Klassisches Leipziger Allerlei: So gelingt das sächsische Gemüsegericht© Midjourney: Dieses Bild wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

Klassisches Leipziger Allerlei: So gelingt das sächsische Gemüsegericht

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Anke Neumann

Anke Neumann

Redaktionsteam bei Kitchen Stories

Wenn es um traditionelle deutsche Gemüseküche geht, führt kaum ein Weg am Leipziger Allerlei vorbei. Ursprünglich in Leipzig beheimatet, hat sich die bunte Mischung aus Möhren, Erbsen, Spargel, Blumenkohl und Kohlrabi weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Das Geheimnis liegt in der Kombination verschiedener Texturen und Aromen. Jede Gemüsesorte bringt ihren eigenen Charakter mit. So entsteht ein harmonisches Gericht, das wunderbar leicht schmeckt und ordentlich Farbe auf den Teller bringt. Es ist der beste Beweis dafür, dass eine unkomplizierte Zubereitung oft zu den überzeugendsten Ergebnissen führt.

Leipziger Allerlei: traditionelles Rezept mit frischen Zutaten

Viele verbinden diesen Gemüsetopf fest mit ihrer Kindheit und erinnern sich an gemütliche Mittagessen am Familientisch. Oft wurde das Gericht ganz schlicht mit frisch gekochten Salzkartoffeln serviert.

Die Historie hinter der Kreation ist dabei durchaus spannend. Eine bekannte Legende besagt, dass die Rezeptur in der Zeit nach den Napoleonischen Kriegen entstand. Angeblich wollten wohlhabende Familien in Leipzig durch das Servieren von reinem Gemüse den Eindruck von Bescheidenheit erwecken. So erhofften sich die wohlhabenden Bürger, Bittsteller und ungebetene Gäste fernzuhalten, die auf einen üppigen Fleischbraten spekuliert hatten.

Ob dieser historische Ursprung der Wahrheit entspricht, lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei belegen. Die Anekdote wird dennoch gerne erzählt und gibt dem Tellergericht eine charmante kulturelle Tiefe.

Auf den ersten Blick wirkt die Zusammenstellung sehr bodenständig. Durch die sorgfältige Zubereitung und die feinen Zutaten bekommt das Leipziger Allerlei jedoch eine ausgesprochen elegante Note. In der klassischen Haute Cuisine wird das Grundrezept oft noch mit edlen Morcheln oder frischen Flusskrebsen aufgewertet.

Das Herzstück der Zubereitung ist die helle Soße. Sie verbindet die einzelnen Komponenten miteinander und sorgt für die typische Cremigkeit. Die Basis bildet eine klassische Mehlschwitze. Ein Schuss Sahne macht die Soße besonders samtig. Gewürzt wird ganz klassisch mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und einer Prise Muskatnuss. Ein Spritzer Zitronensaft bringt am Ende die nötige Säure mit, um die Reichhaltigkeit der Butter auszubalancieren.

Damit das Gemüse seine schöne Farbe und den leichten Biss behält, ist das richtige Timing beim Kochen entscheidend. Nicht jede Sorte braucht gleich lang im heißen Wasser. Möhren und Kohlrabi benötigen etwas mehr Zeit und wandern zuerst in den Topf. Spargel und Blumenkohlröschen folgen kurz darauf. Die zarten Erbsen brauchen nur wenige Minuten und kommen ganz zum Schluss dazu.

Wenn du das Gemüse nach dem Blanchieren kurz in Eiswasser abschreckst, leuchten die Farben später besonders intensiv in der hellen Soße. Servieren kannst du das fertige Leipziger Allerlei sehr vielseitig. Als vegetarisches Hauptgericht glänzt er zusammen mit Petersilienkartoffeln. Als Beilage passt die Mischung hervorragend zu einem knusprig gebratenen Schnitzel oder einem feinen Fischfilet.

Jede Region in Deutschland hat ihre eigenen Klassiker. Esse dich mit Sauerbraten,
Nürnberger Rostbratwürsten und Leberkäse mit Kartoffelsalat durch die Republik.

Aufwand
Einfach 👌
Zubereitung
0 Min.
Backzeit
45 Min.
Ruhezeit
0 Min.

Zutaten

2Portionen
2
Möhren
½
kleiner Blumenkohl (ca. 400 g)
100 g
Erbsen (TK)
1 l
Wasser
½ TL
Salz (+ mehr zum Abschmecken)
½ TL
Zucker
Für die Soße:
20 g
Butter
150 ml
Gemüsewasser (vom Garen oder Gemüsefond)
100 ml
Sahne
½ Prise
Pfeffer
½ EL
Zitronensaft
Zum Bestreuen:
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  • Schritte 1/17

    • 2 Möhren
    • ½ Kohlrabi

    Schäle die Möhren und den Kohlrabi. Schneide die Möhren in nicht zu dünne Scheiben und den Kohlrabi in Stifte.

  • Schritte 2/17

    • 4 Stangen weißer Spargel

    Schäle die Spargelstangen sorgfältig von oben nach unten und schneide die holzigen Enden ab. Schneide sie danach in mundgerechte Stücke und trenne Köpfe und Abschnitte voneinander.

  • Schritte 3/17

    • ½ kleiner Blumenkohl

    Teile den Blumenkohl in kleine Röschen.

  • Schritte 4/17

    • 1 l Wasser
    • ½ TL Salz
    • ½ TL Zucker

    Erhitze ca. 2 Liter Wasser mit 1 TL Salz und 1 TL Zucker in einem großen Topf, bis es kocht.

  • Schritte 5/17

    Gib zuerst die Möhren, den Kohlrabi und die Spargelabschnitte in das kochende Wasser. Lass das Gemüse 5 Minuten kochen.

  • Schritte 6/17

    Gib nach 5 Minuten die Blumenkohlröschen dazu. Koche alles weitere 5 Minuten.

  • Schritte 7/17

    Gib die Spargelköpfe in den letzten 10–12 Minuten der Garzeit mit in den Topf, damit sie nicht zu weich werden.

  • Schritte 8/17

    • 100 g Erbsen

    Kurz bevor das Gemüse gar ist, gibst du die Erbsen in das kochende Wasser und lässt sie 1–2 Minuten mitgaren.

  • Schritte 9/17

    Gieße das Gemüse in ein Sieb oder einen Durchschlag und fange das Gemüsewasser in einem Topf darunter auf.

  • Schritte 10/17

    Lass das Gemüse im Sieb gut abtropfen. Miss 300 ml Gemüsewasser ab und stelle es für die Soße beiseite.

  • Schritte 11/17

    • 20 g Butter
    • 20 g Mehl

    Erhitze für die Mehlschwitze die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze. Gib das Mehl dazu und verrühre alles gründlich, bis eine glatte Paste entsteht, ohne dass sie braun wird.

  • Schritte 12/17

    • 150 ml Gemüsewasser
    • 100 ml Sahne

    Gieße unter ständigem Rühren nach und nach heißes Gemüsewasser und die Sahne zur Mehlschwitze. Rühre mit dem Schneebesen, bis eine glatte, klümpchenfreie Soße entsteht.

  • Schritte 13/17

    Lass die Soße unter Rühren etwa 5 Minuten sanft kochen, damit der Mehlgeschmack verschwindet und die Soße sämig wird.

  • Schritte 14/17

    • ½ Prise Pfeffer
    • ½ Prise Muskatnuss
    • ½ EL Zitronensaft
    • ½ TL Salz

    Würze die Soße nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und dem Zitronensaft.

  • Schritte 15/17

    Gib das vorgekochte Gemüse in die Soße und erhitze alles vorsichtig bei niedriger Temperatur.Tipp: Ist die Soße zu dick, rühre nach Bedarf noch etwas von dem übrigen Gemüsewasser ein.

  • Schritte 16/17

    • EL Petersilie

    Wasche die Petersilie, schüttle sie trocken und hacke sie fein.

  • Schritte 17/17

    Fülle das Leipziger Allerlei in eine Schüssel oder auf tiefe Teller und bestreue es mit der gehackten Petersilie.

  • Guten Appetit!

    Klassisches Leipziger Allerlei: So gelingt das sächsische Gemüsegericht
    © Midjourney: Dieses Bild wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

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