Julia Stephan

Redakteurin bei Kitchen Stories

Eine vertrocknete Gurke, matschiger Salat in einer Plastiktüte, ein Stück hartes Brot und drei offene Packungen Joghurt: Das war nur ein Bruchteil meiner Ausbeute aus unserem überquellenden Kühlschrank im Büro, den ich vor wenigen Wochen ausgemistet habe. Das Problem kennt wahrscheinlich jeder – ob aus Wohngemeinschaften, Familien- oder Single-Haushalten. Im Jahr 2016 produzierte jede*r deutsche Bürger*in im Durchschnitt 220,5 Kilo allein an Verpackungsmüll. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt lag im gleichen Jahr bei 167,3 Kilo pro Kopf.

Kein Wunder also, dass der Widerstand immer lauter wird. Die Zero-Waste-Bewegung hat sich ihren Weg in die Mitte der Gesellschaft gebahnt und inspiriert und informiert bereits durch zahlreiche Blogs und Kochbücher zum Thema. Auch im großen Rahmen gibt es schon erste Erfolge zu feiern: Europaweit sind ab dem Jahr 2021 Einweg-Plastikprodukte wie Trinkhalme und Kunststoffbesteck verboten. Doch bis 2021 muss keiner warten, denn viele kleine Schritte kann jeder einzelne von uns schon ab heute umsetzen. Ich habe eine Woche lang versucht, so wenig Müll wie möglich zu produzieren.

Was bedeutet Zero Waste?

Zentraler Punkt der Zero-Waste-Bewegung ist die Vermeidung von Müll. So wenig Abfall wie möglich soll produziert und keine Rohstoffe vergeudet werden. Dabei geht es nicht nur um Plastik und Verpackungen, sondern auch um Lebensmittel, die wir wegwerfen. Die Möglichkeiten, Müll zu vermeiden, sind dabei äußerst vielseitig: von generellem Konsumverweigerung bis zum gezielten Kauf nachhaltiger Produkte. Die Devise heißt: Reparieren und recyceln statt neu kaufen!

Der Zero-Waste-Lifestyle ist nicht nur auf die Ernährung beschränkt, sondern zieht sich durch alle Bereiche des Lebens, von Kosmetikprodukten bis zu Elektrogeräten. Für mein 7-tägiges Experiment habe ich mich jedoch auf die Küche fokussiert.

7 Tage Zero Waste: So war meine Woche

Tag 1: Samstag

Meine Zero-Waste-Woche beginnt direkt mit einer der größten Herausforderung: dem Einkauf. Aber bevor es damit los geht, heißt es erstmal hinsetzen, in Ruhe planen und eine Einkaufsliste schreiben. Schon dieser kleine Schritt führt zu deutlich weniger Verschwendung, denn wer weiß, was er essen möchte, macht keine unnötigen Großeinkäufe. Kaufe also weniger, dafür bewusster und überlege schon jetzt, wie du deine Einkäufe vollständig verbrauchen kannst.

Meine Einkaufssituation ist äußerst bequem und ich habe die Qual der Wahl zwischen Supermärkten, Bioläden und Wochenmärkten. Dennoch siegt bei mir oft die Faulheit und so lande ich am häufigsten: genau, im Supermarkt direkt um die Ecke. Das wird bei vielen nicht anders sein, denn das große Angebot lockt und der Supermarkt ist eben oft am nächsten. In Sachen Zero Waste ist es jedoch oft die schlechteste Option, vor allem was den Obst- und Gemüseeinkauf angeht, der heute bei mir ansteht. Da viele Menschen aber keine Alternative zum Supermarkt haben, wollte ich trotzdem sehen, wie viel Plastikmüll sich hier vermeiden lässt.

Die große Auswahl in der Obst- und Gemüseabteilung hat immerhin den Vorteil, dass es auch einige plastikfreie Optionen gibt. Paprika, Tomaten, Weintrauben, Äpfel und Kräuter sind nur ein paar der frischen Lebensmittel, die ich in meinem Supermarkt sowohl in Plastikverpackungen als auch lose kaufen kann. Obwohl diese teilweise teurer als die abgepackten Produkte sind, lohnt sich der Vergleich, denn immerhin kannst du so die Mengen selbst bestimmen. Wenn du mehrere Supermärkte zur Auswahl hast, solltest du der Bequemlichkeit zum Trotz unterschiedliche Angebote vergleichen: In dem einen Markt gibt es die Kräuter vielleicht nur in Plastik verpackt, während sie der nächste Supermarkt lose anbietet.

An der Kasse wartet schon das nächste Müll-Problem auf uns: die Plastiktüte! Zum Glück lässt sich diese Müll-Falle äußerst leicht umgehen. Bewappnet mit Obst- und Gemüsenetzen, Jutebeuteln und Co. kannst du deine Einkäufe entspannt plastikfrei transportieren. Einige Supermärkte haben die Plastiktüte an der Kasse sogar schon abgeschafft, und das nicht ohne Folgen: Während in Deutschland im Jahr 2016 noch durchschnittlich 45 Plastiktüten pro Kopf verbraucht wurden, waren es 2018 nur noch 24 Stück. Der fade Beigeschmack: gleichzeitig stieg die Nutzung der kostenlosen dünnen Plastiktüten aus den Obst-und Gemüseabteilungen.

Wenn du jedoch einen Wochenmarkt in der Nähe hast, kann ich dir nur empfehlen, Obst und Gemüse dort einzukaufen. Üblicherweise gibt's hier gar keine Plastikverpackungen und du kaufst zusätzlich regional und saisonal ein. Deinen Jutebeutel solltest du aber auch hier immer dabei haben.

Was ich heute gelernt habe: Schon beim Einkauf kann man äußerst viel Plastik sparen: kaufe weniger und bewusster! Vergleiche das Sortiment mehrerer Supermärkte und kaufe Lebensmittel dort, wo sie plastikfrei angeboten werden. Am besten gelingt das jedoch auf dem Wochenmarkt. Egal, wo du einkaufst: Jutebeutel und Co. sollten immer dabei sein!

Tag 2: Sonntag

Als ich gestern meine Einkäufe im Kühlschrank verstaut habe, kam mir eine Idee für den heutigen Tag. Es wird Zeit für eine Kühlschrank-Inspektion!

Aktuell finden sich in meinem Kühlschrank noch ein paar Plastikverpackungen. Sie wegzuwerfen, wäre aber genau das Gegenteil von dem, was ich diese Woche erreichen möchte. Also plane ich, wie ich sie zügig aufbrauchen und die Verpackungen wiederverwenden kann. Gläser eignen sich zum Beispiel hervorragend als Transportmöglichkeit für mein Mittagessen und Saucen-Flaschen kann man immer wieder auswaschen und mit selbstgemachten Soßen auffüllen.

Im unteren Fach liegen Obst und Gemüse. Um sie nicht vorzeitig wegwerfen zu müssen, ist es wichtig zu wissen, wie man sie am besten lagert. Tomaten zum Beispiel schimmeln im Kühlschrank schneller. In unseren Artikeln "Jetzt in Saison“ findest du immer die entsprechenden Informationen. Und selbst wenn dein Obst oder Gemüse doch mal weiche Stellen haben sollte, kannst du sie immer noch zu Smoothies und Suppen pürieren – so lassen sie sich sogar einfrieren.

Das wahrscheinlich größte Kühlschrank-Mysterium ist jedoch das Mindesthaltbarkeitsdatum. "Für 6 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel wird das Überschreiten des MHD als Wegwerfgrund angegeben, ein Drittel davon sind Molkereiprodukte." Obwohl schon der Begriff „Mindesthaltbarkeitsdatum“ (MHD) verrät, dass es sich dabei nicht um ein Verfallsdatum handelt, werfen viele Menschen alles weg, was das angegebene Datum überschritten hat. Die deutsche Verbraucherzentrale erklärt jedoch:

« Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt lediglich an, bis wann der Hersteller die höchste Qualität des Lebensmittels garantiert. »

Deutsche Verbraucherzentrale

Das seit 1981 rechtlich vorgeschriebene Datum soll lediglich als Orientierung dienen. Die Qualität deiner Lebensmittel schwingt aber nicht von „perfekt“ zu „ungenießbar“, sobald sie einen Tag über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegen. Stattdessen halten sie sich bei richtiger Lagerung deutlich länger. Auch bei bereits geöffneten Lebensmitteln solltest du deinen Instinkten mehr vertrauen als einer gedruckten Zahl. Durch sehen, riechen und schmecken wirst du schnell merken, ob dein Joghurt, der schon ein paar Tage im Kühlschrank steht, noch genießbar ist.

Ein Verfallsdatum gibt es übrigens tatsächlich. Unter dem Begriff „Verbrauchsdatum“ findet man es auf Lebensmitteln, die schnell verderben, zum Beispiel Hackfleisch. Nach Ablauf des Verbrauchsdatums besteht die Gefahr durch Keime, die man nicht direkt riechen oder sehen kann. Der Konsum ist in diesem Fall tatsächlich bedenklich, also achte darauf, entsprechende Lebensmittel innerhalb der Frist zu verbrauchen.

Was ich heute gelernt habe: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Durch die richtige Lagerung halten sich Lebensmittel deutlich länger.

Tag 3: Montag

Nachdem ich die ersten Tage in meiner eigenen Küche verbracht habe, geht es heute wieder auf Arbeit, wo die nächste Herausforderung auf uns wartet: das Büromittagessen. Da eine Standard-Büroküche maximal eine Mikrowelle vorweist und man ungern die Mittagspause mit Kochen verbringt, landet man schnell bei Fertigprodukten oder der Salattheke im Supermarkt – beide Optionen sind mit einer Menge Plastikmüll verbunden. Auch bestelltes Essen wird in der Regel in Plastikverpackungen transportiert. Und selbst, wenn du dich dafür entscheidest, ein schnelles Gericht wie Nudeln mit Pesto zu kochen, wirst du wahrscheinlich nicht das ganze Glas Pesto verbrauchen. Was passiert also? Das offene Glas landet im Bürokühlschrank, wo du es wahrscheinlich vergisst und am Ende ebenfalls wegwirfst.

Die einfachste Lösung lautet: Meal Prep! Wenn du zu Hause vorkochst, belohnst du dich selbst mit einem gesunden, köstlichen Mittagessen. Außerdem kannst du so deine gekauften Lebensmittel vollständig aufbrauchen und Reste weiterverwenden – aus dem Reis vom Abendessen wird gebratener Reis für den nächsten Tag. Du willst noch mehr Inspirationen?

Meal Prep für Einsteiger
Was das Kitchen-Stories-Team zum Mittag isst

Als ich mein Essen für den nächsten Tag vorkochte, bemerkte ich den kleinen Berg an Lebensmittelresten neben meinem Schneidebrett und stellte mir zwei Fragen: 1. Da ich mich diese Woche Zero Waste ernähre, kann ich sie wohl kaum wegwerfen, oder? Und 2. Waren all diese Schalen überhaupt nötig?

Beginnen wir mit der zweiten Frage. Bei einigen Lebensmitteln weiß man es genau: Äpfel kann man mit Schale essen, Zwiebeln schält man eben. Vieles davon haben wir in unserer Kindheit gelernt, aber als Erwachsene nie hinterfragt. Noch immer denken wir, dass an der Schale so viel Dreck und Schadstoffe hängen, dass wir sie doch unbedingt schälen müssen, oder? Doch wer beim Einkauf zu Bio-Produkten greift, entscheidet sich schon mal für deutlich weniger belastetes Gemüse und Obst. Und selbst herkömmliche Ware muss oft nur gründlich abgewaschen werden (eine Gemüsebürste hilft sehr dabei), um den Großteil eventueller Schadstoffe zu entfernen, die sich auf der Schale absetzen. Nach einer kurzen Recherche klebt nun der folgende Zettel als Erinnerung an meinem Kühlschrank.

Muss man schälen: Zitrusfrüchte, Melone, Zwiebel, Knoblauch, Ananas, Mango, Banane, Papaya
Kann man schälen: Gurke, Aubergine, Karotte, Kartoffel, Pastinake, rote Bete, Süßkartoffel, Kiwi

Ja, du hast richtig gelesen: Die aufgezählten Obst- und Gemüsesorten MUSS man nicht schälen, man darf es aber trotzdem. Bei der Zubereitung von Kartoffelbrei stört die Schale eben, aber ist das gleich ein Grund, sie wegzuwerfen? Keinesfalls!

Auch diese Obst- und Gemüsereste lassen sich weiterverwenden und damit sind wir wieder bei den Schalen neben meinem Schneidebrett. Ich könnte sie zum Beispiel zu Hause kompostieren (wie das funktioniert, erfährst du in diesem Artikel), aber ich werde sie stattdessen für eine selbstgemachte Gemüsebrühe sammeln. Schauen wir am Freitag doch mal, wie viel dabei zusammengekommen ist.

Was ich heute gelernt habe: Fast jede Schale kann man essen. Und selbst, wenn du es nicht möchtest oder kannst, gibt es Möglichkeiten sie zu verwerten.

Tag 4: Dienstag

Obwohl ich bereits mein Mittagessen vorgekocht habe, liegen noch immer ein paar Lebensmittelreste in meinem Kühlschrank. Einige von ihnen kann ich für mein Abendessen verkochen, aber wahrscheinlich wird immer noch etwas übrig bleiben. Was tun?

Die Antwort auf die Frage würde mir meine Großmutter in Nullkommanix sagen und mich wahrscheinlich noch mit staunenden Augen anschauen und fragen, warum ich nicht schon immer meine Reste einfriere und einlege. Lebensmittel zu trocknen, einzukochen, einzulegen oder einzufrieren sind die einfachsten Möglichkeiten, sie zu konservieren. Was früher überlebenswichtig war, wird heute gern als nerdiges Hobby abgetan. Der luxuriöse Lebensmittel-Überschuss führt eben dazu, dass wir viel schneller Dinge neu kaufen, anstatt zu schätzen, was wir haben. Unsere Küchentipps zeigen dir, wie du mit dem Konservieren beginnst:

Chilischoten einlegen

  • 01:47 Min.
  • 41.0K Aufrufe

Frische Kräuter haltbar machen

  • 01:52 Min.
  • 20.4K Aufrufe

In den folgenden Artikeln lernst du außerdem, welche Lebensmittel du einfach einfrieren, einlegen und auf Vorrat kochen kannst:

8 Lebensmittel, die du in Eiswürfelformen einfrieren solltest
5 Rezepte, die sich ideal auf Vorrat kochen lassen
Eingelegtes selbst gemacht: Eine Einführung in die Welt der Einweckgläser

Was ich heute gelernt habe: Großmütter wissen es eben oft am besten!

Tag 5: Mittwoch

Nachdem ich am Samstag frisches Obst und Gemüse einkauft habe, ist heute "der Rest" dran. Und hier geht der Plastikwahnsinn erst richtig los. Von Nudeln, Reis und Müsli bis zu Brotwaren gibt es fast nichts, das nicht auch in Plastik verpackt wird.

Zum Glück gibt es in Berlin mehrere „Unverpackt-Läden“, in denen man trockene Lebensmittel in mitgebrachte Behälter füllen kann. Ich liebe dieses System nicht nur, weil man so viel Müll vermeidet, sondern auch weil man kleinste Mengen kaufen kann. Unverpackt-Läden gibt es in immer mehr Städten – eine ausführliche Liste habe ich hier gefunden. Und selbst, wenn es in deiner Stadt keinen dieser Läden geben sollte, findet man in manchen Reformhäusern und Biomärkten ebenfalls kleinere „Unverpackt-Abteilungen“. Auch einige Onlinehändler bieten mittlerweile einen plastikfreien Versand an.

Der Blick in meinen Kühlschrank zeigt aber, dass es noch mehr Plastikfallen gibt, vor allem bei verarbeiteten Produkten. Hier helfen zwei Tipps: 1) Halte Ausschau nach alternativen Verpackungen, zum Beispiel aus Glas oder Karton. 2) Kauf es nicht, sondern mach es selbst! Mit ein bisschen Zeit und Einsatz kannst du fast jedes verarbeitete Produkt selber kochen – sogar Basic-Zutaten für deine Vorratskammer. In unseren Küchentipps findest du viele Ideen und Rezepte dafür.

Was ich heute gelernt habe: Es gibt immer Möglichkeiten, auf Plastikverpackungen zu verzichten!

Tag 6: Donnerstag

Mein Tag verlief eigentlich ganz entspannt und plastikfrei, bis mir beim Geschirrspülen zu Hause ein Teil meiner Küche auffiel, an den ich bisher noch gar nicht gedacht habe. Meine Reinigungsmittel und einige weitere Utensilien sind definitiv (noch) nicht plastikfrei. Ich setzte mich also an den Laptop und recherchierte zum Thema.

Hier sind nachhaltige Alternativen für 10 der häufigsten Küchenutensilien:
✖ Statt Plastikstrohhalmen: Metallstrohhalme
✖ Statt Backpapier: Silikonbackmatte oder Dauerbackfolie
✖ Statt Frischhaltefolie: Bienenwachstücher
✖ Statt Gefrierbeutel: Auswaschbare Silikon-Kochbeutel
Gläser zur Vorratshaltung
Papierlose Kaffeefilter
✖ Statt Teebeutel: Tee-Ei
✖ Statt Plastiktüten: Obst- und Gemüsenetze
✖ Statt Plastikutensilien: Kochutensilien aus Holz und Metall
✖ Statt Küchenrolle: Waschbare Bambustücher

Wenn du nach nachhaltigen Alternativen für unterwegs suchst, findest du in diesem Artikel noch mehr Inspirationen vom Kitchen-Stories-Team!

Bei meinen Reinigungsmitteln gibt es ebenfalls Nachholbedarf. Mein noch vorhandenes Spülmittel werde ich jedoch nicht wegwerfen, sondern aufbrauchen und anschließend die Verpackung weiterverwenden und mit natürlichen Reinigungsmitteln auffüllen. Das lässt sich zum Beispiel aus pürierten Zitronen, Apfelessig, Wasser und Salz anrühren. Statt Rohrreiniger zu verwenden, lösen Natron und Essig Verstopfungen genauso gut. Und den Backofen werde ich in Zukunft mit einer Paste aus Natron, Salz und Wasser putzen. Ausführliche „Rezepte“ findet man zum Glück schnell in vielen Zero-Waste-Blogs.

Was ich heute gelernt habe: Plastik versteckt sich wirklich überall!

Tag 7: Freitag

Der letzte Tag meiner Challenge ist gekommen und ich habe bereits viele nützliche Tipps gefunden, die mir den Umstieg auf eine Zero-Waste-Ernährung vereinfachen. Erinnerst du dich noch an mein Gemüseschalen-Projekt? Es ist Zeit, nachzusehen, wie viel dabei zusammengekommen ist.

Um die Abfällen wiederzuverwenden und aus ihnen eine Gemüsebrühe zu kochen, muss ich sie nur in einem Topf mit Wasser bedecken, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Nach Geschmack können frische Kräuter oder Gewürze wie Nelken oder Lorbeerblätter dazugegeben werden. Die Mischung sollte ca. 30 Minuten köcheln. Danach kann die Gemüsebrühe durch ein Sieb gegossen und aufgefangen werden. Du kannst sie direkt verwenden oder in Eiswürfelformen einfrieren.

Die Gemüsebrühe ist jedoch nur eine Idee, um Abfälle weiterzuverwenden. Einige von ihnen können sogar zu Hause auf dem Fensterbrett nachwachsen, z. B. Frühlingszwiebeln, Basilikum und Salat.

Unter dem Motto „Vom Blatt bis zur Wurzel“ sollte man jede Gemüse- oder Obstsorte genau unter die Lupe nehmen, denn viele Bestandteile von ihnen schmeißen wir unnötig weg. Radieschenblätter, Möhrengrün und Kräuterstiele lassen sich zu Pesto, Smoothies oder Salatdressings pürieren. Die Stiele von Brokkoli, Mangold und Grünkohl können problemlos gegessen werden. Sellerieblätter kannst du trocknen, zu Pulver mahlen und mit Salz zu Selleriesalz vermengen. Aprikosen- und Pfirsichkernen aromatisieren Desserts, Melonenschalen werden zu Konfitüre und Zitrusabrieb kann getrocknet werden. Hartes Brot reibt man schnell zu Semmelbröseln. Die Liste könnte man noch ewig fortsetzen!

Was ich heute gelernt habe: Die Verwendungsmöglichkeiten von "Küchenabfällen" ist schier unendlich. Verarbeite deine Lebensmittel immer vollständig und koche kreativ!

Das Resultat:

Obwohl ich mich schon vorher mit dem Thema Zero Waste befasst habe, konnte ich diese Woche noch einiges dazulernen. Ich habe mein Wissen mit einigen erschreckenden Statistiken vertieft, aber gleichzeitig auch das Gefühl bekommen, dass es zum Glück schon viele Menschen gibt, die etwas gegen das immense Müllproblem tun. Ja, es ist schwierig, den eigenen Lebensstil von heute auf morgen zu ändern, doch jeder von uns kann mit kleinen Schritte beginnen. Und sie können in der Summe viel bewirken.

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