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Kristin Bothor

Redaktionsmanagerin bei Kitchen Stories

instagram.com/kristin.bothor

Ich versuche gar nicht erst, ein Geheimnis daraus zu machen: Ich liebe die Weihnachtszeit! Mit all ihren Facetten, sogar dem Trubel, den vollen Terminkalender und die hektischen Last-Minute-Besorgungen. Denn sie gehören für mich genauso dazu wie die gemütlichen Momente zu Hause.

All das (und noch viel mehr) steht für mich genau für zwei Dinge: Wiedersehen und Erinnerungen. Das Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt, das Wiedersehen mit alten Schulfreunden im Heimatort und natürlich das Wiedersehen mit der Familie, bei dem viele geliebte Erinnerungen geweckt werden.

Kürzlich habe ich mich in unserem Team umgehört und nachgefragt, welche Erinnerungen meine Kolleg*innen aus aller Welt mit früheren Weihnachtsfesten verbinden. Und ich war schlagartig begeistert und zutiefst gerührt, wie viele schöne Geschichten sich dabei hervorgetan haben. Eines kann ich dir jetzt schon verraten, im Mittelpunkt einer jeden stand: das Weihnachtsessen!

Da ich niemandem diese herzerwärmenden Anekdoten vorenthalten könnte, möchte ich die kulinarischen (weltweiten!) Weihnachtstraditionen meiner lieben Kolleg*innen – und meine eigene – heute mit dir teilen. Neben den persönlichen Erinnerungen, verraten wir dir außerdem, wie wir unsere geliebten Weihnachtsrezepte heute zubereiten und daraus moderne Klassiker zaubern – inklusive 3 Rezepten zum Nachkochen!

Ein deutscher Klassiker mit modernem Twist

« Seit ich denken kann, verbringe ich das Weihnachtsfest mit meiner Familie im Haus meiner Tante und meines Onkels. Und jedes Jahr ist unser unbestrittenes Highlight das Weihnachtsessen an Heiligabend, auf das ich mich bereits monatelang freue: Der traditionelle Gänsebraten mit Kartoffelklößen und Grünkohl, zubereitet von meinem Onkel. Teile der Familie – mich eingeschlossen – trauen sich den gesamten Tag kaum etwas zu essen, damit abends richtig zugeschlagen werden kann. In diesem Jahr veranstalte ich mit Freunden ein vorweihnachtliches Dinner und werde mich an eine moderne Variation meines geliebten Festessens wagen: Anstelle des Gänsebratens werde ich ausschließlich Gänsekeulen zubereiten und die Soße mit Mandarinen und einem Anislikör verfeinern. »

Kristin, Food Editor

Die Verwendung von Gänsekeulen ist deutlich einfacher, als sich an einen ganzen Gänsebraten zu wagen. Am besten wählst du einen Bratentopf, idealerweise aus Gusseisen, um die Keulen gleichmäßig zu schmoren. Ich habe für die Zubereitung meiner Gänsekeulen eine runde STAUB Cocotte benutzt, um sie zunächst zugedeckt zu schmoren – der Deckel enthält einen speziellen Aromaring, der dafür sorgt, dass das Fleisch schön saftig bleibt und alle Aromen im Topf bewahrt werden.

Im Anschluss werden die Gänsekeulen ohne Deckel bei hoher Temperatur noch einmal schön knusprig gebraten. In Kombination mit der Anis-Mandarinen-Soße ist dieses Gericht ein echter Weihnachtstraum und mal etwas ganz Neues. Das ganze Rezept mit Video und Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier.

Geschmorte Gänsekeulen mit Mandarinen-Anis-Soße

Geschmorte Gänsekeulen mit Mandarinen-Anis-Soße

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Weihnachtsessen mal ganz anders: Amerikanische Rippchen

« Als ich noch klein war, haben meine Großeltern mütterlicherseits immer das Weihnachtsessen ausgerichtet und obwohl ich in Minnesota aufgewachsen bin, wo es üblicherweise immer verschneit ist und die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen, hat mein Großvater für uns Rippchen gegrillt! Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich mich in die dickste Winterjacke eingekuschelt habe, um ihm draußen am Grill Gesellschaft zu leisten – nur um bereits nach wenigen Minuten fröstelnd wieder zurück zu meiner Großmutter ins Warme zu rennen. Das Rezept war sehr simpel (obwohl ich es natürlich unheimlich lecker fand). Für eine festliche, moderne Version würde ich die Rippchen vor dem Grillen mit einer Granatapfel-Kirsch-Glasur bestreichen und für ein wenig Frische mit Granatapfelkernen, Limette und vielen Kräutern servieren. »

Devan, Food Editor

Rippchen an Weihnachten, das passt nun wirklich nicht? Wenn du das gerade denkst, dann solltest du dir Devans Rezept direkt speichern und unbedingt ausprobieren!

Schweinerippchen mit Granatapfel-Kirsch-Glasur

Schweinerippchen mit Granatapfel-Kirsch-Glasur

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Die verschiedenen Gewürze, wie zum Beispiel gemahlene Nelken, verleihen den Rippchen ein wunderbares, weihnachtliches Aroma, während die Granatapfel-Kirsch-Glasur für eine fruchtige Note und einen modernen Twist sorgt. Für den ersten Teil der Zubereitung hat Devan eine ovale STAUB Cocotte verwendet und die Rippchen im Anschluss auf einem Backblech glasiert und erneut im Backofen gebraten.

Du kannst die Rippchen nach Belieben auch am Stück anrichten, Devan empfiehlt aber, sie mit einem scharfen Kochmesser noch einmal in kleinere Portionen zu schneiden. Serviert mit vielen Kräutern, Limettenspalten und Granatapfelkernen ist dieses Gericht garantiert nicht nur ein optisches Highlight am Weihnachtstisch.

Zu süß, um wahr zu sein: ein slowenisches Festgebäck

« Eine meiner liebsten Weihnachtserinnerungen ist Potica, ein slowenisches Rezept, überliefert von meiner Urgroßmutter. Das Festgebäck besteht aus Hefeteig, der zunächst ganz dünn ausgerollt, mit einer Nussfüllung bestrichen und schließlich in Wirbeln aufgerollt und in einer Gugelhupfform gebacken wird. Meine Mutter und Tanten bereiten diese Weihnachtsspezialität noch immer jedes Jahr zu, für einen süßen Snack zwischendurch oder serviert am Weihnachtsmorgen, wenn alle die Geschenke auspacken. Ich selbst mag es, dem beliebten Gebäck eine moderne Note zu verleihen, indem ich mit verschiedenen Nusssorten und Gewürzen experimentiere und mit einer aufgeschlagenen Honigbutter serviere. »

Julie, Editor-in-Chief

Während Devan und ich unsere Rezepte relativ frei heraus entwickelten, hat Julie nichts dem Zufall überlassen und ihre Mutter um das (handschriftliche!) Originalrezept gebeten. Es muss sicher eine Ewigkeit gedauert haben, das von der Zeit gezeichnete Blatt Papier zu entschlüsseln – aber gelohnt hat es sich allemal!

Bereits nach dem Testbacken war das gesamte Kitchen Stories Team außer sich vor Begeisterung. In nicht einmal 10 Minuten war der gesamte Kuchen aus der Auflaufform verschwunden. Einige Kollegen haben sogar geschworen, sich an Weihnachten direkt an das Rezept wagen zu wollen. Haben wir auch dich überzeugt? Dann ran ans Nudelholz! In unserem Rezeptvideo zeigt dir Julie, wie du die süße Weihnachtsspezialität zu Hause zubereiten kannst.

Hefekuchen mit Nussfüllung (Potica)

Hefekuchen mit Nussfüllung (Potica)

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Weihnachten weltweit: das kommt bei uns außerdem auf den Tisch

« Bubble and Squeak ist ein sehr verbreitetes Gericht in England, das traditionell am 2. Weihnachtsfeiertag zubereitet wird. Es besteht typischerweise aus zerstampften Kartoffeln und Kohl, diese Mischung wird anschließend knusprig gebraten. Der Name stammt angeblich daher, dass die Zutaten in der Pfanne Blasen (Bubbles) bilden und quietschende Geräusche erzeugen (Squeak). Früher wurde dieses klassische Weihnachtsgericht aus den Resten des Festtagsessens zubereitet und zum Beispiel mit Bacon oder Würstchen zum Frühstück serviert. Heutzutage wird es auch vermehrt als Beilage mit „frischen“ Zutaten zubereitet. Für eine moderne Finesse ergänze ich die typischen Komponenten um Cranberrys, Esskastanien und Salbei. »

Steven, Working Student Content Operations

« In meiner Familie gibt es keinen Feiertag ohne den traditionellen Russischen Salat und auch an Weihnachten darf dieser Klassiker nicht fehlen. Man findet ihn inzwischen in unzähligen Variationen und jede Familie bereitet ihn ein wenig anders zu: so zum Beispiel mit Hähnchenfleisch, Fisch oder – wie in meiner Familie – mit Fleischwurst. Dazu kommt gekochtes Gemüse, Mayonnaise, Eier, Erbsen und unbedingt Essiggurken. Richtig gut schmeckt er mir vor allem am nächsten Morgen, wenn man müde aus dem Bett steigt, mit der Familie auf der Couch fernsieht und sich die Wiederholung des Programms vom Vorabend anschaut. Für einen modernen Twist des Klassikers empfehle ich, den Salat mit Reis, Thunfisch Sashimi und Sesam zuzubereiten – einfach köstlich! »

Ksenia, Social Media Manager

« Ich kann mir Weihnachten ohne die typisch polnischen Pilz-Pierogi wirklich nicht vorstellen. Schon allein die Zubereitung macht einen großen Teil der Tradition aus und wird in meiner Familie in Gemeinschaftsarbeit zelebriert: Zunächst wird der Teig vorbereitet, dann geht es an das Schneiden und Würzen der Pilze für die Füllung – die man natürlich auch ganz nach Geschmack variieren kann – bis hin zum großen Finale: dem Füllen und Formen der kleinen Teigtaschen. Klassischerweise werden Pierogi in Wasser gegart, meine Familie und ich bereiten seit einigen Jahren an Weihnachten jedoch eine moderne Abwandlung zu: nämlich im Ofen gebacken! Der Teig für diese Variante ist etwas schneller zubereitet, anschließend geht’s an die Füllung und dann ab in den Ofen. Auf diese Weise werden die Pierogi wunderbar knusprig – ich liebe sie! »

Paulina, Lead Video Producer

Was kommt an Weihnachten bei dir auf den Teller? Hast du auch ein traditionelles Lieblingsgericht oder probierst du jedes Jahr etwas Neues aus? Schreib es uns in die Kommentare!

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