Ruby

Ruby

Redakteurin bei Kitchen Stories

Unter einem perfekten Burger versteht jeder etwas anderes. Bei dem momentanen Burger-Hype heißt das Motto meistens: Je mehr (ausgefallene) Zutaten, desto besser! Vom saftigen Smash Burger bis hin zur Gourmet-Variante mit Trüffel, den unglaublich realistischen fleischlosen Patties aus den USA, die derzeit so beliebt sind oder dem altbewährten Portobello Pilz—die immer vielfältiger werdende Auswahl lässt erahnen, dass wir auch in Zukunft von endlosen, köstlichen Burgervariationen träumen dürfen. Doch die Frage, die uns seit der Recherche zu diesem Thema nicht los lässt und vielleicht auch heute die Meinungen spalten wird, lautet: Was macht denn nun “den” perfekten Burger aus?

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Falls du meine Meinung zu gegrilltem Käsesandwich oder Tiramisu bereits kennst, weißt du, dass es mir zunächst um das Perfektionieren des Klassikers geht, der anschließend deinen persönlichen Touch verpasst bekommt. Ich vermute, wir werden bei dem Thema Burger niemals auf einen Nenner kommen—und das ist auch in ordnung. Dennoch können wir gemeinsam herausfinden, welche Grundzutaten einem Burger seinen Namen verleihen und wie wir ihn auch Zuhause perfekt hinbekommen. Als Paradebeispiel dient der Cheeseburger in all seiner Pracht: ein softes Brötchen, dazu ein Rindfleischpatty mit leichten Röstaromen, perfekt schmelzender Käse, saure Gurke und etwas Zwiebel, frischer Salat und saftige Tomate—und nicht zu vergessen die würzige Burgersauce.

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Wenn du diesen Klassiker bewältigst kannst, gibt es kein zurück mehr und du kannst die Burger deiner Träume zusammenstellen. Ob klassisch, vegan oder veggie, wir haben hier die passenden Tipps & Tricks für dich. Verrate uns in den Kommentaren, welche Variation dein Favorit ist.

Burgerbrötchen—selber machen oder kaufen?

Die Antwort auf diese Frage hängt eigentlich nur davon ab, wie viel Zeit du hast, bis dein anfänglicher Burger-Appetit zum lauten Magenknurren wird. Wenn es schnell gehen muss: Ab in den Supermarkt! Falls du aber ein paar Stunden zur Vorbereitung eingeplant hast, kannst du restaurant-verdächtige Burgerbrötchen auch zu Hause backen. Der Teig benötigt ca. 2,5 Stunden zum Ruhen und Gehen, dafür aber nur 12 Minuten im Backofen. Hier findest du unser liebstes Burgerbrötchen-Rezept:

Hausgemachte Burgerbrötchen

Hausgemachte Burgerbrötchen

→ zum Rezept

Falls du dich fürs Kaufen entschieden hast und nun vor dem Supermarktregal mit den Burgerbrötchen stehst, hast du wahrscheinlich die Wahl zwischen klassischen Brötchen mit Sesamkörnern oder Briochebrötchen. Du kannst natürlich die Sorte wählen, die dir am besten schmeckt, aber denke daran: Manche Brötchen eignen sich für eine bestimmte Art von Burgern besser als andere.

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Der klassische Rindfleischburger schmeckt mit beiden Optionen, doch die luftigen und mit Sesam bestreuten Burgerbrötchen passen beispielsweise besonders gut zu einem Fischburger, während Pulled Pork oder Coleslaw die perfekten Gegenstücke zum buttrigen Brioche sind. Alternativ kannst du auch Ciabatta oder Fladenbrot für burgerähnliche Kreationen verwenden. Egal, wofür du dich entscheidest—noch bevor du deine Pattys in der Pfanne brätst, solltest du deine Burgerbrötchen immer leicht toasten und bis zum Belegen beiseitestellen.

Hamburger-Pattys selber machen—so geht’s!

Wenn du einen wirklich hervorragenden Burger zu Hause zubereiten möchtest, führt kein Weg an selbstgemachten Pattys vorbei. Ein klassisches, saftiges Rindfleischpatty besteht aus grobem Rinderhackfleisch mit viel Fett (halte dafür Ausschau nach der markanten Marmorierung). Ein Fettgehalt von 20% ist dafür der allgemeine Maßstab, aber er darf sogar bis zu 40% betragen. Da der Patty das Herzstück deines Burgers ist, gilt (wie eigentlich immer): Greife zur besten Qualität und dem frischesten Fleisch! Wenn du das Fleisch beim Metzger deines Vertrauens kaufst, kannst du ihn sogar fragen, ob er das Fleisch für dich frisch verarbeiten kann. Ein höherer Fettgehalt führt zu einem saftigeren Burger, der sich beim Kochen von innen nach außen zusammenzieht. Mmmh!

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Einige Menschen geben auch Gewürze zu Burgerpattys, aber wenn du schon Geld in ein hochwertiges Stück Fleisch investiert hast, möchtest du auch schmecken, wofür du bezahlt hast, oder? Für mich reichen deshalb Salz, Pfeffer und ein Ei zur Bindung (1 Ei auf 450 g Fleisch) aus.

Um die Pattys zu formen, rollst du zuerst eine Portion Fleisch zu einer Kugel und drückst diese etwas platt, damit eine dicke Scheibe entsteht. Fahre mit deinen Händen am Rand des Pattys entlang, um eventuelle Risse zu schließen. Alternativ kannst du auch eine Burgerpresse nutzen, um deine Pattys in die perfekte Form zu bringen.

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Fertig geformt? Dann ist es Zeit zum Braten! Erhitze eine Pfanne mit etwas Raps- oder Sonnenblumenöl über mittlerer bis hoher Hitze. Brate deine Burgerpattys von beiden Seiten an, bis sie gut gebräunt sind. Genau wie bei Steaks kannst du die Garstufe ganz nach deinem Geschmack bestimmen—deshalb ist es auch so wichtig, frisches Fleisch zu kaufen. Ich persönlich bevorzuge meine Pattys medium und saftig!

Welcher Käse eignet sich am besten für Burger?

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Obwohl ein Burger nicht immer mit Käse belegt sein muss, ist er für viele Menschen essentiell. Hier ist mein Burger-Geheimtipp: Wenn du Käse verwendest, dann immer geschmolzen! Aus diesem Grund halte ich festere Käsesorten wie Cheddar, Gouda, Monterey Jack oder Emmentaler für die beste Wahl. Außerdem ist ein Burger eine der seltenen Gelegenheiten, bei der dich niemand verurteilen wird, wenn du aus Nostalgie-Gründen Schmelz-Scheibenkäse verwendest—du weißt schon, der gummiartige orangefarbene Käse mit der fragwürdigen Zutatenliste. Nutze die Chance!

Sobald du dein Patty beim Braten gewendet hast, legst du eine dünne Scheibe (oder mehrere dünne Hobel) deines Käses darauf—du kannst natürlich auch mehrere Sorten kombinieren. Falls der Käse etwas Nachhilfe beim Schmelzen braucht, kannst du einen Deckel ca. 30 Sekunden auf die Pfanne legen.

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Was ist Burgersauce?

Wenn es um Saucen geht, die man auf Burgern findet, heißen die üblichen Verdächtigen: Ketchup, Mayonnaise und BBQ-Sauce. Aber vielleicht hast du auch schon mal von dieser einen Sauce gehört, die den sehr offiziell klingenden Namen “Burgersauce” trägt.

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Die gute Nachricht: “Burgersauce” lässt sich ganz leicht und schnell aus Zutaten herstellen, die du wahrscheinlich schon in diesem Moment in deiner Küche vorrätig hast. Als Grundlage verrührst du 2 Teile Mayonnaise, 1 Teil Ketchup und 1 TL Senf. Im nächsten Schritt kannst du die Basis ganz nach deinem Geschmack würzen, z. B. mit Gurkenrelish, geräuchertem Paprikapulver, Chipotle-Sauce, Knoblauch- oder Zwiebelpulver. Das Ergebnis sollte eine würzige, etwas süße und nach Geschmack auch rauchige Burgersauce sein.

Welche Salatzutaten gehören auf einen Burger?

Salat und Gemüse haben ihre absolute Berechtigung auf einem Burger—darin stimmen wir uns vermutlich überein. Dennoch ist ein Burger wohl nicht die passende Gelegenheit, deinen eventuellen Vitaminmangel zu beheben und deinen Burger in eine Art Gemüsepfanne zu verwandeln. Der Platz zwischen den Brötchenhälften ist begrenzt, also nutze ihn weise und konzentriere dich nur auf Gemüse, das deinen Burger saftiger und knackiger macht!

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Salat:
Ich habe schon Burger gesehen, auf denen sich Frisèe und Lollo Rosso elegant räkelten—und leider habe ich sie auch gegessen. Lasch und weich sind wohl die besten Beschreibungen dafür. Verwende stattdessen lieber knackige Salatsorten wie Eisberg- oder Römersalat. Damit sie einfacher zu essen sind, kannst du sie in Streifen schneiden. Dieses Burgertopping hat im Englischen sogar einen Namen: Shrettuce. Falls du noch mehr über unterschiedliche Salatsorten erfahren möchtest, empfehle ich dir unseren ausführlichen Artikel.

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Tomaten:
Für einen Burger solltest du immer reife Tomaten auswählen. Sollten sie gerade nicht in Saison sein, lasse sie lieber weg, anstatt zu geschmacklosen Tomaten zu greifen. Nicht zu empfehlen sind außerdem zu wässrige Tomaten mit vielen Kernen. Fleischige Ochsenherztomaten sind die perfekte Wahl für Burger, auch wenn man sie leider selten findet.

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Gewürzgurke:
Über in Scheiben geschnittene Gewürzgurken werden wir an dieser Stelle nicht diskutieren. Sie sind ein absolutes Muss, denn sie balancieren die sonst sehr schweren Komponenten deines Burgers aus.

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Zwiebel:
Ich liebe den Biss roher Zwiebeln auf einem Burger—sie sind leicht knackig zu Beginn und werden dann weicher. Ich bevorzuge die etwas süßere rote Zwiebel statt der weißen Variante, aber egal für welche Zwiebelsorte du dich entscheidest—hauptsache, du vergisst sie nicht! Schneide die Zwiebel in dünne Ringe oder hacke sie fein für den Retro-Fast-Food-Burger-Style. Falls du die Schärfe der Zwiebel nicht magst, karamellisiere sie in der Pfanne, bis sie weich und süßlich sind—so zubereitet passen sie perfekt zu BBQ-Sauce.

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Der Burger-Baukasten: So belegst du ihn!

Beginnend vom Burgerbrötchen:
1. Beschmiere dein Brötchen mit Burgersauce (oder Ketchup, falls du es benutzt)
2. Lege den Burgerpatty mit seinem Mantel aus geschmolzenem Käse darauf
3. Es folgen Zwiebeln, Gewürzgurken, Tomate und Salat
4. Verteile Mayonnaise (falls du sie verwendest) auf der zweiten Brötchenhälfte und lege den Brötchendeckel auf den Burger!

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5 Ideen für deinen nächsten Burger

Da du jetzt weißt, wie du einen klassischen Hamburger zusammenstellst, kannst du dich auch an weitere Varianten trauen, z. B. mit gebratenem Hähnchen, Lamm, Pulled Pork oder Fisch!

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Was macht für dich den “perfekten Burger” aus? Schreib es uns in den Kommentaren!

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