Alexandra

Kontributorin

Obwohl der Duft einer Kokosnuss direkt Sommergefühle in uns auslöst, finden Kokos-Produkte das ganze Jahr über den Weg in unsere Küche. Mittlerweile haben sich die Vorzüge einer Kokosnuss herumgesprochen – alle lieben die große Schalenfrucht, die uns mit gesunden Fetten in Form von Kokosöl bis -milch versorgt. Die Liste der Produkte, die aus einer Kokosnuss gewonnen werden, ist noch viel länger: von Kokosmehl, Kokosraspeln und Kokosflocken bis zu Kokoszucker und Kokoswasser.

Verwendest du oft Kokos-Produkte in deiner Küche und welches davon benutzt du am liebsten? Verrate es uns in den Kommentaren!

Kokosmehl als Alternative zu Weizenmehl

Kokosmehl ist eine großartige Alternative für all diejenigen, die in ihrer Ernährung auf Getreide, Gluten oder Nüsse verzichten. Es wird aus getrocknetem und gemahlenem Kokosnussfleisch hergestellt und ist reich an gesunden Fetten und Ballaststoffen. Kaufen kannst du es im Biomarkt oder online.

Frisches Kokosmehl sollte leicht süßlich und nussig duften. Genau wie andere alternative Mehlsorten hat es einen höheren Fettgehalt und kann deshalb schneller schlecht werden – das erkennst du am bitteren Geruch und Geschmack. Unser Tipp: Kaufe nur so viel Kokosmehl wie du brauchst und bewahre es in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank (noch besser im Gefrierfach) auf. So sollte es sich etwa ein Jahr lang halten.

Aufgrund des hohen Anteils an Ballaststoffen kannst du Weizenmehl nicht 1:1 mit Kokosmehl ersetzen. Stattdessen solltest du für 125 g Weizenmehl ca. 30 - 45 g Kokosmehl verwenden. Gebäck, das nur mit Kokosmehl zubereitet wurde, kann etwas fest werden, weil die Kokosnuss den Großteil der Flüssigkeit aufsaugt. Wir empfehlen dir daher, verschiedene Mehlsorten zu kombinieren oder zusätzlich 60 ml Flüssigkeit in den Teig zu geben, damit dein Gebäck nicht zu fest und trocken wird. Dieser Paleo Bananenkuchen mit Walnüssen ist ein köstliches Beispiel.

Kochen mit Kokosmilch

Genauso wie Kokosmehl ist Kokosmilch ein Erzeugnis aus dem Fleisch der Kokosnuss, für das gehobelte Kokosstücke so lange gekocht werden, bis die Flüssigkeit extrahiert. Die Stücke werden anschließend herausgefiltert, so dass nur noch eine dicke, cremige Schicht und eine dünnere Milchschicht übrig bleiben. Kokosmilch wird meistens in Konserven oder Kartons verkauft. Zum Kochen und Backen solltest du am besten auf die Variante aus der Konserve zurückgreifen, denn diese ist deutlich reichhaltiger und dickflüssiger. Wie wäre es zum Beispiel mit dieser Dal Suppe? Kokosmilch aus Kartons ist eher zum Trinken gedacht und wurde deshalb mit Wasser verdünnt. Ein Schluck davon verleiht deinem Kaffee oder Müsli eine wunderbar süßliche Note.

Der Unterschied zwischen raffiniertem und unraffiniertem Kokosöl

Es gibt zwei herkömmliche Arten von Kokosöl – raffiniertes und unraffiniertes Kokosöl. Unraffiniertes, auch bekannt als natürliches oder pures Kokosöl, wird direkt aus dem frischen Fleisch der Kokosnuss extrahiert und anschließend nur gering weiterverarbeitet. Sein Aroma ist deutlich süßer und schmeckt mehr nach der Kokosnuss. Raffiniertes Kokosöl wird dagegen aus getrocknetem Kokosnussfleisch gewonnen und anschließend so sehr weiterverarbeitet, dass es die meisten Aromen verliert und nur ein relativ neutraler Geschmack zurückbleibt. Einige raffinierte Kokosöle enthalten sogar chemische Weißmacher oder Geruchsstoffe – wirf daher immer zuerst einen Blick auf das Etikett.

Kokosöl wird ab einer Temperatur unter 25°C fest und verflüssigt bei wärmeren Temperaturen. Es sollte daher am besten an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt werden und nicht in der Nähe großer Hitze wie deinem Backofen und Herd. Richtig aufbewahrt ist Kokosöl bis zu zwei Jahre haltbar. Abgelaufenes Öl verändert seine Farbe und riecht „schlecht“.

Aufgrund seiner Textur ist Kokosöl in seiner festen Form ein perfekter Butterersatz und kann in Backrezepten für jedes beliebige Fett eingesetzt werden. Probiere es mit unserem Zucchini-Limetten-Kuchen aus, bei dem das Kokosöl für einen saftigen Teig sorgt. Aufgrund seines hohen Siedepunkts eignet sich das Öl auch hervorragend zum Braten.

Gesund süßen mit Kokosblütenzucker

Kokoszucker wird aus dem Saft der Kokosnusspalme gewonnen. Er hat einen intensiven, karamell-ähnlichen Geschmack, vergleichbar mit Sirup. Für viele ist Kokoszucker eine bessere Alternative zu raffiniertem Zucker, da er einen höheren Kaliumgehalt und einen niedrigeren glykämischen Index hat, also weniger Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel als andere Lebensmittel. Kokoszucker findest du in den meisten Bioläden oder online. Weißer Zucker kann im Prinzip 1:1 durch Kokoszucker ersetzt werden, doch aufgrund seines Karamellaromas eignet er sich besonders in Gebäck wie diesem Spekulatius-Rezept.

Backen und Kochen mit Kokosraspeln und Kokosflocken

Wie der Name bereits verrät, werden getrocknete Kokosraspeln oder -flocken aus getrocknetem Kokosfleisch hergestellt. Der einzige Unterschied zwischen beiden ist, dass Kokosraspeln feiner gemahlen werden, während Kokosflocken oder -chips größer und länger sind. Beide sind weich, nussig und süßlich im Geschmack und eignen sich daher besonders zum Backen. Neben ihrem Kokosnussaroma verleihen sie Gebäck wie Macarons eine feine Struktur oder machen diese Kokos-Zitronen-Küchlein mit Glasur zu einem echten Hingucker. Sie können aber genauso gut über Porridge oder Currys gestreut werden, in Smoothies oder als knusprige Panade verwendet werden, wie bei diesem Kabeljau im Kokosmantel.

Kokoswasser als Trend-Getränk

Dieser erfrischende, gesunde Drink kommt direkt aus einer Kokosnuss. Natürliches Kokoswasser sollte leicht süßlich sein und ist eine hervorragende Elektrolyt-Quelle, die deinen Körper mit Kalium und Natrium versorgt. Durch die Ähnlichkeit zu isotonischen Sportgetränken geben viele Firmen Aromastoffe oder Zucker zum Kokoswasser, um es als Softdrink anzubieten. Wenn du Kokoswasser zum Backen oder für Smoothies verwendest (wie in diesem Afterworkout-Smoothie) solltest du Kokoswasser mit so wenig Zusatzstoffen wie möglich verwenden. Wie jedes andere Getränk kann es ungeöffnet bei Raumtemperatur gelagert werden, sollte aber nach dem Öffnen in den Kühlschrank.

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