Andreas Strauch

Community Manager bei Kitchen Stories

Dieser Artikel ist Teil unserer monatlichen Ausgabe “Inspiration von überall”, in der wir uns damit auseinandersetzen, wie wir Inspirationen aus der ganzen Welt und unserer unmittelbaren Umgebung in unsere eigenen Küchen bringen. Ob das durch spannende Zutaten oder neue Rezepte, uns unbekannte Techniken oder aktuelle Trends geschieht, ist dabei ganz egal. Unter diesem Link findest du eine Übersicht über alle unsere wöchentlichen Themen, Geschichten und Rezepte – und vergesse nicht, uns auf Instagram zu folgen! Für einen Blick hinter die Kulissen und mehr kulinarische Extras.

Wie jeden Monat schaut unser Community-Team aufmerksam hin, was unsere Mitglieder inspiriert. Gibt es einen neuen Trend, den man nicht verpassen darf? Eine außergewöhnliche Eigenkreation? Oder ein Rezept für einen Klassiker, den man lange nicht mehr gekocht hat? Egal was es ist, wir teilen es mit euch.

Inspiration aus der Vergangenheit

Dieses Mal legen wir den Fokus auf etwas, das wir vermutlich alle in unserem Repertoire haben: das Familienrezept. Ich zum Beispiel habe kürzlich versucht mein Lieblingsrezept aus der Kindheit, einen cremigen Nudelauflauf mit zwei Käsesorten, nur aus meiner Erinnerung nachzukochen. Und auch einige meiner Kolleg*innen haben für diesen Monat ihre Inspiration in der Küche ihrer Familien gefunden. 

Unser Community-Mitglied Borja Godoy dagegen zeigt uns ein Rezept seiner Großmutter, das hierzulande eher weniger bekannt ist: die spanische Salmorejo. Wie er in seiner Einleitung treffend zusammenfasst, ist die Salmorejo eine edlere, reichhaltigere Version der weitaus bekannteren Gazpacho und – viel wichtiger – sie ist ein großer Hit, wenn Borja Gäste hat.

Wie Borja seine Salmorejo zubereitet

Im Gegensatz zur Gazpacho sind die Zutaten der Salmorejo sehr überschaubar und das bedeutet, die Qualität jeder einzelnen Zutat ist umso wichtiger: Reife Tomaten treffen auf frisches Baguette oder Landbrot, abgerundet wird mit Knoblauch, einer Menge gutem Olivenöl und einer Prise Oregano, Salz und Pfeffer – fertig! Wie so oft sind die einfachen Dinge die besten. 

Zuerst weicht Borja das grob geschnittene Brot in etwas Wasser ein, sodass es sich später leicht pürieren lässt und die Suppe gut bindet. Wer eine möglichst feine Konsistenz mag, kann die Tomaten vor dem Zerkleinern häuten. Damit das einfacher von der Hand geht, kann man sie ca. 1 Min. in siedendem Wasser blanchieren – die Unterseite kreuzweise einschneiden nicht vergessen! Aber auch mit Haut lässt sich die Suppe gut zubereiten, man muss nur etwas gründlicher pürieren.
Danach werden Tomaten und Brot mit den restlichen Zutaten zusammengegeben und gründlich gemixt, bis die Suppe eine sämige Konsistenz hat. Und das war es auch schon, denn genau wie Gazpacho wird auch Salmorejo ungekocht und maximal bei Zimmertemperatur serviert.

Der Feinschliff

Wer dabei an ein Essen denkt, das nur für laue Sommerabende taugt, kann beruhigt sein. Nach dem Rezept von Borjas Großmutter gibt es nämlich herzhafte Toppings wie gehackte weichgekochte Eier und würzigem Rohschinken, die auch gut zu jeder anderen Jahreszeit satt machen: Er empfiehlt dazu edlen Jamón Iberico. Perfekt für ein abendliches Vesper oder ein einfaches Mittagessen. Eine Tomaten-Brotsuppe mit Ei und Schinken klingt für dich exotisch? Probier’s doch mal aus und läute den Frühling ein!

Großmutters spanische Salmorejo Suppe

Großmutters spanische Salmorejo Suppe

→ zum Rezept

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