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Mary-Linh Tran

Junior Food Redakteurin bei Kitchen Stories

Essen hat diese besondere Gabe, uns mit dem zu verbinden, was und wen wir lieben – egal, ob wir dabei an einem Tisch sitzen oder aus der Ferne gemeinsam genießen. Wir haben uns mit Zwilling zusammen getan – die dir seit 1731 helfen, dich mit dem zu verbinden, was du liebst –, um mit dir genau das zu teilen, was du brauchst, um zu Hause entspannt zu kochen und zu backen.

Wir hoffen, dass wir dich weiterhin dazu inspirieren, mit uns zu kochen und deine Gerichte zu teilen. Deswegen verlosen wir gemeinsam mit Zwilling ein Zwilling Messerset. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, koche und lade dein Foto zu einem beliebigen Zwilling-Rezept hoch, das in unseren Artikeln dieser Reihe empfohlen wird bis 28. Mai 2020. Und vergiss nicht, die beiden Hashtags #stayhomekeepcooking und #foodconnects zu benutzen. Wir freuen uns, auf einen Monat voller gemeinsamer Abenteuer in unseren Küchen zu Hause.

Ich träume schon lange von einer perfekt ausgestatteten und sortierten Küchen. Die traurige und ehrliche Wahrheit ist allerdings, dass ich ohne Auto und Fahrrad in einer Großstadt lebe und nur eine begrenzte Menge an Lebensmitteln in meine Wohnung im 5. Stock schleppen kann. Wenn ich mich jedoch mal für ein Rezept entschieden habe, das Zutaten benötigt mit denen ich für gewöhnlich eher selten kochen (zum Beispiel Buttermilch oder Sherryessig), kaufe ich sie häufig nicht und gehe gedanklich meine Vorräte nach einer Alternative durch — das klappt meistens sehr gut!

Und macht es nicht gerade dann Spaß zu kochen, wenn man die vorgeschriebenen Schritte des Rezeptes etwas verändert? Ich bin beim Kochen gerne flexibel und probiere verschiedene Kombinationen altbewährter Rezepte aus. Dabei lernt man nicht nur viel über verschiedenste Zutaten, sondern es ist auch nachhaltig!

Die folgenden Listen sollen dir dabei helfen die richtigen Alternativen für bestimmte Zutaten zu finden. Nicht jeder Ersatz ist perfekt, aber wir haben uns sehr bemüht die Zutaten anhand ihrer Konsistenz, ihrem Geschmack und der Garzeit zu kategorisieren und dir einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu geben. Sobald du erst einmal den Dreh raus hast, wie sich bestimmte Lebensmittel bei der Zubereitung verhalten, ist es ziemlich easy und macht Spaß!

Öl, Essig, und andere Würzmittel

Sobald es um Öle zum Braten dreht gibt es einen besonderen Hinweis: Beachte bitte den Rauchpunkt (die genaue Temperatur, bei der Öl beim Erhitzen Rauch erzeugt). Öle mit einem hohen Rauchpunkt brauchen länger um zu verbrennen, wohingegen Öle mit einem niedrigen Temperaturen bereits sehr schnell den Rauchpunkt erreicht haben. Solange das zu ersetzende Öl zur selben "Rauchpunkt-Familie" gehört, kannst du sie beliebig austauschen.

Öle mit einem hohen Rauchpunkt: Pflanzenöl, Rapsöl, Erdnussöl, Sonnenblumenöl, Kokosöl, Avocadoöl

Öle mit einem niedrigen Rauchpunkt: Olivenöl, Sesamöl

Reisessig: Weißweinessig, Apfelessig

Weißwein- oder Apfelessig: Zitronensaft, Limettensaft

Sherryessig: Rotwein

Fischsauce: Sojasauce, Kokos Aminos Würzsauce, Worcestershiresauce (ein kleiner Spritzer reicht meistens schon aus!)

Tamarindenpaste: Limettensaft und brauner Zucker zu gleichen Teilen vermengen

Milchprodukte

Buttermilch: Pro 240ml 1 EL Weißweinessig oder Zitronensaft in 240ml Milch geben (funktioniert auch mit pflanzlicher Milch)

Saure Sahne: (griechischer) Naturjoghurt, Mascarpone, Quark, Crème Fraîche

Schlagsahne: Pro 240ml Schlagsahne 60ml geschmolzene Butter mit 180ml Milch mischen (funktioniert auch mit Kokosmilch)

Frischkäse: Ricotta, Hüttenkäse

Weichkäse: Brie, Taleggio, Camembert, Reblochon

Hartkäse: Parmesan, Pecorino, Piave, Grano Padano, Asiago

Ziegenkäse: Blauschimmelkäse, Fromage Blanc, Fetakäse, Cotija-Käse

Gemüse

Grünes Blattgemüse kannst du beliebig hin und her tauschen, allerdings solltest du auf die Kochzeit achten. Je dicker und härter die Blätter, desto länger benötigt das Gemüse. Zartes Blattgemüse wie Spinat oder Wasserkresse ist schnell gar, wohingegen Mangold oder Grünkohl etwas mehr Zeit benötigt. Bei allen anderen Gemüsesorten kommt es auf den Wassergehalt und die Konsistenz der Sorte an. Aus diesem Grund haben wir sie in unserer Liste nach Konsistenzen sortiert. Ein zusätzlicher Tipp: Gefrorenes Gemüse oder Konserven ersetzen die frische Variante ebenfalls sehr gut!

Zartes Blattgemüse: Spinat, Blattkohl, Gai Lan (Chinesischer Brokkoli), Feldsalat, Spinat

robustes Blattgemüse: Grünkohl, Spitzkohl, Brokkoli Rabe, Mangold, Rotkohl, Pak Choy, Spargel, grüne Bohnen

Lauch: Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Schalotten, Porree, Schnittlauch, Zwiebelpulver

Knackiges Gemüse: Kohlrabi, Gurke, Rettich, Sellerie, Zuckerschoten, Fenchel, Paprika, Kohl, Rosenkohl

Wintergemüse: Kartoffel, Süßkartoffel, Rübe, Pastinake, Sellerieknolle, Steckrübe, Karotte, Kürbis

Gemüse mit einem hohen Wassergehalt: frische oder getrocknete Pilze, Aubergine, Zucchini, Tofu, Jackfruit, Linsen, Bohnen

Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte

Hackfleisch: Jede Sorte Hackfleisch kannst du gegen eine andere Sorte austauschen, alternativ eignet sich auf frische Wurst. Dafür entfernst du die Haut und teilst sie in der Pfanne mit einem Kochlöffel in kleinere Stücke.

Fleisch zum Braten: Filetspitzen, Entrecôte, Rib Eye Steak, Sirloin-Steak, Lamm- oder Rinderfilet, Hähnchenschenkel oder -brust, Schweinekoteletts one Knochen oder Schweinefilet

Fleisch zum Schmoren: Sobald du Fleisch für einen längeren Zeitraum garen möchtest, solltest du dich für ein mageres Stück Fleisch entscheiden. Ob Rind-, Lamm- oder Schweinefleisch, besonders geeignet sind kräftige Teilstücke vom Vorder- und Hinterteil: Rinderfilet, Rinderbrust, Schweineschulter und Lammhaxe oder -schulter.

Fisch mit hohem Fettgehalt: Lachs, Thunfisch, Forelle, Makrele, Schwertfisch

Fisch mit geringem Fettgehalt: Wels, Kabeljau, Tilapia, Seezunge, Heilbutt, Köhler, Flunder

Garnelen: Jakobsmuschel, Tintenfisch, Krebsschwanz

Alternativen zum Backen

Vanilleextrakt: Ahornsirup, Vanillemilch, Vanilleschote, Vanillepaste

Frische Hefe: Trockenhefe, Instanthefe, Sauerteig-Starter (mit doppelter Gärzeit). Pro 1 TL Hefe 0,5 TL Zitronensaft mit 0,5 Backpulver vermengen (Achtung, der Teig muss dann kürzer gehen)

Natron: Pro TL Natron 3 TL Backpulver verwenden

Butter: Margarine, Kokosöl, Pflanzenöl, Pflanzenfett

Süßungsmittel: Zucker kann durch viele Zutaten ersetzt werden, jedoch wirkt sich deine Wahl auf die Konsistenz aus. "Trockene" Süßungsmittel solltest du im besten Fall auch durch eine andere trockene Zuckeralternative ersetzen. Das gleiche gilt natürlich für flüssige Süßungsmittel. Um Puderzucker herzustellen kannst du Zucker einfach in einen Mixer geben.

Eier: Apfelmus, Leinsamen oder Chiasamen (Dafür 1 EL der Samen mit 2,5 EL Wasser vermischen), Seidentofu. Eiweiß zum Backen lässt sich durch Aquafaba (Kichererbsenflüssigkeit) ersetzen.

Speisestärke: Pro 1 TL Speisestärke 2 TL Mehl verwenden

Gewürze und Kräuter

Scharf: Cayennepfeffer, Paprikapulver, Chilipulver, rote Chiliflocken, getrocknete Chilis

Blumig: Koriander, Basilikum, Minze, Dill, Petersilie, Majoran, Kardamom, gemahlener Koriander

Intensiv: Zimt, Muskatnuss, Ingwer, Nelken, Piment

Erdig: Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei, Lorbeerblatt

Curry: Kreuzkümmel, Kurkuma, Garam Masala, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Kümmel

Probier´s aus!

Jetzt, wo du über all die Alternativen Bescheid weißt, kannst du direkt anschauen, wie unsere Köche Johanna und Christian und unsere Redakteurin Xueci diesem Linsensalat eine persönliche Note gegeben haben.

Johannas Linsensalat

Johannas Linsensalat

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Christians Linsensalat

Christians Linsensalat

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Xuecis Linsensalat

Xuecis Linsensalat

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