Lara

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Wie sollte man am besten Obst und Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns alle 2 Wochen bei Kitchen Stories einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Markt wartet auf uns!

Auch wenn sich Himbeeren bei uns erst in den letzten Jahren als Superfrucht einen Namen gemacht haben, gehören sie genau genommen zu den ältesten Kulturpflanzen Deutschlands. Ihr Vorfahre, die “europäische Waldhimbeere“, wurde bereits im Mittelalter in Klostergärten angebaut und schon damals als Wunderheilpflanze verehrt. Und das zu Recht: Die rote Frucht, die auch Mollbeere, Hirschbeere, Himpelbeere oder Hohlbeere genannt wird, hat neben einem wunderbaren Geschmack noch so viel mehr zu bieten – und zwar: wahre Superkräfte! Was die Himbeere alles kann und wie du sie zubereiten kannst, erfährst du hier.

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1. Hallo, mein Name ist Himbeere

Obwohl die Himbeere auf Grund ihres Namens oft für eine Beere gehalten wird, ist sie botanisch gesehen eine Sammelsteinfrucht. Die vielen kleinen einsamigen Steinfruchtperlen, die sich am Fruchtzapfen ansammeln, sind nämlich die eigentlichen Früchte. Die Himbeerpflanze gehört zur Familie der Rosengewächse, wächst bis zu zwei Meter hoch und blüht von Mai bis August. Je nach Sorte können die Früchte dann zwischen Juni und Oktober geerntet werden.

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Wer keinen Garten hat, kann einige Himbeersorten sogar auf dem Balkon oder in einem ausreichend großen Topf (mind. 25 Liter Fassungsvermögen) anpflanzen. Dafür hast du je nach Sorte eine relativ lange Pflanzzeit von März bis Oktober. Zuchtsorten wie die Zwerg-Himbeere oder Säulen-Himbeeren können sogar zweimal im Jahr geerntet werden, wenn du sie regelmäßig gießt und düngst. Am besten wachsen die Himbeeren auf einem sonnigen Balkon, der die Pflanzen gleichzeitig vor Wind schützt. Je nachdem, ob du eine früh oder spät tragende Himbeersorte angebaut hast, musst du außerdem die Ruten nach der Ernte oder im Herbst schneiden, damit du dich auch im nächsten Jahr über die eigene Himbeerernte freuen kannst.

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2. Warum Himbeeren so gesund ist

Himbeeren sind wahre Vitamin-C-Bomben: mit 25 Milligramm auf 100 Gramm können sie ein Viertel des benötigten Tagesbedarfs eines Erwachsenen decken. Auch ihre restlichen Nährwerte können sich sehen lassen: B-Vitamine, das Provitamin A sowie die Mineralstoffe Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen sind für unseren Körper besonders nützlich. Gemeinsam stabilisieren sie das Immunsystem, schützen vor Erkältungen und stärken Knochen, Zähne sowie Muskeln. Zudem helfen sie bei der Zellteilung sowie der Blutbildung und können im Zusammenspiel mit den Fruchtsäuren, Gerb- und Ballaststoffen unsere Verdauung unterstützen.

Die in den Himbeeren enthaltenen und für die schöne Farbe verantwortlichen sekundären Pflanzenstoffe wirken auf unseren Körper zudem antioxidativ. Das bedeutet: Sie neutralisieren zellschädigende Prozesse, die von freien Radikalen ausgelöst werden und schützen so unsere Zellen. Es wird ihnen sogar nachgesagt, dass sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und das Risiko bestimmter Krebserkrankungen senken können.

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Ebenfalls beachtlich: Trotz ihrer Süße hat die Himbeere relativ wenig Zucker und wenig Kalorien: nur 34 Kalorien pro 100 Gramm. Da sie größtenteils aus Wasser besteht, aber gleichzeitig einen hohen Gehalt an Ballaststoffen hat, ist sie somit der perfekte Snack für Zwischendurch – energiebringend, sättigend und gesund.

Auch die Blätter der Himbeerpflanze können ohne Bedenken verzehrt werden. Vor allem für Frauen sind sie aufgrund ihrer Inhaltsstoffe besonders empfehlenswert, denn in Form von Tee oder als Tinktur regulieren die Himbeerblättern den weiblichen Zyklus und verringern Menstruationsbeschwerden. Da in den Blättern reichlich knochenstärkendes Calcium enthalten ist, sind sie das ideale Wundermittel für Frauen in oder nach den Wechseljahre – zu dieser Zeit führt der auftretende Östrogenmangel nämlich zu einem Abbau von Knochensubstanz.

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3. Wie du die perfekten Himbeeren findest und lagerst

Himbeeren solltest du am besten regional kaufen. Da die Früchte nach dem Pflücken nicht nachreifen, können die Beeren so besonders lang am Strauch reifen. Reife Beeren haben eine pralle Oberfläche, sind rot glänzend und sehr süß. Heutzutage gibt es auch gezüchtete Beeren in Gelb und Schwarz – diese sind in Deutschland aber eher seltener zu finden. Zu früh geerntete Beeren erkennst du daran, dass sie leicht sauer schmecken. Beim Transportieren solltest du besonders vorsichtig sein, da die Beeren sehr druckempfindlich sind.

Auch bei der Lagerung von Himbeeren ist Vorsicht geboten, denn in zu warmer Umgebung kann sich schnell Schimmel bilden. Sortiere daher schlechte Beeren zuerst aus und lagere die restlichen Himbeeren offen im Kühlschrank. Noch besser ist es, wenn du sie vorher auf einem Teller verteilst, sodass die einzelnen Früchte nicht miteinander in Berührung kommen.

Im Kühlschrank hast du dann bis zu drei Tage Freude an ihnen. Je schneller du sie isst, desto frischer und intensiver ist ihr Geschmack.

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4. Wie du Himbeeren zubereitest

Generell gilt: Himbeeren sollten vor dem Verzehr nicht gewaschen werden, da ihr Geschmack sonst verwässert. Da sie nicht mit Erde in Berührung kommen, sollten sie in der Regel auch nicht verschmutzt sein. Ist dies doch mal der Fall, kannst du die Himbeeren vorsichtig in ein Sieb legen und dieses in eine Schüssel mit Wasser tauchen. Halte die Früchte auf keinen Fall unter fließendes Wasser, da sie unter dem festen Wasserstrahl kaputt gehen können. Nun kannst du die Himbeeren im Sieb kurz abtropfen lassen, auf einem Küchenpapier verteilen und sie dort trocknen lassen.

Falls du Himbeeren einfrieren möchtest, kannst du sie mit etwas Abstand zueinander auf einem Teller verteilen, ins Tiefkühlfach stellen und circa eine Stunde vorfrieren. Anschließend füllst du die Früchte in einen Gefrierbeutel oder einen geeigneten Behälter und steckst sie erneut ins Tiefkühlfach. Aufgetaute Himbeeren sind immer etwas matschig, du kannst sie aber super zu fruchtigen Smoothies und Nachspeisen weiterverarbeiten.

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Bei der Verarbeitung sind dir keine Grenzen gesetzt: in süßen und herzhaften Rezepten macht die Himbeere eine tolle Figur. Von Muffins, Cupcakes und Tiramisu bis zu Cheesecake oder einer erfrischenden Himbeer-Joghurt-Torte gibt es keinen sommerlichen Nachtisch, der nicht mit Himbeeren versüßt werden kann. Ein besonderer Pluspunkt: auch unter Hitze behalten die Beeren ihr süß-säuerliches Aroma, weshalb du problemlos mit ihnen Kuchen backen kannst. In Kombination mit Joghurt, Quark oder Mascarpone und zerbröselten Keksen hast du außerdem in Nullkommanix ein leckeres Dessert.

Wer es herzhaft mag, kann die Himbeeren auch in Salaten, mit Käse oder sogar als Chutney zu Wild- und Kalbsfleisch probieren.

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Wenn du dich auch nach der Himbeersaison an den süßen Beeren erfreuen möchtest, kannst du sie natürlich auch zu Marmelade oder Gelee einkochen. Wie einfach das geht, erfährst du in diesem Artikel.

5. Was du jetzt kochen solltest

Wir werden die gesamte Woche neue Rezepte mit Himbeeren veröffentlichen, also schau am besten immer mal wieder vorbei! Mit diesen Rezepten kannst du direkt starten:

Feta-Päckchen mit Himbeeren und Pistazien

Feta-Päckchen mit Himbeeren und Pistazien

→ zum Rezept

Windbeutel mit Himbeeren und Pistazien

Windbeutel mit Himbeeren und Pistazien

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Gebackene Vanillecreme mit warmen Himbeeren

Gebackene Vanillecreme mit warmen Himbeeren

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Matcha Tiramisu mit Himbeeren

Matcha Tiramisu mit Himbeeren

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Himbeerschnitten

Himbeerschnitten

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Himbeersorbet mit 3 Zutaten

Himbeersorbet mit 3 Zutaten

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