Heiße Tipps für den perfekten Grillabend

Der Sommer kehrt zurück, die Temperaturen steigen und nichts könnte schöner sein, als den Tag an der frischen Luft zu verbringen. Dazu gehört auch die Küche nach draußen zu verlagern und so viele Mahlzeiten wie möglich im Grünen zu verspeisen. Grillen ist im Sommer zweifellos eine der beliebtesten Aktivitäten mit Familie und Freunden, wird aber fälschlicherweise oft für eine große Wissenschaft gehalten.

Genau wie beim Kochen braucht es aber lediglich ein solides Grundlagenwissen, um mit etwas mehr Selbstvertrauen am Grill zu stehen. Als erstes solltest du genau verstehen, wie deine Hitzequelle funktioniert und dir anschließend Gedanken darüber machen, wie du Steaks, Gemüse, Früchte und vieles mehr richtig zubereitest.

Trockene Steaks, verbrannte Hähnchenflügel oder Spargelstangen, die durch den Grillrost in die Asche gefallen sind – ist dir alles schon mal passiert? Mit den folgenden 6 Tipps gehört dieses traurige Szenario ab jetzt an der Vergangenheit an!

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1. Ein Grill sollte immer sauber sein

Es ist wichtig, dass du dich gut um deinen Grill kümmerst, denn der Zustand deines Grills beeinflusst nicht nur den Garprozess deines Essens, sondern auch seinen Geschmack. Säubere dein Grillrost so früh wie möglich nachdem du ihn benutzt hast – vor allem, wenn du Fleisch wie Lamm oder Burger-Pattys gegrillt hast. Während des Grillens treten Öle und Fette aus, die deinen Grillrost umschließen und verhärten. Diese Fette können ranzig werden und in die Lebensmittel ziehen, die als nächstes auf dem Grill landen. Die schwarze Kruste auf dem Rost kann außerdem unordentliche Streifen auf deinem Grillgut hinterlassen.

Am einfachsten lässt sich der Grillrost säubern, wenn er noch warm ist, also etwa eine halbe Stunde nach dem Grillen oder direkt nach dem Vorheizen des Grills. Verwende am besten eine Grillbürste aus Edelstahl und immer hitzebeständige Handschuhe oder Topflappen, um Verbrennungen zu vermeiden.

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2. Das passende Zubehör zu deinem Grill

Um die Grillparty perfekt zu meistern, kannst du dich mit einer gewissen Grundausstattung eindecken, die zwar nicht dringend notwendig ist, dir aber zu einem perfekten Ergebnis verhelfen kann. Je nachdem, welche Art von Grill du dein Eigen nennst (Gas oder Elektro), solltest du geeignetes Zubehör für diesen Grill kaufen, zum Beispiel Kaminanzünder, Holzkohle-Briketts, Räucherchips oder ein Grillfeuerzeug

Weitere hilfreiche Utensilien können ein Grillkorb für fein geschnittenes Gemüse oder Fisch sein, aber auch Holz- oder Metallspieße für frische Früchte, Fleisch- oder Gemüsespieße. Um das Verbrennen zu vermeiden, solltest du Holzspieße mindestens eine halbe Stunde lang in Wasser einlegen. Und zu guter Letzt: es geht nichts über eine Edelstahl-Grillzange, um Hähnchen, Steaks und Schweinekoteletts zu wenden. Für empfindlichere Lebensmittel wie Fisch und Burger-Pattys eignet sich ein Pfannenwender sehr gut.

Und bedenke: Ein Grill gibt immer große Hitze ab, nutze also Utensilien mit längeren Griffen, als du in der Küche verwendest. So kannst du deine Lebensmittel auf der gesamten Fläche verteilen, ohne deine Finger, Hände und Arme zu großer Hitze auszusetzen. Ein Paar hitzebeständige Handschuhe helfen dir ebenfalls dabei. Grillutensilien aus Edelstahl sind geeigneter als solche aus Silikon oder Plastik, da sie großer Hitze standhalten können. Nicht zu vergessen ist die Grillbürste, sie ist einer der Erfolgsfaktoren.

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3. Direkte oder indirekte Hitze?

Geduld ist eine Tugend, vor allem wenn es darum geht, das Barbecue zu meistern. Egal, welche Größe ein Grill hat, er braucht immer eine gewisse Zeit, um die richtige Temperatur zu erreichen. Lebensmittel auf einen kalten Grill zu legen ist in etwa so, als würdest du einen Braten in den kalten Ofen schieben: sie garen unregelmäßig, bekommen eine rissige, unebene Oberfläche, die dazu neigt festzukleben und es um einiges schwerer macht, schöne Grillstreifen zu erzeugen. Hast du dich je gefragt, wieso dein Steak am Grillrost klebt? Du bist höchstwahrscheinlich deiner eigenen Ungeduld zum Opfer gefallen. Also gib deinem Grill genug Zeit, um vollständig vorzuheizen, bevor du startest.

Du hast vor, verschiedene Lebensmittel zu grillen? Dann nutze auch verschiedene Temperaturen! Lebensmittel mit kurzer Garzeit, wie fein geschnittenes Gemüse, Hamburger oder Steaks, können über direkter Hitze zubereitet werden. Grillst du mit Holzkohle, sollte die Kohle gleichmäßig und direkt unter dem Grillrost verteilt werden. Sie sollte weiß brennen, aber keinen Flammen bilden, um jegliches Aufflammen zu verhindern.

Bei einem Gas-Grill bedeutet direkte Hitze nichts anderes, als die Flamme direkt unter dem Lebensmittel zu entzünden. Dickere Stücke Fleisch, wie Schenkel oder Bruststücke vom Lamm, benötigen eine längere Garzeit und garen am besten über indirekter Hitze. Dafür solltest du die Hitzequelle auf eine Seite des Grills verlagern. Auf einem Holzkohlegrill kannst du das erreichen, indem du die Kohle auf eine Seite des Grills schiebst und das Fleisch auf der anderen Seite grillst. Wenn möglich solltest du den Grill mit einem Deckel abdecken, damit das ganze Fleisch gart und nicht nur die Seite, die zur Hitze gewendet ist.

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4. Wie du Fleisch, Fisch und Gemüse perfekt grillst

Fleisch richtig grillen: Mariniere oder reibe das Fleisch vor der Zubereitung auf dem Grill mit einer Gewürzmischung ein und lasse es mindestens eine Stunde, besser aber über Nacht im Kühlschrank ruhen. Rind, Lamm und Schweinefleisch haben verschiedene Garzeiten, je nach Zuschnitt und bevorzugter Garstufe. Allgemein gilt: von beiden Seiten scharf anbraten und dünnere Zuschnitte oder Burger kurz über direkter Hitze garen. Dickere Zuschnitte sollten über indirekter Hitze mit Deckel gegrillt werden, so musst du das Fleisch nicht kontinuierlich wenden und es gart trotzdem gleichmäßig. Überprüfe die Garstufe genauso wie du es in der Küche tun würdest – lass dein Steak auf jeden Fall ruhen, dies garantiert dir ein besonders saftiges Ergebnis.

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Das perfekte Steak braten

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Schweinekotelett in Barbecuesoße

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Gegrillte Rinderrippchen

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Geflügel richtig grillen: Geflügel solltest du ebenfalls spätestens eine Stunde vor der Zubereitung marinieren oder würzen. Verschiedene Zuschnitte erfordern natürlich unterschiedliche Garzeiten. Generell ist es vorteilhaft mit Deckel zu grillen, so wird das Fleisch nicht trocken. Wenn du dir unsicher bist, empfehlen wir dir, ein Küchenthermometer zu benutzen – die Kerntemperatur des Hähnchens sollte bei 75°C liegen.

Gegrillte Hähnchenbrust mit Kapernsoße

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Hähnchen-Saté-Spieße mit Erdnussdip

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Meeresfrüchte richtig grillen: Meeresfrüchte lassen sich am besten kurz über direkter Hitze grillen. Genauso wie in der Küche gilt: eine kurze Garzeit führt zur gewünschten saftigen und festen Textur, anstatt zu trockenem und zähen Meerestier. Kleinere Meerestiere wie Garnelen grillst du am besten mit Hilfe von Spießen kurz über hoher Hitze, bis sie gar sind und eine leicht rosa Farbe bekommen. Neugierig geworden? Mach den Anfang mit unserem Rezept für Ananas-Garnelen Spieße.

Fisch richtig grillen: Um zu verhindern, dass der Fisch am Grillrost klebt, solltest du Filets oder ganze Fische entweder direkt auf dem Grill oder in einem Grillkorb über hoher Hitze grillen. Wichtig ist, dass der Grillrost sauber ist und du den Fisch vorher mit Öl bestreichst. Wenn du den Fisch direkt auf dem Rost grillst, lass ihn für einige Minuten auf einer Seite liegen, so kann er eine Kruste bilden und lässt sich leichter wenden. Ein Grillkorb ist die einfachste Methode, um einen ganzen Fisch zu grillen, du kannst ihn aber auch genauso gut auf Aluminiumfolie legen. Beim Garen befolgst du am besten diese Faustregel: ca. 3 – 4 Minuten Garzeit pro Zentimeter Durchmesser.

Ganze gegrillte Dorade

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Käse richtig grillen: Ja, du kannst Käse grillen. Du solltest lediglich einen festeren Käse wie Halloumi verwenden. Er ist der König unter den Grillkäsesorten, nicht nur weil er seine Form während des Grillens beibehält, sondern auch weil er durch die hohe Hitze innen cremig weich und die Oberfläche knusprig wird.

Früchte und Gemüse richtig grillen: Festes Gemüse mit hohem Wassergehalt wie Aubergine, Zucchini, Paprikaschoten, Romanasalat und Maiskolben kann mit Öl bestrichen und direkt auf den Grill gelegt werden. Das gilt auch für Früchte wie Pfirsich, Nektarinen und Wassermelone, aber behalte deine Früchte im Auge, sie brauchen nur wenige Minuten auf dem Grill.

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Gegrillte Pfirsiche mit Streuseln und Vanilleeis

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Gegrillte Gemüseplatte

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5. Soßen und Marinaden

Was wäre die Grillparty ohne außergewöhnliche Gewürzmischungen, Marinaden und Soßen zum Servieren? Aber bevor du alles in Barbecue-Soße eintauchst, sei dir bewusst: gekaufte Soßen haben oft einen hohen Zuckeranteil, das heißt sie neigen dazu auf dem Grill schnell zu verbrennen. Und du möchtest sicherlich nicht, dass dein teures Steak nach verbranntem Zucker schmeckt. Mariniere das Fleisch stattdessen erst nach dem Wenden und nur solange es über indirekter Hitze grillt. Bei hausgemachter Marinade musst du dir keine Sorgen machen, denn wie bei allen selbstgemachten Lebensmitteln gibt es keine versteckten Zutaten und dir müsste schon die Zuckerdose aus der Hand fallen, um mit dem Zuckeranteil in gekauften Soßen mitzuhalten.

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Richtig marinieren

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6. Viele Gäste heißt viele Steaks auf dem Grill

Üblicherweise kommen zu einem Grillabend mehrere Leute und damit landet auch mehr Grillgut auf dem Rost. Der Fehler hierbei ist, alles auf einmal auf den Grill zu legen. Du würdest auch keine Pfanne auf dem Herd überfüllen, denn das führt dazu, dass das gesamte Essen nicht richtig gart. Verschiedene Lebensmittel haben außerdem unterschiedliche Garpunkte – alles auf einmal zu grillen, führt also meistens zu verbrannten Hot Dogs und zu halb-rohen Steaks. Wenn möglich solltest du die gleichen Lebensmittel zur gleichen Zeit grillen. Oder du machst dir einen Zeitplan, so können deine Gäste zum Beispiel gegrilltes Gemüse als Vorspeise und saftige Steaks als Hauptspeise genießen – beides perfekt zubereitet und direkt vom Grill.

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