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Ruby Goss

Senior Food Redakteurin bei Kitchen Stories

instagram.com/ruby.goss/

Dieser Artikel ist Teil unserer Kampagne "Eine kulinarische Weihnachtsstory", in der wir uns mit traditionellen und modernen Gerichten aus aller Welt beschäftigen. Gemeinsam besuchen wir das Weihnachten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Wir teilen lustige Rezepte, Last-Minute-Geschenkideen, Tipps für die Zubereitung eines kleineren Festmahls (für den Fall, dass du Social Distancing betreibst) und jede Menge unbeschwerte Inhalte zum Entspannen für die Zeit zwischen den Jahren. Unter diesem Link findest du einen Überblick über all unsere wöchentlichen Themen, Geschichten, Rezepte und mehr.

Das nachweihnachtliche Verdauungschaos – jedes Jahr ein Beweis dafür, dass unsere Augen deutlich größer sind als unsere Mägen. Vor allem wenn du auf der nördlichen Halbkugel der Welt bist und dich gerade durch den Winter schleppst, fühlt sich das, wie man so schön sagt, besonders “krass” an.

Ich finde diese Zeit des Jahres immer besonders seltsam. Ich komme aus Australien, wo die Ferien zum Ende des Jahres in den Sommer fallen. Dementsprechend gibt es immer unendliche Optionen, was man draußen machen kann – und beim Start ins neue Jahr fühlt man sich frisch und bereit für Neues. Naja, so erscheint es mir zumindest, wenn ich mit der rosaroten Brille zurückschaue. Eigentlich war ich nie diejenige, die voller Tatendrang ins neue Jahr startet.

So oder so, im nördlichen Europa fühlt es sich am ersten Januar so an, als würde man zuschauen, wie eine schwammige, graue Wolke in die nächste übergeht. Gleichzeitig fühlt sich das neue Jahr so bedeutsam an und man wartet darauf, dass es Mitternacht wird und 2021 uns allen ein kollektives Aufatmen schenkt. So abstrakt ein Kalenderjahr auch scheint und obwohl wir wissen, dass sich nicht alles von jetzt auf gleich verändern kann: Wir sind menschlich – wir lieben ein leeres Blatt Papier. Und ganz besonders dieses Jahr halten wir uns an der Hoffnung fest, dass uns Besseres erwartet. Resilienz, (ich glaube, so nennt man das?) ist sicherlich eine Eigenschaft, die wir dieses Jahr trainiert haben.

Es ist Zeit für Drinks, die unsere Lebensgeister erwecken

Also – Drinks gefällig? Ich schlage zahlreiche (nicht-alkoholische) Getränke vor, die in der Lage sind, ein bisschen Leben in die Zeit zwischen den Jahren zu bringen. Eine Vorwarnung jedoch: Das hier ist keine Saftkur. Ich glaube fest an ausbalanciertes, schuldfreies Essen – wenn wir das Glück haben, an Weihnachten einen reich gedeckten Tisch zu haben, sollten wir das feiern. Nichtsdestotrotz kann ich nicht abstreiten, dass farbenfrohe Säfte mit intensiven Aromen nach der ganzen Schlemmerei einen gewissen Feel-Good-Faktor beisteuern.
Hier sind ein paar Rezepte, die dich und deinen Körper aufmuntern werden – mit Power-Zutaten wie Kurkuma, Ingwer, Rote Bete, Fenchel und Minze, die für ihre entzündungshemmenden, leberschonenden und verdauungsfördernden Eigenschaften gepriesen werden.

Falls du keinen Entsafter hast (ich habe keinen): keine Sorge. Du kannst einen normalen Standmixer oder einen Pürierstab benutzen und den Saft danach abfiltern, oder so trinken, wie er ist, mit allen gesunden Ballaststoffe und so weiter. Du kannst auch Kokosmilch oder Joghurt hinzufügen, um deinen Saft in einen Smoothie zu verwandeln. Weitere Ideen findest du in unserer ausführlichen Anleitung zum Entsaften ohne Entsafter. Dort findest du auch Tipps, wie du den entstehenden Trester verwenden kannst.

4 frische Drinks

Alle Rezepte sind für zwei Personen ausgelegt und sollten am besten auf Eis serviert werden – so schmecken sie am erfrischendsten!

Der “Iss dein Grünzeug”-Saft

1 Staudensellerie, ohne Blätter und Wurzel, in Stücke geschnitten
3 grüne Äpfel
10 g Ingwer
Saft einer Zitrone

Diesen strahlend grünen Saft nur anzuschauen gibt mir schon das Gefühl, etwas Gutes für meine Gesundheit zu tun. Obwohl man sich noch nicht so einig ist, ob Sellerie tatsächlich ein Allheilmittel ist (meiner Erfahrung nach gibt es weder beim Essen noch im Leben eine Lösung für alles), liebe ich ihn für sein grasiges Aroma. Du könntest auch noch eine Gurke reinschmeißen oder jedes andere Grünzeug, nach dem dein Herz verlangt. Oh, und wenn dein Entsafter oder Mixer es aushält, mixe die Apfelschalen unbedingt mit!

Der “Rot wie Bete”-Saft

1 große Rote Bete
2 Karotten
2 Äpfel
10 g Ingwer
Saft von zwei Limetten

Erdige Rote Beten sollen unsere Leber bei ihrer entgiftenden Arbeit unterstützen – außerdem geben sie unserem Saft eine tiefrote Farbe und eine herzhafte Note. Ich bin schon seit Langem Fan davon, sie mit Karotten, Äpfeln, kräftigem Ingwer und ein bisschen Limette zu mixen.

Der “Mehr als einmal alle Jubeljahre”-Kräutertrunk

2 Prisen Anchan oder 2 TL Blüten
2 Beutel Fencheltee (alternativ kannst du 2 EL grob zerquetsche Fenchelsamen in einen Teebeutel füllen)
2 Tassen kochendes Wasser
2 Spritzer Zitrone
1 Scheibe Ingwer
3 Zweige Minze

Egal, ob du die getrockneten Blüten kaufst oder ein Glas des Pulvers hast, dieser Blauton wird dich dabei unterstützen, den Blues zu überwinden. Mit einer doppelten Portion Fenchel, Ingwer und ein bisschen Minze wird er dir beim Verdauen helfen. Entweder du trinkst den Tee heiß und fügst einen großzügigen Spritzer Zitrone hinzu, oder du gießt ihn in ein Glas voll Eis und quetschst etwas Zitronensaft darauf. Das wird dir eine tolle pinke Farbe bescheren. Chemie!

Der “Zumindest scheint in meinem Kopf die Sonne”-Saft

10 g frischer Kurkuma oder 2 TL Pulver
5 g Ingwer
2 Karotten
2 Orangen
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Sonnenschein im Glas und mein liebstes dieser Getränke. Ich nehme am liebsten extra viel scharfen Kurkuma (falls du frischen benutzt – der schmeckt viel besser – empfehle ich, ihn mit Handschuhen zu verarbeiten) und Ingwer für diesen Drink. So macht er mich richtig munter. Aber experimentiere ruhig, bis du die richtigen Verhältnisse für dich gefunden hast.

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