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Devan Grimsrud

Redaktionsmanagerin bei Kitchen Stories

instagram.com/devan.grimsrud/

Seit meinem Umzug aus dem fleisch- und kartoffelliebenden Mittleren Westen in eine der veganfreundlichsten Städte der Welt, Berlin, gebe ich mir Mühe, so oft wie möglich auf Fleisch zu verzichten. Ich bin zwar selbst weder Veganerin noch Vegetarierin, aber ich koche zu Hause nur selten mit Fleisch und bereite etwa 80 Prozent meiner Mahlzeiten in meiner eigenen Küche zu. Ich bin also ständig auf der Suche nach neuen Rezepten, die aus Gemüse etwas super Befriedigendes und Aromatisches kreieren. Und ja, dieses Pilzragout schafft genau das – und mehr!

In Anlehnung an einer meiner Lieblingsrezepte aus meinem geliebten Kochbuch, Lucky Peach Presents 101 Easy Asian Recipes, kommst du bei diesem Ragout um einen Besuch in einem asiatischen Supermarkt wahrscheinlich nicht drum herum. Aber glaub mir, einmal zubereitet und probiert, wirst du merken, dass sich diese kleine Reise mehr als lohnt!

Besondere Zutaten für ein besonderes Rezept

Vor allem zwei Zutaten machen dieses Ragout meiner Meinung nach wirklich zu etwas Besonderem: Gochujang (koreanische rote Chilipaste) und Chunjang (koreanische schwarze Bohnenpaste). Achte beim Kauf von Gochujang auf die verschiedenen Schärfegrade. Es gibt nämlich neben der sehr scharfen Variante auch eine mildere Alternative. Magst du pikante Gerichte jedoch gar nicht, dann kannst du Gochujang auch einfach gegen Tomatenmark austauschen. Verwende dafür die Hälfte der im Rezept verlangten Menge.

Die zweite besondere Zutat ist die koreanische Paste aus schwarzen Bohnen (Chunjang). Diese wird meistens in genau einem Rezept auf diesem Planeten verwendet und nur in diesem: Jjajangmyeon, das sind koreanische schwarze Bohnen Nudeln. Ich muss fairerweise Zugeben, dass diese Zutat das Gegenteil von vielseitig ist. Leider gibt es aber auch keinen wirklichen Ersatz dafür. Die gute Nachricht: Es hält sich 2 Jahre und länger im Kühlschrank, so dass sich die Investition in ein Glas und die Aufbewahrung alleine für diese beiden sehr leckeren Rezepte, mehr als lohnt!

Im Zusammenspiel mit den intensiven gebratenen Pilzen (ich bevorzuge Shiitake, aber falls du sie nicht findest oder sie zu teuer sind, kannst du auch einfach Portobello oder Champignons benutzen) fügen die beiden Pasten dem Ragout eine kräftige Würze hinzu und runden das Gericht schön ab. Unterschätze die Bedeutung dieser Zutaten also nicht und vielleicht findest du ja auch noch eine weitere Verwendung für schwarze Bohnenpaste. Lass es uns in den Kommentaren wissen – ich bin sehr gespannt...

Wie servierst du das Ragout am besten und was kannst du mit Resten machen?

Die perfekte Ergänzung für diese Pilzsoße sind meiner Meinung nach dicke und zähe Udon-Nudeln. Die Soße haftet perfekt daran und ist eine tolle Textur, die ich zusammen mit der würzigen, glänzenden, tiefroten Soße liebe. Die Soße ist durch die Zugabe der beiden Pasten meistens etwas dickflüssig und klebrig und lässt sich am besten mit dem Kochwasser (der Nudeln in diesem Fall) etwas verdünnen. Du kannst mit dem Wasser ruhig etwas großzügiger sein, sollte die Soße nämlich zu dünnflüssig werden, kannst du sie immer wieder einköcheln lassen.

Serviert werden die Nudeln mit einigen Schöpfern des Ragouts und frischen Korianderblättern. Für noch mehr unterschiedliche Konsistenzen gebe ich auch gerne knusprige, gebratene Schalotten oder Röstzwiebeln dazu, bevor ich alles zusammenmische und quasi in einem Zug wegatme. Du kannst diesen letzten Schritt natürlich auch auslassen, aber für mich sind sie ein wenig wie das Tüpfelchen auf dem i, das kleine Detail, das eigentlich nicht fehlen darf.

Würziges Pilz-Ragout mit Udon-Nudeln

Würziges Pilz-Ragout mit Udon-Nudeln

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