Julia Stephan

Redakteurin bei Kitchen Stories

“Was für ein Saftladen!”, sagt meine Mutter noch heute gern, wenn sie beim Einkaufen etwas nicht findet. Eigentlich schade, dass der deutsche Begriff “Saftladen” eine so negative Konnotation hat, wo doch Saft an sich eine gute Sache ist. Beim englischen Begriff “Juice Bar” hingegen leuchten unsere Augen auf. Das klingt nach einem Ort, der es nur gut mit uns meinen kann und aus dem man vielleicht nicht als besserer, aber doch mindestens als gesünderer Mensch herauskommt. Wahrscheinlich aber auch deutlich ärmer, denn zumindest in Berlin blättert man doch gern über 5 Euro hin für 250 ml kalt gepresste Selbstoptimierung im Glas. Wer keine “Juice Bar” in der Nähe hat, erlebt beim Einkaufen im Supermarkt ähnliches. Im hellen, einladenden Smoothie-und Saftregal stehen kleine Flaschen griffbereit, für die man locker 2,50 Euro zahlt. Und wer sich diese täglich gönnt, baut gleichzeitig einen nicht gerade kleinen Berg an Plastik- oder Glasflaschen an.

Ich persönlich liebe Saft, aber suche nach einer Alternative zu diesem Szenario. Die Verlockung ist schließlich groß, spontan oder regelmäßig einen frisch gepressten Saft mit meiner persönlichen Lieblingskombination zusammenzustellen. Am besten noch im Schlafanzug, ohne das Haus zu verlassen. Den eigenen Saftladen zu Hause eröffnen, funktioniert natürlich, aber lohnt es sich auch? Brauche ich nicht den besten (und teuersten) Entsafter dafür, der mir wertvolle Zeit mit der nervigen Reinigung raubt? Und was macht man mit dem Berg an Obst- und Gemüseresten, die dabei anfallen? Damit du dir nicht alle Informationen mühsam zusammensuchen musst, habe ich das erledigt, und mich vor lauter Saft-Euphorie am Ende auch noch ins Thema Saftkuren gestürzt.

Hilfreich an meiner Seite stand dabei unsere Köchin Johanna, die früher einen eigenen Saftladen hatte. Ihr habe ich nicht nur ihre Lieblingskombinationen, sondern auch Geheimtipps für den perfekten Saft entlockt – wundere dich also nicht, wenn du dein nächstes Glas Saft mit Pfeffer bestreust.

Der Gerätetest – wie gelingt das Entsaften am besten?

Ganz nach persönlicher Vorliebe, beziehungsweise deiner Absicht, wie viel, wie oft und was du entsaften möchtest, lohnen sich bestimmte Geräte mehr als andere. Aber keine Sorge, (fast) alle Wege führen zum Saft.

Entsaften im Zentrifugal-Entsafter

So funktioniert’s: Was zunächst wie ein Laborgerät klingt, ist in Wirklichkeit der klassische Entsafter, den die meisten von uns bereits kennen. Das Obst und Gemüse muss eventuell geschält und klein geschnitten werden, damit es durch einen Einfüllschacht passt. Es landet in einem großen Behälter, in dessen Mitte eine scharfe Reibscheibe liegt. Mit ca. 15.000 –20.000 Umdrehungen pro Minute werden die Zutaten geradezu durch den Behälter geschleudert, der Saft vom Fruchtfleisch trennt.

Vorteile und Nachteile: Ein Zentrifugalentsafter ist ein kompaktes Gerät, das nicht allzu viel Platz in Anspruch nimmt und sich für weiches oder hartes Obst und Gemüse eignet (nur Blattgrün hat es etwas schwerer und wird oft nicht vollständig verwertet). Günstige Exemplare gibt es schon ab ca. 30 Euro, für hochwertige Produkte muss man aber durchaus auch mehr als 100 Euro bezahlen. Für viele stellt die etwas aufwendigere Reinigung einen Nachteil dar, doch natürlich versuchen viele Hersteller diese immer leichter zu machen. Ein paar Minuten deiner Zeit musst du aber dennoch dafür investieren. Durch die hohe Drehzahl kommt der Saft mir relativ viel Sauerstoff in Kontakt, was zur Oxidation führt – dein Saft verliert so immer mehr Nährstoffe, je länger er gelagert wird. Außerdem entsteht durch die hohe Rotation eine leichte Erwärmung, durch die bereits wertvolle Nährstoffe, Vitamine und Mineralien verloren gehen können.

Entsaften mit einer Saftpresse

So funktioniert’s: Eine Saftpresse funktioniert über Druck. Bei einfachen Geräten übst du diesen selbst mit der Hand aus, in dem du z. B. eine halbe Orange an der Presse zerdrückst und der Saft herausläuft. Bei größeren Modellen erledigen Druckplatten die Handarbeit.

Vorteile und Nachteile: Saftpressen gibt es schon in handlichen Größen, die minimal Platz in deiner Küche einnehmen – dann ist jedoch Handarbeit gefragt und die Auffangbehälter eignen sich nur für kleinere Mengen. Oft bekannt als Zitrus- oder Fruchtpresse eignen sich leider nicht alle Früchte dafür, Gemüse in der Regel gar nicht.

Entsaften per Hand

So funktioniert’s: Die unkomplizierteste und schnellste Methode zum Entsaften ist natürlich, Obst selbst mit der Hand zu zerdrücken, bis der Saft austritt. Das funktioniert auch mit einem feinen Tuch: weiche Früchte hineingeben und dann gut auswringen. Viel Spaß beim Waschen!

Vorteile und Nachteile: Mit der Hand zu entsaften ist unkompliziert, doch schon ein großes Glas Saft verlangt Kraft und Zeit und sorgt zusätzlich für Flecken und Chaos in der Küche. Natürlich eignen sich dafür auch nur wenige, weiche Früchte – oder hast du schon mal probiert, Sellerie mit der Hand zu entsaften?

Entsaften im Slow Juicer

So funktioniert’s: Wie der Name schon übersetzt verrät, handelt es sich bei einem Slow Juicer um einen langsamen Entsafter. Im Gegensatz zum Zentrifugalentsafter werden Gemüse und Obst nicht an einer Reibscheibe durch das Gerät geschleudert, sondern werden mit geringer Drehzahl gepresst. Eine Pressschnecke dreht sich mit ca. 100 Umdrehungen pro Minute, hochwertige Geräte schaffen noch weniger. Die Zutaten müssen vorher ebenfalls eventuell geschält und zerkleinert werden, damit sie durch den Einfüllschacht passen.

Vorteile und Nachteile: Ein Slow Juicer ist definitiv eine kleine Investition, denn die günstigsten Geräte kosten ca. 75 Euro, hochwertige Modelle schon 140 Euro oder mehr. Da es sich hier um eine Kaltentsaftung handelt, bleiben viele Nährstoffe im Saft – mehr als beim Zentrifugal-Entsafter, denn durch die geringe Drehzahl kommt weniger Sauerstoff in den Saft und es entsteht keine Erwärmung. So erhältst du die maximale Menge an Vitaminen und Antioxidantien für jegliche weiche und harte Obst- und Gemüsesorten. Blattgrün und Kräuter können im Slow Juicer deutlich besser verarbeitet werden. Die Verarbeitung dauert jedoch etwas länger als beim Zentrifugal-Entsafter und auch für die Reinigung musst du dir ein paar Minuten Zeit nehmen und gründlich arbeiten.

Entsaften im Mixer

So funktioniert’s: Genau wie bei einem Smoothie werden zunächst alle Zutaten falls nötig geschält, zerkleinert und im Standmixer vermengt. Um nun den Saft zu enthalten, musst du alles durch ein feines Sieb passieren.

Vorteile und Nachteile: Einen Mixer haben viele schon in der Küche und er ist, anders als die bisherigen Geräte, auch vielseitig für z. B. Soßen, Suppen und mehr einsetzbar. Wer ihn neu kauft, bezahlt ca. 30 Euro (die Grenze nach oben ist natürlich offen). Allerdings sind diese Geräte eher für Smoothies geeignet und mit “Entsaften” hat diese Methode zunächst weniger zu tun, da hier einfach alles gemixt wird. Man kann sich also durchaus fragen, ob man sich nicht direkt mit dem Smoothie zufrieden gibt. Es gibt zwar Hochleistungsgeräte, die versprechen, dass ein Filtern nicht nötig wäre, doch bei dieser Methode entsteht schnell Wärme, durch die wichtige Nährstoffe im Saft zerstört werden.

Entsaften im Dampfentsafter

So funktioniert’s: Dampfentsaften gehört zu den traditionellen Methoden, die unsere Großeltern am besten kennen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen klassischer Dampfgarer, sondern um eine spezielle Konstruktion aus drei Töpfen. In den untersten Topf wird Wasser gefüllt und erhitzt, es entsteht Wasserdampf, der nach oben steigt. Der “Zwischentopf” sieht ebenfalls wie ein normaler Topf aus, doch er hat eine Öffnung in der Mitte, durch die der Wasserdampf steigt und ein Ablaufrohr an der Seite für den Saft. In den obersten gelöcherten Topf werden die Früchte gelegt. Sie platzen durch den Wasserdampf auf und der Saft fließt nach unten ab.

Vorteile und Nachteile: Dampfentsafter sind etwas aus der Mode gekommen, aber das heißt auch, dass man sie immer wieder auf Flohmärkten oder online gebraucht für unter 20 Euro kaufen kann. Vielleicht findest du ihn sogar noch im Keller deiner Großeltern. Beim Neukauf kannst du ca. 40 – 80 Euro dafür einplanen. Die Konstruktion nimmt viel Platz in der Küche ein, es lassen sich aber auch ca. 4 kg Früchte mit einem Mal entsaften – das dauert je nach Härte der Früchte ca. 30 – 60 Minuten. Gemüse lässt sich darin nicht verarbeiten, für Beeren, Äpfel, Birnen, Kirschen, Weintrauben, Quitten oder Rhabarber ist es aber toll geeignet. Ein großer Vorteil ist, dass sich der Saft durch das Erhitzen deutlich länger hält und sich dadurch perfekt für Vorräte eignet.

Entsaften im Kochtopf

So funktioniert’s: Härteres Gemüse oder Obst lässt sich ähnlich wie eine Suppe kochen und kann anschließend ausgepresst werden. Dafür wird es vorab klein geschnitten und falls nötig geschält. Alles in den Topf geben und ca. 1 – 2 cm hoch mit Wasser füllen. Mit Deckel und über kleiner Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse oder Obst weich geworden ist. Anschließend wird alles in einem Passiertuch ausgedrückt.

Vorteile und Nachteile: Der Vorgang geht schnell und einen Topf und ein feines Tuch hast du wahrscheinlich auch schon zu Hause. Allerdings verliert dein Saft durch das Erwärmen bereits viele Vitamine und Nährstoffe.

Das Fazit

Bevor du dir einen Entsafter kaufst, solltest du dir genau überlegen, wie oft du ihn verwenden willst und welche Art von Saft du dir wünschst. Wer einen großen Garten hat und Obstsäfte auf Vorrat machen will, kann sich (sowieso immer eine gute Idee) mal wieder bei den Großeltern melden und nach einem Dampfentsafter fragen. Willst du einfach ein Glas Orangensaft trinken, reicht eine einfache Zitruspresse vollkommen aus. Für alle, die nur kleinere Mengen Saft für den täglichen Bedarf benötigen, ist das Kaltentsaften die bessere Wahl, doch statt deinen Mixer zu verwenden, solltest du in einen tatsächlichen Entsafter investieren. Zentrifugal-Entsafter und Slow Juicer erfüllen ihre Aufgaben, wobei der Slow Juicer die schonendste Methode ist, bei der die meisten Nährstoffe enthalten bleiben. Es bleibt am Ende also doch auch eine Frage des Geldes, das du für deine hauseigene Juice Bar ausgeben möchtest.

Rezepte fürs Entsaften

Generell lässt sich jedes Obst und Gemüse (mit entsprechendem Gerät) entsaften, allerdings sind Sorten mit hohem Flüssigkeitsanteil besser dafür geeignet.

Eignen sich toll zum Entsaften: Äpfel, Ananas, Beeren, Birnen, Fenchel, Gurke, Granatapfel, Grünkohl, Ingwer, Kirschen, Koriander, Mango, Melonen, Minze, Mirabellen, Orange, Petersilie, Pfirsich, Quitten, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Süßkartoffel, Tomate, Weintrauben, Weizengras, Zwetschgen uvm.

Eignen sich nicht gut zum Entsaften: Avocado, Banane, Rhabarber

Schälen oder nicht schälen? Immer geschält werden sollten Zitrusfrüchte, denn die Schale enthält Bitterstoffe. Auch Sorten mit harten Schalen (z. B. Ananas) sollten geschält werden, um den Entsafter nicht kaputt zu machen. Ingwer muss hingegen nicht geschält werden. Halte dich ansonsten einfach an diese Regel: Alle Schalen, die du auch so isst, dürfen in den Entsafter.

Hier sind die liebsten Kombinationen unserer Köchin Hanna.

Karotten-Orangen-Saft mit Kurkuma

“Möhren und Orangen sind klassische Zutaten für Saft, aber bei diesem gibt es einige Details zu beachten. Den Pfeffer brauchst du für Kurkuma, das Leinöl für Möhren, um die Nährstoffe besser aufzunehmen. In Möhren steckt Beta-Karotin, das unser Körper in Vitamin A umwandelt. Beide sind fettlöslich, deshalb hilft das Leinöl bei der Aufnahme. Vitamin A ist gut für unsere Knochen, Haut und stärkt das Immunsystem.” (Johanna)

Für 2 Gläser:
3 Möhren
2 Orangen
1g Kurkuma
5g Ingwer
1/4 TL Leinöl
schwarzer Pfeffer

Dunkler Ananas-Rote-Bete-Saft

“Das ist mein absoluter Lieblingssaft. Er hat eine tief dunkelrote, fast schwarze Farbe und die Mischung aus exotischer Ananas und erdiger roter Bete macht das Ganze super spannend.” (Johanna)

Für 2 Gläser:
1/2 Ananas
1 rote Bete
1/2 Zitrone
5g Minze
100g Spinat
5g Ingwer

Roter Saft

“Dies ist ein superleichtes Saftrezept mit nur drei Zutaten, die jeder schnell und überall bekommt. Im rohen Zustand enthält die rote Bete die meisten wichtigen Nährstoffe und muss fürs Entsaften nicht geschält werden.” (Johanna)

Für 2 Gläser:
2 Äpfel
1 Grapefruit
1 rote Bete

Grüner Saft

“Perfekt für alle, die lieber Gemüsesäfte trinken. Durch den Ingwer und die Zitrone ist dieser Saft sehr erfrischend. Wenn die Grünkohl-Saison vorbei ist, kannst du ihn einfach durch Spinat ersetzen.” (Johanna)

Für 2 Gläser:
100g Grünkohl
3 Stangen Stangensellerie
1/2 Gurke
2 grüne Äpfel
5g Ingwer
1 Zitrone

Anti-Kater-Saft

“Dieser Saft ist ein super Mittel gegen Kater, denn das Wasser der Kokosnuss und der Saft der Limette sollen den Alkoholabbau unterstützen." (Johanna)

Für 2 Gläser:
200ml Kokosmilch/Kokoswasser
1 Limette
2 grüne Äpfel
5g Ingwer

Karotten-Apfel-Ingwer Saft

Karotten-Apfel-Ingwer Saft

→ zum Rezept

Frischer Granatapfel-Orangen-Saft

Frischer Granatapfel-Orangen-Saft

→ zum Rezept

Die Geheimtipps fürs Entsaften

Wie lange ist frischer Saft haltbar?

Kalt gepresster Saft hält sich 2 – 3 Tage und sollte luftdicht verschlossen unten im Kühlschrank gelagert werden. Das heißt nicht, dass der Saft danach ungenießbar ist. Er wird jedoch kaum mehr wertvolle Nährstoffe enthalten. Grund dafür ist Sauerstoff. Je weniger Sauerstoff an den Saft kommt, desto weniger oxidiert der Saft, und desto mehr wichtige Vitamine bleiben darin enthalten. Regulieren kannst du diesen Umstand zum einen direkt beim Entsaften (bei der Zubereitung im Slow Juicer kommt deutlich weniger Sauerstoff in den Saft als beim Zentrifugenentsafter) als auch bei der Lagerung. Fülle die Flaschen am besten randvoll, um so wenig Luft wie möglich darin einzuschließen.

Saft aus dem Dampfentsafter hält deutlich länger, da dabei kaum Sauerstoff zugeführt wird und der Saft direkt erhitzt wird. Damit Hefepilze und Bakterien abgetötet werden, sollte ein Saft ca. 20 Minuten bei 72 Grad erhitzt werden – er wird pasteurisiert. Der Nachteil: Durch das Erhitzen verliert der Saft an Vitaminen und Nährstoffen.

Kann man die Zutaten für einen Saft vorbereiten und einfrieren?

Vielleicht kennst du diesen Trick zur Vorbereitung von Smoothies, um Zeit zu sparen: Vorab werden alle Zutaten klein geschnitten, portioniert und eingefroren, so dass du jeden Morgen nur noch den Inhalt deiner “Smoothie Bag” zusammen mit warmem Wasser oder Saft in den Mixer gibst und wenige Minuten später einen erfrischenden Smoothie trinkst. Beim Saft funktioniert das leider nicht so einfach, denn gefrorenes Obst und Gemüse kann ohne Flüssigkeit weder im Zentrifugalentsafter noch im Slow Juicer entsaftet werden. Dafür müssten die Zutaten erst wieder aufgetaut werden. Eine Ausnahme ist jedoch die Methode des Dampfentsaftens, weil der Wasserdampf deine Zutaten gleichzeitig auftauen und entsaften kann.

Was macht man mit dem Rest der Obstsorten?

Als ich im Büro erzählte, dass ich einen Artikel übers Entsaften schreibe, war die mit Abstand am häufigsten gestellt Frage: Was macht man mit den Trestern, also dem Fruchtfleisch, das beim Entsaften übrig bleibt? Viele Menschen halten sie für Müll und werfen sie weg, dabei kann man Trestern vielseitig weiterverwenden. Wer das nicht sofort machen will, friert sie einfach für später ein.

x Kompostieren: Eine Anleitung dazu findest du in diesem Artikel.

x Weiterverarbeiten im Smoothie: Da im Mixer sowieso alles vermengt wird, kannst du zusätzlich zu deinen frischen Zutaten auch Trester geben. Was als Saft schmeckt, funktioniert schließlich auch als Smoothie.

x In einer Suppe verarbeiten: Der Pürierstab oder Mixer werden alle Zutaten glatt mixen. Achte jedoch darauf, dass die Trester geschmacklich zur Suppe passen.

x Im Tee: In Kombination mit Gewürzen können Obst-Trester mit heißem Wasser übergossen werden und zu einem aromatischen Tee ziehen.

x Dörren im Backofen oder Dörrautomat: Getrocknete Trester kannst du als Topping für Müslis und viele andere Gerichte verwenden.

x Gemüsebratlinge: Gib einen Teil der Gemüsetrester in die Bratling-Mischung, auch Trester von Äpfeln und anderem Obst passen toll dazu.

x Zum Frühstück: Gemüsetrester verleihen deinem Rührei oder Omelett mehr Nährstoffe und Geschmack.

x Als Brotaufstrich: Mixe Gemüsetrester unter (pflanzlichen) Frischkäse, schmecke ihn mit Salz und Pfeffer ab und lass den Aufstrich am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen.

x Rösti: Für Gemüsepuffer werden die Grundzutaten sowieso geraspelt, warum also nicht direkt Trester dafür verwenden oder zumindest einen Teil mit ihnen ersetzen?

x Aus dem Ofen: Verleihe deinem Teig für Karottenkuchen oder Zucchinikuchen mehr Geschmack und Feuchtigkeit, in dem du ein paar Gemüsetrester dazu gibst, oder verarbeite sie in Frühstückmuffins, Scones oder Crackern.

Im Internet findest du genaue Rezepte und noch viele weitere Ideen.

Wie sinnvoll ist eine Saftkur?

Viele Menschen schwören auf Saftkuren, die dabei helfen sollen, unseren Körper zu entgiften, sich besser zu fühlen, oder auch abzunehmen. Bei einer Saftkur ernährt man sich über einige Tage ausschließlich von Flüssigkeiten – frisch gepresste Säfte, Wasser, ungesüßte Kräutertees oder klare Gemüsebrühe. Eine Kur kann 3 Tage oder 5 Tage, sogar eine Woche oder länger dauern. Du kannst die Säfte dafür selber machen oder sie online bestellen – beides ist kostenintensiv, da dafür eine große Menge an Obst und Gemüse benötigt wird. Wie sinnvoll ist aber eine solche Kur?

Saft hilft definitiv dabei, eine größere Menge an Obst und Gemüse schnell zu sich zu nehmen – das ist für sich gesehen natürlich gesund. Doch es ist entscheidend, genau auf deinen Körper zu achten und dich vorab ausreichend zu informieren, wie viel wovon dein Körper benötigt und wie du alle benötigten Nährstoffe erhältst. Vor allem, wenn man die Säfte selbst zusammenstellt, sollte man streng darauf achten, nicht zu viel Obst zu verwenden, denn der Fruchtzucker hat Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel.

Es ist auch nicht bewiesen, dass Obst und Gemüse im Saft gesünder wäre, als wenn du sie pur oder schonend zubereitet zu dir nimmst. Ein paar Tage Saftkur werden einem gesunden Menschen daher nicht schaden – deine Ernährung aber ausschließlich auf Saft zu beschränken, sollte niemals von Dauer sein. Von einer Kur länger als drei Wochen wird abgeraten. Eine einseitige Ernährung ist nie der Schlüssel zum Erfolg. Ernähre dich stattdessen ausgewogen und gönne dir regelmäßig ein großes Glas Saft.

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