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Redakteure bei Kitchen Stories

Wenn es nach uns geht, könnte es jeden Tag Fondue geben. Dank der Vielfalt, die der Festtagsklassiker bereithält, kommt dabei auch nie Langeweile auf. Käsefondue, Fettfondue, Brühfondue (das reimt sich sogar), Fondue chinoise, Fondue bourguignonne – wer soll sich da denn noch auskennen?

Hier lernst du alle Fondue-Arten kennen, samt der leckersten Beilagen und Dips. Und zum Abschluss gibt’s noch schokoladiges Fondue oben drauf.

Fondue: der Kochtopf am Tisch

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns schon mindestens einmal in seinem Leben Fondue gegessen hat – falls nicht,  wird es höchste Zeit! Besonders in den kalten Monaten des Jahres steigt die Vorfreude auf gemütliches Zusammenkommen mit Freunden und Familien – und dazu passt nichts besser als Fondue. 

Das vielfältige Gericht ist stressfrei und unkompliziert zubereitet. Alle Zutaten lassen sich einfach vorbereiten, sodass jeder das Festmahl genießen kann.

Damit auch alles gelingt, solltest du den richtigen Fonduetopf wählen, denn von ihm hängt quasi der ganze Abend ab. Dabei solltest du auf hochwertige Materialien und eine gute Qualität setzen.

Gusseisen ist robust und speichert die Wärme über eine lange Zeit, darf aber nicht zu stark erhitzt werden. Töpfe aus Keramik oder Ton sind ein zuverlässiger Wärmespeicher und beeinflussen den Geschmack.

Fondue-Arten – eine köstlicher als die andere

Der Begriff Fondue stammt übrigens von dem französischen Wort fondre (deutsch: schmelzen) ab. Im Großen und Ganzen gilt alles als Fondue, wenn klein geschnittene Zutaten wie Fleisch, Gemüse oder Obst in eine heiße Flüssigkeit getunkt werden, wie zum Beispiel Brühe, Käse oder Schokolade. Es gibt viele verschiedene Fondue-Arten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir geben dir hier einen Überblick zu den bekanntesten Varianten.

Käsefondue – der Klassiker aus der Schweiz

Der Favorit unter den Fondues ist das Schweizer Käsefondue. Mit kleinen Tipps und Tricks gelingt der Käse perfekt! Reibe dazu den Käse bereits vor dem Erwärmen in den Topf. So schmilzt er schneller und verbindet sich besser mit dem Wein. Außerdem solltest du jungen Käse verwenden, da diese Sorten besser schmelzen. Um das Schmelzergebnis zu unterstützen, kannst du weitere natürliche Bindemittel hinzufügen, wie Mais- oder Kartoffelstärke.

Welchen Käse brauche ich?

Wie es sich für ein echtes Schweizer Käsefondue gehört, wird natürlich auch Schweizer Käse verwendet. Je nach Region variiert der verwendete Käse. Oft werden auch Käsesorten gemischt, wie zum Beispiel Appenzeller, Emmentaler und Gruyère. Je nach Vorliebe kannst du zwischen würzigen und milden Käsesorten wählen oder diese kombinieren.

Beilagen: Was gibt’s dazu?

Die Grundlage steht, jetzt fehlen nur noch die richtigen Beilagen. Der Klassiker beim Käsefondue ist lockeres Weißbrot. Egal, ob Baguette, Ciabatta oder getoastete Brotscheiben – schneide das Brot einfach in mundgerechte Brotwürfel. Außerdem ergänzen sich säurehaltige Beilagen perfekt zu dem nussig-cremigen Käse, zum Beispiel eingelegtes Gemüse wie Gewürzgurken, Peperoni oder Oliven.

Ein frischer Beilagensalat, Weintrauben und Birnenscheiben sorgen für etwas mehr Frische. Grundsätzlich sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Du kannst all das servieren, was du auch sonst gerne in Kombination mit Käse essen würdest.

Fondue chinoise, oder: das Brühfondue

Fondue Chinoise (chinesisches Fondue) oder Brühfondue stammt ursprünglich aus Asien. Dabei wird als warme Flüssigkeit eine Rindfleisch- oder Geflügelbrühe zubereitet, in der das Fleisch gekocht wird. Du kannst die Brühe mit frischen Kräutern und Aromen wie Koriander, Rosmarin und Thymian abschmecken. Sogar Ingwer, Frühlingszwiebeln oder Kurkuma passen hervorragend dazu. Im Vergleich zu Fett- oder Käsefondue ist das Brühfondue eine kalorienärmere Variante.

Noch zwei Tipps: Salze die Brühe nicht zusätzlich, da sie mit zunehmender Kochzeit reduziert und dadurch salziger und schärfer wird. Verwende außerdem vor allem weiße Fleischsorten, wie Geflügel oder Schweinefilet. Das Fleisch sollte unbedingt vor dem Verzehr durchgegart sein.

Im Gegensatz zum Fettfondue kann die Brühe auch mit gegessen werden und ist besonders aromatisch, nachdem Fleisch darin gegart wurde.

Fondue Chinoise

Fondue Chinoise

→ zum Rezept

Brühe aus Gemüse, Rinder- oder Fischfond selber machen

Die Brühe ist das A und O beim Fondue, und die schmeckt selbstgemacht natürlich am besten. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und einem passenden Video kannst du jetzt ganz einfach deinen hausgemachten Fischfond, hausgemachte Gemüsebrühe oder hausgemachte Rinderbrühe vorbereiten.

Fondue bourguignonne, oder: Das Fettfondue

Das klassische Fleischfondue wird auch Fondue bourguignonne oder Fettfondue genannt. Im Original stammt es aus der französischen Schweiz und wird mit Rinderfilet zubereitet. Du kannst auch jede andere Fleischsorte verwenden, greife aber immer zum Filet. Das Fleisch wird in Fett gegart, nachdem dieses vorher erhitzt wurde.

Auch Öl ist nicht gleich Öl! Verwende hoch erhitzbares Öl wie Rapsöl oder Sonnenblumenkernöl, und lasse die Finger von kalt gepresstem Öl. Fülle den Topf nur bis zur Hälfte, damit du keine Verbrennungen von Ölspritzern riskierst.

Für alle Vegetarier: Einfach Halloumikäse mit Mehl panieren und im Topf frittieren. Genauso gehst du mit Gemüse vor, dass du vorab mit Bierteig panierst und dann im Fettfondue ausbäckst.

Fondue Bacchus: Wein statt Brühe im Fonduetopf

Ja, du hast richtig gelesen! Bei Fondue Bacchus handelt es sich um einen Rot- oder Weißweinsud. Traditionell wird eine Rotwein-Bouillion angesetzt und Rinderfilet darin gegart. Zu Weißweinsud passt am besten Fisch oder Kalbsfilet. 

Welche Beilagen passen zu Fondue?

Damit das Festessen auch ein großer Erfolg wird, brauchen wir in jedem Fall die richtigen Beilagen. Je nachdem, welche Art du zubereiten möchtest, solltest du auch die passenden Beilagen wählen. Zum Fondue eignen sich leichte Beilagen wie frische Salate, Dips auf Quarkbasis oder Möhren- sowie Brokkoligemüse.

Grüner Salat mit Birnen, eingelegtes Gemüse, Weintrauben oder Trockenfrüchte und sogar Garnelen harmonieren hingegen perfekt zum Käsefondue.

Beim Brühfondue kannst du dich dafür aber so richtig austoben und deinen Beilagen sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Kartoffelsalat mit Mayonnaise-Dressing oder der beliebte Nudelsalat bringen Abwechslung zum leicht gegarten Fleisch. 

Soßen und Dips zu Fondue

Beim Fondue sind hausgemachte Soßen und Chutneys der absolute Renner. Aber auch Preiselbeermarmelade und Feigensenf gehören zu unseren All-Time Favorites. 

Schokoladenfondue: Der krönende Abschluss

Wenn die Tage kälter werden und die Sonne sich gar nicht mehr blicken lässt, ist das Schokoladenfondue wie eine Erlösung. Es ist zudem wunderbar schnell vorbereitet: Schokolade schmelzen und Früchte klein schneiden – klassische Früchte sind Erdbeeren, Himbeeren, Banane, Kiwi, Ananas und Physalis. Du kannst aber auch getrocknete Früchte wie Aprikosen oder Mango verwenden und den “unaufregenden” Sorten wie Äpfeln oder Birnen eingetunkt in Schokolade zu neuem Glanz verhelfen.

Wir empfehlen Zartbitterschokolade mit einem Kakaogehalt von mindestens 70 Prozent zu verwenden. Auch hier kannst du die Schokoladensorten mischen, wenn du es doch etwas süßer magst. Vielleicht ist aber auch noch ein Schokohase von Ostern übrig geblieben, dem es jetzt an den Kragen geht.

Welches Fondue magst du am liebsten und welche Beilagen dürfen bei dir nicht fehlen? Teile es mit der Community in den Kommentaren!

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