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Redakteure bei Kitchen Stories

Vom Geheimtipp zu Everybody’s Darling: Die Avocado hat sich in den letzten Jahren ganz schön gemacht! Aber wie schält und schneidet man sie? Wozu passt Avocado eigentlich – und was passiert mit dem Avocado-Kern? Hier findest du unsere liebsten Avocado-Rezepte und Tipps, wie du wirklich das Allermeiste aus der Powerfrucht rausholst!

Wie schmeckt eigentlich Avocado?

Falls du schon so einige Male um die grünen Früchte herumgeschlichen bist und dich jedes Mal gefragt hast, wie so eine Avocado denn nun schmeckt: Bitteschön, hier der Versuch einer Erklärung! Das kannst du von einer gut gereiften Avocado erwarten:

- nussig-süßlicher Geschmack
- mildes Aroma
- buttrige Konsistenz durch hohen Fettgehalt

Ein Feuerwerk für die Geschmacksnerven bietet die Avocado nicht – doch genau deshalb ist sie der perfekte Partner für so viele andere Aromen! Glaubst du nicht? Dann hast du noch keine Bekanntschaft mit unserem Mango-Avocado-Salat gemacht!

Übrigens: Weltweit gibt es mehr als 400 Avocado-Sorten. Hierzulande findest du im Supermarkt allerdings in der Regel nur zwei, nämlich Fuerte und Hass. In beiden Fällen ist die Schale nicht essbar, die Hass-Avocado schmeckt außerdem ein bisschen intensiver als die größere Fuerte.

Ist Avocado gesund?

Der hohe Fettgehalt ist so ziemlich die erste Information, die man zu Avocados findet. Ebenso schnell dürftest du schon herausgefunden haben, dass es sich aber um gesundes Fett handelt. Klare Sache also: Schaden können Avocados der Gesundheit sicher nicht (sofern man es mengenmäßig nicht übertreibt, versteht sich).

Nährwerte: Kalorien und Fettgehalt von Avocados

Das Fruchtfleisch einer durchschnittlich großen Hass-Avocado wiegt etwa 160 Gramm. Eine andere Sorte kann deutlich schwerer werden. In so einer Avocado stecken dann folgende Nährwerte:

- 208 Kalorien
- 20 g Fett
- 6 g Kohlenhydrate
- 2 g Protein
- Vitamine A, B1, B6, D, E, K

Ja, 20 Gramm Fett sind nicht wenig – doch darin steckt ein hoher Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren. Die machen es dem Körper leichter, fettlösliche Nährstoffe aus anderen Lebensmitteln aufzunehmen und tragen unter anderem dazu bei, dass der Cholesterinspiegel im Blut gesenkt wird. Kann man gelten lassen, oder?

Obst oder Gemüse?

Der Baum, an dem die Avocado blüht, wächst ursprünglich vor allem in Mexiko und Guatemala und zählt zu den Lorbeergewächsen. Damit ist die Avocado streng genommen eine Frucht, und zwar eine Beerenfrucht. Auch wenn man also vom Fruchtzucker nicht viel schmeckt: Eine Avocado ist Obst. Aber jetzt genug Theorie und ran an den Speck, oder vielmehr: an das gesunde Fett!

Wie isst man Avocado?

Gut, das ist vielleicht falsch formuliert: Wie du die Powerfrucht isst, müssen wir dir bestimmt nicht erklären. Die interessantere Frage ist da schon, wie man die Avocado am besten aufschneidet und schält – und ob der Avocadokern essbar ist oder nicht.

Avocado schälen und schneiden: So einfach geht’s

Um die Avocado aufzuschneiden und zu schälen, brauchst du nur ein scharfes Messer und eine Unterlage:

- Schneide auf der Längsseite einmal um den Kern herum.
- Dreh die beiden Hälften gegeneinander, sodass die Avocado aufgeht.
- Viertele die Avocado. Jetzt kannst du den Kern ganz leicht herausdrehen.
- Zieh die Schale von den Vierteln ab.

Je nachdem, was du damit zubereiten willst, kannst du die Avocado jetzt würfeln oder in Scheiben schneiden. Hier siehst du nochmal Schritt für Schritt im Video, wie’s geht!

Roh oder gekocht? Wie du Avocado essen kannst

Ob in einer Creme oder als Salatbeilage – in den meisten Gerichten findet man die Avocado im Rohzustand. Das hat einen guten Grund: Theoretisch kann man eine Avocado genauso gut gekocht essen oder sie im Ofen überbacken. Sie verliert jedoch in der Hitze deutlich an Aroma oder wird um einiges bitterer.

Kann man den Avocadokern auch essen?

Es gibt Leute, die darauf schwören, dass der geriebene Avocadokern mindestens so gesund ist wie das Fruchtfleisch. Was ist dran am Gerücht?

Nicht viel, wenn man Wissenschaftlern glauben darf: Der Kern enthält unter anderem den Bitterstoff Persin und weitere natürliche Stoffe, die Schädlinge fernhalten sollen.

Es gibt zwar bisher keine aussagekräftigen Zahlen, die beweisen, wie schädlich das für den Menschen tatsächlich sein könnte. Allerdings ist es doch ein relativ deutliches Zeichen, dass in Deutschland keine Lebensmittel verkauft werden dürfen, die aus Avocadokernen gewonnen werden. Das heißt aber nicht, dass du Kerne wegwerfen musst: Weiter unten findest du eine Anleitung, wie du die Avocadokerne zuhause keimen lassen kannst!

Salat, Creme und mehr: Unsere liebsten Avocado-Rezepte

Avocado im Salat ist der absolute Klassiker. Eine Kombi, die einfach immer geht, ist zum Beispiel Avocado, Hähnchen und Balsamico:

Hähnchen und Avocado Salat mit Balsamicodressing

Hähnchen und Avocado Salat mit Balsamicodressing

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Du magst es lieber ein bisschen spritziger? Kein Problem, wir sagen nur: Avocado + Zitrusnote = unschlagbar!

Avocado-Zitrus-Salat mit Nusspesto

Avocado-Zitrus-Salat mit Nusspesto

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An manchen Tagen braucht man aber einfach ein bisschen mehr als „nur“ Salat. Wie wäre es für solche Fälle mit einem Avocado-Sandwich?

Sandwich mit pochiertem Hähnchen und Avocado

Sandwich mit pochiertem Hähnchen und Avocado

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Spicy Chicken Sandwich mit Avocadocreme

Spicy Chicken Sandwich mit Avocadocreme

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Avocado lässt sich dank der milden Geschmacksnote und der buttrigen Konsistenz außerdem super für Desserts verwenden. Unsere Favoriten: ein fruchtiger Smoothie und der vegane Avocado-Schokokuchen!

Avocado-Orangen-Smoothie

Avocado-Orangen-Smoothie

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Schokokuchen mit Süßkartoffel-Schokoladen-Creme

Schokokuchen mit Süßkartoffel-Schokoladen-Creme

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Wann ist eine Avocado reif?

Damit ein Avocado-Gericht zum kulinarischen Highlight wird, ist es natürlich nicht ganz unwichtig, dass die Avocado auch reif genug ist. Das zu erkennen, ist gar nicht so schwer – wenn man weiß, worauf man achten muss!

Wie du eine reife Avocado erkennen kannst

Der schnellste Weg, den Reifegrad einer Avocado zu bestimmen, ist und bleibt der Drucktest: Eine reife Avocado gibt leicht nach, wenn man ein bisschen auf die Schale drückt. Je weicher die Konsistenz unter der Schale, desto reifer ist die Avocado und desto schneller solltest du sie essen oder einfrieren (dazu gleich mehr).

Wenn du die Sorte Hass kaufst, kannst du dich zudem an der Farbe orientieren: Ist die Avocado dunkelbraun bis schwarz, ist sie reif. Eine grüne Hass-Avocado wiederum muss noch einige Tage nachreifen. Wie das geht? Mit ganz wenig Aufwand: Schlag die Avocado einfach in Zeitungspapier ein und gib ihr ein bis zwei Tage!

Ist die Avocado schlecht, wenn sie innen braun ist?

Die Avocado aufgeschnitten und schon die ersten braunen Stellen entdeckt – na toll, ist sie jetzt nicht mehr essbar? Keine Sorge, du kannst die Avocado trotz brauner Färbung noch essen! Je brauner das Fruchtfleisch einer überreifen Avocado allerdings ist, desto bitterer kann es schmecken.

Abgesehen davon wird das grüne Innere schnell braun, wenn es mit Luft in Berührung kommt (das kennst du bestimmt schon von Äpfeln oder Bananen). Geschmacklich ändert sich in diesem Fall rein gar nichts. Wenn du willst, dass die Avocado schön grün bleibt, träufelst du am besten ein bisschen Zitronensaft darüber.

Avocado richtig lagern: So geht’s

Manchmal hat man das Gefühl, Avocados folgen ihren ganz eigenen Regeln – zwischen unreif und überreif scheint es keinen Spielraum zu geben, oder? Klar gibt es den, die Avocado muss nur richtig gelagert werden!

Wie lagert man eine ganze oder halbe Avocado am besten?

Der ideale Lagerort hängt davon ab, ob die Avocado im Ganzen oder halbiert aufbewahrt werden soll und wann du sie essen willst: Eine ganze Avocado lagerst du entweder bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank.

Die Kälte bewirkt, dass die Frucht deutlich langsamer nachreift. Wenn du die Avocado also erst in einigen Tagen essen willst, ist der Kühlschrank der beste Platz. Eine halbe Avocado wickelst du in Folie oder legst sie in eine verschließbare Box und stellst sie in den Kühlschrank. Achtung: Lass den Kern noch in der Hälfte, die du aufhebst!

Natürlich schmeckt frisches Obst und Gemüse immer am besten. Nur: Wie ist das, wenn du zufällig mal mehr Avocado zuhause hast, als du in nächster Zeit essen willst?

Kann man Avocados einfrieren?

Kurz und knapp gesagt: Ja, Avocado kannst du einfrieren. Da sie, wie gesagt, frisch am besten schmeckt, ist es vielleicht nicht unbedingt das Mittel der Wahl, aber doch eindeutig besser, als die Avocado wegzuwerfen! Du hast folgende Möglichkeiten:

Halbiere die Avocado und gib ein bisschen Zitronensaft darüber. Wickle die Hälften in Folie und leg sie im Gefrierbeutel ins Kühlfach. Wenn du sie wieder auftauen willst, solltest du mit etwa einer Stunde rechnen.

Püriere die reife Avocado und füll die Creme in eine Eiswürfelform. Die Würfel können später ideal portioniert werden.

Etwa acht Monate kannst du deine Avocado(s) auf diese Art lagern. Wir wagen aber die Behauptung, dass es so lange sicher nicht dauern wird, bis du wieder Lust auf Avocado hast!

DIY Avocado-Anbau: Ist das überhaupt möglich?

Zu guter Letzt noch die große Frage zum Thema Nachhaltigkeit: Kann man aus dem Kern einer Avocado eigentlich seinen eigenen kleinen Avocadobaum ziehen? Und wenn ja, wie geht das?

Wächst eine Avocado auch zuhause?

Die schlechte Nachricht zuerst: Deine eigenen Avocados kannst du zuhause leider nicht ernten. Denn erstens wird in unserem Klima der selbstgepflanzte Avocadobaum nie groß genug, um Früchte tragen zu können. Und zweitens wäre dafür ein Baum von einer anderen Avocadosorte nötig: Die männlichen und weiblichen Blüten öffnen sich gegengleich, eine einzelne Pflanze kann also keine Avocados hervorbringen.

Die gute Nachricht: Eine schöne Zimmerpflanze kannst du dir aus einem Avocadokern jederzeit ziehen! Dafür brauchst du nur ein bisschen Geduld, denn die ersten Austriebe lassen manchmal wochen- oder sogar monatelang auf sich warten.

Avocadokern einpflanzen und keimen lassen: So geht’s

Damit aus dem Kern eine hübsche kleine Pflanze werden kann, solltest du für folgende Bedingungen sorgen:
- mindestens 20°C Zimmertemperatur
- alle drei Tage etwas Wasser
- Lichteinfall, aber ohne direkte Sonne

Du hast zwei Möglichkeiten, den Kern aufzuziehen: Am schnellsten siehst du einen Erfolg, wenn du ihn über ein Wasserglas hängst und ihn in einen Blumentopf umsetzt, sobald der Kern auskeimt.

Wenn du einen besonders grünen Daumen hast und befürchtest, der Kern könnte mit der Glasmethode zu schimmeln beginnen, setzt du ihn stattdessen am besten gleich in den Blumentopf. Achtung: Es dauert in dem Fall um einiges länger, bis du erste Ergebnisse sehen kannst. Wie das jeweils funktioniert, kannst du zum Beispiel im Gartenjournal nachlesen.

Und jetzt? Bleibt uns nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Ausprobieren unserer Rezepte – und erzähl uns gerne, wenn du noch andere ultimative Avocado-Tipps auf Lager hast!

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