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Redakteure bei Kitchen Stories

Jeden Freitag im April teilt das Kitchen-Stories-Editorial-Team mit uns seine Einkaufsliste fürs Wochenende und erzählt uns, was sie damit zubereiten möchten. Unsere Challenge besteht darin, uns nur auf saisonale Produkte zu konzentrieren.
Machst du mit bei unserer Challenge? Lass uns in den Kommentaren wissen, was auf deiner Einkaufsliste steht!

Auf Lisas Einkaufsliste: Artischocken

Artischocken erinnern mich an Südfrankreich. An große Familienessen nach einem langen, entspannten Tag am Strand. Dazu eiskalter Rosé vom nahe gelegenen Weingut. Außerdem erinnere ich mich an meine Tante, die Artischocken so einfach und lecker zubereiten konnte, wie sonst keiner. Dabei machte sie sich nicht einmal die Arbeit, die Spitzen abzuschneiden. Ihr Rezept? Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, etwas Salz, Zucker und eine halbe Zitrone hinzufügen. Anschließend die Artischocken dazugeben und alles zusammen kochen lassen. Die Kochzeit kann variieren, am besten testest die Artischocken, indem du ein scharfes Messer hinein stichst: bleibt das Messer leicht stecken, sind sie gar und du kannst sie sofort servieren.

So einfach kann ein Rezept sein, genauso wie der dazugehörige Dip: Eine große Menge an klein geschnittenen, hartgekochten Eiern, Cornichons, eingelegten Radieschen, Crème fraîche, Dijon-Senf und frischen Kräutern wie Petersilie, Schnittlauch oder sogar etwas Minze vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Flüssigkeit, in der die Cornichons eingelegt werden, unbedingt mit einrühren, das trägt zur perfekten cremigen Konsistenz bei!

Abgesehen von den Artischocken meiner Tante war dieses Gemüse für mich immer ein großes Geheimnis. Auf den ersten Blick denkt man, dass man den größten Teil des Gemüses verwerfen muss, ehe man zum goldenen Teil gelangt: dem verborgenen Herz. Im Film Amélie sagt Amélie Poulain: „Zumindest wirst du nie ein Gemüse sein – selbst Artischocken haben Herzen.“ Dieses Zitat fasst für mich dieses mysteriöse Gemüse auf eine ziemlich gute und philosophische Weise zusammen. Es braucht einfach nicht viele Worte.
Ich kann immer gar nicht auf die ersten Artischocken der Saison warten – die leider erst im Mai beginnt. Zeit also, die Berliner Märkte zu besuchen und bei Sonne und Vogelgezwitscher die besten Exemplare zu suchen, während ich dabei über die Geheimnisse der Artischocke und des Lebens nachdenke.

Lisas Rezeptvorschläge:

Gefüllte Artischocken mit Ziegenkäse

Gefüllte Artischocken mit Ziegenkäse

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Ich liebe die Kombination der zarten Blätter mit einer cremigen und reichhaltigen Füllung. Für etwas mehr Biss sorgen Pinienkernen, für die Süße ein Hauch Honig. Definitiv ganz oben auf der Liste meiner Lieblingsrezepte.

Geschmortes Hähnchen mit Artischocken

Geschmortes Hähnchen mit Artischocken

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Es ist wirklich ein Kinderspiel, ein Rezept abzuwandeln. Du liebst geschmortes Hähnchen? Dann gib beim nächsten Mal einfach Oliven und Artischocken dazu.

Spinat-Artischocken-Dip

Spinat-Artischocken-Dip

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Es ist toll, ein paar Rezepte zu kennen, die einfach immer gelingen. So wie ein glutenfreier Schokoladenkuchen oder der saftige Butterkuchen von Oma. Dieser herzhafte, käsige und warme (!) Dip ist ein guter Kandidat für ein neues und vor allem herzhaftes Rezept.

Auf Xuecis Einkaufsliste: Erdbeeren

Obwohl der April für die Erdbeersaison etwas früh ist, habe ich sie schon auf dem Markt gesehen – ein Zeichen, dass der Frühling endlich da ist. Ich kann nicht so tun, als hätte ich die Rufe der Erdbeeren „Nimm mich mit nach Hause!“ nicht gehört. Außerdem freue ich mich einfach jedes Jahr so sehr auf die Erbeerzeit!

Erdbeeren sind einer der „fruchtigsten“ Früchte – süß, manchmal etwas sauer, fest und doch saftig: der perfekte, mundgerechte Snack. Was kann man mehr von einer Frucht verlangen? Es ist nicht so einfach, wirklich gute Erdbeeren zu finden. Wenn du zufällig ein Erdbeerfeld entdeckst, dann wäre das ein toller Ausflug für Jung und Alt, um selbst Erdbeeren zu pflücken. Ansonsten findest du die besten Erdbeeren aber auf jeden Fall auf dem Markt.

Ich habe das gleiche Problem wie Kristin mit ihrer Vorliebe für Radieschen: Ich esse die Schale Erdbeeren immer schon leer, bevor ich sie zum Kochen verwenden kann. Deshalb nehme ich mir diesen Monat bewusst vor, mehr aus den Beeren zu machen, als die Erdbeerschale auf einmal aufzuessen. Vor allem möchte ich neue Rezepte ausprobieren.

Xuecis Rezeptvorschläge:

Erdbeer-Gurken-Salat

Erdbeer-Gurken-Salat

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Dieser leichte Salat enthält sogar zwei meiner Lieblingsfrüchte! Korianderblätter könnten eine gute Alternative zum Basilikum sein. Wenn ich noch mehr Frühling in meinem Salat bringen möchte, gebe ich noch angebratenen Spargel und Rhabarber dazu.

Erdbeer-Balsamico-Pizza

Erdbeer-Balsamico-Pizza

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Erdbeeren in Smoothies oder Kuchen zu integrieren, ist nicht Neues. Die Herausforderung besteht jedoch darin, sie auch in herzhaften Rezepten zu verwenden. Erdbeeren auf Pizza ist zumindest ein Versuch wert. Ein Community-Mitglied schlägt vor, darüber noch ein paar Scheiben Schinken zu legen.

Nachdem ich den Artikel meiner Kollegin Julia gelesen habe, wie einfach die Zubereitung hausgemachter Marmelade ist, habe ich Lust bekommen, es auszuprobieren. So habe ich auch noch nach der Erdbeersaison noch etwas von meiner Lieblingsfrucht.

Auf Julias Einkaufsliste: Spargel

Als Kind konnte ich Spargel nicht ausstehen – er war mir zu weich, faserig und schmeckte bitter. Erst Jahre später begann ich all diese Eigenschaften zu hinterfragen, denn wie konnte es sonst sein, dass alle anderen die Spargelsaison kaum abwarten konnten?
Ich fand heraus: Wenn Spargel bitter schmeckt, liegt es daran, dass er zu nah am Wurzelstock gestochen wurde. In diesem Fall hilft etwas Zucker im Kochwasser oder dass man bei besonders bitteren Exemplaren die Enden des Spargels großzügig abschneidet. Viele Menschen kochen Spargel auch zu lang – er sollte jedoch nicht weich sein, sondern noch einen leichten Widerstand geben, wenn man mit der Gabel hinein sticht. Grüner Spargel braucht nur ca. 15 Minuten zum Garen, weißer Spargel etwas länger.

Mit diesem Wissen im Gepäck begann ich mich mit dem Spargel anzufreunden und gehöre mittlerweile auch zu den Menschen, die sich schon Wochen vorher auf den ersten Spargel freuen. Bis zum Ende der Saison am 24. Juni versuche ich nun jedes Jahr nachzuholen, was ich als Kind verpasst habe. Dazu zählt natürlich die klassische Sauce Hollandaise als cremig-buttriges Spargelbad – da ich mich vegan ernähre, ersetze ich die Butter durch Margarine und verwende statt der Eier pflanzliche Sahne.
Neben der Sauce Hollandaise stehen diese drei Rezepte in diesem Jahr auf meiner To-Do-Liste:

Julia's recipe picks:

Grüne Spargeltarte

Grüne Spargeltarte

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Diese Tarte sprang mir direkt ins Auge, denn sie sieht raffiniert aus, ist aber dank des fertigen Blätterteigs als Basis im Handumdrehen gemacht. Als vegane Variante werde ich statt Gorgonzola und Ei eine vegane Sauce Hollandaise zubereiten und ein paar Hefeflocken darüberstreuen.

Nudelsalat mit Spargel

Nudelsalat mit Spargel

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Die Kombination aus weißem Spargel und Nudeln landete bisher noch nie auf meinem Teller. Da ich jedoch großer Fan von gebratenem Spargel bin, wird mich dieses Rezept sicher satt und glücklich machen – außerdem eignet es sich toll zum Mitnehmen als Büro-Mittagessen! Am meisten mag ich jedoch, dass auch Radieschen ihren Weg in den Salat finden, die ebenfalls gerade in Saison sind.

Spargelrisotto mit Erbsen und Prosciutto

Spargelrisotto mit Erbsen und Prosciutto

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Zu guter Letzt bin ich auf diese Frühlingsvariante eines Risottos mit Spargel gespannt. Der grüne Spargel wird dafür blanchiert und erst kurz vor Schluss zum Risotto gegeben – so behält er seinen leichten Biss und die grüne Farbe. Das Rezept lässt sich einfach vegan zubereiten, zum Beispiel mit Gemüsebrühe und würzigen Hefeflocken statt Parmesan. Da ich mittlerweile ein so großer Fan von Spargel bin, lasse ich den Prosciutto einfach weg.

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