Kristin Bothor

Redaktionsmanagerin bei Kitchen Stories

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Es ist ein offenes Geheimnis innerhalb der Kitchen Stories Redaktion, dass ich Küchengeräte und -utensilien gerne (und meist völlig grundlos) zweckentfremde. Obwohl ich eine Handvoll einwandfreier Pfannen besitze, neige ich dazu, Kartoffelpuffer, French Toast und manchmal sogar Omelett in meinem heiß geliebten Waffeleisen zuzubereiten.

Die Pfanne verwende ich wiederum, um beispielsweise Pizza darin auszubacken (mehr dazu kannst du in diesem Artikel nachlesen, für den ich bereits fünf klassische Ofengerichte in einer Pfanne getestet habe). Nun wurde es mal wieder Zeit für eine neue Challenge und meine Kolleginnen aus der Redaktion haben entschieden: One-Pot it is!

Ich muss zugeben, dass ich mich anfänglich etwas schwer damit getan habe. One-Pot-Gerichte findet man ja wie Sand am Meer und die Umsetzung wirkte auf mich zunächst nicht gerade wie die größte Herausforderung. Zunächst. Wirft man jedoch einen Blick auf die gängigen One-Pot-Rezepte, stellt man schnell fest, dass für die Zubereitung durchaus mehr als nur ein Topf benötigt wird.

Und so wurde mein Ehrgeiz am Ende doch noch geweckt und ich machte mich direkt auf die Suche nach 3 passenden Anwärtern für meinen One-Pot-Test. Welche Gerichte das Rennen gemacht haben und ob ich zufrieden mit dem Ergebnis war, erfährst du hier.

Rezept 1: One-Pot-Pasta mit Köttbullar

Warum habe ich mich für dieses Gericht entschieden?

Ich habe lange überlegt, ob ich One-Pot-Pasta in den Test aufnehme, schließlich ist diese Kochmethode ohnehin schon ziemlich geläufig. Also habe ich mich entschieden, die Nudeln mit einem weiteren Gericht zu kombinieren. Da Pasta und Hackbällchen immer eine gute Idee sind, stand das Rezept schnell fest: One-Pot-Pasta mit Köttbullar.

Okay, zwei Gerichte in nur einem Topf – das würde tatsächlich spannend werden.

Wie habe ich es gemacht?

Zunächst habe ich aus Rindfleisch, Semmelbröseln und Ei kleine Bällchen geformt und mit etwas Olivenöl im Topf knusprig gebraten. Anschließend habe ich Rinderbrühe und Milch zugegossen und zum Köcheln gebracht (ja, mitsamt der Hackbällchen). Zuletzt habe ich die Tagliatelle in den Topf gegeben und alles etwa 10 Minuten kochen lassen. Zum Schluss etwas gehackte Petersilie zum Garnieren – et voilà, One-Pot-Pasta mit Köttbullar!

Zutatenliste zum Nachkochen: 500 g Rinderhackfleisch, 50 g Semmelbrösel, 1 Ei, Olivenöl zum Anbraten, 500 ml Rinderbrühe, 500 ml Milch, 400 g Tagliatelle, 30 g Petersilie.

Würde ich es wieder machen?

Definitiv! Ich hatte zwischenzeitlich etwas Angst, dass die Köttbullar beim Köcheln auseinanderfallen, aber dem war nicht der Fall. Die Zubereitung hat wunderbar geklappt und geschmacklich war dieses Gericht wirklich nicht zu toppen.

Hier findest du noch mehr One-Pot-Pasta-Gerichte:
x One-Pot-Pasta
x One-Pot Mac & Cheese
x One-Pot-Pasta mit Orzonudeln und Garnelen
x One-Pot Paprika Pasta mit Hähnchen
x One-Pot-Pasta mit Spinat

Rezept 2: Chicken Pot Pie

Warum habe ich mich für dieses Gericht entschieden?

Der klassische Chicken Pot Pie beschreibt eine Art Pastete, für die zunächst eine Füllung aus Hähnchenfleisch und Gemüse in einer Mehlschwitze zubereitet, eine Auflaufform mit beispielsweise Mürbeteig ausgelegt und schließlich mit einer weiteren Schicht Teig bedeckt gebacken wird. In unserem Kitchen Stories Rezept verwenden wir Blätterteig und bereiten das Ganze portionsgerecht in kleinen Förmchen zu. Wie würde nun die One-Pot-Variante aussehen? Das wollte ich herausfinden.

Wie habe ich es gemacht?

Zunächst habe ich die Hähnchenfilets im Topf mit Wasser gekocht, bis sie vollständig durchgegart waren, anschließend mit zwei Gabeln auseinander gezupft und kurz beiseitegestellt. Anschließend habe ich Zwiebelwürfel im Topf mit etwas Butter angebraten. Dazu kamen Erbsen, Karottenwürfel und das gezupfte Hähnchen. Das Ganze dann mit Hühnerbrühe angießen und etwas einköcheln lassen.

Und dann habe ich etwas geschummelt: Anstelle des Mürbe- bzw. Blätterteiges habe ich eine Packung Buttermilch-Brötchen zum Aufbacken verwendet, den Teig habe ich zu kleinen Kugeln geformt und auf die Hähnchen-Gemüse-Mischung gesetzt. Nun ist der Topf für etwa 15 Minuten in den Backofen gewandert – unnötig zu erwähnen, dass der Topf für dieses Rezept natürlich unbedingt ofenfest sein sollte.

Zutatenliste zum Nachkochen: 3 Zwiebeln, 100 g Butter, 1 Packung tiefgefrorene Erbsen, 3 Karotten, 400 ml Hühnerbrühe, 400 g Hähnchenbrust, 1 Packung Buttermilch-Brötchen zum Aufbacken.

Würde ich es wieder machen?

Vielleicht. Die Zubereitung war ziemlich entspannt und ich war positiv überrascht, wie gut der Buttermilchteig geschmacklich zum Hähnchen und Gemüse gepasst hat. An die One-Pot Köttbullar Pasta kam es jedoch nicht heran.

Rezept 3: One-Pot Burrito

Warum habe ich mich für dieses Gericht entschieden?

Für das dritte Rezept wollte ich es mir nochmal besonders schwierig machen und habe dafür ein Rezept gewählt, das in Hinblick auf die One-Pot-Idee abwegiger nicht hätte sein können: Burrito! Kann das funktionieren?

Wie habe ich es gemacht?

So außergewöhnlich das Rezept vielleicht zunächst scheinen mag, die Zubereitung geht ziemlich einfach von der Hand: Rinderhackfleisch mit Gewürzen deiner Wahl anbraten, anschließend Pintobohnen und passierte Tomaten zugeben und alles kurz zusammen braten. Und was ist mit den Tortillas? Die werden in Streifen geschnitten und unter die Hackfleischmasse gemischt. Zuletzt mit Käse und Koriander toppen und fertig ist der One-Pot Burrito!

Zutatenliste zum Nachkochen: 500 g Rinderhackfleisch, ½ TL Chilipulver, ½ TL Paprikapulver, ½ TL gemahlener Kreuzkümmel, ¼ TL Cayennepfeffer, ½ TL getrockneter Oregano, 1 Dose Pintobohnen, 1 Dose passierte Tomaten, 6 Weizentortillas, 200 g geriebener Edamer, 30 g Koriander.

Würde ich es wieder machen?

Wahrscheinlich nicht. Die Mischung aus Rindfleisch und den Tortilla-Stücken hat zwar ganz okay geschmeckt, der eigentliche Charakter dieses Gerichtes – nämlich es “auf die Hand” zu essen – ist natürlich auf diese Weise völlig verloren gegangen.

Würdest du eines dieser Gerichte ausprobieren? Hast du ein liebstes One-Pot-Gericht? Erzähl es uns in den Kommentaren oder lade dein eigenes Rezept bei uns hoch!

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