Laura

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Er wirkt gegen allerlei gesundheitliche Beschwerden vorbeugend, stärkt das Herz-Kreislaufsystem und schützt den Magen – Sellerie wird eine ganze Menge an gesundheitlicher Wirkung zugeschrieben. Hier erfährst Du, wie du Knollen- und Staudensellerie in deine Ernährung integrierst und lecker zubereiten kannst.

Sellerie: Die unscheinbare Knolle und was in ihr steckt

Hast du schonmal von Gemüsesorten mit den Namen Tango oder Prinz gehört? Dabei handelt sich um bekannte Selleriesorten, die du bestimmt auch in deinem Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt findest.
Sellerie wurde bereits im antiken Griechenland angebaut und galt damals als Heilpflanze. Heute unterscheiden wir das altbekannte Gemüse zwischen Knollen- und Stangensellerie.
Stangensellerie – oder auch Staudensellerie genannt – besteht aus langen grünen Blattstielen, wie der Name schon verrät. Diese werden roh oder gekocht zubereitet und gegessen. Auch Selleriesaft ist hoch im Kurs – mehr dazu weiter unten. Die Erntezeit beginnt im Juni und zieht sich bis in den Oktober, manchmal findest du das Gemüse auch schon früher im heimischen Supermarkt. Tango ist eine traditionelle Stangensellerie-Sorte und bekannt für ihren fein-würzigen Geschmack.

Ab August beginnt auch die Saison des Knollenselleries und zieht sich bis in den Dezember. Diese Sellerie-Art beschreibt ein großes Knollengewächs mit nur wenigen Blättern – die aber unbedingt mit gegessen werden sollten. Wir kennen die Knolle vor allem für die Zubereitung von Suppen oder Eintöpfen. Dafür ist die Sorte Prinz mit dem weißen, festen Fleisch und mild-würzigem Geschmack bestens geeignet. Beide Sellerie-Arten lassen sich auch im eigenen Garten anbauen und eignen sich je nach Geschmack und Verwendung für unterschiedliche Gerichte.
Die dritte und am wenigsten bekannte Sellerie-Art ist der Schnittsellerie – ein Würzkraut. Die Blätter können wie auch andere Kräuter frisch oder getrocknet verwendet werden und auch eingefroren werden. Das Kraut hat einen sehr intensiven würzigen Geschmack.

Nährwerte und gesundheitliche Wirkung von Sellerie

Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll, denn in dem unscheinbaren Gemüse stecken viele gute Inhaltsstoffe. Sellerie und ganz besonders der Stangensellerie enthalten unfassbar viele Nährstoffe, dabei handelt es sich um eine der kalorienärmsten Gemüsesorten. Sellerie besteht zu 95 Prozent aus Wasser, sodass 100 Gramm gerade einmal auf 15 Kalorien kommen. Durch den hohen Wassergehalt, wirkt er unterstützend bei Diäten und Kuren. Auch der hohe Bedarf an Vitamin B und C sowie Kalium wirken dabei förderlich. Damit ist Sellerie eine hervorragende Quelle für Antioxidantien, genauer gesagt Polyphenole, die den Magen reinigen und die Magensäureproduktion regulieren. Zudem schützen sie unseren Organismus und die Haut vor Zellschäden und Entzündungen. Ein echtes Superfood gegen den natürlichen Alterungsprozess ist Sellerie also auch!

Zubereitung und Verwendung von Sellerie

Die Knolle kannst du mit oder ohne Schale kochen. Für klassische Suppen wird die Schale aber entfernt und das Gemüse in mundgerechte Stücke geschnitten, bevor du sie ins kochende Wasser gibst. Stangensellerie kannst du kleingeschnitten in Gefrierbeutel oder Tupperdosen bis zu 6 Monate einfrieren. Perfekt, um die einzelne Stücke in einen Smoothie zu geben.

Sellerie zum Trinken: Selleriesaft und -tee

Zur Zeit gibt es einen großen Hype um Selleriesaft. Der Saft soll – am besten gleich morgens auf nüchternen Magen – unsere Verdauung regulieren und und auf natürliche Weise wach machen. Angeblich wirkt er sogar gegen Rheuma und Kopfschmerzen, dazu gibt es aber noch keine klinischen Studien. Zum Glück gehen die Nährstoffe durch das Entsaften nicht verloren und der Sellerie lässt sich im flüssigen Zustand leichter verdauen. Selbst wenn er keine Wirkung haben sollte, nimmt man durch den hohen Wassergehalt zumindest viel Flüssigkeit ein, was niemals schadet.
Auch Sellerietee ist eine Möglichkeit, das Gemüse flüssig zu sich zu nehmen. Er ist kalorienarm, enthält keine Fette und stimuliert verschiedene Körperfunktionen, die den Fettabbau anregen. Dafür einfach Selleriestangen in kleine Stücke schneiden und für ca. 10 Minuten in kochendem Wasser köcheln lassen. Dann den Herd ausstellen und den Tee mitsamt dem Sellerie noch weitere 10 Minuten ziehen lassen. Du kannst den Tee noch mit einem Spritzer Zitrone für etwas mehr Geschmack verfeinern.

Verwendung von Selleriegrün: Ist das überhaupt essbar?

Übrigens sind auch die grünen Blätter der Knolle essbar. Sie enthalten besonders viel Calcium, Kalium und Vitamin C und schmecken ähnlich aromatisch wie der Schnittsellerie. Ob getrocknet oder frisch, sind sie eine perfekte Einlage in Suppen, Eintöpfen und Soßen.

Rezepte für Stauden- und Knollensellerie

Ich bin mir sicher, dass dich dein schlechtes Gewissen plagt, weil du einfach viel zu selten mit diesem nahrhaften und gesunden Gemüse kochst. Mein absoluter Favorit: Ein vegetarisches Schnitzel aus Sellerie. Dafür einfach die Knolle in ca. 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden, wie eine Schnitzel panieren und in der Pfanne anbraten. Dazu ein Honig-Senf-Dip oder hausgemachte Pilzsoße. Herrlich!
Wir haben die passenden Rezepte für dich, damit du gleich loslegen kannst:

Selleriesuppe mit Lachs

Selleriesuppe mit Lachs

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Ein absoluter Klassiker! Eine kräftigende Suppe für warme und kalte Tage mit zartem Lachsfilet. Schnell zubereitet: Einfacheinen großen Topf der Suppe vorkochen und noch ein paar Portionen einfrieren, für Tage, an denen keine Zeit zum Kochen bleibt.

Sellerie-Gratin mit Birnen und Blauschimmelkäse

Sellerie-Gratin mit Birnen und Blauschimmelkäse

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Klingt nicht nur gut, sondern schmeckt auch verdammt gut. Der französische Gratin überzeugt mit einer frisch-herben Kombination aus Birnen mit Blauschimmelkäse und trifft auf Sellerie als Gratinbasis. Für eine vegetarische Variante einfach den Speck weglassen.

Rinderragout mit Selleriepüree

Rinderragout mit Selleriepüree

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Du liebst Kartoffelpüree? Dann ist Selleriepüree eine wunderbare Abwechslung für deinen Gaumen. Neben dem Rinderragout zwar nur eine Beilage, aber ohne die wäre einfach das Gericht einfach nicht dasselbe.

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