Julia

Julia

Redakteurin

Seit einiger Zeit hat eine Frucht die Herzen von Vegetariern und Veganern erobert. Die Rede ist von Jackfrucht, eine riesengroße tropische Frucht, die als Fleischersatz immer beliebter wird- selbst bei Fleischessern.

Wir verraten euch, was hinter der Frucht steckt, woher ihr sie bekommt und was ihr in der Küche damit anstellen könnt.

Was ist Jackfrucht?

Eine Jackfrucht ist zunächst ganz einfach die Frucht des Jackfruchtbaums. Der wächst in Süd- und Südostasien, weshalb in Thailand, Sri Lanka, Indien oder Indonesien auch niemand von einem „neuen Trend“ sprechen würde, wenn es um die Jackfrucht geht. Dort gehört sie zum alltäglichen Kochen und wird anders als im westlichen Gebrauch auch nicht als Fleischersatz verwendet, sondern als Alternative zu Bohnen oder Reis.

Die Frucht kann bis zu 35 kg schwer und bis zu 90 cm lang werden – ein echter Riese. Unter einen Jackfruchtbaum solltest du dich im Urlaub also lieber nicht legen.

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Woher bekommt man Jackfrucht?

Da der Jackfruchtbaum eben nicht großflächig in Europa oder Amerika gedeiht, wirst du frische Jackfrüchte auch eher selten im Supermarkt um die Ecke finden. Am wahrscheinlichsten bekommst du sie in Asia-Supermärkten, teilweise auch in Biomärkten und in speziellen Abteilungen für tropische Früchte.

Du hast frische Jackfrüchte gefunden? Dann achte darauf, dass die Schale unversehrt ist und bei Druck leicht nachgibt. Je größer die Frucht, desto besser der Geschmack. Wenn du unreife Früchte findest, kannst du sie bis zu 10 Tagen bei Zimmertemperatur lagern. Wenn sie schon reif ist, slltest du sie am besten im Kühlschrank lagern, dort hält sie sich ca. eine Woche.

Es gibt jedoch auch zerkleinerte Jackfrucht in der Dose, ab und zu auch gefroren oder getrocknet. Wenn du keinen Asia-Supermarkt in der Nähe hast, gibt es online mittlerweile genügend Lieferdienste, die dir aushelfen.

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Herzhafte und süße Jackfrucht

Beim Kauf solltest du darauf achten, dass die Reife der Frucht entscheidend für ihren Geschmack ist. Egal ob frisch oder in der Dose gibt es die reife, gelbe Jackfrucht, die intensiv-süß schmeckt und sich daher perfekt für Desserts eignet.

Die junge, weiß bis blass-grüne Jackfrucht ist hingegen noch nicht reif und schmeckt daher auch nicht süß. Sie ist perfekt für herzhafte Gerichte als Fleischersatz oder einfach als Gemüsebeilage.

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Warum solltest du Jackfrucht probieren?

Immer mehr Menschen wollen weniger Fleisch essen, doch die üblichen Fleischersatzprodukte sind oft auf Sojabasis (Tofu, Tempeh, etc.) oder bestehen aus Gluten (Seitan) und können daher nicht jeden überzeugen.

Die Jackfrucht hingegen ist eine natürliche Frucht, die schlicht zufällig eine ähnlich faserige Textur wie Fleisch hat. Dazu schmeckt die unreife Variante nur ganz mild und kann mit jeglichen Soßen und Marinaden in die geschmackliche Richtung deiner Wahl gehen. Jackfrucht ist zudem reich an Ballaststoffen, Antioxidantien, Vitamin A und C und enthält Kalium, Zink und Eisen.

Der einzige Minuspunkt: Da die Frucht immer eingeflogen werden muss, ist der CO2-Fußabdruck der Jackfrucht natürlich groß. Rein ökologisch ist die Frucht daher keine bessere Alternative zu Fleisch.

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Was du mit Jackfrucht kochen solltest

Solltest du eine frische Jackfrucht gefunden haben, geht es zunächst ans Schneiden. Am besten reibst du dafür dein Messer und Schneidebrett mit Öl ein, denn der Saft der Frucht ist äußerst klebrig. Die Frucht lässt sich anschließend relativ leicht halbieren. Die Kerne kannst du herausnehmen und ebenfalls verarbeiten. Sie ähneln geschmacklich Esskastanien und können geröstet und gesalzen gesnackt werden. In Indien werden sie oft auch zu Mehl verarbeitet. Anschließend kannst du das Fruchtfleisch einfach mit den Händen oder dem Messer auslösen.

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Die Jackfrucht aus der Dose ist bereits in Stückchen. Sie musst du nur noch abgießen, abspülen und kann die reifen, süßen Stückchen für Desserts benutzen, zu Smoothies oder Soßen pürieren, frittieren oder ausbacken. Die unreife Jackfrucht kannst du mit jeglichen Soßen und Marinaden kombinieren und damit in Currys, Chutneys verwenden oder als Fleischalternative in Frikassee, als Sandwich- und Burgerbelag, als Taco- und Wrapfüllung und und und verwenden.

Ihren großen Auftritt hat die Jackfrucht jedoch als pflanzliche Alternative zu Pulled Pork, womit der große Hype auch begann. Wie genau du sie dafür zubereitest, zeigen wir dir in diesem Rezept:

BBQ-Jackfrucht-Burger

BBQ-Jackfrucht-Burger

→ zum Rezept

Hast du auch schon mit Jackfrucht gekocht? Verrate uns deine Lieblingsrezepte oder lade ein Bild deiner Kreation hoch!

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