Julia

Julia

Redakteurin

Wie sollte man am besten Obst und Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns alle 2 Wochen bei Kitchen Stories einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Markt wartet auf uns!

Wer im Winter auf der Suche nach einer kleinen Vitaminkur im Obstregal ist, sollte neben Äpfeln und Orangen auch mal eine Kaki essen. Sie wurde in der Vergangenheit oft übersehen und unterschätzt, dabei können nicht viele winterliche Obstsorten mit der orangen, exotischen Frucht mithalten, wenn es um Vielseitigkeit geht. Die süß-fruchtige Kaki hat eine leichte Vanillenote und macht sowohl roh als Snack als auch mit Kräutern geröstet im Backofen eine richtig gute Figur. Wir verraten dir, was du sonst noch über Kaki wissen solltest.

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1. Hallo, mein Name ist Kaki

Die Kaki Frucht ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und stammt ursprünglich aus Asien, wo sie seit über 2000 Jahren kultiviert wird und an einem bis zu zehn Meter hohen Baum wächst. In Europa und Amerika wurde sie jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts bekannter und beliebter. Ihr wissenschaftlicher Name „Diospyros kaki“ bedeutet übrigens „Götterfrucht“ Kaki – kein Wunder, dass man ihr in Asien umfassende Heilkräfte zuschreibt, die zum Großteil jedoch nicht nachgewiesen wurden.

Sicher ist dennoch, dass die Kaki gesund ist: Neben Vitamin C, Kalium und Magnesium enthält sie vor allem einen vergleichsweise hohen Anteil an Vitamin A, das sich positiv auf unsere Haut und Augen, Wachstum, den Stoffwechsel und unser Immunsystem auswirkt. Reichlich Ballaststoffe unterstützen zusätzlich die Verdauung. Mit ca. 100 Kalorien pro Kaki ist sie nicht unbedingt das kalorienärmste Obst – das liegt vor allem an ihrem Zuckergehalt, der dich jedoch auch schnell mit Energie versorgt.

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Vielleicht kennst du die Kaki Frucht unter dem Namen Sharonfrucht oder Persimone und hast dich schon immer gefragt, worin der Unterschied liegt? Sharon und Persimone sind Zuchtformen der Kaki, haben eine gelbliche Schale und sind beide nicht rund. Die Sharonfrucht stammt aus der gleichnamigen Ebene in Israel, hat eine dünnere Schale, ein festeres Fruchtfleisch und enthält weniger Gerbstoffe, wodurch sie noch süßer als die Kaki schmeckt, selbst wenn sie noch nicht ganz reif ist.

2. Wann du Kaki kaufen solltest

In Deutschland hat die Kaki von Oktober bis Dezember Saison und sollte in dieser Zeit ausreichend gegessen werden – schließlich findet man sie in den restlichen Monaten weder präserviert in der Tiefkühltruhe, noch im Marmeladenregal. Obwohl die meisten Kakis aus China, Japan und Korea kommen, werden sie mittlerweile auch in Europa und Südamerika angebaut – die meisten bei uns erhältlichen Früchte stammen übrigens aus Spanien.

Eine reife Kaki erkennst du am einfachsten, wenn du sie in der Hand hältst und mit deinem Finger einen sanften Druck ausübst. Die Frucht sollte nur leicht nachgeben, im Prinzip wie eine reife Tomate. Finger weg von zu weichen Kaki mit dunklen Druckstellen!

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Hast du eine unreife Kaki erwischt, ist das jedoch kein Grund zur Sorge. Die sehr festen Früchte kannst du ein paar Tage nachreifen lassen, am besten in der Nähe von Äpfeln, deren Reifegas Ethylen dafür sorgt, dass die Kaki schneller genießbar wird. Unreife Kaki sind sind nicht nur fest, sondern schmecken auch bitter und hinterlassen ein pelziges Gefühl im Mund. Grund dafür sind die in der Kaki enthaltenen Gerbstoffe, sogenannte Tannine.

3. So lagerst du Kaki richtig

Reife Kaki sollten zeitnah verzehrt werden und halten sich nur wenige Tage im Kühlschrank. Ihre Zuchtformen Sharon und Persimon hingegen können mehrere Wochen im Obstfach deines Kühlschranks überleben.

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4. Die richtige Zubereitung von Kaki

Wie isst man eine Kaki und kann man sie mit Schale essen? Hier sind gleich zwei gute Nachrichten: die Frucht lässt sich vielseitig zubereiten und kann im reifen Zustand mit Schale gegessen werden. Jedoch mag nicht jeder deren Geschmack, sodass du die Kaki natürlich auch schälen oder sogar auslöffeln kannst.

Zur Vorbereitung schneidest du die Kaki in Viertel und entfernst den helleren Teil, der sich unter Stiel und Kelchblättern befindet. Sollte deine Kaki braune Stellen haben, keine Sorge –diese sind unbedenklich und entstehen durch den hohen Zuckeranteil. Wenn du dir dennoch unsicher bist, kannst du sie auch herausschneiden.

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Kakis können ganz einfach in Spalten geschnitten als fruchtiger Snack gegessen werden. In Würfel oder Scheiben geschnitten sind sie ein köstlich, fruchtiges Topping auf Porridge, Oatmeal oder einer Schüssel Joghurt und ihre leichte Vanillenote kommt sowohl in Smoothies oder Shakes, als auch bei Gebäck zur Geltung. Was viele nicht wissen: Auch warm ist die Kaki ein purer Genuss! Mariniert mit herben Kräutern und Olivenöl kannst du sie im Backofen wenige Minuten rösten und anschließend lauwarm im Salat oder als Beilage servieren, und sie sogar als Soßenbasis verwenden.

5. Was du jetzt kochen solltest

In dieser Woche werden wir einige neue Rezepte mit Kaki veröffentlichen, also schau immer mal wieder vorbei! Anfangen kannst du schon mit diesem Rezept:

Feldsalat mit gebackener Kaki und Ahornsirup-Senf-Vinaigrette

Feldsalat mit gebackener Kaki und Ahornsirup-Senf-Vinaigrette

→ zum Rezept

Kaki-Scones mit Walnüssen

Kaki-Scones mit Walnüssen

→ zum Rezept

Chai-Quinoa-Porridge mit Kaki

Chai-Quinoa-Porridge mit Kaki

→ zum Rezept

Und wie bereitest du Kakis am Liebsten zu? Erzähle uns davon in den Kommentaren, lade ein Foto deiner Kreationen hoch oder schicke dein Lieblingsrezept an community@kitchenstories.com!

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