Essbare Blüten: Nicht nur dekorativ, sondern auch lecker

Julia

Redakteurin

Ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie meine Oma meine Schwester und mich früher durch ihren Garten geführt hat. Barfuß sind wir durch die Blumenbeete gelaufen und alle paar Meter hat sie hier ein Gänseblümchen und dort Kapuzinerkresse abgezupft und uns zum Essen in die Hand gedrückt.

Das macht sie auch heute noch, doch abseits ihres Gartens landen viel zu selten essbare Blüten auf meinem Teller. Wieso eigentlich? Es gibt eine große Auswahl an essbaren Blüten, die einfacher zu bekommen sind als man denkt und deinen Gerichten eine lieblich-süße Note geben. Wir verraten dir heute, welche Blüten essbar und nicht essbar sind, worauf du achten musst und wie du die äußerst schöne Zutat in der Küche verwendest.

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Wo kann man essbare Blüten kaufen?

Nicht jeder hat einen eigenen Garten, in dem er genau weiß, welche Blumen wie gewachsen sind – normalerweise führt der erste Gang daher zum Blumenladen. Aber Achtung: Finger weg von gekauften Sträußen aus dem Blumenladen oder dem Supermarkt. Diese Art an gekauften Blumen wurde in der Regel mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und ist daher giftig und keinesfalls zum Essen geeignet.

Essbare Blüten sollten immer klar als solche gekennzeichnet sein. Du findest sie in Feinkostgeschäften, Biomärkten, größeren Supermärkten und natürlich im Internet. Dabei hast du die Auswahl aus frischen und getrockneten Blüten oder einer Kombination aus beiden.

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Welche Blumen kann man essen?

Je nach Jahreszeit und Anbieter gibt es eine unterschiedliche Auswahl an Blumensorten, die du fürs Kochen oder Backen verwenden kannst. Hier sind einige von ihnen:

Begonien, Dahlien, Fuchsien, Gänseblümchen, Hibiskus, Holunderblüten, Kamille, Kapuzinerkresse, Klee, Kornblume, Lavendel, Lilien, Löwenzahn, Nelke, Passionsblumen, Phlox, Primeln, Rosenblüten, Schafgarbe, Stiefmütterchen, Schnittlauchblüten, Taglilien, Veilchen, Vergissmeinnicht, Zichorien, Zucchiniblüten

Welche Blumen kann man nicht essen?

Vorsicht gilt unter anderem bei Akelei, Christrosen, Eisenhut, Fingerhut, Goldregen, Herbstzeitlose, Maiglöckchen, Oleander, Pfaffenhütchen, Schierling, Seidelblast, Steinklee und Tollkirsche. Diese Blumen sind giftig und sollten ausschließlich zu Dekorationszwecken in deiner Wohnung landen.

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Wie bereitet man essbare Blumen vor?

Bevor du direkt damit beginnst, deine Gartenblumen kleinzuschneiden und in einen Salat zu verwandeln, musst du noch ein paar Dinge vor dem Kochen und Backen beachten.

Sollten deine Blüten nicht schon getrocknet oder für den Verzehr vorbereitet sein, musst du sie zunächst waschen, putzen und auf kleine Insekten untersuchen. Anschließend solltest du Stempel, Blätter und grüne Teile entfernen. Kleine Blüten wie Gänseblümchen oder Veilchen können im Ganzen gegessen werden. Bei größeren Blüten wie Rosen oder Dahlien solltest du die Blütenblätter abtrennen und nur diese weiterverarbeiten.

Wie verwendet man essbare Blumen in der Küche?

Von Salaten bis Sirup sind Blüten vielseitig verwendbar. Hier sind ein paar unserer besten Rezepte:

Dekorative Eiswürfel

Dekorative Eiswürfel

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So schnell verwandelst du langweilige Eiswürfel in dekorative Hingucker für deinen nächsten Drink. Deine Gäste werden entzückt Augen machen, versprochen!

Tomatensalat mit Basilikum-Vinaigrette

Tomatensalat mit Basilikum-Vinaigrette

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Blüten in Salaten setzen nicht nur schöne, sondern auch köstliche Farbakzente in die gewöhnlichen, grünen Blätter. Da wird die Vorspeise glatt zum Menü-Highlight, so wie dieser Tomatensalat mit Basilikum-Vinaigrette.

Rosenblätter zuckern

Rosenblätter zuckern

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Die Blütenblätter von Kamille, Sonnenblumen, Lavendel, Flieder, Rosen, Geranien und Veilchen lassen sich ganz einfach zuckern und werden zur eleganten und süßen Deko auf deinen Cupcakes, Kuchen und Torten.

Holunderblüten-Sektgelee

Holunderblüten-Sektgelee

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Gekaufter Blütensirup ist oft teuer – selbstgemacht schmeckt er sowieso intensiver. Holunderblütensirup bringt eine frische, lieblich-süße Note in dieses Sektgelee und die Blütendekoration kann direkt mitgegessen werden.

Kamillenkuchen vom Blech mit salzigem Kokosnuss-Frosting

Kamillenkuchen vom Blech mit salzigem Kokosnuss-Frosting

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Die einfachste aller Zubereitungen von Blüten ist eine frische Tasse Tee mit ihnen zu brühen. Doch das typisch milde, leicht herbe Aroma der Kamillenblüten kannst du nicht nur in Tee genießen, sondern sogar für einen Kuchenteig verwenden – zum Beispiel in diesem Rezept für Kamillenkuchen mit gesalzenem Kokosfrosting.

Hast du Appetit bekommen oder selbst schon mit essbaren Blumen gekocht oder gebacken? Schreib uns deine Erfahrungen in die Kommentare oder schicke uns das Rezept deiner besten Blütenkreationen an community@kitchenstories.com.