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Lisa Schölzel

Senior Food Redakteurin bei Kitchen Stories

instagram.com/whatscookinglisa/

Der Melonensalat für Faule an sehr heißen Tagen geht so: Man nehme eine (im besten Fall gut durchgekühlte) Wassermelone, beträufle sie mit Limettensaft und streut etwas frisch gehackte Minze darüber. Wahlweise darf natürlich auch zerkrümelter Feta nicht fehlen. So oder so ähnlich hat wohl jede*r schon mal Melonensalat zubereitet. Aber: Es geht tatsächlich noch mehr – und das mit weniger Aufwand. Meiner Meinung nach kommt es aber immer auf eine gut gekühlte Melone an. Perfekt gereift muss sie sein, das versteht sich hoffentlich von selbst. Welche Melone du kaufst, ist so ziemlich egal. Aus jeder kann ein wunderbar aromatischer, süßlich-herzhafter Salat werden. Beginnen wir also mit ein wenig botanischer Theorie, um die für deinen Salat – und Geschmack – passende Melone zu finden.

Melonensalat: Die Basis

Beim Einkauf ist augenscheinlich der vermutlich größte Unterschied die Farbe: Während Wassermelonen meist eine grüne und gestreifte Schale haben, erkennt man Zuckermelonen an ihrer gelben, beigen oder auch hellbraunen Farbe. Die folgenden Arten hast du vermutlich auch schon im Supermarkt oder auf dem Markt gesehen.

Wassermelonen und ihre bekanntesten Unterarten

Wassermelonen weisen eine geringere Vielfalt auf als Zuckermelonen. Es gibt zum Beispiel die bekannte große und ovale Wassermelone mit rotem Fruchtfleisch (Crimson Sweet), die bis zu 8 kg schwer werden kann. Die mit 4 bis 5 kg schwere Janosik-Melone hat ein gelbes Fruchtfleisch und ist süßer im Geschmack. Wer lieber eine kleine Wassermelonen-Art bevorzugt, kann sich an die Sorten Sugar Baby mit dunkelgrüner Schale (auch Maribo genannt, relativ klein und kugelrund, intensiv süß) oder Golden Midget mit gelber Schale (die kleinste unter den Wassermelonen) halten.

Zuckermelonen und ihre bekanntesten Unterarten

Zuckermelonen sind kurioserweise enger mit der Gurke als mit der Wassermelone verwandt. Sie haben deswegen zwar einen hohen Wassergehalt, sind jedoch gehaltvoller und darüber hinaus reicher an Ballaststoffen und Mineralstoffen.

Honigmelonen schmecken, wie der Name schon erahnen lässt, relativ süß und enthalten auch mehr Zucker als zum Beispiel Wassermelonen. Man erkennt sie an ihren gelben Schalen und der ovalen Form, ähnlich zu einem Football.

Die Galia- oder Netz-Melone erkennt man an ihrer gelben, mit einem Netz überzogenen Schale. Sie ist rund und besitzt ein weißes Fruchtfleisch. Du solltest sie erst dann aufschneiden, sobald das Netz schon runzelig und nicht mehr glatt ist, weil sie dann schön süß und für den Verzehr geeignet ist.

Die grünlich-gelbe Schale der Cantaloupe-Melone ist auch mit einem weißen Netz überzogen. Sie schmeckt süß und ist sehr saftig. Ob sie reif ist, erkennst du an ihrem intensiven, aber angenehmen Geruch.

Die Charentais-Melone ist der Cantaloupe sehr ähnlich. Der Unterschied: Sie hat eine glatte, hellgrüne Haut. Sie ist kleiner, reift schneller und hat einen sehr konzentrierten Melonengeschmack.

Melonensalat, aber anders

Welche Melone hat es dir angetan? Geht es für dich eher in die süß-saftige Richtung oder magst du herzhaftere Salate lieber? Es gibt da ein paar spannende Kombinationen, die meistens mit ein paar Tropfen Olivenöl zur Abrundung am besten schmecken:

- Wassermelone, Himbeeren, Erdbeeren, Haselnüsse, Limettensaft, Minze
- Cantaloupe, Brotwürfel, Prosciutto, Kirschtomaten, rote Zwiebeln, Gurke, Parmesan, Minze und Basilikum wird zu einem Melonen-Brotsalat
- Galiamelone, Gurke, rote Zwiebeln, Feta, Honig, Zitronensaft, Dill, Mohnsamen
- Galiamelone, Reisnudeln, Zuckerschoten, Gurke, Frühlingszwiebeln, Erdnüsse, Koriander, Miso, Sesamöl
- Wassermelone, Wassermelonenrettich, Grapefruit oder Orange, Ziegenkäse, Walnüsse, Schnittlauch
- Gelbe Wassermelone, Gurke, Ingwer, Petersilie, Apfelessig
- Honigmelone, Garnelen, Radieschen, Frühlingszwiebeln, Fischsauce, Zitronensaft
- Honigmelone, Gurke, Radieschen, Ricotta, Wassermelonenrettich, grüne Chilis, Pistazien, Schnittlauch
- Wassermelone, Feigen, Endivienblätter, grüne Oliven, Honig, Zitronensaft
- Wassermelone, Grapefruit, griechischer Joghurt, Rosmarin, Chiliflocken, Mohnsamen

Die Frage nach dem Dressing – und der Form!

Ein Melonensalat braucht kein wirkliches Dressing. Das wichtigste ist die Frische der Zutaten und die genau richtige Reife. Dann braucht es meistens nur ein paar Tropfen Oliven- oder Sesamöl, Zitronen-, Orangen- oder Limettensaft oder ein paar Chiliflocken und fein gehackte Kräuter, um den natürlichen Geschmack der reifen Früchte bestmöglich hervorzuheben.

Geht es darum, wie du deine Melone für den Salat schneiden sollst, kannst du dich an deine Vorlieben halten. Meine ist: hauchdünn, fast Carpaccio-mäßig, querseitig oder der natürlichen Melonenform folgend in längliche Stücke geschnitten. Falls du allerdings einen Melonen-Panzanella zubereiten möchtest, machen sich Würfel besonders schön.

Melonensalat-Rezepte zum Beginnen

Ein Melonensalat entsteht bei mir meist rein zufällig und spontan aus reifen Früchten, schnellstens aufzubrauchendem Gemüse und verschiedenen Kleinigkeiten, die ich in meinem Vorratsschrank finde (Nüsse, Samen, etc.). Falls du dich aber an ein Rezept halten möchtest, kannst du mit einem der folgenden anfangen:

Obstsalat in einer Ananas

Obstsalat in einer Ananas

→ zum Rezept

Gegrillter Wassermelonensalat mit Pfirsich

Gegrillter Wassermelonensalat mit Pfirsich

→ zum Rezept

Wassermelonen-Tomaten-Salat mit rote Beete

Wassermelonen-Tomaten-Salat mit rote Beete

→ zum Rezept

Melonen-Ziegenkäse-Salat mit Walnüssen

Melonen-Ziegenkäse-Salat mit Walnüssen

→ zum Rezept

Sommerlicher Melonensalat mit Prosciutto

Sommerlicher Melonensalat mit Prosciutto

→ zum Rezept

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