Lisa-Kristin Erdt

Redaktionsassistent bei Kitchen Stories

Sie hat viele Namen: Kaiserschote, Zuckererbse, Knackerbse, Kefe oder Mange-tout – den meisten ist sie aber als Zuckerschote geläufig. Ganz schön vielseitig, dieses Gemüse, und damit ist nicht nur ihr Name gemeint. Die leicht süßliche Erbsensorte kann man beherzt mitsamt Schale und Innenleben verspeisen. Vorher solltest du sie aber zubereiten, und mit so einigen Kniffen geht das auch ganz leicht. Oder kann man die Schote am Ende sogar roh essen? Wie du sie in unwiderstehliche Gerichte verwandelst, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Zuckerschoten: Was für ein Gemüse ist das eigentlich?

Ich erinnere mich an meine Kindertage, in denen ich die Gartenarbeit am liebsten im Erbsenfeld erledigt habe. Nicht etwa, weil das Wühlen in der Erde so Spaß gemacht hat, sondern weil das Verspeisen der zarten Erbsen wie eine Belohnung nach mühevoller Arbeit war.

Die Zuckerschote zählt immerhin nicht ohne Grund zu einer der beliebtesten Erbsensorten! Hierzulande fühlt sie sich wohl und wird in den meisten Beeten ambitionierter Hobbygärtner angepflanzt. Aber auch in Nordamerika, Indien und Teilen Afrikas wächst und gedeiht das Gemüse. Die Schicht, die die Erbsen umgibt, macht die Zuckerschote zu einem Hülsenfrüchtler. Sie sorgt dafür, dass die Früchte in der Hülse nicht zäh werden – so bleiben sie besonders knackig.

Wegen ihres hohen Proteingehaltes wirken sie sich positiv auf die Nerven aus, außerdem enthalten sie viele Kohlenhydrate und halten lange satt. Darüber hinaus sind sie voll von Eisen, Phosphor und Kalium sowie Ballaststoffen und Vitaminen. Die wertvollen Inhaltsstoffe tragen dazu bei, den Cholesterinspiegel zu senken, die Verdauung anregen und den Körper zu entgiften.

Zubereitungsarten: So werden die Zuckerschoten richtig lecker

Zuckerschoten sind an ihrer Knackigkeit nicht zu übertreffen. Daneben trägt ihre saftig grüne Farbe unweigerlich dazu bei, auch die herzhaftesten Gerichte aufzufrischen. Die Verarbeitungsmöglichkeiten der Hülsenfrucht sind vielseitig und ihre Zubereitung ein Kinderspiel – hier zeigen wir dir, wie es geht!

Putzen, vorbereiten, schneiden

Bevor du in die Schote beißt oder sie weiter verarbeitest, solltest du die Fäden entfernen, die an der Schote entlang wachsen. Sie sind schwer kaubar und können dein Genusserlebnis trüben. Wasche sie unter laufendem Wasser gut ab und schneide Pflanzenreste von den Enden ab, falls vorhanden. Schon können sie in den Topf wandern.

Zuckerschoten kochen

Zuckerschoten entfalten ihre Süße beim Garen. Um die grüne Farbe und ihre knackige Frische zu bewahren, solltest du sie blanchieren, anstelle sie zu kochen. Dazu gibst du sie in kochendes Wasser und lässt sie 3 Minuten darin köcheln. Anschließend schreckst du die Schoten in Eiswasser ab – fertig!

Knackig aus der Pfanne

Durch das Anbraten des Gemüses verleihst du ihm wohlschmeckende Röstaromen. Erhitze dafür einen bis zwei Esslöffel Pflanzenöl oder Butter in einer Pfanne und brate die Schoten für maximal drei Minuten an. Schwenke die Pfanne währenddessen, damit sich die Hitze an den Schoten gut ausbreiten kann. Für noch mehr Geschmack können Zwiebelwürfel, gehackter Knoblauch, Chilis und Ingwer bereits während des Bratens sorgen. Würze sie anschließend nach Belieben.

Zuckerschoten als Ofengemüse

Zusammen mit anderen Gemüsesorten machen sich Zuckerschoten wunderbar als Ofengemüse. Schneide dazu dein Lieblingsgemüse in mundgerechte Stücke, lege es auf ein Backblech, benetzte es mit Olivenöl und würze alles nach Belieben. Backe das Gemüse bei 180 Grad für ca. 45 Minuten. Prüfe dabei regelmäßig, ob es bereits gar ist. Du solltest bedenken, dass Gemüse wie Möhren und Kartoffeln eine längere Garzeit benötigen und dementsprechend in kleinere Stücke geschnitten werden müssen. Die Zuckerschoten kannst du halbieren, sollten sie dir zu groß sein. Für ein leckeres Gericht aus dem Ofen eignet sich neben den Hülsenfrüchten besonders Zucchini, Paprika, Fenchel, Aubergine, und Cocktailtomaten.

Zuckerschoten einfrieren

Wenn du etwas länger Freude an den Schoten haben möchtest, kannst du sie prima einfrieren. Blanchiere sie dafür wie oben beschrieben, trockne sie gründlich ab, verschließe sie in einem Gefrierbeutel und lege sie in dein Tiefkühlfach. So halten sie sich sechs bis neun Monate.

Roh essen: Auch das geht!

Zuckerschoten können, anders als einige ihrer Verwandten, im Ganzen verspeist werden. Wo würde denn sonst auch der Spaß bleiben? Da sie besonders früh geerntet werden, ist die ungenießbare Pergamentschicht an der Innenseite der Hülse noch nicht ausgebildet. Du kannst sie sogar direkt von der Pflanze pflücken und essen, denn sie ist auch roh eine knackige Erfrischung. Irgendwie habe ich es ja schon früher gewusst, als ich das Erbsenbeet „gepflegt“ habe!

Was steckt in den unreifen Erbsen?

Da Zuckerschoten sehr früh geerntet werden, sind die Erbsen im Inneren der Hülse noch nicht vollends entwickelt. Du kannst sie aber aus der Schale herauslösen und verzehren, in ihnen stecken nämlich viele Mineralstoffe und sind dazu noch fettarm. Noch dazu sind sie gut verdaulich und eignen sich selbst ohne Hülse für die gesunde Küche.

Saison, Einkauf und Lagerung der Zuckerschoten

Frisch vom Feld haben die Schoten ihre Hauptsaison von Juni bis Juli. Teilweise bekommst du sie auch noch im September auf Wochen- und in Supermärkten. Du kannst sie aber generell das ganze Jahr über als importierte Ware erwerben.

Zuckerschoten sollten beim Kauf eine saftig grüne Farbe haben und knackig sein. Wenn du dich zwischen den Supermarktregalen einen Moment unbeobachtet fühlst, kannst du einzelne Schoten aneinander reiben – wenn sie leicht quietschen, sind sie besonders frisch. Gelbe Flecken sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass sie schon älter sind und du solltest eher die Finger davon lassen.

Im Gemüsefach hält sich die zarte Erbsensorte ungefähr drei bis fünf Tage. Besonders frisch bleibt sie, wenn du sie in ein feuchtes Küchentuch wickelst oder in einem Frischhaltebeutel aufbewahrst.

Unsere besten Zuckerschoten-Rezepte

Es ist Zeit, dir die vielen Variationen mit Zuckerschoten zu zeigen! Wir haben dir bereits erklärt, dass du sie sowohl braten als auch kochen kannst. Doch auch die rohen Schoten sind eine knackige Erfrischung in jedem Salat. Hier findest du einige unserer leckersten Rezepte samt dem Gemüse mit den vielen Namen:

Gebratener Tofu mit Zuckerschoten und Erdnüssen

Gebratener Tofu mit Zuckerschoten und Erdnüssen

→ zum Rezept

Süßkartoffel-Curry

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→ zum Rezept

Vegetarisches Kokosnuss-Curry

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→ zum Rezept

Asiatische Gemüsepfanne mit Ingwer-Limetten-Soße

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→ zum Rezept

Cowboy-Pfanne

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→ zum Rezept

Wie kombinierst du das knackige Gemüse am liebsten? Isst du es lieber roh oder gekocht? Rede mit uns in den Kommentaren darüber!

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