Wie sollte man am besten Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns alle 2 Wochen bei Kitchen Stories einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Markt wartet auf uns!

Noch bevor es einen chinesischen Kaiser gab, gab es Pak Choi – bereits vor über 6.000 Jahren, noch vor der Gründung der ersten chinesischen Dynastie, wurde auf den fruchtbaren Böden im Flusstal des gelben Flusses, auch Huang He genannt, Pak Choi angebaut. Damit ist er eine der ältesten Anbaupflanzen der Welt.

Während chinesische Köche die Vorzüge des Gemüses schon seit langem schätzen, hat es bis zum späten 19. Jahrhundert gedauert, bis Pak Choi den Weg in die Küchen Europas gefunden hat. Mit seinem leichten Biss, der zarten Perlen- und Jadefarbe und seiner unglaublichen Vielseitigkeit ist dieser Kraftprotz eine echte Bereicherung für jede Suppe, jeden Salat oder jedes Pfannengericht der kalten Jahreszeiten.

1. Hallo, mein Name ist Pak Choi

Pak Choi gehört zur Gattung Kohl, genauer gesagt zur Familie der Brassica rapa, auch Familie der Rübsen genannt. Die dicke, weiße Kopf enthält etwa ein Dutzend Blattrippen, die in glatten, dunkelgrünen Blättern enden. Roh behält er seine knackige Textur, subtile Schärfe und kräftige weiße und grüne Farbe. Wenn er gekocht wird, behalten die Blattrippen ihre Form und Farbe, die Blätter welken jedoch und färben sich in ein dunkles Smaragdgrün, das jedem Gericht einen einzigartigen Farbtupfer verleiht.

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Der Name "Pak Choi" leitet sich vom kantonesischen Wort für "weißes Gemüse" ab. Im Englischen häufig unter den Namen Bok Choi, Bok Choy oder teilweise als Weißkohl bekannt, kennen wir ihn als Pak Choi oder etwas seltener als chinesischen Senfkohl oder Paksoi. Zusätzlich zu den unterschiedlichen Namen kommen die vielen verschiedenen Sorten.

In Europa und Nordamerika findet man grundsätzlich den kleinsten, weiß-stieligen Zwerg- oder Baby Pak Choi und den grün-stieligen Shanghai Pak Choi. Diese Mini-Versionen der Pak-Choi-Familie behalten ihre kleine Größe meistens durch frühes Ernten. Der Shanghai Pak Choi ist jedoch schon von Natur aus klein. Diese zarteren Sorten zeichnen sich im Gegensatz zu ihren großen Geschwistern durch einen besonders milden Geschmack aus. Die weiß-stieligen, größeren Sorten findest du unter dem allgemeinen Begriff Pak Choi. Sie schmecken würzig und leicht pikant.

Wenn es um den Nährstoffgehalt geht, gehört Pak Choi zu den absoluten Spitzenreitern. Eingeschlossen in die weiß-grünen Blätter finden sich geballte Vitamin-Power, insbesondere die Vitamine C, K, A, E und B6, sowie Mineralien, einschließlich Kalzium, Mangan, Kalium, Magnesium und Eisen. Zusammen stärken sie das Immunsystem, senken den Blutdruck, stärken die Knochen und sollen das Krebsrisiko verringern. Da das Gemüse eher faserig und weich ist, unterstützt Pak Choi auch bei der Verdauung und ist äußerst kalorienarm.

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2. Worauf du beim Kauf achten solltest

Pak Choi ist eine ziemlich robuste Pflanze, die leichtem Frost- und Temperaturschwankungen trotzt – das ideale Herbst- und Wintergemüse. Obwohl der Zeitpunkt der Ernte von der Sorte abhängt, wird der Großteil des Pak Chois zwischen Spätsommer und Frühherbst geerntet. Wahrscheinlich überrascht es dich nicht, dass der Großteil davon in China angebaut wird. Dennoch haben in letzter Zeit auch Landwirte in Nordamerika und Europa damit begonnen, die Pflanzen zu kultivieren. Das heißt für uns: Wir müssen uns weder auf das Wetter noch auf lange Transportzeiten verlassen, um ihn fast das ganze Jahr über genießen können.
Wenn es darum geht, den perfekten Pak Choi auszuwählen, solltest du bei den Baby- oder Zwergformen auf kleine, zarte Köpfe achten und bei den größeren Sorten auf knackige, saftigen Blattrispen und Blätter.

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3. Wie du Pak Choi richtig zubereitest

Durch den engen Kontakt zum Boden wirst du wahrscheinlich etwas Erde am unteren Teil des Gemüses finden. Beim Mini-Pak-Choi kannst du sie einfach unter fließendem Wasser abzuspülen; bei den größeren Varianten solltest du zunächst das Strunkende abschneiden und die Blattrippen einzeln mit Wasser säubern.

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Wenn dir die Zeit fehlt und du Lust auf etwas Frisches hast, dann solltest du ihn roh probieren, zum Beispiel als Pak-Choi-Salat! Am besten eignen sich die verschiedenen Zwergvarianten. Auch wenn der rohe Verzehr seine Vorteile hat, entfaltet Pak Choi seinen vollen Geschmack erst beim Kochen, denn Hitze wirkt in dem Fall wahre Wunder! Wenn du dich allerdings noch nicht so ganz an das unbekannte Gemüse traust, dann verwende es zum Ende der Garzeit einfach in deinen Suppen oder Pfannengerichten, zum Beispiel in einer Pak-Choi-Gemüsepfanne! Das Gemüse verleiht vielen Gerichten einen gewissen Biss und einen Farbtupfer, ohne den anderen Zutaten die Show zu stehlen. Du kannst dir aber auch ein Beispiel an den koreanischen Köchen nehmen, die seit dem 17. Jahrhundert mit dem Import von portugiesischen Chilis, den chinesischen Kohl zusammen mit Gewürzen und anderem Gemüse einlegen oder fermentieren.

Falls du allerdings Lust hast, ein paar neue Rezepte mit Pak Choi auszuprobieren, dann ist das Gemüse genau die richtige Wahl zum Üben. Gegrillt, gekocht, gebraten oder gedünstet passt er gut zu einer Vielzahl von Aromen und Zutaten: Ingwer, Zitronengras, Zitronen- oder Limettensaft, Erdnuss-, Hoisin- oder Sojasauce, brauner Reisessig, Sesam- oder Olivenöl, Knoblauch, zerkleinerte rote Paprika oder Wasserkastanien. Baby Pak Choi kann im Ganzen gekocht und danach gewürzt werden, alternativ wird er geviertelt oder längs halbiert und dann gegrillt. Bei den größeren Sorten trennst du am besten zuerst die Blattrippen von den Blättern, da die dicken Stängel länger zum Kochen brauchen.

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4. Was du jetzt kochen solltest

In dieser Woche werden wir einige neue Pak-Choi-Rezepte veröffentlichen, also schau immer mal wieder vorbei! Anfangen kannst du schon mit diesen Rezepten:

Bunter Nudelsalat nach asiatischer Art

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→ zum Rezept

Geschmorter Schweinebauch mit Reis nach taiwanesischer Art

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→ zum Rezept

Blanchierter Pak Choi mit Shiitakepilzen

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