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Christian Ruß

Test Kitchen Manager und Koch bei Kitchen Stories

instagram.com/deepfriedtiger

One-Pot-Pasta verspricht zwei wunderbare Dinge: wenig Aufwand und einen Haufen Kohlenhydrate. Was es besseres gibt? Na, One-Pot-Pasta mit Hackbällchen! Unser Koch und Kitchen Manager Christian hat seine beste Version von One-Pot-Pasta aufgeschrieben und überbietet damit alle anderen, indem er zarte, saftige und herrlich herzhafte Hackbällchen hinzufügt. Das ist guter Stoff für ein schnelles, zufriedenstellendes Abendessen, das einige hungrige Leute versorgt und den Abwasch auf ein Minimum reduziert. Los geht's!

So macht Christian One-Pot-Pasta

Wenn ich dieses Gericht beschreiben müsste, würde ich sagen: “Wenig Abwasch, versorgt viele Leute, ist total geil.” Genau genommen wurde ich während der Produktion sogar mehrmals darum gebeten, nicht mehr das Wort “geil” zu sagen, weil es sich wohl ein paar Mal zu oft eingeschlichen hatte. Das hat aber einfach damit zu tun, dass es wirklich die treffendste Beschreibung für dieses Rezept ist.

Statt der klassischen, in Tomatensoße schwimmenden Pasta mit Hackbällchen habe ich mich für einige vielleicht etwas unorthodoxe Zutaten entschieden: Orecchiette, Kapern, Sardellen und weiße Bohnen aus der Dose. Das liest sich vielleicht ein bisschen ungewöhnlich im Vergleich zur üblichen One-Pot-Pasta, aber alles zusammen harmoniert erstaunlich gut.

One-Pot-Pasta mit Hackbällchen

  • 04:12 Min.
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Die Hackbällchen

Ich beginne die Zubereitung indem ich mich den Hackbällchen widme. Ich habe eingeweichte Brötchen verwendet, um eine leichtere, fluffige Konsistenz zu erreichen, aber du kannst natürlich auch ganz klassisch trockenes Paniermehl verwenden. Dadurch wird die Mischung aber etwas fester, also solltest du, für eine zartere Konsistenz, etwas weniger verwenden.

Mein Twist für die Hackfleischmasse sind zwei Zutaten: Kapern und Sardellen, die etwas mehr Geschmack und eine italienische Note mit an den Tisch bringen. Sardellen sind in meinen Augen das italienische Glutamat und werden – keine Angst – den Hackbällchen auch keine fischige Note verleihen. Sie verleihen dem Ganzen nur eine intensiv herzhafte Note, die gut zum Rinderhackfleisch passt. Sowohl die Sardellen als auch die Kapern enthalten viel Salz, sei also vorsichtig mit dem Salz, wenn du die Hackbällchen später würzt.

Zum Rollen der Hackbällchen habe ich einen großartigen Tipp: Feuchte deine Hände mit etwas Wasser an, damit die Fleischmasse nicht an ihnen kleben bleibt. Das wird dir helfen, einheitlich saubere und glatte Bällchen zu formen. Für dieses Rezept sollen die Hackbällchen in etwa die Größe eines Golfballs haben und das hat einen Grund: Sie werden erst angebraten und köcheln dann, bis die Pasta gar ist, haben also eine lange Kochzeit. Damit sie trotzdem saftig bleiben und nicht verkochen, ist die Größe ausschlaggebend. Ich benutze einen großen Topf, der die Hitze gleichmäßig hält, damit ich alle Hackbällchen in einem Rutsch braten kann. Wenn du aber keinen zur Verfügung hast, brate sie einfach in mehreren Durchgängen an, bevor du sie alle zur Kochflüssigkeit gibst.

Sauce und Pasta

Wenn die Hackbällchen rundum gebräunt sind (sie sind dann noch nicht durchgegart, aber das ist in Ordnung), füge ich Zwiebeln und Knoblauch hinzu. Ein kleiner Profitipp am Rande: Wenn du jedes mal weinen musst, wenn du Zwiebeln schneidest, wird es vermutlich Zeit, dein Messer zu schärfen! Ich lösche mit Weißwein, Zitronensaft und Gemüsebrühe ab – gerade soviel, dass es ausreicht, um die Orecchiette zu bedecken – und koche die Flüssigkeit auf. Bevor ich die Pasta hinzugebe, rühre ich Butter, Olivenöl und eine Prise Zucker ein. Ich salze die Brühe auch ganz normal, als würde ich Pasta kochen. Die Stärke, die die Pasta abgibt (und die zusätzliche Butter), hilft dabei, die Sauce einzudicken und sie mit der Pasta und den Hackbällchen zu verbinden. Außerdem gibt es so etwas wie zu viel Butter nicht.

Am Ende kommen die übrigen Kapern und abgetropften weißen Bohnen hinzu. Die weichen Bohnen sorgen für einen Kontrast mit den Hackbällchen und der Pasta und machen das Gericht noch deftiger. Wenn die Pasta al dente und die Sauce cremig ist, kannst du servieren. Ich runde das Gericht mit geriebenem gereiftem Pecorino (du kannst aber auch Parmesan benutzen) und viel Zitronenzeste ab. Das sorgt für einen frischen, leicht säuerlichen Geschmack.

Das Rezept

In diesem Sinne: Das hier ist meine Version von One-Pot-Pasta.

One-Pot-Pasta mit Hackbällchen

One-Pot-Pasta mit Hackbällchen

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