Ruby Goss

Senior Food Redakteurin bei Kitchen Stories

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Dieser Artikel ist Teil unseres Pizza-Monats, der sich ganz um DAS Fast Food überhaupt dreht (das eigentlich kein Fast Food ist). Wir haben spannende Rezepte im Gepäck, erkunden, welche Utensilien du wirklich brauchst (oder eben nicht!), welche Toppings wir alle mögen (und bei welchen wir uns uneinig sind) und wir beantworten all deine Fragen, die du und wir zum Thema Pizza haben. Sei dabei und nimm teil an unserer virtuellen Pizza-Party im April: Mit diesem Link verpasst du keine aktuellen Rezepte und Stories. Folge uns auf Instagram und Pinterest für den Blick hinter die Kulissen und noch mehr (Pizza)!

Du brauchst nicht die perfekte Ausrüstung, um Pizza zu Hause zu machen. Sicherlich ist es möglich, sich wie ein Profi auszustatten (für Tipps dazu scrolle weiter nach unten). Aber es kann auch teuer werden, besonders wenn die EINZIGEN zwei Dinge, die du unbedingt brauchst, um Pizza zu Hause zu machen, eigentlich nur ein Backblech und ein Ofen sind. Pizza ist wirklich ein Essen für das Volk!

Und doch sind wir Geschöpfe, die besessen sind von der Selbstverbesserung, vom Feintuning, von dem Glauben, dass nur eine Sache mehr uns glücklich machen wird. Letzteres ist nicht immer der Fall (hallo Achtsamkeit!), aber es gibt ein paar kleine Hilfsmittel, die sich als sehr hilfreich erweisen können, um köstliche selbstgemachte Pizzen zu backen.

Lass dich also ein auf eine Reise durch das Schnickschnack-Land, angefangen bei günstig und hilfreich bis hin zur Ausrüstung für den Pizzaiolo in Ausbildung.

Die absoluten Pizza-BASICS

1. Backbleche: Flach, umrandet oder rund? Ist das wirklich wichtig?

Ich habe zwar gesagt, dass man nicht mehr als ein Backblech und einen Ofen braucht, um Pizza zu Hause zu machen, aber ich habe dabei wohl ein bisschen gelogen. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das beste Backblech für die Zubereitung von Pizza im heimischen Ofen, egal welcher Art, ein umrandetes Backblech mit den Maßen von etwa 30 x 40 x 3 cm. Das ist die perfekte Größe für 2 hungrige Menschen oder ein paar Naschkatzen! Außerdem bedeutet die Größe, dass du deinen Teig so dehnen kannst, dass er reinpasst, und dass du rundherum knusprige Ränder bekommst. Eine rundes Pizzablech ist kein Muss, kann aber hilfreich sein, wenn es darum geht, heikle Teige wie eine Blumenkohl-Pizza zu formen.

2. Ein paar Hinweise für deinen Ofen

Natürlich gibt es vermeintliche Hacks, aber um eine Pizza zu machen, die außen knusprig ist, mit einer idealen Kruste und ausreichend geschmolzenem Belag, dafür brauchst du einen Ofen. Ich höre dich schon fragen: Auf welcher Stufe soll ich meine Pizza backen? Backofen ist nicht gleich Backofen. Einige verfügen vielleicht über eine Pizzafunktion, die vor allem am Ofenboden viel Hitze hat und einen Ventilator verwendet, damit die heiße Luft rund um die Pizza zirkulieren kann. Für deinen Standard-Ofen ist Ober- und Unterhitze (mit Umluft, wenn du hast, aber keine Sorge, wenn nicht) am zuverlässigsten, ebenso wie das Garen deiner Pizza auf den mittleren bis unteren Ofenschienen, damit du einen knusprigen Boden und eine nicht verbrannte Kruste gewährleisten kannst. In einigen Rezepten wird empfohlen, die Backzeit mit der Grillfunktion zu beenden, eine Option, wenn du den Käse oder die Kruste etwas mehr bräunen möchtest.

3. Schüsseln, Schüsseln und noch mehr Schüsseln

Es ist fast unmöglich, einen Artikel über Kochausrüstung zu schreiben, ohne die Notwendigkeit von Schüsseln in verschiedenen Größen zu betonen. Das gilt auch hier. Du brauchst mindestens eine große Schüssel, in der du den Teig gehen lassen kannst, und vielleicht möchtest du weitere Schüsseln für die Soße, Beläge usw. verwenden. Unserer Meinung nach gibt es nichts Besseres als einen Stapel stapelbarer Glasschüsseln. Sie sind hitzebeständig, langlebig und können als "richtige Schüsseln" zum Servieren oder Essen verwendet werden. Eine Winn-Winn-Winn-Situation sozusagen.

Hervorragende Pizza-Werkzeuge, die du nicht unbedingt brauchst, aber bezahlbar sind

4. Die gute, alte Küchenschere

Devan, Managing Editor: Wenn du deine Pizza noch nie mit einer Schere geschnitten hast, würde ich behaupten, dass du es falsch machst. Ich bin zum ersten Mal auf sie gestoßen, als ich als Praktikantin im Büro von TV-Persönlichkeit und Chefkoch Andrew Zimmern arbeitete. Wir bestellten mindestens einmal pro Woche Pizza zum Mittagessen, und als ich sah, wie die Pizzaschere ihren Job blitzschnell erledigte, war ich fassungslos und wurde sofort zu einem leidenschaftlichen Pizzascheren-Befürworter.

Ich finde sie aus mehreren Gründen einfacher zu benutzen als das Pizzarad. Erstens kann man mit der Schere die Pizza überall schneiden, es besteht keine Gefahr, dass sie die Oberfläche zerschneidet oder zerkratzt, anders als beim Pizzarad. Nummer zwei, sie bleiben scharf! Drittens: Sie können mit Leichtigkeit durch jede Dicke oder Art von Pizza (sogar Focaccia) schneiden. Und schließlich sind Mehrzweck-Küchenwerkzeuge viel besser, wenn man wenig Platz hat (so wie ich), so dass ich durch den Verzicht auf das Pizzarad Platz auf meinem Utensilienregal für eine weitere Microplane geschaffen habe (juhu!).

Es gibt zwar Scheren, die speziell für die Aufgabe des Pizzaschneidens (oder Focaccia-Schneidens) gemacht sind, mit abgewinkelten Klingen oder sogar mit Plastikaufsätzen, die Pizzastücke halten, aber deine normale alte Küchenschere funktioniert genauso gut, wenn nicht sogar besser.

5. Ein Teigschaber, der alles kann

Lisa, Senior Editor: Dieser "Teigschaber" hat sich für mich in der Küche als unersetzbar herausgestellt. Er hilft mir, eingetrocknete Teigreste oder andere Zutaten von der Arbeitsfläche zu schaben, Pizzateig zu portionieren und klebrigen Teig (wie in diesem Rezept) problemlos zu handhaben. Außerdem transportiert er eine Menge sehr klein geschnittenes Gemüse mit einem Schwupps in den Topf. Ich empfehle einen aus Edelstahl, weil: Ab in die Spülmaschine damit nach dem Verwenden. Und diesen hier, weil er so gut in der Hand liegt.

6. Brauche ich einen Pizzastein? JA! Und nein?

Eigentlich war ich in meinem Haushalt immer der Faulpelz, wenn es ums Pizzabacken ging (dieser Monat hat mich zum Besseren verändert). Ich schalte gerne die Pizzaeinstellung meines Ofens ein, aber ich denke nicht so gerne daran, den Pizzastein vorzuheizen. Diesen Monat habe ich meine Lieblings-Blechpizzen (hallo mein Ältester, mein mittleres Kind und das Neugeborene) mit einem vorgewärmten Pizzastein gepaart, der mindestens 30 Minuten lang im Ofen vorgeheizt wurde. Ich werde mir hier nicht die Mühe machen, die Spannung zu erhöhen: Jedes Mal, wenn ich daran dachte, den Pizzastein zu benutzen, hat es sich gelohnt! Sowohl der Kontakt mit dem Pizzastein als auch das Ölbad am Boden der Pfanne haben dazu beigetragen, dass der Teig eher zu einer goldbraunen Kruste wurde. Wenn deine größte Angst vor selbstgemachten Pizzen ein labbriger Boden ist, ist ein Pizzastein – der die Hitze besser leitet und für eine gute Kruste sorgt – die beste Lösung.

Du musst dein Geld nicht für einen teuren Pizzastein ausgeben, da diese anfällig für Risse sein können (um dem vorzubeugen, solltest du ihn immer direkt am Anfang in den kalten Ofen schieben, damit er sich langsam an die Hitze gewöhnen kann) und in den verschiedenen Preisklassen ohnehin alle aus einem ähnlichen Material hergestellt sind. Wenn du einen noch besseren Wärmeleiter möchtest, dann scrolle weiter zu Stevens glühender Empfehlung für den Pizzastahl, tadá!

Hinweis: Ich habe sowohl Hanna als auch Lisa bei verschiedenen Produktionen in diesem Monat dabei erwischt, wie sie ein Backblech umgedreht und als Ersatz-Pizzastein auf unterste Schiene des Ofens gelegt haben. Das funktioniert außerordentlich gut als schnelle Lösung.

6. Warum ein Gemüseschäler das Beste ist

Für restauranttaugliche Parmesanspäne liegt das Werkzeug wahrscheinlich schon in deiner Küchenschublade. Nein, es ist nicht deine Küchenreibe, sondern dein Gemüseschäler oder Sparschäler – das Lieblingswerkzeug unserer Küchenchefs Hanna und Christian, um Pizzen, Pasta, Risotto, Salate und mehr zu veredeln. Die Kunst des Anrichtens ist nur einen Handgriff entfernt!

8. Oder probiere diese Retro-Reibe

Wir alle lieben es, Parmesan auf unsere Pasta zu reiben, oder?! Aber diesen Monat habe ich es auch auf Pizza gerne getan, influenced von Lisa, die etwas Parmesan und Zitronenschale auf ihre Margherita-Pizza gibt und damit mein Leben zum Besseren veränderte. Ich habe diese bezaubernde Reibe bei unserem italophilen Stammgeschäft in Berlin, dem Amore Store, gekauft, und freue mich darauf, sie bei allen zukünftigen Pizza-Partys auf meinem Tisch stehen zu haben. Einfach ein Stück Parmesan einlegen, kurbeln und zusehen, wie es Käse regnet. Aber eben in schick.

9. Pizzaschieber: Das beste Transportmittel für deinen Pizzateig

Lisa, Senior Editor: Ein Pizzaschieber ist kein Muss, macht aber das Pizza-Leben einfacher. Ich belege ihn, sobald der Ofen vorgeheizt ist, mit einer Lage Backpapier. Und sobald ich meinen Pizzateig gedehnt habe, landet er oben drauf. Ich ziehe ihn dann noch zurecht, das geht dank des Backpapiers und etwas Mehl kinderleicht. Sobald er nach meinem Gusto belegt wurde, landet die noch rohe Pizza samt Backpapier und einem reibungslosen Flutsch im Ofen – dem Pizzaschieber(mit kurzem Griff in kleinen Küchen versteht sich) sei Dank! Manche werden jetzt vielleicht stumm aufschreien, soll doch die Pizza für einen knusprigen Boden Kontakt mit dem heißen Stein oder Backblech haben. Mit dieser Taktik allerdings habe ich immer die besten Ergebnisse erzielt: keine verrutschten Beläge, keine Löcher im dünnen Boden und perfekt runde Pizzen. Sobald die Pizza dann anbackt und ihre Form behält, entferne ich das Backpapier – wieder mithilfe des Schiebers, der eine zuverlässige Barriere zwischen meiner Haut und dem heißen Ofeninneren bildet. In diesem Video kannst du den Prozess in Aktion sehen.

Investiere in diese Upgrades und mache Profi-Pizza zu Hause

10. Eilmeldung: Lieber Pizzastahl als Pizzastein

Steven, Operations Assistant: Investiere in einen Pizzastahl! Er leitet die Wärme besser weiter, lässt den Teig besser aufgehen und ist praktisch unzerstörbar. Hier vergleicht J. Kenji López-Alt von Serious Eats ihn. Er ist sein Geld wert, wenn du gerne backst (ich benutze ihn für alles, was mit Brot zu tun hat, wie Naan und Ciabatta), da er ein Leben lang hält (im Gegensatz zu einem Pizzastein, der, wie oben erwähnt, anfällig für Risse ist). Ich habe meinen von The Pizza Steel. Sie bieten ein großartiges "Steel and Peel"-Angebot an und stellen verschiedene Größen her, die in verschiedene Öfen passen. Ich kann ehrlich sagen, dass es eines meiner Lieblingswerkzeuge in der Küche ist!

11. Nette Hilfsmittel, aber sollte ich einen Pizzaofen kaufen?

Zur Beantwortung dieser Frage habe ich Lukas hinzugezogen, den Experten für alles Raffinierte, wie du vielleicht schon an seiner Anleitung für die Zubereitung von Kaffee auf Barista-Niveau gelesen hast. Doch damit nicht genug, das hier ist seine Pizzaiolo-Seite – insbesondere die Herausforderung, die er sich selbst gestellt hat, eine Pizza im "Canotto"-Stil zu backen, also eine Pizza, die der neapolitanischen Pizza sehr ähnlich ist, die aber einen besonders luftigen Rand hat:

Lukas, Strategic Partnerships Lead: Wie schaffe ich es, zu Hause eine Pizza im Canotto-Style zu backen? Die Antwort klingt nicht ganz einfach: Mit einem sehr hoch hydrierten Teig, ausgefeilten Pizzaiolo-Skills und einem unglaublich heißen Ofen (ca. 450 bis 500°C). Ersteres und zweiteres – kein Problem. Nur welcher Ofen zu Hause ist so heiß? Es musste ein Upgrade her. Meine Wahl fiel auf eine Roccbox, ein höllisch heißer portabler Pizza-Ofen von Gozney.

Der Vorteil der Roccbox ist, dass ich durch die hohen Temperaturen nicht nur Canotto-Style-Pizzen backen, sondern auch grandiose Steaks zubereiten kann. Bei niedrigeren Temperaturen gelingen auch Flammkuchen, Fisch und Gemüse. 2 Jahre und unzählige Canottos später habe ich immer noch großen Spaß an meiner Roccbox und käme nicht auf die Idee, sie einzutauschen.

Hast du ein Lieblings-Pizza-Tool? Lass es uns in den Kommentaren wissen...

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