Die 4 häufigsten Fehler rund ums Weihnachtsessen

Alexandra

Kontributorin

Rund um die Feiertage verspürt man oft eine Menge Druck: Die richtigen Geschenke wollen gefunden werden, Freunde und Familienmitglieder kommen zu Besuch und für die möchtest du natürlich nicht weniger als das perfekte Weihnachtsfest organisieren. Bei all dem Stress, Zeitdruck und der Erwartungshaltung, das perfekte Weihnachtsessen zu kochen, machen selbst erfahrenen Köchen schnell Fehler. 

Damit du bestens für die Feiertage vorbereitet bist, gehen wir heute die 4 häufigsten Fehler rund ums Weihnachtsessen durch. 

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1. Matschiges Gemüse

Ofengemüse ist eine richtige Spezialität in der kalten Jahreszeit. Außen knusprig, innen weich - diese wunderbare Komibation überzeugt einfach jeden und ist eine unserer Lieblingskomponenten beim Weihnachtsessen. Genau deswegen ärgert man sich um so mehr, wenn das Gemüse misslingt. 

Für das perfekte Ofengemüse ist es äußerst wichtig, dass du die Zutaten in gleich große Stücke schneidest. Dadurch können sie gleichmäßig garen und du verhinderst, dass manche Stücke verbrennen, während andere noch fast roh sind. 

Das Gemüse braucht außerdem genug Platz auf dem Backblech und sollte nicht eng an eng liegen, denn sonst dämpfst du es eher im Ofen. Nur mit ausreichend Platz kann es gleichmäßig garen und rösten und wird auch wirklich knusprig.

Nicht zuletzt solltest du genügend Fett zum Ofengemüse zu geben. Pro Backblech sind es ca. 2 Esslöffel, mit denen du das Gemüse gründlich einreibst. Dadurch röstet das Gemüse optimal und bekommt zusätzlichen Geschmack. Nun kannst du direkt das folgende Rezept ausprobieren:

Ofengemüse mit Senfsoße

Ofengemüse mit Senfsoße

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2. Zähes Fleisch

Das Highlight des Weihnachtsdinners ist häufig das Fleisch – egal ob Rippchen, Eisbein oder ein perfekt rosafarbenes Lamm. Doch ach du Schreck, irgendetwas lief schief und auf einmal ist das Fleisch innen noch halb gefroren, außen grau und zerkocht, zäh und leider ungenießbar. 

Filet Wellington

Filet Wellington

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Wie lässt sich diese Situation vermeiden? Zunächst ist es wichtig, Fleisch immer auf Raumtemperatur zu erwärmen. Wenn du ein größeres Stück Fleisch zubereitest, solltest du es zunächst eine Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen, bevor du überhaupt mit dem Kochen beginnst. So gart das Fleisch gleichmäßig und die Maillard Reaktion tritt ein. Wenn du das Fleisch direkt aus dem Kühlschrank oder sogar aus dem Gefrierfach weiterverarbeitest und sofort in den Backofen schiebst, gart die Außenseite deutlich schneller als das Fleischinnere. Am Ende liegt ein halbgefrorener Braten auf dem Tisch.

Wenn du dein Fleisch also richtig gegart und die gewünschte Kerntemperatur erreicht hast, solltest du es vor dem Anschneiden und Servieren immer noch eine Weile ruhen lassen. Um es warm zu halten, deckst du es mit Aluminiumfolie und einem Geschirrtuch ab und lässt es dann eine halbe Stunde stehen, damit der Saft ins Fleischinnere zieht und du am Ende einen geschmackvollen, saftigen Braten servieren kannst. 

Geschmorte Schweineschulter mit Biersauce

Geschmorte Schweineschulter mit Biersauce

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3. Klebriges Kartoffelpüree

Wir alle kennen das Problem: klebriges, zähes Kartoffelpüree, das sich besser als Pappmaché eignet als auf deinem Teller. Doch was lief schief? 

Zunächst ist es sehr wichtig, die richtige Kartoffelsorte für das Püree zu verwenden. Sie sollte reich an Stärke sein. Festkochende Kartoffeln lassen sich nicht gut stampfen oder erfordern viel mehr Arbeit und enden oft in klebrigem Kartoffelpüree. Festkochende Kartoffeln lassen sich stattdessen viel besser rösten und gehören in dein nächstes Ofengemüse.  

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Egal wie groß der Zeitdruck beim Weihnachtsessen ist, das Kochen deiner Kartoffeln beginnt immer mit kaltem Wasser, das gleichzeitig mit den Kartoffeln erwärmt wird. Dadurch garen die Kartoffeln gleichmäßig. Sobald das Wasser kocht, reduzierst du die Hitze für die restliche Garzeit, denn zu heißes Wasser kann dazu führen, dass die Kartoffeln auseinanderbrechen und ungleichmäßig garen. 

Zum Schluss solltest du darauf achten, die weiteren Zutaten für dein Püree (Butter, Sahne oder Milch) auf Raumtemperatur zu erwärmen, denn so lassen sie sich deutlich besser einarbeiten. In unserem Küchentipp-Video findest du noch mehr Tipps und Tricks:  

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4. Die Plätzchen-Katastrophe

Bei mir zu Hause gehören mindestens fünf Plätzchen-Sorten zu einem ordentlichen Weihnachtsessen. Vielleicht sind es bei dir deutlich weniger, doch gebacken wird in der Weihnachtszeit wahrscheinlich bei jedem und kleine Missgeschicke sind fast vorprogrammiert.

Eigentlich sehen Plätzchen wie das einfachste Gebäck aus, doch sie erfordern stets besondere Aufmerksamkeit. Einfache Ausstechkekse lassen sich beispielsweise am besten ausrollen, ausstechen und backen wenn der Teig vorher gekühlt wurde.

Einfache Weihnachtsplätzchen

Einfache Weihnachtsplätzchen

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Nachdem du deinen Plätzchenteig vermengt hast, sollte er 30 Minuten im Kühlschrank oder 15 Minuten im Gefrierfach ruhen. Dadurch verhinderst du, dass deine Plätzchen beim Backen unnötig auseinandergehen. Auch das Ausrollen und Ausstechen geht so viel einfacher -  vor allem wenn es durch das viele Backen in deiner Küche schon sehr warm ist. 

Trotz des Zeitdrucks willst du vermutlich viele Plätzchen backen und es ist äußerst verlockend, ein Backblech nach dem anderen in den Ofen zu schieben. Dennoch solltest du jedes Backblech erst auf Raumtemperatur abkühlen lassen, bevor du neue rohe Plätzchen darauflegst. Das geht am besten, wenn du das heiße Blech auf ein Metallgitter legst. Wenn du rohen Teig auf ein heißes Backblech legst, wird er direkt auseinanderlaufen und beginnt sofort damit, ungleichmäßig zu backen. Soweit, s gut! Mit diesem Wissen kannst du direkt diese Rezepte nachbacken: 

Spekulatius

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Zimtsterne

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