Warum mich deutsches Brot an zu Hause erinnert

Warum mich deutsches Brot an zu Hause erinnert

Was ich am meisten vermisse, wenn ich im Ausland bin

Dieser Artikel ist Teil unserer Monatsausgabe “#ThrowbackNovember”, in der wir verschiedene Aspekte unserer Kindheitserinnerungen durch die Brille des Essens betrachten. Auf Basis dieser Erinnerungen haben wir neue spannende Gerichte für euch vorbereitet und mit unserem Team einen Haufen unterhaltsamer Videos produziert, die ihr schauen, teilen und mit euren eigenen nostalgischen Anekdoten kommentieren könnt. Für eine Übersicht über alle unsere wöchentlichen Themen, Artikel, Rezepte und mehr, könnt ihr hier klicken.

Als ich von meiner damals bislang längsten Reise wieder am heimischen Flughafen ankam, warteten nicht nur meine Eltern in der Ankunftshalle auf mich, sie hatten auch eine frische Brezel im Schlepptau. Ich kam aus Australien und hatte neben meinen Eltern auch das gute deutsche Brot (Vollkornbrot! Bauernbrot mit einer ordentlichen Kruste! Oder Sonntagsbrötchen und Kümmelseelen – und eben weich-knusprige salzige Brezeln) schmerzlichst vermisst. Ich bin weder die einzige, die es nach dem Abitur nicht abwarten konnte, nach Down Under abzuhauen, noch geht es nur mir so mit deutschem Brot und dessen Variationen. Vor allem dann nicht, so scheint es mir, wenn man damit aufgewachsen ist.

Man kann sich eine Weile mit den einheimischen Sorten der Länder, die man bereist, ablenken. Sie schmecken gut, sehr gut, vor allem verbunden mit der dort üblichen Küche. Aber, und dieser Punkt kommt unausweichlich immer näher, je länger man unterwegs ist und keinen Zugang zu einem Traditionsbäcker aus der Heimat hat: Wir vermissen unser Brot so sehr, dass wir uns danach sehnen, ja, sogar davon träumen. Jedenfalls in meinem Fall.

Deutsches Brot ist in seiner Vielfalt einzigartig. Nirgendwo sonst gibt es mehr Sorten als in Deutschland – über 3000 verschiedene. Kein Wunder also, dass diese Besonderheit auch ganz offiziell anerkannt und seit 2014 zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Wichtig ist aber vermutlich vor allem: Brot ist ein Gefühl. Es erinnert mich an mein Pausenbrot in der Schule (oder “Veschper”, wie wir im Schwabenland sagen), an das tägliche Abendbrot mit meiner Familie früher und an gemütliche Abende mit Freunden heute. An gutem, handwerklich hergestelltem Brot kann ich mir einen Ast abfreuen. Ein bisschen Butter und Salz – mehr braucht es dann nicht.

#ThrowbackNovember: Woche 4

#ThrowbackNovember: Woche 4

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Meine Obsession mit deutschem Brot ist eindeutig. Wie steht es mit dir: Was vermisst du am meisten, wenn du nicht in deinem Heimatland bist? Verrate es mir in den Kommentaren – ich bin gespannt!

Verfasst am 23. November 2020

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