Lisa Schölzel

Redakteurin bei Kitchen Stories

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Vielleicht erinnert sich jemand: Ich habe schon einmal über kleine, feine Köstlichkeiten geschrieben. Damals ging es um petit fours, französisches Kleingebäck. Heute geht es allerdings um Biskuitrollen im Kleinformat inklusive herrlich luftigen Teig, einer leichten Creme und einer Schokoladenglasur, die mit einem kleinen Trick auch richtig schön knackt beim Reinbeißen.

Unsere Mission lautet: Anyone can cook – or bake! Davon bin ich felsenfest überzeugt – und versuche deswegen, gemeinsam mit meinen Kollegen, auch immer Rezepte und Geschichten in unserem Redaktionsplan unterzubekommen, die euch zeigen sollen, dass das genauso auch für die auf den ersten Blick etwas komplizierter wirkenden Rezepte gilt. Wie, richtig, für diese Mini-Biskuitrollen. 

Was macht die perfekte Biskuitrolle aus?

Wir hier bei Kitchen Stories glauben ja, man sollte eher nach dem “Wer” fragen: Wer macht die perfekten Biskuitröllchen? Hanna macht die perfekten Biskuitröllchen! Unsere Köchin und Backfee hat nämlich mit ganz viel Hingabe und Perfektionismus an diesem Rezept getestet und gebastelt, bis sie mit Konsistenz, Geschmack und Aussehen voll und ganz zufrieden war. Herausgekommen sind schokoladige Mini-Biskuitrollen, die hier schneller aus der Testküche verschwunden sind als man “Biskuitrolle” auch nur sagen kann.

Und ein wenig objektiver beantwortet: Biskuitrollen sind süß und leicht zugleich. Sie schmecken so, wie es sich vermutlich anfühlt auf Wolken zu gehen. Und genau das kann man eben auch von Hannas Mini-Version behaupten – trotz Schokolade.

Der Biskuit

Fein gesiebtes Mehl, manchmal zusätzlich Kakaopulver, und steif geschlagenes Eiweiß – diese beiden Komponenten ergeben zusammen eine luftig-lockere Biskuitplatte. Das Eiweiß muss vorsichtig untergehoben werden und das Mehl ohne Klümpchen sein, damit nachher ein feinporiger Teig entsteht. Er bleibt so aber nicht nur luftig, sondern wird auch elastisch. Damit sich deine Rolle ohne zu brechen aufrollen lässt – und so zum Liebling auf der Kaffeetafel wird. Was für die Großen gilt, lässt sich auch auf die Kleinen übertragen: Diese Mini-Biskuitrollen funktionieren nach demselben Prinzip. Wobei sie wegen ihrer Größe gerade für Bäcker und Bäckerinnen, die sich das erste Mal an eine Biskuitrolle machen, der ideale Einstieg ist. Aus dem ganz einfachen Grund, weil man sie besser mit den eigenen Händen zusammenrollen kann. 

Die Füllung

Meine allerliebste Biskuitrollen-Version: ein heller, klassischer Teig gefüllt mit aufgeschlagener Sahne mit einem Hauch Vanille und Zitrone und frischen Erdbeeren. Himmlisch! Je nach Jahreszeit lassen sich auch andere Früchte unter die Sahne-, Quark- oder Schokoladencreme mixen. Allerdings halte ich es immer so: Entweder wird die Füllung zutatenmäßig gehaltvoll oder die Deko. Weniger ist mehr, eine Biskuitrolle muss, wie oben beschrieben, schweben.

Die Deko

Dekoration hört sich nach Perfektion und Fitzeleien an. Das muss sie aber absolut nicht sein. Ihr könnt zum Beispiel einen Teil der steif geschlagenen Sahne, die ihr auch schon für die Füllung braucht, in eine Spritztülle geben, kühl stellen und dann in schönen Formen auf die kleinen Röllchen spritzen. Obendrauf kommt dann alles, was ihr wahrscheinlich sowieso schon zuhause habt: Schokostreusel oder bunte Zuckerstreusel, gehackte Pistazien, getrocknete Früchte oder auch Blütenblätter.

Wer es gerne etwas simpler hält, der bestäubt sie einfach mit Puderzucker, oder schmilzt dunkle und weiße Schokolade und träufelt sie in dünnen Streifen über die Biskuitrollen. Und wer es wie Hanna machen möchte, der schaut sich am besten folgendes Video an. Sie zeigt euch ganz genau, mit welchem Trick und welcher Zutat Schokoladenglasur nach dem Festwerden schön knackt – und warum sie das normalerweise nicht tut. Backt dieses Rezept nach und macht eure Oma, euch selber – und Hanna – stolz!

Mini-Biskuitrollen mit knackiger Schokoglasur

Mini-Biskuitrollen mit knackiger Schokoglasur

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