Kathrine

Kathrine

Redaktionsassistentin

Essen oder lieber nicht mehr essen – das ist hier die Frage!

Jeder kennt sie: die Tupperdose mit den Überresten der letzten Mahlzeit, die sich hinten im Kühlschrank versteckt und über Nacht eine schweißtreibende Party gefeiert hat. Oder die Box mit vorgekochtem Essen, das du motiviert zubereitet, aber längst wieder vergessen hast.

Kitchen Stories

Egal, ob du der Typ bist, der aus Angst vor Lebensmittelvergiftungen alles wegwirft oder eher von der lockeren Sorte (einmal dran geschnuppert, vorsichtig probiert und für noch genießbar befunden) – wir haben hilfreiche Tipps für dich.

Triffst du ein paar Vorsichtsmaßnahmen beim Lagern, Kochen und Aufwärmen von Speisen, verschwendest du weniger Lebensmittel und musst gleichzeitig nicht mehr Russisch Roulette mit deinem Magen spielen: Herzlich Willkommen zum 1x1 der Lebensmittellagerung und -verwertung!

Das Kühlschrank ABC

Die Temperatur deines Kühlschranks sollte unter 5°C liegen. Immer cool bleiben ist die Devise. Eine höhere Temperatur kann dazu führen, dass sich Bakterien bilden, die Lebensmittelvergiftungen auslösen können. Um Recht und Ordnung im Kühlfach walten zu lassen, lagere rohes Fleisch, Meeresfrüchte und Fisch ganz unten im Kühlschrank, sorgfältig verpackt in Tüten oder Behältern, um eine Kreuzkontamination durch tropfende Flüssigkeiten zu vermeiden. 

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Auf Ablaufdaten zu achten ist nicht nur sinnvoll, um Lebensmittelvergiftungen zu entgehen, sondern auch um ein paar Euro zu sparen. Lebensmittel, die kurz vor dem Ablauf ihres Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, werden oft reduziert angeboten. Achte aber immer auf das Verbrauchsdatum, um etwaige Gesundheitsrisiken zu vermeiden. „Mindestens haltbar bis“ ist dagegen eher ein Orientierungsrahmen der Hersteller. Ab diesem Datum können Lebensmittel im Geschmack nachlassen. Sie nach dem aufgedruckten Datum zu essen, wird dich aber nicht krank machen. Die Lebensmittel dennoch zu verzehren, liegt natürlich im Ermessen jedes einzelnen!

Der Verhaltenskodex in der Küche

Die goldene Regel lautet: Hände, Töpfe und Pfannen gründlich waschen! Eine mangelnde Hygiene in der Küche ebnet den Weg für mögliche Kreuzkontamination, die die häufigste Ursache für Lebensmittelvergiftungen ist. Du solltest also immer darauf achten, dass nicht nur deine Hände, sondern auch alle Utensilien sauber sind, bevor du anfängst mit Lebensmitteln zu hantieren.

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Das gilt vor allem für Lebensmittel, die besonders anfällig für Kontaminationen sind, wie rohes Fleisch, Eier und Gemüse. Ein Profi-Tipp: Verwende ein extra Schneidebrett für jede dieser Lebensmittelgruppen.

Aufbewahren, aufwärmen und aufessen

Was gibt es besseres als nach einem langen Arbeitstag nach Hause zu kommen und eine bereits im Vorfeld zubereitete Mahlzeiten vorzufinden? Aber falsch gelagert oder aufgewärmt kann die Freude schnell in Unmut umschlagen und mit einem schmerzenden Magen oder im schlimmsten Fall sogar einer Lebensmittelvergiftung enden. 

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Eine Faustregel besagt: Essensreste können unbedenklich bis zu 90 Minuten nach dem Kochen in verschlossenen Behältern verstaut und bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn du eine Mahlzeit länger lagern möchtest, ist das ein Job für das Gefrierfach. Dort kannst du dein Essen beliebig lange einfrieren. Wir empfehlen 1 bis 2 Monate, um geschmacklich keine Einbußen zu machen. 

Wenn du eingefrorene Lebensmittel erwärmst, solltest du sie innerhalb von 24 Stunden verzehren. Im Idealfall nicht zweimal erhitzen, da das häufige Erwärmen und Abkühlen das Wachstum von Bakterien beschleunigen kann. Achte darauf, dein Essen gleichmäßig auf eine Temperatur von über 75°C zu erwärmen, um Bakterien abzutöten.

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