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Laura

Kontributor

Die Maracuja (auch Gelbe Granadilla) und die Passionsfrucht (auch Purpurgranadilla)
unterscheiden sich hauptsächlich durch die grün-gelbe und violette Farbe und durch ihr Verwendungsgebiet. Die eine hauptsächlich für Saft, die andere zum Löffeln sowie für Saucen und Mousse – hier erfährst du, was du mit der exotischen Frucht der Passionsblumen alles machen kannst.

Maracuja vs. Passionsfrucht: Was ist überhaupt der Unterschied?

Wenn man eine Maracuja in der Hand hält, ist es nicht ungewöhnlich, sich im selben Moment zu fragen, was eigentlich der Unterschied zu der Passionsfrucht ist. Die Südfrüchte werden oft gleichgesetzt oder verwechselt, obwohl es markante Unterschiede gibt.
Beide Sorten gehören zur Familie der Passionsblumen, von denen nur wenige Früchte genießbar sind. Sie wachsen in warmen bis tropischen Regionen wie Südamerika, Hawaii, Australien und Neuseeland. 87 Prozent der Weltproduktion stammen aus Brasilien und Ecuador.

Bereits äußerlich gibt es große Unterschiede zwischen Maracujas und Passionsfrüchten. Maracujas haben eine glatte, grün-gelbe Schale, gelbes Fruchtfleisch sowie einen weitaus höheren Säuregehalt, weshalb sie vorwiegend zur Saftgewinnung genutzt werden. Achte einmal bei deinem nächsten Supermarktbesuch darauf – auf den Verpackungen sind trotzdem meist Passionsfrüchte statt Maracujas abgebildet. Passionsfrüchte sind nur halb so groß wie Maracujas, haben eine dunkelrot bis violett farbige Schale und ein orange leuchtendes Fruchtfleisch. Im heimischen Supermarkt sind diese ganzjährig zu finden. Aufgrund der Süße werden Passionsfrüchte statt der Maracujas fürs Kochen und Backen verwendet. Sie sind in vielen Desserts und Süßspeisen zu finden und neben ihrer leuchtenden Farbe ein frischer, tropischer Genuss.
Für beide Sorten gilt: Umso schrumpeliger die Haut (ähnlich wie bei Avocados), desto reifer und süßer die Frucht. Eine weitere Gemeinsamkeit sind die bis zu 250 schwarzen Kerne in jeder Frucht, die du aber ohne Bedenken mitessen kannst – und die für eine zusätzliche Knackigkeit sorgen.

Maracujas richtig aufschneiden und essen

Es gibt nichts erfrischenderes, als an einem heißen Sommertag eine Maracuja (oder Passionsfrucht) in zwei Hälften zu schneiden und diese auszulöffeln. Manchmal mache ich mir noch weniger Arbeit und schlürfe die beiden Hälften einfach direkt aus der Schale. Die Früchte sind zwar nicht besonders groß, aber gerade richtig für einen tollen Snack zwischendurch, einfach zu transportieren und auch noch richtig gesund!
Die weiße Haut im Inneren ist allerdings nicht essbar. Sie ist sehr bitter ist und enthält keinerlei Nährstoffe.

Die richtige Lagerung

Maracujas und Passionsfrüchte lassen sich bis zu drei Wochen im Kühlschrank lagern. Wenn du noch unreife Früchte kaufst, lass sie auf Raumtemperatur weiterreifen, bis sich die Schale kräuselt. Erst dann erst solltest du die Früchte in den Kühlschrank legen. Einmal angeschnitten, sollten beide Hälften sofort verzehrt werden, da das Fruchtfleisch sonst austrocknet.

Vitamine, Nährwerte und gesundheitliche Wirkung der Frucht

100 Gramm Maracujas und Passionsfrüchte enthalten knapp 90 Kalorien, sind reich an Vitamin B und C, Eisen, Phosphat und haben einen hohen Calcium- sowie Magnesiumgehalt. Calciumsorgt für starke Knochen und Zähne, Magnesium ist wichtig für die Muskulatur und das Nervensystem. Kaum eine andere Frucht bietet mit 39 Milligramm einen so hohen Magnesiumanteil. Besonders der Vitamin-C-Gehalt, der unsere Abwehrkräfte stärkt, ist für eine so kleine Frucht groß: Eine Maracuja deckt bereits ein Viertel des Tagesbedarfs. Nur die Orange hat einen noch höheren Vitamin-C-Gehalt. Nebenbei entwässert die Maracuja unseren Körper auf sanfte Weise, schützt unsere Zellen, stärkt Augen und Haut. Eine echte Powerfrucht also!
Lies weiter, um passende Rezepte mit den tropischen Früchten zu entdecken!

Kuchen, Torten & Mousse: die besten Maracuja-Rezepte

Wenn auch du den Sommer nicht ohne ein fruchtiges Rezept mit Passionsfrüchten (wir haben ja gelernt, dass diese fürs Kochen verwendet werden) davon streichen lassen möchtest, dann wirst du hier fündig. Mein Tipp – denn der Sommer geht schneller vorbei, als man denkt – ist gleichermaßen einfach und genial: püriertes Fruchtfleisch in Eiswürfelformen einfrieren und sie in ein Glas Wasser oder Prosecco geben. Sogar im Dressing eines Sommersalates sorgt Maracuja für eine fruchtige Abwechslung.

Maracuja-Frischkäsetörtchen

Maracuja-Frischkäsetörtchen

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Diese himmlischen Törtchen sind eine Hommage an den Sommer und eine tolle Kombination aus erfrischender Frucht und samtiger Frischkäsecreme. Die kleinen Portionen sind perfekt für jede Sommerparty, Geburtstage oder ein Nachtisch für jeden Tag. Noch praktischer, dass sie nicht gebacken werden müssen.

Passionsfrucht-Mousse

Passionsfrucht-Mousse

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Das Mousse ist nicht nur kinderleicht, sondern unglaublich vielseitig. Du kannst jedes Dessert damit verfeinern – ob Dessertcremes, Torten oder Eis. Ich gebe die Mousse einfach morgens in mein Müsli und träume mich damit an die tropischen Strände der Welt, bevor es für mich ins Büro geht.

Honigpudding mit Sesam-Reis-Crumble und Passionsfrucht

Honigpudding mit Sesam-Reis-Crumble und Passionsfrucht

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Das Rezept ist viel unkomplizierter, als es aussieht und obendrauf noch ein absoluter Augenschmaus. Die Passionsfrucht verleiht der Honigcreme die eine fruchtige Note und rundet das Rezept wunderbar ab.

Zimt-Porridge mit karamellisierten Orangen

Zimt-Porridge mit karamellisierten Orangen

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Eine absolute Vitamin-C-Bombe! Damit startest du gesättigt und gestärkt in den Tag. Du kannst die Milch und Crème fraîche ganz einfach durch eine pflanzliche Variante austauschen – in jedem Fall ein himmlisch fruchtiger Porridge mit einer würzigen Zimtnote.

Schick uns dein Lieblingsrezept und teile deine Maracuja- bzw. Passionsfrucht-Kreation mit der Community. Wir freuen uns über deinen Beitrag und ein Foto in den Kommentaren!

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