Lisa

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Redaktionsassistent bei Kitchen Stories

Paella wie am mallorquinischen oder valencianischen Strand genießen – das ist mit der richtigen Technik auch zu Hause möglich. Wir zeigen dir bewährte Rezepte und geben dir das nötige Knowhow, um das spanische Geschmackserlebnis der Paella direkt in deine Pfanne zu holen.

Was genau ist eigentlich eine Paella?

Grob gesagt: Eine Paella ist der perfekte Sattmacher. In einer speziellen Pfanne werden Reis, Gemüse und je nach Zubereitungsart Fleisch und Meeresfrüchte zusammen gekocht und mit Safran serviert. Das älteste Paella-Rezept stammt aus Valencia, weshalb das beliebte Gericht auch als valencianische Spezialität gilt. Entstanden durch Resteverwertung ist es heute nicht mehr aus den Köpfen der Spanier wegzudenken. Inzwischen findet man Paella im ganzen Land in verschiedensten Variationen vor. Traditionell bereitet man sie im Freien über offenem Feuer zu - Raucharomen sind unbedingt erwünscht!

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Paella ist vor allem auf größeren Festen und Familienfeiern beliebt, weil man große Mengen auf einmal zubereiten kann. Die Zutaten können variieren, möglich sind beispielsweise Schnecken, Schwein, Chorizo, Artischoken, Knoblauchzehen, Zwiebeln, Erbsen, Paprika, Fisch und Meeresfrüchte wie Garnelen, Muscheln und Langusten. Letztere werden meist für eine reine Meeresfrüchte-Paella, der Paella de marisco, gebraucht. Unser Rezept findest du hier:

Einfache Paella mit Meeresfrüchten

Einfache Paella mit Meeresfrüchten

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Worauf gilt es zu achten?

Wer sich an das Lieblingsgericht der Spanier traut, kann auf die Verfeinerungen, Tipps und Kniffe zurückgreifen, die sich in den letzten Jahrhunderten durch vielfache Zubereitung herausgebildet haben. Manche Dinge sind nämlich bei jeder Paella gleich: Die Verwendung von Reis, Olivenöl und Safran und der speziellen Paellapfanne.

Paellareis: Sorte Bomba, Rund- oder Mittelkornreis

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Für die perfekte Paella solltest du Rundkorn- oder Mittelkornreis verwenden, da er viel Flüssigkeit aufnimmt. Am beliebtesten ist die Sorte Bomba aus Valencia, da sie eine zarte und klebrige Textur aufweist und für eine angenehme Feuchtigkeit in der Paella sorgt. Paellareis benötigt immer die doppelte Menge an Wasser, also 2 Tassen Wasser auf 1 Tasse Reis. Findest du mal keinen speziellen Paellareis, kannst du auch einfach Risottoreis verwenden. Wie du die verschiedenen Reissorten kinderleicht voneinander unterscheiden kannst, erfährst du in unserem Artikel.

Die richtige Pfanne für Paella

Willst du ein richtiger Experte auf dem Paella - Gebiet werden, solltest du dir eine Paellapfanne, die sogenannte Paellera anschaffen. Sie ist groß, rund und hat meist zwei Henkel an der Seite, damit man sie mitten auf dem Tisch platzieren kann. Eine Paellera ist flach, damit die Zutaten höchstens 4 cm hoch liegen. Traditionell wird die Pfanne auf einem dreibeinigen Fuß über offenes Feuer gehängt und die Zutaten darin gegart. Möchtest du einmal eine Paella zubereiten, hast aber kein spezielles Equipment zu Hause, kannst du sie in einer hohen Pfanne auch auf dem Herd zubereiten.

Die beliebtesten Paella-Variationen

Dadurch, dass die Paella ursprünglich aus der Resteverwertung entstanden ist, gibt es viele Varianten des spanischen Klassikers. Am geläufigsten ist jedoch die Paella Valenciana oder die Paella Mallorquina.

Paella Valenciana

In der spanischen Region Valencia hat alles begonnen: Schon im 18. Jahrhundert wurde hier der typisch gelbe Reis mit Gemüse und Fleisch zubereitet. In der Paella Valenciana sind neben Reis meist zerkleinerte Tomaten, grüne und weiße Bohnen und ausschließlich helles Fleisch wie Huhn und Kaninchen zu finden. Gelegentlich werden auch kleine Schnecken hinzugegeben. Abgeschmeckt wird die Reispfanne mit Salz, frischem Knoblauch, Safran und Rosmarin, der kurz vor dem Servieren aus den dampfenden Reis gelegt wird. Stell dir einmal vor, wie das duftet! Unser Rezept gibt's hier:

Vegetarische Paella mit Zucchini und Aubergine

Vegetarische Paella mit Zucchini und Aubergine

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Du solltest bei der Zubereitung unbedingt darauf achten, dass du die Paella wenig bis gar nicht umrührst. So entsteht die beliebte Kruste, der Soccarat, die auf dem Boden der Pfanne entsteht. Wenn der Reis gar ist, erhöhst du einfach die Temperatur und wartest, bis es zu knistern beginnt und sich der Reis seitlich nicht mehr anheben lässt - dann ist die köstliche Kruste fertig.

Paella mit Gemüse, Meeresfrüchten und Huhn

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In der Paella Mallorquina kommt alles zusammen: Meeresfrüchte, Huhn und Gemüse. Verwendet werden können bespielsweise Miesmuscheln, Fischfilets oder wahlweise Gambas. Bist du ein Fan von Meeresfrüchten, kannst du auch alles zusammen in die gigantische Pfanne geben. Bevor der Reis hinzukommt, werden Fleisch, Fisch und Gemüse in der großen Paellapfanne mit viel Olivenöl scharf angebraten.

Safran: das Paella-Gewürz

Ohne die gelbe Farbe ist eine Paella keine Paella. Traditionell wurde Safran verwendet, der für das berühmte Gelb verantwortlich ist und dem Gericht den typischen, leicht bitteren Geschmack verleiht. Obwohl Safran in Spanien gar nicht so teuer ist, greifen viele heute aber auf gelbe Lebensmittelfarbe namens Colorante zurück.

Am besten, du stellst die Paellera mit einem Untersetzer mitten auf den Tisch und deine Gäste greifen unverfroren zu. So kann sich jeder seine Portion selbst nehmen und sich nur nur nehmen, was er mag. Zu einer Paella schmeckt am besten ein leichter, spanischer Rotwein. ¡Que aproveche!

Du liebst die spanische Esskultur und bist ein Experte, wenn es um Paella geht? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!

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