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Lisa Schölzel

Senior Food Redakteurin bei Kitchen Stories

instagram.com/whatscookinglisa/

Wie sollte man am besten Obst und Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns bei Kitchen Stories alle 2 Wochen einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Wochenmarkt wartet auf uns!

Wenn ich Feldsalat – oder bei uns im Süden eher Ackersalat – höre, dann denke ich sofort und unausweichlich an das fruchtige wie wunderbare Quittengelee-Dressing, mit dem meine Mama die Salatblätter mariniert – und an knirschendes Kauen. Aber dazu und wie du es vermeiden kannst, bei jedem zweiten Biss auf winzigen Sandkörnern und Erde rumzukauen, kannst du weiter unten weiterlesen. Das Dressing wird mit einer sehr fein geschnittenen Schalotte, Dijonsenf, etwas Wasser, Balsamicoessig, Olivenöl und 1 bis 2 Esslöffel Quittengelee (bestenfalls natürlich selbstgemacht) angerührt. Mir reicht das, ich mag Feldsalat simpel und ohne viel Schnickschnack. Wer aber gerne ein bisschen mehr auf seinem Salatteller vorfindet, der streut zum Schluss noch ein paar geröstete Walnüsse über die Blätter.

1. Wann und wo du Feldsalat kaufen kannst

Feldsalat hat bei uns hauptsächlich zwischen Oktober und März Saison und ist andernorts neben Ackersalat auch als Schafmaul, Rapunzel, Mäuseöhrchen, Nüsslisalat (Schweiz) oder Vogerlsalat (Österreich) bekannt. Er hängt nicht nur geschmacklich viele andere Salatsorten ab, sondern auch dann, wenn man auf den Vitamingehalt und die Gesundheit  achtet. Mit seinem vor allem hohen Gehalt an Eisen, Vitamin C und Folsäure ist er ein wertvolles Herbst- und Wintergemüse. Wie bei allen Zutaten, die roh verzehrt werden, sollte auch er möglichst frisch gekauft und gegessen werden. Weil Feldsalat so beliebt ist, findest du ihn auf deinem örtlichen Wochenmarkt und nahezu in jedem Supermarkt, allerdings mit Unterschieden in Qualität und Geschmack (dazu unten mehr).

Galt er früher noch als Unkraut, weil er sich überall seinen Weg gesucht und ausgebreitet hat, wird er heute wie selbstverständlich als Kulturpflanze angebaut. Er ist unkompliziert und lässt sich deswegen auch im heimischen Beet super aussäen. Um gut zu gedeihen, braucht er außerdem auch kaum Nährstoffe und gibt sich mit dem zufrieden, was das Gemüse oder Obst davor im Boden gelassen haben.
Folgendes gibt es beim Eigenanbau zu beachten: Der Salat kann nach etwa zwei Monaten geerntet werden. Willst du also im Oktober ernten, dann solltest du schon im August aussäen. Im Sommer sollte vor der Aussaat auf eine angefeuchtete Erde geachtet werden und wer sich auf sattgrüne und kräftige Röschen freut – und viel Platz im Hochbeet hat und nicht nur einen Blumenkasten auf dem Balkon –, sät mit Abstand aus.

2. Feldsalat richtig waschen und lagern

Feldsalat ist ein bisschen sensibel und braucht im Vergleich zu anderen Salatsorten etwas mehr Zuwendung. Die einzelnen Blätter werden durch die Triebe zusammengehalten, weswegen sich darin auch immer etwas Sand vom Anbau sammelt. Diesen entfernst du durch mehrmaliges und gründliches Waschen unter kaltem Wasser. Am besten füllst du das Waschbecken oder eine Schüssel mit Wasser und ziehst den Salat dann vorsichtig hindurch. Trockne den Feldsalat durch Tupfen ab (lass die Salatschleuder im Küchenschrank) und schon kann er direkt verwendet werden. Hast du etwas mehr gekauft (und die Blätter sind noch nicht in deinem morgendlichen Smoothie gelandet) und möchtest ihn so lagern, dass er nicht matschig wird (was diese Salatsorte leider schnell wird), dann befeuchte ein Trockentuch etwas und schlage ihn darin ein. Jetzt bleibt er im Kühlschrank einige, wenn auch wenige, Tage frisch und knackig.

3. Wie du Feldsalat zubereiten kannst

Feldsalat schmeckt umso intensiver und herzhafter, je kleiner und fester die Blättchen sind. Ich persönlich ziehe die kleinen und dunkelgrünen Röschen den größeren und hellgrünen Blättern vor. Schon pur und ohne Dressing hat er vor allem dann einen ganz eigenen Geschmack, der ihn sehr anpassungsfähig macht. Er lässt sich damit hervorragend mit Speck und Granatapfelkernen kombinieren oder mit Orangen und Ziegenkäse oder anderen Früchten wie Mango- und Apfelschnitzen oder Erdbeeren servieren. Generell funktionieren fruchtige Zutaten – ähnlich wie das Quittengelee im Dressing meiner Mama – besonders gut mit dem leicht nussigen Geschmack der Blätter. In diese Kategorie fällt auch Himbeer- oder Granatapfelessig – vielleicht kombiniert mit Balsamico-Champignons?

4. Was du jetzt ausprobieren solltest

Wir werden die ganze kommende Woche über neue Rezepte mit Feldsalat mit dir teilen. Falls du es aber nicht abwarten kannst, neue Rezepte auszuprobieren, starte doch einfach mit Feldsalat und einem fruchtigen Quittengeleedressing – oder mit diesen hier:

Ziegenkäse-Crème-Brulée und Feldsalat mit Apfeldressing

Ziegenkäse-Crème-Brulée und Feldsalat mit Apfeldressing

→ zum Rezept

Gebackener Brie mit Cranberrys und Rosmarin

Gebackener Brie mit Cranberrys und Rosmarin

→ zum Rezept

Feldsalat mit gebackener Kaki und Ahornsirup-Senf-Vinaigrette

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→ zum Rezept

Herbstsalat mit Topinambur

Herbstsalat mit Topinambur

→ zum Rezept

Gebratene Lachsfilets auf Feldsalat

Gebratene Lachsfilets auf Feldsalat

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Wie isst du Feldsalat am liebsten? Wir freuen uns über Inspirationen in den Kommentaren!

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