Mary-Linh Tran

Redaktionsassistent bei Kitchen Stories

Wie sollte man am besten Obst und Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns alle 2 Wochen bei Kitchen Stories einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Markt wartet auf uns!

Von allen Kohlsorten auf der Welt ist Weißkohl der vermutlich bekannteste. Und trotzdem wird er viel zu oft unter den Teppich gekehrt und keines Blickes gewürdigt. Meine Erinnerung an feine Weißkohlstreifen sind sehr stark verknüpft mit Mayonnaise und Sommerpicknicks. Das allerdings beginnt sich zu ändern, während ich mich langsam aber sicher mit dem saisonalen Angebot in Deutschland abstimme. Im Dezember bedeutet das vor allem Weißkohl. Und immer öfter erwische ich mich dabei, wie ich mir ganz penibel Rezepte zu Kohlrouladen, würzigen Kohl-Eintöpfen oder knusprigen Weißkohl-Puffern notiere.

Ehrlich gesagt, ich habe nicht viele Gedanken an Weißkohl und sein unglaubliches Potenzial verschwendet, bevor ich begann diesen Artikel zu schreiben. Ich habe allerdings eine Menge gelernt und ich hoffe, das wirst du auch. Von Krautsalaten über Aufläufe, Suppen bis hin zu, natürlich, Sauerkraut: Weißkohl ist ohne Frage unser stille Held im Winter.

1. Wann und wo du Weißkohl kaufen kannst

Obwohl er im Vergleich zum auffälligen Rotkohl oder den kraus gewellten Blättern des Wirsings etwas verblasst, lass dich von der Erscheinung dieses bescheidenen Gemüses nicht täuschen. Die zarten Aromen des Weißkohls machen ihn super vielseitig und so lässt er sich in den verschiedensten Formen und Variationen genießen und verarbeiten. Egal ob als Rohkost, gedämpft, geschmort, gebraten, sautiert, gebeizt oder fermentiert. Den Möglichkeiten dieses Wintergemüses sind fast keine Grenzen gesetzt. Fermentierst du Weißkohl, wird er zu Sauerkraut. Er durchläuft dann einen Prozess, der ihm Probiotika zusetzt und seinen Nährwert erhöht. Weißkohl ist aber auch generell schon reich an Vitamin C und K, sowie Magnesium, Kalium und Ballaststoffen. So unterstützt er aktiv dein Immunsystem und bekämpft die Winterkälte und Krankheiten.

Am besten gedeiht Weißkohl zwischen Dezember und Januar, aber oft ist er auch schon ab September in den Supermärkten zu finden. In manchen Gebieten findest du ihn sogar das ganze Jahr über. Aber denk bitte dran: Wenn Weißkohl das ganze Jahr über verfügbar ist, wurde er wahrscheinlich nach dem Pflücken mit Pestiziden, Fungiziden und anderen Konservierungsmitteln besprüht, um ihn haltbar zu machen. Ist dir Frische also besonders wichtig, dann solltest du Weißkohl immer nur saisonal im Winter einkaufen.

2. Weißkohl richtig lagern

Ein großer Vorteil des Weißkohls ist seine gute Beständigkeit nach der Ernte. Er bevorzugt eine kalte und feuchte Umgebung und hält sich problemlos für 3 bis 4 Wochen in deinem Gemüsefach. Um ihn vor der trockenen Luft des Kühlschranks zu schützen, umwickel den Kohlkopf mit einem feuchten Küchentuch und bewahre ihn entweder in einem mit kleinen Löchern durchzogenen oder offenen Plastikbeutel auf.

Vor dem Einfrieren, entferne zunächst die äußeren Blätter und reinige den Weißkohl gründlich unter kaltem Wasser. Natürlich kommt es beim richtigen Einfrieren auch immer darauf an, ob du ihn gehackt, zerkleinert oder in Keile geschnitten hast. Egal für welche Variante du dich entscheidest, schneide den Kohl immer schon zu, bevor du ihn blanchierst. Wie bei jedem Gemüse hängt die Dauer des Blanchierens davon ab, wie groß die Stücke letztendlich sind. Zerkleinerte oder einzelne Blätter müssen nur etwa 1 Min. im Topf sitzen, während geviertelte oder halbierte Keile knapp 3 Min. benötigen. Nach dem Blanchieren wird der Kohl in ein Eisbad gegeben, um den Kochvorgang zu stoppen. Danach nur noch gut trocken schütteln, bevor du ihn dann einfrierst. Sobald der Kohl gefroren ist, einfach in einen Gefrierbeutel packen und schon hält er sich problemlos ein ganzes Jahr.

3. Wie du Weißkohl zubereiten kannst

Um von den gesundheitlichen Vorteilen des Weißkohls zu profitieren, empfiehlt es sich, die Hitze und Kochdauer auf ein Minimum zu reduzieren. Das lange Kochen von Kohl macht nicht nur die Blätter weich und matschig, sondern zerstört auch die Nährstoffe. Außerdem möchte man auch nichts von der natürlichen Süße und dem erdigen Geschmack des Kohls verlieren! Genieße seine knackige Textur, indem du ihn über Salate, Eintöpfe, Suppen oder Aufläufe reibst. Eine weitere lustige Art: Verwende seine großen Blätter, um darin all deine Lieblingsfüllungen einzupacken. 

4. Was du jetzt kochen solltest

Vielleicht konnten wir dich mit diesem Artikel mit einem sanften Stups in Richtung Weißkohlabteilung bewegen. Falls nicht, geben wir noch nicht auf! Wir präsentieren noch die ganze Woche über Weißkohlrezepte auf Kitchen Stories, um die Vielseitigkeit dieses Wintergemüses zu feiern. Schau vorbei, um zu sehen, was es Neues gibt, und probiere die leckere Rezepte einfach mal selber aus!

Kohlrouladen mit Hackfleisch und Reis in Tomaten-Sahne-Soße

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Reuben Sandwich mit Pastrami und Krautsalat

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Krautsalat mit Kümmelsaat

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Russische Kohlsuppe

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Krautfleckerl mit Kümmelbutter

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