Kathrine

Kontributor

Wenn es nach mir geht, könnte (und sollte) es Bratkartoffeln zu jeder Tageszeit geben: morgens, mittags und abends – denn sie sind weitaus mehr als nur eine Beilage. Obwohl die Zubereitung von Bratkartoffeln in der Pfanne oder im Ofen recht einfach erscheint, ist der perfekte Moment – nämlich der, in dem sie außen goldbraun und knusprig, innen dabei weich und zart sind – schnell verpasst. Nicht selten endet das sogar in einer matschigen oder verbrannten Angelegenheit.


Um diese Fehler zu vermeiden, haben wir einen umfassenden Guide erstellt, mit dem du die knusprigsten und besten Bratkartoffeln deines Lebens zubereiten kannst. Von der richtigen Pfanne bis zur idealen Kartoffelsorte ist alles dabei.

Bratkartoffeln aus dem Ofen oder aus der Pfanne?

Wie mache ich perfekte Bartkartoffeln, im Ofen oder in der Pfanne? Kartoffeln im Backofen auszubacken hat definitiv seine Vorteile. Es ist zum einen gesünder, da weniger Fett verwendet wird als in der Pfanne. Außerdem kann man so prima größere Mengen für mehrere Gäste vorbereiten und vor allem erledigt der Ofen die meiste Arbeit von allein. Sieh dir hier an, wie du köstlich knusprige Rosmarinkartoffeln im Backofen zubereitest:

Hausgemachte Rosmarinkartoffeln

Hausgemachte Rosmarinkartoffeln

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Obwohl die Ansicht weit verbreitet ist, dass du bei der Zubereitung im Backofen eigentlich nichts falsch machen kannst, solange du die Bratkartoffeln nicht verbrennen lässt, musst du doch noch einiges mehr beachten: Schiebe die Kartoffeln niemals in den kalten Ofen, sondern heize ihn vorher vor und stelle sicher, dass die Temperatur ungefähr 200°C beträgt.

Die Kartoffeln sollten außerdem lediglich mit Öl benetzt sein, nicht darin baden. Nun kannst du die Bratkartoffeln würzen und auf einem Backblech verteilen – achte dabei darauf, dass sich die Kartoffeln nicht überlappen und etwas Platz dazwischen bleibt.

Sieh dir unsere Infografik an und lass dich von den verschiedenen Varianten für köstliche Ofenkartoffeln inspirieren.

Obwohl es viel bequemer ist, den Ofen die gesamte Arbeit leisten zu lassen, schlägt unserer Meinung nach nichts den Geschmack und die Konsistenz von Bratkartoffeln aus der Pfanne. Natürlich erfordern diese auch mehr aktive Arbeit und Zeit in ihrer Zubereitung. Zudem ist das Risiko höher, dass du deine Kartoffeln versehentlich in Kohle verwandelst, bevor du überhaupt die Chance dazu hast, den richtigen Garpunkt abzupassen.

Allerdings hat die Kartoffel aus der Pfanne auch einen viel intensiveren Geschmack – wenn sie richtig zubereitet wurde. Durch den direkten Kontakt zur Hitze karamellisiert der Zucker aus der Stärke der Kartoffel nämlich gleichmäßig, was zu einer perfekt knusprigen Kruste und einem weichen Inneren führt – einer unwiderstehlichen Bratkartoffel eben!

Bratkartoffeln: Rezept für die Zubereitung in der Pfanne

In unserem Küchentipp mit Videoanleitung erfährst du, wie Bratkartoffeln richtig braten und servieren kannst.

Einfache Bratkartoffeln

Einfache Bratkartoffeln

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Mehlig kochend oder festkochend - welche Kartoffelsorte ist am besten geeignet?

Welche Kartoffeln du verwendest, bestimmt maßgeblich die Konsistenz der späteren Bratkartoffeln. Sind sie zu mehlig, werden die gebratenen Kartoffeln labbrig und verbrennen aufgrund des Zuckergehalts in der Stärke schneller. Festkochende Kartoffeln karamellisieren dagegen nicht in dem Maße wie mehlig kochende, werden daher weniger knusprig und weisen eine eher durchwachsene anstatt einer weichen Konsistenz auf.

Aber welche Kartoffel eignet sich nun am besten? Idealerweise eine Mischung aus beidem. Die Kartoffeln sollen nämlich festkochend genug sein, um ihre Form zu behalten und mehlig genug, um mit einer knusprigen Oberfläche und einem weichen Inneren zu überzeugen.


Eine gute Kartoffel, die alle Anforderungen erfüllt, ist die gelbe Kartoffel Yukon Gold. Bei den festkochenden Kartoffeln gibt es rote und blaue Varianten, die nicht nur schmecken, sondern auch eine Augenweide auf jeder Dinnerparty sind. Wenn du dich jedoch dazu entscheidest, sie roh zu braten – mehr dazu später – solltest du eher zu mehlig kochenden Kartoffeln tendieren und z. B. die Sorten Russet oder Idaho ausprobieren.

Für etwas Abwechslung kannst du für deine Bratkartoffeln auch mal zu Süßkartoffeln greifen – beachte dabei aber, dass sie schneller gar sind als übliche Kartoffeln.

Bratkartoffeln: Roh oder gekocht?

Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln herzustellen und sie in der Pfanne zu braten, ist eine riskante Angelegenheit, weil sie gerne mal anbrennen, bevor sie überhaupt richtig durchgegart sind. Nur keine Sorge: Ein aufmerksames Auge und stetige Kontrolle der Temperatur sind der beste Weg, das Übel zu umgehen. Und wenn du den Dreh einmal raus hast, geht es auch ganz schnell.

Stelle immer sicher, dass du die Zubereitung in der Pfanne bei mittlerer Hitze beginnst und die Kartoffeln brätst bis sie goldbraun und knusprig sind. Reduziere dann die Hitze, setze einen Deckel auf die Pfanne und lasse die Kartoffeln gar ziehen. Um zu vermeiden, dass die Kartoffeln dabei zu weich werden, solltest du sie zuvor in 0,5 - 1 cm dicke Scheiben schneiden – so können die Kartoffeln gleichmäßiger garen als beispielsweise in Würfel oder Spalten geschnitten und verbrennen nicht so schnell.


Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln herzustellen spart Zeit und ist eine bequeme Möglichkeit, Reste zu verbrauchen. Allerdings musst du hierbei einige Dinge beachten, damit du das perfekte Ergebnis erzielst: Warte mit dem Schneiden der Kartoffeln bis nach dem Kochen, so zerfallen sie in der Pfanne nicht.

Die Pfanne sollte immer vorgewärmt werden, am besten auf mittlerer Stufe. Wichtig ist auch, dass die vorgekochten Kartoffeln komplett trocken sind, bevor sie gebraten werden.

Welche Pfanne eignet sich zum Braten?

Beim Wettkampf zwischen antihaftbeschichteter und Gusseisenpfanne haben beide Kandidaten ihre Vorteile. Eine antihaftbeschichtete Pfanne verteilt Hitze gleichmäßiger und die Temperatur lässt sich angenehmer regulieren, was sie zu einer besseren Wahl macht, wenn man Bratkartoffeln gern mal anbrennen lässt.

Auf der anderen Seite kann man eine Eisenpfanne auf viel höhere Temperaturen bringen – perfekt für knusprige Bratkartoffeln also. Darüber hinaus verleiht eine gut eingebrannte Gusseisenpfanne deinen Bratkartoffeln einen tollen, rauchigen Geschmack.


Unabhängig davon, für welche Pfanne du dich entscheidest, ist es wichtig, sie zuvor zu erhitzen, bevor du die Kartoffeln hinzugibst. Andernfalls erhältst du ein eher labberiges als knuspriges Ergebnis. Achte auch darauf, die Pfanne nicht zu sehr zu überfüllen und die Kartoffeln in der Pfanne nicht zu überlagern.

Öl oder Butter – welches Fett ist am besten zum Braten geeignet?

Für wunderbar knusprige Bratkartoffeln spielt auch das verwendete Fett eine wesentliche Rolle – hier solltest du vor allem Augenmerk auf den Rauchpunkt legen. Natürlich kann es verlockend sein, Kartoffeln in einem Bad aus Butter zu ertränken. Leider hat diese aber einen niedrigen Rauchpunkt, so dass die Kartoffeln in jedem Fall anbrennen.


Mit Pflanzenöl bist du auf der sicheren Seite, da es viel Hitze aushält, mit seinem neutralen Geschmacksprofil aber nicht so viel Eigengeschmack abgibt. Aber keine Sorge: Du musst dich nicht zwischen Knusprigkeit und Geschmack entscheiden. Beginne einfach damit, die Kartoffeln in ein wenig Öl zu braten – passe aber auf, dass du sie nicht im Fett zu frittierst.

Sobald die Kartoffeln Farbe angenommen haben, kannst du Geschmackslieferanten wie Schmalz, Butter, Speck oder sogar Entenfett hinzugeben – wie in einem kleinen französischen Bistro, oh là là!

Womit kann ich selbst gemachte Bratkartoffeln zubereiten?

Wie bereits erwähnt, bin ich fest davon überzeugt, dass man Bratkartoffeln zu jeder Tageszeit genießen kann. Serviere sie als herzhaftes Frühstück mit Speck, Zwiebeln und Kräutern oder als reichhaltige Kater-Mahlzeit mit geschmolzenem Cheddar-Käse und einem Spiegelei darauf.

Bereite sie dir zum Mittagessen mit spanischer Chorizo und Frühlingszwiebeln zu – und glaub mir, die Kartoffeln werden das würzige, ausgelassene Öl der Chorizo aufnehmen und schmecken danach grandios! Serviere sie z. B. als Partysnack oder als Beilage mit hausgemachter Aioli oder Pesto.


Du kannst Bratkartoffeln ebenso als Hauptgericht im Ofen zubereiten und dich so deiner Bequemlichkeit an langen Arbeitstagen hingeben. Gib Gemüse und Kräuter zu den Kartoffeln und serviere sie mit einer würzigen Senfvinaigrette – ein gesundes vegetarisches Abendessen, das in kürzester Zeit zubereitet ist!

Ofengemüse mit Senfsoße

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Wie servierst du deine Bratkartoffeln am liebsten? Lass es uns in den Kommentaren wissen oder schicke uns dein Rezept an: community@kitchenstories.de!

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