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Lisa-Kristin Erdt

Junior Food Redakteurin bei Kitchen Stories

Das Prinzip von Crème brulée (dt.: gebrannte Creme) ist einfach: Man nehme eine im Ofen gebackene Milch-Sahne-Ei-Mischung, streue Zucker darauf und karamellisiere ihn mit einem Flambierbrenner. Die knusprige Karamellkruste muss dann nur noch mit einem Löffel durchbrochen und samt Vanillecreme verkostet werden. Die klassische Crème brulée ist Tradition in der französischen Küche, doch daneben gibt es köstliche Abwandlungen, die sich das Prinzip abgeschaut haben, dem Original aber in nichts nachstehen. Wir zeigen dir, wie du unwiderstehliche Crème brulée zubereitest und deine Gäste mit unterschiedlichen Variationen dahinschmelzen lässt.

Rezept für klassische Crème brulée

Crème brulée klingt fantastisch, zugegeben aber auch nach einer ziemlich komplizierten Feinkost, die nur in noblen Restaurants als Dessert serviert wird. Lange war das auch mein Gedanke, aber der Clou ist: Du hast fast alle Zutaten, die du für die Zubereitung der karamellisierten Vanillecreme benötigst, bereits zu Hause.

Die Grundzutaten setzen sich zusammen aus Milch, Sahne, Eigelb und Zucker. Wenn du ein begnadeter Bäcker oder eine begnadete Bäckerin bist, hast du vielleicht sogar eine Vanilleschote zu Hause, die du verwenden kannst. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es sie heute in fast allen Supermärkten zu kaufen. Frisches Vanillemark aus der Schote schmeckt natürlich am aromatischsten. Für den Fall, dass du deine Schoten-Vorräte aber schon für andere Köstlichkeiten aufgebraucht hast, tut es Vanilleextrakt aber auch.

Die Zutaten sind schnell zusammengesammelt, etwas mehr Geduld benötigst du dafür bei der Zubereitung. Zuerst verrührst du Milch, Sahne, Vanillemark und die Hülle der Vanilleschote in einem Topf und lässt die Mischung aufkochen. Entferne danach die Vanilleschote. Verrühre anschließend die Eier mit dem Zucker und gib die Milch-Sahne-Mischung hinzu

Jetzt ist deine Ausdauer gefragt: Setze die Schüssel auf einen Topf mit kochendem Wasser und rühre die Masse 10 Minuten kontinuierlich, bis sie cremig wird. In kleinen Auflaufförmchen kann es sich die fast fertige Creme dann in einem mit Wasser befüllten Backblech ca. 30 Minuten gutgehen lassen, bevor sie mit Zucker bestreut und mit einem Flambierbrenner karamellisiert wird. Zum Karamellisieren kannst du sowohl weißen Haushaltszucker als auch braunen Zucker verwenden. Da brauner Zucker jedoch schneller verbrennt, bist du mit weißem auf der sicheren Seite.

Bei Kitchen Stories halten wir ein Rezept für eine klassische Crème brulée mit Videoanleitung für dich bereit, mit dem du alles detailliert nachmachen kannst.

Crème brulée auch ohne Flambierbrenner

Ein wenig umfangreicher wird’s dann doch, wenn es um die Beschaffung der Utensilien für Crème brulée geht. Einen Flambierbrenner und kleine Auflaufförmchen hat vielleicht nicht jeder zu Hause, eine einmalige Anschaffung wird deine rege Leidenschaft für Desserts in winzigen Schüsselchen aber garantiert entfachen. Sollte dir das alles zu aufwendig sein, kannst du die Creme zur Not auch im Backofen karamellisieren lassen, was aber weitaus länger dauert. Bei voller Oberhitze platzierst du die kleinen Förmchen am besten auf einem Backblech so weit oben, wie möglich.  Allerdings ist der Grundgedanke hinter dem Flambieren, dass die Creme kühl bleibt und nur die oberste Schicht warm und knackig karamellisiert wird, beim Backen aber werden sowohl Creme als auch die Oberschicht von der Hitze erfasst.

Crème brulée mal anders: 3 einfache Variationen

Dir reicht der süße, vanillige Geschmack nicht und du möchtest von der unbekannten Frucht der Crème brulée-Variationen probieren? Dann haben wir genau das Richtige für dich. Abseits der Pfade einer klassischen Crème brulée stellen wir dir einige Möglichkeiten vor, dem Dessert einen neuen Anstrich zu verleihen.

Vegane Crème brulée ohne Ei, Milch oder Sahne

Wie bereitet man eine Crème brulée zu, bei der die Hauptzutaten fehlen? Die Veganer unter uns werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass es heutzutage unzählige Möglichkeiten gibt, Produkte tierischen Ursprungs zu ersetzen. Bei der veganen Variante liefert Seidentofu die nötige Cremigkeit und Sojamilch ersetzt Milch sowie Sahne. Auf die knackige Karamellschicht musst du Gott sei dank nicht verzichten, da Zucker von Natur aus vegan ist. Es ist ja auch unvorstellbar, so eine Crème brulée ohne Knusperdecke!

Torten, Kuchen und Kekse à la Crème brulée

Besitzt du einmal einen Flambierbrenner, kannst du (beinahe) alles flambieren, was süß und knusprig werden soll. Dafür musst du lediglich Zucker auf die Oberfläche streuen und mit dem Brenner karamellisieren. Unsere Crème brûlée-Kekse zum Beispiel sind mit cremigem Vanillepudding überzogen, dessen Oberfläche zu einer unwiderstehlichen Karamellschicht verwandelt wird:

Weihnachtliche Crème-Brûlée-Kekse

Weihnachtliche Crème-Brûlée-Kekse

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Nach demselben Prinzip kannst du auch anderes Gebäck wie Kuchen und Torten verfeinern. Gut eignet sich Mürbeteig, der in einer Tarteform ausgebreitet und mit einer Milch-Sahne-Vanille-Mischung befüllt wird. Nach dem Backen und Abkühlen kannst du die Tarte mit Zucker bestreuen und goldbraun karamellisieren.

Pikante Crème brulée mit Ziegenkäse

Klingt befremdlich, ist aber genial: Unsere Crème brulée mit Ziegenkäse kann auch als Hauptgang serviert werden! Zahlreiche frische Kräuter, süße und herzhafte Komponenten arten zu einem Fest der Geschmacksnerven aus. Zusammen mit frischem Feldsalat wird die Crème brulée durch eine frische Note ergänzt. Ein Gericht, das wirklich alle Geschmäcker bedient:

Ziegenkäse-Crème-Brulée und Feldsalat mit Apfeldressing

Ziegenkäse-Crème-Brulée und Feldsalat mit Apfeldressing

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Bist du bereits in den Genuss von Crème brulée gekommen oder steht dir das Vergnügen noch bevor? Hast du das Dessert vielleicht sogar selbst schon einmal zubereitet? Erzähle uns davon in den Kommentaren!

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