Was waren die kulinarischen Obsessionen deiner Kindheit?

Was waren die kulinarischen Obsessionen deiner Kindheit?

Unser neues Video widmet sich den Happy und Unhappy Meals der Vergangenheit

Xueci Cheng

Xueci Cheng

Food Editor bei Kitchen Stories

www.instagram.com/scharf.xueci/

Dieser Artikel ist Teil unserer Monatsausgabe “#ThrowbackNovember”, in der wir verschiedene Aspekte unserer Kindheitserinnerungen durch die Brille des Essens betrachten. Auf Basis dieser Erinnerungen haben wir neue, spannende Gerichte für euch vorbereitet und mit unserem Team einen Haufen unterhaltsamer Videos produziert, die ihr schauen, teilen und mit euren eigenen nostalgischen Anekdoten kommentieren könnt. Für eine Übersicht über alle unsere wöchentlichen Themen, Artikel, Rezepte und mehr, schaut hier nach.

Meine Mutter erzählt gerne eine Anekdote, die ich weder beweisen noch widerlegen kann: Ich, als Kleinkind, das noch nie Eiscreme gegessen hatte, sah wie ein anderes Kind aus Versehen seine Eiswaffel auf den Boden fallen ließ. Wie im Affekt bin ich los, habe sie aufgehoben und versucht in meinen Mund zu schaufeln. Ihre Version der Dinge klingt sehr überzeugend: “Du hast es beinahe in deinen Mund gesteckt, Gott sei Dank war ich schnell genug dich davon abzuhalten!”

Es beweist aber eines: Als Kinder halten wir uns nicht zurück auszudrücken, welches Essen wir wirklich begehren. Ich habe geweint weil ich eine Tafel teurer weißer Schokolade haben wollte und mehrere Halbwahrheiten erzählt, um im Internat eine zweite geschmorte Hähnchenkeule zu ergattern. In meiner Kindheit und Jugend war hausgemachtes chinesisches Essen sehr viel weniger attraktiv als das Essen internationaler Fast-Food-Ketten und bunte Snacks voller Glutamat. Jedes Jahr zu meinem Geburtstag wünschte ich mir, bei McDonald’s, Pizza-Hut oder Kopien westlicher Steakhäuser essen zu gehen. So absurd es für mein erwachsenes Ich auch klingt, bei anderen aus der Generation Y – wie May und Eric in diesem Video – war es wohl genauso.

Ich habe mal gelesen, “Was du in deiner Kindheit gegessen hast, wird für immer am besten schmecken” und es ist wahr – zumindest teilweise. Als Erwachsene mit fast unbegrenztem Zugriff auf scharfe Chicken Wings und Amerikanische Cheesy Crust Pizza, sehne ich mich jetzt nach den Dingen, die ich damals Tag für Tag aß: Selbst eingemachtes Gemüse und geräucherte Szechuan Würste aus Schweinefleisch zum Chinesischen Neujahr. Sogar das Essen im Internat, das ich damals nicht mochte, nimmt appetitlichere Züge an, wenn ich jetzt daran zurückdenke.

Die Frage aber bleibt bestehen: Welches Essen prägt unseren Geschmack? Unsere kulinarische Identität, wenn du es so ausdrücken möchtest. Sind es die Dinge, die wir immer begehrten, weil sie schwer zu bekommen waren oder unsere tagtäglichen Mahlzeiten, die wir nicht wertschätzen konnten? Vermutlich beide: Die Gerichte der globalen Essensindustrie und unsere regionalen Spezialitäten; das Essen, das wir als cool und das, was wir als uncool ansahen, das Happy Meal und die Unhappy Meals, die unsere Eltern uns manchmal aufgetischt haben. Beide erzählen Geschichten darüber, wer wir sind und woher wir kommen.

Im Video dieser Woche befasst sich unser Team mit einem Rückblick auf unsere kulinarischen Obsessionen der Kindheit: Was war unser ideales Abendessen? Was dachten wir über “erwachsenes” Essen wie Oliven, Kaffee...Alkohol?

#ThrowbackNovember: Woche 1

#ThrowbackNovember: Woche 1

  • 06:24 Min.
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Komm mit uns auf eine Reise in die Vergangenheit – und erzähl uns von deiner eigenen in den Kommentaren. Wir sind gespannt deine Geschichten zu hören!

Verfasst am 2. November 2020

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