glatter als bei Muffins und das Ergebnis sind leichtere und luftigere Küchlein. Ein Blick auf die Zutaten bestätigt, was die Übersetzung der Tassenkuchen nahe legt – sie sind eigentlich „nur“ sehr kleine Kuchen. Deshalb eignen sich auch die meisten Rührteige als Cupcake-Basis.

Ein Kuchenrezept in Cupcakes umwandeln

Wenn du deinen Lieblingskuchen gern als Cupcakes servieren möchtest, solltest du Folgendes beachten: Ein Kuchenteig für eine 24-cm Backform ergibt circa 12 Cupcakes. Bereite den Teig wie gewohnt zu und heize den Backofen auf die übliche Temperatur vor. Cupcakes backen ca. 15 bis 20 Minuten. Prüfe am besten nach 15 Minuten, ob sie schon fertig sind und gibt ihnen, falls nötig, noch etwas mehr Zeit.

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Toppings und Frostings für Cupcakes

Das Frosting ist eine süße Welt für sich und der entscheidende Unterschied zum Muffin. Als Frosting bezeichnet man die süße Haube, die dem Cupcake zur Dekoration aufgesetzt wird. Es ist häufig bunt verziert mit Zuckerperlen, Streuseln, Schokoladenraspeln und Co. und stiehlt dem Kuchen darunter oft die Show. Egal, für welches Topping du dich entscheidest: Es ist wichtig, dass die Cupcakes abgekühlt sind, bevor sie verziert werden.

Du hast die Qual der Wahl zwischen Buttercreme, Frischkäse-Frosting, Fudge- oder Karamelltopping, Baiser, Ganache, oder, oder, oder – ich selbst kann mich nie entscheiden. Ein echter Hingucker ist auch dieses Marshmallow-Frosting.

Eierlikör-Cupcakes mit Marshmallow-Frosting

Eierlikör-Cupcakes mit Marshmallow-Frosting

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Das einfachste Frosting, das sich zudem leicht einfärben und in alle möglichen Formen spritzen lässt, ist Buttercreme. Dazu schlägst du Puderzucker und weiche Butter, bis die Mischung eine schaumige, leichte Konsistenz bekommt. Wer mag kann etwas Vanilleextrakt oder Lebensmittelfarbe hinzufügen. Die Buttercreme wird anschließend in einen Spritzbeutel gefüllt und auf den Cupcake gespritzt. Dabei lohnt es sich, in ein paar extravagante Tüllen (also Aufsätze für die Spritzbeutel) zu investieren, denn damit lassen sich Blütenformen oder Buttercreme-Haare spritzen, die für echte Wow-Effekte sorgen.

Einfache Vanille-Buttercreme

Einfache Vanille-Buttercreme

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Manchem Cupcake-Fan ist Buttercreme jedoch eine Nummer zu süß – keine Sorge, es gibt zahlreiche Alternativen! Für ein Frischkäse-Limetten-Topping verrührst du 200 g Frischkäse mit 175 g Puderzucker und gibst den Abrieb von zwei Limetten, sowie ein paar Spritzer Limettensaft dazu. Einziges „Problemchen“: Zum Spritzen mit Beutel und Tülle ist die Frischkäse-Creme nicht gut geeignet, doch du kannst sie ganz geschickt und nicht weniger sehenswert mit einem Löffel auftragen.

Für mich persönlich ist das perfekte Frosting eine Mischung aus Buttercreme als Basis mit einem Frischkäse-Frucht-Anteil. So kann man die Minikuchen hübsch mit Spritztülle verzieren, ohne dass das Topping zu einer zuckersüßen Kalorienbombe wird.

Unseren süßen Leitfaden für Kuchen-Toppings, von Frosting bis Icing, findest du hier.

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Die häufigsten Fehler beim Backen von Muffins (und wie du sie vermeidest)

1. Den Teig übermixen

Wie bei allen Rührteigen sollte der Teig nur so lange wie gerade nötig bearbeitet werden. Das schafft man am besten, indem erst alle feuchten Zutaten wie Milch, Butter und Eier miteinander verrührt und separat alle trockenen wie Mehl, Backpulver und Zucker gemischt werden. Feuchte und trockene Zutaten werden anschließend vermengt und nur noch solange verrühr, bis alles gerade zu einem leicht klumpigen Teig zusammen kommt. Übermixte Teige sind häufig ein Grund, warum Kuchen, Muffins und Co. im Backofen noch toll aussehen und dann zusammenfallen.

2. Zu viel Backpulver und Natron

Ein zweiter Grund für das Zusammenfallen ist zu viel Treibmittel, also Backpulver oder Natron. Ich war auch immer schnell dabei, die restlichen Krümelchen Backpulver noch mit in den Teig zu schütten oder großzügig gleich die ganze Tüte zu verwenden. Zuviel Backpulver treibt den Kuchen jedoch schnell in die Höhe und lässt ihn später wieder zusammenfallen. Außerdem kann Backpulver einen unangenehmen Geschmack hinterlassen, wenn es in rauen Mengen verwendet wird.

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3. Sich zu viel Zeit lassen

Weniger dramatisch für das Backergebnis, aber trotzdem nicht unwichtig, ist das zügige Verarbeiten der Backmischung. Wer erst den Teig anrührt, aber diesen dann stehen lässt, um noch abzuspülen oder den Backofen vorzuheizen, riskiert, dass die liebevoll in den Teig gerührte Luft, die ihn leicht und locker machen soll, verpufft.

4. Die Form nicht ausreichend einfetten

Backfrust tritt auch schnell ein, wenn die Muffins nicht aus der Backform wollen oder am Papier festkleben. Gründliches Einfetten ist hier das A und O. Muffin-Papierförmchen lassen sich erst dann gut abziehen, wenn sie genug Zeit zum Abkühlen hatten. Alternativen wie Silikon-Formen sind super praktisch, sparen das Einfetten und lassen sich schnell abspülen. Wer sie verwenden möchte, sollte sie aber zum Befüllen auf ein Backblech stellen, damit das Ganze keine wackelige Angelegenheit wird. Ich muss jedoch gestehen, dass ich die klassische Variante mit bunten Papierchen einfach mehr mag.

5. Den Backofen falsch einstellen

Heize deinen Backofen unbedingt auf die vorgegebene Temperatur vor und halte die Ofentür während der Backzeit geschlossen. Jeder Ofen ist etwas anders und Backzeiten sind zum Teil mit Von-bis-Angaben zu versehen. Hier empfiehlt es sich, bis zur Mindestzeit zu backen, dann durch die Ofenscheibe zu schauen und den Bräunungsgrad deiner Muffins einzuschätzen, bevor du die Stäbchenprobe durchführst. Dazu stichst du mit einem Holzstab in die Mitte der Muffins oder Cupcakes: Bleibt kein Teig daran kleben, kann die Schlemmerei bald beginnen.

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Letzte Tipps rund um die kleinen Leckerbissen

Muffins richtig lagern: Sollte doch einmal ein Küchlein übrig bleiben, kannst du sie in einer luftdichten Dose verpackt bis zu drei Tage aufbewahren. Ein Plätzchen im Schrank deiner Küche reicht dabei vollkommen aus. Im Kühlschrank werden Muffins und Co. zu schnell hart und verlieren so ihr Aroma. Wenn einmal ganz viel übrig bleibt, können Muffins und Cupcakes auch eingefroren werden, solange sie noch kein Frosting haben. Aufgetaut und aufgebacken schmecken sie fast wie neu und Cupcakes kannst du so auch später noch verzieren.

Glutenfreie und vegane Muffins und Cupcakes: Und natürlich gibt es auch jede Menge Möglichkeiten, Cupcakes und Muffins glutenfrei oder vegan zu backen. Glutenfreie Mehle gibt es seit einiger Zeit in jedem Supermarkt. Mandelmehl, Buchweizenmehl, Hirsemehl und Reismehl sind nur einige davon, die sich besonders gut zum Backen eignen. Wie du glutenfrei backst, erfährst du in diesem Artikel. Diese Frühstücksmuffins sind sogar glutenfrei UND vegan.

Frühstücksmuffins

Frühstücksmuffins

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Tierische Produkte lassen sich noch leichter austauschen. Statt Butter wird Margarine verwendet und statt Kuhmilch greifst du einfach zu pflanzlichen Alternativen wie Hafer-, Mandel- oder Sojamilch. Wie du Eier beim Backen ersetzt, erfährst du in diesem Artikel. Ausprobieren kannst du diese Tricks direkt bei unserem Rezept für einfache Geburtstags-Cupcakes.

Geburtstags-Schoko-Cupcakes

Geburtstags-Schoko-Cupcakes

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Hast du noch mehr Tipps fürs Muffins und Cupcakes? Verrate sie uns in den Kommentaren oder schicke uns dein Lieblingsrezept an community@kitchenstories.com!

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