Ruby Goss

Senior Food Redakteurin bei Kitchen Stories

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Dieser Artikel ist Teil unseres Community-Monats, indem wir das feiern, was uns zusammenbringt: Essen. Diese Ausgabe ist eine Zusammenarbeit mit Infarm, dem am schnellsten wachsenden vertikalen Farming-Netzwerk aus Berlin, das 100% lokal und ohne Pestizide anbaut. Bei Infarm werden die Pflanzen an ihrem frischesten Punkt und mit ihren Wurzeln geerntet, damit der Geschmack und die Nährstoffe erhalten bleiben. Wir veröffentlichen Rezepte, die ihr ausgewählt habt, heben einige tolle Gerichte hervor, die ihr mit uns geteilt habt, erforschen, was wir hier bei KS voneinander gelernt haben, und so viel mehr! Sei dabei, wenn wir uns diese Monat über das Essen miteinander verbinden und speicher dir diesen Link ab, um den Überblick über alle unsere neuesten Geschichten und Rezepte dieser Ausgabe zu behalten. Vergiss nicht, uns auf Instagram zu folgen, um einen Blick hinter die Kulissen zu erhalten, entdecke zusätzliche Community-Inhalte und mehr!

Der Frühling hat sich, zumindest hier in Berlin, verspätet. Aber wenigstens können wir unsere Tage mit den bunten Gerichten dieser Saison erheitern. An diesen Leitsatz versuche ich ganz fest zu glauben.

Aber in diesem Artikel soll es nicht um mich gehen. Es geht um euch oder besser gesagt: um uns. Ein weiteres Rezept, das von euch ausgesucht wurde. Diesmal haben wir euch gebeten, für das Rezept eines Frühlings-Salats abzustimmen, das ihr gerne auf Kitchen Stories sehen möchtet. Das Ergebnis war eine sehr knappe Entscheidung zwischen diesem frühlingshaften Kartoffelsalat und einem marinierten Spargelsalat. Der beliebte kohlenhydrathaltige Salat-Klassiker hat am Ende knapp gewonnen, aber im Sinne der Community bieten wir euch an dieser Stelle ein 2-in-1-Rezept für Kartoffel- und Spargelsalat (und Erbsen und Radieschen und Frühlingszwiebeln und Kräutern, um genau zu sein). Es ist ein wahrer Augen- und Gaumenschmaus und vereint zwei konkurrierende Elemente in den Traditionen des Kartoffelsalats: eine würzige Vinaigrette und ein cremiges Dressing.

Wie man den frischesten Kartoffelsalat macht: Hier ist das Rezept!

Frühlingshafter Kartoffelsalat mit Spargel

Frühlingshafter Kartoffelsalat mit Spargel

→ zum Rezept

Die große Debatte um Kartoffelsalat: Würzige Vinaigrette oder cremiges, mit Mayo angemachtes Dressing?

Wenn es um Kartoffelsalat geht, gibt es zwei verschiedene Ansätze. Es gibt die deutsche (schwäbische, habe ich mir sagen lassen) Variante, ein Kartoffelsalat mit einer würzigen Vinaigrette, der warm serviert wird. Und dann gibt es die cremige Version mit Mayo, die manchmal mit Äpfeln, manchmal mit Eiern verfeinert wird. Diese Variante wird frisch aus dem Kühlschrank geholt und dann direkt, am besten in Gesellschaft von vielen Gästen, gemeinsam gegessen. Ich kann mich zwar noch gut daran erinnern, wie ich in den frühen 00er Jahren bei Grillpartys meinen Pappteller mit Letzterem vollgekleistert habe, aber mittlerweile bevorzuge ich doch eher die erste Variante, wenn auch in Maßen: Ein cremiger Kartoffelsalat hat durchaus seine Berechtigung, allerdings sollte man sich mit der Mayo etwas zurückhalten, wir wollen hier Aromen kreieren, keine Skulpturen.

Wie schon gesagt, brauchst du dich bei diesem Salat nicht zu entscheiden: Der wesentliche Teil des Salats wird 10 Minuten lang in einer kräftigen Vinaigrette mit Kräutern, Frühlingszwiebeln, Zitronensaft und Essig mariniert (ja, mariniert! Kartoffeln sind wie kleine Schwämme, also gib ihnen etwas Zeit, um alles schön aufzusaugen). Im Anschluss wird der Salat auf einem mit Meerrettich gewürzten, griechischen Joghurt (sorry Mayo!) angerichtet. Wenn du es würzig magst, bedien dich am oberen Teil, wenn du es cremig magst, halte dich an den unteren. Oder belade deinen Teller mit dem gesamten Salat, von unten bis oben (so mache ich es jedenfalls!). Es ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Kräuter sind angesagt: Wie du Aromen variieren kannst

Kartoffelsalat ist eine gute Gelegenheit, um mit verschiedenen Kräutern zu spielen. Ich habe in diesem Rezept Minze und Dill verwendet, aber du kannst auch andere weiche Kräuter wie Basilikum, Kerbel, Estragon, Koriander, Schnittlauch oder meinen aktuellen Favoriten, Zitronenmelisse, hinzufügen. Achte einfach auf die richtige Zusammensetzung und kombiniere keine Kräuter, die zu scharf sind oder sehr unterschiedliche Geschmacksprofile haben. Koriander und Basilikum passen zum Beispiel nicht so gut zusammen, weil sie beide sehr intensiv in eine bestimmte Geschmacksrichtung gehen. Du kannst den Salat auch mit Ölen anmachen, die mit härteren Kräutern wie Lorbeerblättern oder Rosmarin aromatisiert sind.

Welche Kartoffeln eignen sich am besten für Kartoffelsalat?

Für das Rezept habe ich süßliche, festkochende, saisonfrische Frühkartoffeln gewählt, die meiner Meinung nach für Kartoffelsalat wie geschaffen sind. Falls du keine Frühkartoffeln finden kannst, nimm eine beliebige Sorte festkochender Kartoffeln wie Russet oder Yukon Gold. Diese Kartoffeln behalten beim Kochen ihre Form (damit sie nicht in der Schüssel zerfallen) und behalten einen schönen, schmelzenden Biss! Die Kochzeit hängt von der Größe der Kartoffel ab und kann zwischen 8 bis 12 Minuten variieren, sobald das Wasser kocht und du es auf ein gleichmäßiges Köcheln reduzierst. Halte also unbedingt eine Gabel bereit, um sie zu testen. Ich persönlich lasse die Schale gerne dran. Vor allem bei jungen Kartoffeln, die ohnehin eine sehr dünne Schale haben, ist das eine Mischung aus Faulheit und Liebe zum Rustikalen. Am Ende des Tages hängt es jedoch ganz von dir und deinem Gemüseschäler ab.

Diesen Monat freuen wir uns, mit den Berliner Agrar-Revolutionären von Infarm zusammenzuarbeiten. Seit 2013 haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, Gemeinden auf der ganzen Welt mit qualitativ hochwertigen, frischen und lokal angebauten Kräutern und Salaten (darunter fünf verschiedene Basilikumsorten!) zu versorgen. Mittlerweile sind sie in 10 Ländern und 30 Städten vertreten. Mit modularen und modernen vertikalen Farmen, die die Pflanzen automatisch mit Wasser, Licht und wichtigen Nährstoffen versorgen, ermöglicht Infarm Städten (wie unserer Heimatstadt Berlin), das ganze Jahr über lokal anzubauen und wertvolle Ressourcen zu sparen. Außerdem verwenden sie keine chemischen Pestizide! Auf der Website von Infarm findest du weitere Informationen über ihre Arbeit. Außerdem kannst du prüfen, ob die zu 100 % lokal angebauten Produkte auch in deinem Wohnort erhältlich sind.

Hast du eine Lieblingsvariante, deinen Kartoffelsalat zuzubereiten? Wirst du dieses frühlingshafte Rezept ausprobieren? Verrate es uns in den Kommentaren!

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