Dank dieser 6 Tipps ist Schluss mit fader Gemüsebrühe!

Dank dieser 6 Tipps ist Schluss mit fader Gemüsebrühe!

Außerdem: 2 *neue* Rezepte zum Ausprobieren

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Ruby Goss

Ruby Goss

Food Editor bei Kitchen Stories

www.instagram.com/ruby.goss/

Eine selbstgemachte Brühe klingt immer nach einer gewissen Herausforderung in der Küche. Etwas, das man sich am besten für einen regnerischen Tag vornimmt. Oft wird sie auch als etwas abgetan, das man einem Gericht nur hinzufügt und dem man nur selten die Aufmerksamkeit schenkt, die sie verdient. Ich bin da allerdings ganz anderer Meinung! Erstens: Die Zutaten für eine nahrhafte, einfache Gemüsebrühe sind oft unscheinbar in deiner Küche versteckt. Außerdem, das sage ich nur ungern, ist es wirklich einfacher, als du denkst! Und zweitens: Was gibt es wohltuenderes als eine dampfende, duftende Schüssel Brühe zu schlürfen?

Spare also an Zeit und sorge für mehr Geschmack! Im Gegensatz zu Brühen auf Fleischbasis braucht man bei einer Gemüsebrühe nicht viel Zeit, um sie zu köcheln und ihren Geschmack zu entwickeln: So entsteht im Handumdrehen eine leichte und gleichzeitig geschmacksintensive Brühe, die es in sich hat (außerdem müssen wir das Gemüse nicht wegwerfen, wenn wir fertig sind!)

Falls du schon einmal zu Hause mit Gemüsebrühe experimentiert hast und von etwas Wässrigem und Fadem enttäuscht wurdest, lies unbedingt weiter. Mit ein paar Tricks ist es ganz einfach, eine schnelle, reichhaltige Gemüsebrühe zuzubereiten, die voller Geschmack steckt und sich hervorragend für die Zubereitung von Nudelsuppen und vielem mehr eignet.

Eine Gemüsebrühe braucht eine ausgewogene Schichtung von Aromen, um zu überzeugen. Hier sind unsere wichtigsten Tipps:


1. Greife zu süßem Gemüse: Karotten, Lauch, Sellerie oder Knollensellerie werden nicht ohne Grund oft als Suppeneinlage verwendet. Wenn sie gedünstet und gekocht werden, geben sie süßliche, pflanzliche Aromen ab, die einen schönen Kontrast zur salzigen Brühe bilden. Mit ein bis zwei dieser Zutaten als Basis, bist du auf dem richtigen Weg.

2. Verwende Gewürze und Kräuter: Brühen werden oft mit Kräutern in verbindung gebracht. Aber vor allem Gewürze verleihen der Suppe eine ganz besondere Tiefe (das weißt du bestimmt, wenn du schon einmal eine köstlich duftende Pho gemacht hast). Sie geben nicht nur mehr Geschmack als gemahlene Kräuter, sondern setzen sich auch nicht wie ein Staubfilm auf der Suppe ab. Probiere es mit gemahlenen Koriandersamen und Fenchelsamen, wie Devan es in ihrer vegetarischen "Hühner"-Nudelsuppe unten macht. So erhältst du eine schöne, duftende Basis, ergänzt durch ein immer wieder hilfreiches Lorbeerblatt. Je nach gewünschtem Geschmacksprofil kannst du einen Hauch von Kurkuma, Sternanis, Pfefferkörnern, Piment und dergleichen verwenden.

3. Zwiebeln dürfen niemals fehlen: Keine Brühe kommt ohne mindestens eine, meistens aber mindestens zwei dieser heiligen drei Zutaten aus: Zwiebel (oder Lauch oder Frühlingszwiebeln), Ingwer und Knoblauch. Hier solltest du ruhig großzügig sein, denn sie bereichern die Brühe mit ihren Aromen und sind, wie ich finde, das Geheimnis einer wohltuenden Suppe!

4. Miso verleiht Würze und Salzigkeit: Ich habe immer haltbares, vielseitig einsetzbares weißes Miso in meinem Kühlschrank. So kann ich überall dort, wo ich es brauche, eine ausgewogene Menge an Umami und Salz hinzufügen. Ich betrachte es als den Brühwürfel der Natur. Wenn man kurz vor dem Servieren ein wenig davon in die Brühe gibt, verleiht es dem Ganzen eine besondere Tiefe, die gleichzeitig süß, herzhaft und salzig ist. Eine unverzichtbare Abrundung des Geschmacks! Du kannst die Brühe auch mit heller Sojasauce verfeinern, wie ich es in meinem Rezept für eine schnelle asiatische Suppe mit Dumplings mache.

5. Mit getrockneten Pilzen wird's deftig: Getrocknete Pilze sind wahre Geschmacksperlen. Es genügt, sie in der Brühe zu kochen oder sie in kochendem Wasser ziehen zu lassen, damit sie ihr herzhaftes, holziges Aroma entfalten können. Sie werten jede noch so dünn gewürzte Brühe auf und verhelfen ihr zu einem viel kräftigeren Geschmack. Für asiatisch inspirierte Suppen eignen sich getrocknete Shiitake (vor allem in klaren Brühen), für cremige Suppen nach europäischer Art kannst du gemischte Waldpilze oder Steinpilze verwenden.

6. Eine Prise Salz und Zucker: Für mich hat das Würzen mit einer Prise Salz und Zucker (zu praktisch allem) eine Art MSG-Effekt auf ein Gericht, wodurch die vorhandenen Aromen noch verstärkt werden. Besonders hilfreich ist das, wenn es um ein ausgewogenes Verhältnis von Aromen geht, wie etwa bei einer Brühe!

Hier sind 2 *NEUE* schnelle Rezepte mit Brühe, die dir zeigen, wie du in nur 20 Min. ein leckeres Gericht zaubern kannst.

Vegetarische "Hühner"-Nudelsuppe

Vegetarische "Hühner"-Nudelsuppe
zum Rezept

Stelle sie dir als Gemüsesuppe für die Seele vor: Die Cousine der Hühner-Nudelsuppe. Die brillante Kombination aus frisch gemahlenen Fenchel- und Koriandersamen und getrocknetem Thymian in Verbindung mit süßem Lauch, Karotten und Sellerie, sowie einem Hauch von Zitronensaft und -schale ergibt eine köstliche, schmackhafte Suppe. Diese Suppe habe ich garantiert nicht zum letzten Mal gemacht (und sie braucht gerade mal 20 Minuten!)

Schnelle asiatische Suppe mit Dumplings

Schnelle asiatische Suppe mit Dumplings
zum Rezept

Diese Suppe mit Zutaten aus der Speisekammer kommt bei mir regelmäßig auf den Tisch. Es beginnt mit Ingwer, Knoblauch und Frühlingszwiebeln, trifft dann auf getrocknete Shiitake und Karotten und wird schließlich mit Miso und Sojasauce abgerundet. Am liebsten mag ich sie mit Gemüse, Tofu und Dumplings aus der Tiefkühltruhe, aber sie eignet sich auch hervorragend als Basis für Nudelsuppen.

Wenn du weitere Fragen hast, wie du Geschmack in deine Gemüsebrühe bekommst: Frag uns einfach in den Kommentaren! 

Verfasst am 9. Februar 2022

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