Devan Grimsrud

Redaktionsmanagerin bei Kitchen Stories

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Von großen Mangold-Sträußen bis hin zu Körben voller saftiger Tomaten, von aromatischen Pfirsichen bis zu Bündeln knackiger roter Radieschen – die Fülle des Sommers zu genießen ist eine der einfachen Freuden des Lebens. Dieser Artikel ist Teil von unserem GROSSEN Veggie-Monat, einem Monat mit pflanzlichen Rezepten, präsentiert von Garden Gourmet. Egal, ob du Omnivor*in oder Flexitarier*in, Veganer*in oder Vegetarier*in bist, es ist für jeden etwas dabei! Um auf dem Laufenden zu bleiben, schau hier für eine vollständige Liste unserer neuesten Rezepte und Artikel vorbei und vergiss nicht, uns auf Instagram für extra leckere Inhalte zu folgen!

Gimbap (oder Kimbap) sind koreanische Algen-Reisrollen. Die farbenfrohen, in Algenblätter gewickelten Köstlichkeiten sehen aus wie kleine Mosaike und sind wahre Kunstwerke, die man mit den Händen essen kann. Leider bin ich zwar nicht damit aufgewachsen, sie auf einem Roadtrip quer durchs Land aus der Kühlbox zu essen, aber das wird mich nicht davon abhalten, genau das in Zukunft zu tun. Und ich möchte auch dich davon überzeugen.

Was ist Gimbap?

Auf Koreanisch bedeutet Gim getrocknete Algenblätter und Bap bedeutet Reis. Gimbap ist das Gericht, das diese beiden Zutaten miteinander vereint, indem Reis und verschiedene Füllungen auf die Algenblätter geschichtet werden, bevor sie aufgerollt und in perfekte (wenn nicht sogar große, also Mund weit auf!) mundgerechte Scheiben geschnitten werden. Viele Koreaner*innen auf der ganzen Welt greifen bei Picknicks gerne auf Gimbap zurück, da es einfach geteilt werden kann, leicht zu verpacken ist, mit den Händen gegessen werden kann und an sich eine mehr als überzeugende Mahlzeit darstellt.

Neben dem Gim (geröstete Algenblätter sind am besten geeignet) und dem Bap (typischerweise kurzkörniger weißer Reis, aber auch mittelkörniger, brauner oder schwarzer "verbotener" Reis) gibt es eigentlich keine festen Regeln, wenn es darum geht, das Gimbap zu füllen. Einige beliebte Zutaten sind beispielsweise eingelegter Rettich (Danmuji), Fleisch wie Bulgogi, Dosenfleisch, Schinken, Thunfisch, Krabbenimitat oder sogar Hot Dogs, Eierstreifen, Spinat, Karotten oder Kimchi, um nur einige zu nennen. Du kannst auch Käse, Mayonnaise, Fried Chicken, Kräuter oder jede Menge frisches Gemüse in dein Gimbap packen – du hast die freie Wahl!

Neben der schier endlosen Vielfalt an Füllungen, mit denen du experimentieren kannst, gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, dein Gimbap zu wickeln oder zu falten. Die beliebteste ist die klassische Rolle (hier zeigen wir dir, wie es gemacht wird), aber du kannst auch dem Tortilla-Wrap-Trend von TikTok folgen und gefaltetes Gimbap machen. Außerdem gibt es noch Gimbap-Dreiecke, die meist bereits ihre eigene Verpackung haben, um den Transport zu erleichtern, oder gar kleine gefüllte Reiskugeln, deren Name übersetzt "hässliches Gimbap" bedeutet.

Ist Gimbap das Gleiche wie Sushi?

Während Gimbap auf den ersten Blick dem japanischen Sushi (insbesondere Makizushi) sehr ähnlich sieht, ist es keineswegs das Gleiche. Bei Gimbap wird Reis verwendet, der mit geröstetem Sesamöl und Salz gewürzt wird, während Sushi-Reis mit Reisessig, Salz und etwas Zucker für einen süßen, leicht säuerlichen Geschmack gewürzt wird. Gimbap-Füllungen sind typischerweise gekocht und können auch problemlos vegan zubereitet und serviert werden. Sushi-Füllungen hingegen basieren hauptsächlich auf rohen Meeresfrüchten und werden nicht so oft vegetarisch oder vegan zubereitet. Gimbap vereint bereits alle herzhaften Aromen in sich und wird daher typischerweise ohne jegliche Begleitung serviert, während Sushi oft mit Sojasauce, Wasabi und eingelegtem Ingwer gereicht wird. Letztendlich ist Gimbap eher ein Gelegenheitsessen und wird oft zu Hause zubereitet oder für ein schnelles Mittagessen vom Imbiss geholt. Daher besitzt es nicht das "Prestige" der gehobenen Küche, das viele Sushi-Restaurants und Sushi-Köche haben.

Warum Gimbap die perfekte Lösung für ein Picknick ist und welche 6 Tipps du für die Gimbap-Zubereitung unbedingt kennen solltest

Ganz egal, wie du dein Gimbap wickelst oder rollst, es lässt sich nicht leugnen, dass dieses Gericht für Unterwegs und für das Essen mit den Händen wie geschaffen ist. Es ist eine großartige Alternative zu einem Sandwich und durch den Reis ist Gimbap auch eine unglaublich sättigende Energiequelle nach dem Schwimmen oder einer langen Wanderung. Du kannst es in Scheiben schneiden und in eine Brotdose oder Tasche packen oder einfach die ganze Rolle in Frischhalte-, Alufolie oder Bienenwachs einwickeln, um sie später in Scheiben zu schneiden oder wie einen großen Gimbap-Burrito zu essen. Die Scheiben sind super zum Teilen mit Freund*innen und der Familie geeignet und unser Rezept lässt sich leicht in den Portionen variieren.

Bevor du dich an die Zubereitung deiner Gimbaps machst, hier ein paar hilfreiche Tipps, die du beachten solltest:

1. Überfülle deine Rollen nicht: Das ist der springende Punkt! Es mag verlockend sein, viel Füllung in die Rolle zu packen, aber das Algenblatt kann wirklich nur eine begrenzte Menge aufnehmen. Um zu testen, ob die Rolle zu voll ist, beginne sie vorsichtig aufzurollen. Der Reis auf der Seite, die dir am nächsten ist, sollte mit dem Reis auf der Seite, die am weitesten von dir entfernt ist, verbunden sein. Wenn das nicht der Fall ist, nimm etwas Füllung heraus. 
2. Zögere nicht, wirklich fest zu drücken: Wenn du deine Rolle nicht fest genug zusammendrückst, kann sie leicht auseinanderfallen. Diese Lektion habe ich oft lernen müssen. Hab also keine Angst davor, die Rolle von allen Seiten fest zusammenzudrücken, damit sie zusammenhält und in schöne, dichte Scheiben geschnitten werden kann.
3. Der Trick für perfekt rundes Gimbap? Eine Bambusmatte: Ich habe versucht (und das immer wieder), Gimbap mit der Hand zu rollen oder ein sauberes Küchentuch oder ein Stück Backpapier zur Hilfe zu nehmen. Obwohl das Ergebnis einigermaßen passabel war, war es doch mühsamer und gab mir nicht die gewünschte schöne runde Form. Die meisten asiatischen Lebensmittelläden haben relativ günstige Bambus-Rollmatten und ich kann nur empfehlen, sich für dieses Rezept eine zuzulegen. 
4. Lass deine Füllungen gut abtropfen: Obwohl der Reis eine hervorragende Barriere zwischen der Füllung und dem Algenblatt bildet, ist es dennoch wichtig, dass die Füllungen nicht zu viel Flüssigkeit enthalten. Für ein optimales Ergebnis sollte man sie gut abtropfen lassen oder trocken tupfen.
5. Verteile den Reis mit feuchten Händen: Du hast Probleme den Reis zu verteilen? Wenn du deine Hände benutzt, befeuchte sie, um ein Festkleben zu verhindern. Wenn du einen Reislöffel verwendest, benetze ihn dafür mit ein wenig mehr Sesamöl.
6. Spare etwas Zeit und bereite die Gimbap-Füllungen im Voraus zu: Während Gimbap selbst nicht besonders gut im Voraus zubereitet werden kann (der Reis kann schnell austrocknen, wenn er 12 oder mehr Stunden im Kühlschrank aufbewahrt wird), kannst du ein wenig tricksen, indem du alle Füllungen ein oder zwei Tage im Voraus zubereitest. An dem Tag, an dem du dann Gimbap zubereiten und servieren willst, brauchst du nur noch den Reis zu kochen, alles zusammenzusetzen und in Scheiben zu schneiden! Den Reis vor dem Rollen etwas abkühlen lassen, indem du ihn (nachdem er mindestens 10 Min. geruht hat) in eine große Schüssel oder auf ein Blech gibst, ihn würzt und ziehen lässt.

Devan macht Gimbap

Devan macht Gimbap

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